Rückenwehen, lieber hier bei den Mamas als bei den werden Mamis Angst verbreiten

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Beitrag von mameha 10.02.06 - 17:18 Uhr

Hallo zusammen,

mein Sohn ist zwar schon 9 Monate alt, aber ich habe immer noch Probleme mit der Geburt fertig zu werden.

Da von Anfang an klar war, dass wir ein sehr großes Kind bekommen würden, durfte ich nicht übertragen und musste zwei Tag vor Termin ins Krankenhaus zur Einleiten! Zwei Tage hintereinander musste ich eine Einleitung ertragen, doch nichts „außer“ wahnsinnige Rückenschmerzen!

Als es dann losging, hatte ich ausschließlich Rückenwehen und zwar so heftige, dass ich das Waschbecken aus der Wand gerissen habe. Ich habe im Kreissaal im 3Stock entbunden und hatte ernsthaft überlegt aus dem Fenster zu springen! 13 Stunden habe ich mich gequält, bis ich in Ohmacht gefallen bin, ich saß in einem Abstürzenden Flugzeug und hatte das Gefühl als würde ich sterben!

Diese Panik in mir, die steigt immer wieder auf...als ich zu mir kam wusste ich nicht mehr wo ich bin, bis mir schlagartig bewusst wurde, das ich gerade ein Baby bekomme, mein Baby.... und wieder diese wahnsinnigen Rückenwehen, ich habe so sehr gepresst, das ich hyperventiliert habe, ich konnte nichts mehr sehen und bin abermals in Ohmacht gefallen, alles hat sich gedreht und ich habe nur noch Panik gespürt, Panik in mir und Panik im Kreissaal!

Unser Sohn Jonas wurde dann per Saugglocke geholt und kam am 1. Mai 2005 mit stolzen 56cm und 4375g und einen Kopfumfang von 39!!!cm zur Welt!

Meine Frage an euch ist nun, wer den Unterschied zwischen „normalen“ und Rückenwehen kennt. Mir hat man gesagt, das Rückenwehen der absolute Horror sind und das sie mit normalen Wehen nicht zu vergleichen sind. Ich wüsste einfach so gerne für mich, ob die Schmerzen wirklich so wahnsinnig waren, oder ob ich einfach zu empfindlich war. Meine Bekannten aus der Krabbelgruppe etc. hatten normale Wehen und können meine Panik und Angst gar nicht nachvollziehen. Wenn ich an die Geburt denke steigen mir sofort Tränen in die Augen und ich habe Panik....

Eure Erfahren wären für mich super interessant

Ganz liebe Grüße
Memeha

Beitrag von belleprincesse 10.02.06 - 17:31 Uhr

Hallo Memeha,

ich habe auch eine Einleitung hinter mir - allerdings aus anderen Gründen. Ich hatte bereits Wehen, geöffneter MuMu usw. 3 Monate vor dem ET. Trotzdem tat sich am ET nichts. 3 Tage später bin ich morgens ins K-Haus. Nach einer N8 mit Wehen alle 2 Minuten. Nur um Rücken. Ich dachte ich sterbe. Nicht mehr bewegen zu können, mir blieb die Luft weg.. all das versetzte mich in Panik. Ich lag den ganzen Tag im Kreißsaal und bei einem MuMu von 6 cm hatte ich einen Geburtsstillstand. Immer wieder Wehen - doch das CTG schrieb nur wenig auf davon. Dann eine ganze Nacht wieder im K-haus verbracht mit abermals Wehen alle 2 Minuten. Ich hab nur noch geheult. Wollte partout keinen KS. Dann am nächsten Morgen wieder CTG - wieder in den Kreißsaal. Dann bekam ich den Wehentropf. Der wurde bis 120 gestellt. Ich krümmte mich vor Schmerzen. Die PDA nach der ich fast schon schrie versagte. Nichts aber auch gar nichts half gegen die Schmerzen. Ich hatte das Gefühl ich zerbreche in der Mitte - immer wieder Rückenwehen.
Dann nach 8 Stunden an einem 120'er Tropf und nachdem die Hebamme und der Chefarzt auf meinem Bauch lagen und drückten, dass ich ne Rippenprellung hatte kam endlich mein Sohn auf die Welt. 47 Stunden Horror pur!!! Ich hatte panische Angst vor einem KS, OP war fertig und immer wieder wollte ich es versuchen. Einmal waren die Herztöne im Keller. Partusisten half dann und es ging weiter. Die Saugglocke wurde um 17:30 Uhr fertig gemacht, aber ich schaffte es dann doch noch irgendwie. Er rutschte immer vor und zurück immer und immer wieder. Und nur diese Schmerzen im Rücken, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte.
Dann kam die Plazenta nicht und überhaupt verlor ich zuviel Blut und ach was weiß ich was nicht noch alles.
Es war eine schlimme und komplikationsreiche Geburt, aber irgendwie bin ich auch stolz auf mich, dass ich es hinbekommen habe. Das solltest du auch sein. Du hast enormes geleistet.

Wie der Vergleich ist weiß ich nicht, aber ich weiß dass mir diese Geburt ganz schön zu schaffen macht. Auch wenn ich über das Ergebnis wahnsinnig glücklich bin. Ich liebe meinen Sohn über alles.

Liebe Grüße
Daniela mit Jan Luca *23.05.2005 (3.790 Gramm, 55 cm, KU von 35)

Beitrag von mameha 10.02.06 - 21:33 Uhr

Danke dir für deine Antwort, tut irgendwie gut zu lesen, dass man nicht alleine ist!

Auch du hast ja wahnsinnig was durch gemacht, tut mir leid! Aber dein Beitrag erinnert mich auch sehr an mein eigenes Erlebnis!

Ich empfinde die Geburt von Jonas einfach als absoluten Horror, auch wenn wir einen totalen Goldschatz haben und ich für meinen Sohn immer wieder das Gleiche durchmachen würde!

Ich denke irgendwann werde ich mir vielleicht mal therapheutische Hilfe holen, denn wir möchten noch mehr Kinder, wenn ich daran denke wird mir ganz anders!

Jonas war übrigens auch ein Sterngucker, mein kleiner süßer Stern....

Vielen Dank für all di lieben Worte

Beitrag von kathrin79 10.02.06 - 17:28 Uhr

Hallo Memeha,

also ich kann dir nur sagen wenn ich an meine Geburt von unserem Kaan zurück denke 08.05.05, dann weiss ich das es ehrlich nicht schön war.

es war grauenhaft!! nur kurz zusammengefasst.
Blasensprung, dann Muttermund innerhalb 3 stunden vollständig geöffnet, aber war ein sternengucker deshalb nicht in den geburtskanal gerutscht, ich musste im stehen pressen, bin immer zusammen gebrochen, hab nach schmerzmitteln gebettelt, nichts bekommen, weil es hiess es wäre alles gleich vorbei. zum schluss haben mir 2 ärzte auf den bauch gedrückt, dann sind sie anscheinend drauf gekommen das er das gesicht nach oben hatte nciht nach unten, panik, saugglocke, schnitt und ewiges drücken auf meinen bauch.
Insgesamt hat die geburt dann 8 stunden gedauert. Die schmerzen (unteranderem auch rückenschmerzen) waren ekelerregend.

Aber mittlerweilen hab ich sie wieder vergessen, eigentlich hatte ich sie bald nach der geburt wieder vergessen und ich denke beim zweiten wirds bestimmt einfacher *gg*

also das war meine echt schmerzhafte grauenvolle geburt, gott sei dank hat sie nur 8 stunden gedauert, und mein kleiner kaan ist es wert

lg kathrin und kaan

Beitrag von mameha 10.02.06 - 21:31 Uhr

Ich danke euch allen für die lieben Beiträge, tut irgendwie gut zu lesen, dass man nicht alleine ist!

Ich empfinde die Geburt von Jonas einfach als absoluten Horror, auch wenn wir einen totalen Goldschatz haben und ich für meinen Sohn immer wieder das Gleiche durchmachen würde!

Ich denke irgendwann werde ich mir vielleicht mal therapheutische Hilfe holen, denn wir möchten noch mehr Kinder, wenn ich daran denke wird mir ganz anders!

Jonas war übrigens auch ein Sterngucker, mein kleiner süßer Stern....

Vielen Dank für eure lieben Worte

Beitrag von grizabella32 10.02.06 - 17:37 Uhr

Hallo Memeha,

lass Dich mal ganz fest drücken, Du hast ja wirklich Schreckliches erlebt.

Ich hatte auch ausschließlich Rückenwehen, habe diese aber zu keinem Zeitpunkt der Geburt wirklich schlimm empfunden. Aber ich hatte auch nur 3 1/2 Stunden lang richtige Geburtswehen, die 12 Stunden vorher waren es alle 3 Minuten lang wie normale Rückenschmerzen.

Das Problem ist nur, dass man Geburten nicht vergleichen kann und Schmerzen auch nicht. Ich bin im normalen Leben absolut wehleidig und super schmerzempfindlich, aber die Geburt hat mir nichts ausgemacht. Wahrscheinlich hatte ich einfach Glück und ein kleines Mädchen (3.160g bei 49cm.

Aber wenn Du nach 9 Monaten immer noch so schlimme Probleme mit Deinem Geburtserlebnis hast, solltest Du Dich mal mit einer Hebamme in Verbindung setzen, damit sie Dir eine Therapeutin empfehlen kann, die das schreckliche Erlebnis mit Dir aufarbeiten kann.

Ich habe eine Freundin, die auch so eine Horrorgeburt hatte und sich so sehr noch ein Baby gewünscht hat. Die hat damals auch eine Therapie gemacht und mittlerweile 3 Racker zuhause rum laufen. Die nachfolgenden Geburten waren nur noch halb so wild und sie hatte wieder Mut gefaßt.

Du solltest wirklich was für Dich tun und Dich nicht von den anderen verunsichern lassen. Das waren Deine persönlichen Wehenschmerzen und die kann niemand beurteilen.

Liebe Grüße
Diana

Beitrag von mameha 10.02.06 - 21:35 Uhr

Danke für deine Antwort, tut irgendwie gut zu lesen, dass man nicht alleine ist!

Ich empfinde die Geburt von Jonas einfach als absoluten Horror, auch wenn wir einen totalen Goldschatz haben und ich für meinen Sohn immer wieder das Gleiche durchmachen würde!

Ich denke irgendwann werde ich mir vielleicht mal therapheutische Hilfe holen, denn wir möchten noch mehr Kinder, wenn ich daran denke wird mir ganz anders!

Jonas war übrigens auch ein Sterngucker, mein kleiner süßer Stern....

Vielen Dank für eure lieben Worte

Beitrag von schnuffinchen 10.02.06 - 17:57 Uhr

Hallo Birte,



ich hatte auch Rückenwehen und ebenso einen Wonneproppen geboren: 4700g, 58cm, KU 38cm.
Ich konnte nicht mehr sitzen, stehen, laufen, liegen während der Wehen und hab um die PDA gebettelt!

Damit ging es erst, bis die eine Hebamme mich an den Wehentropf hing, weil es ihr nicht schnell genug ging :-[. Sie hat mir in zwei Stunden die ganze Flasche !! reingepumpt. Von der PDA hab ich nichts mehr gespürt, durfte wegen dieser aber auch nicht mehr aufstehen und bin halb durchgedreht im Kreißbett.

Mein Mann dachte, bei mir gehen jeden Moment die Lichter aus, so schlimm sah ich aus. Nach zwei Stunden vergeblichen Presswehen hatte die Hebamme (die auch die PDA nicht nachspritzen lassen wollte) endlich ein Einsehen und holte den Chefarzt, ein guter Bekannter von uns. War ja schliesslich Sonntagmorgen, und da hat sie bis 8h gewartet, weil die blöde Kuh ihn nicht früher zu Hause stören wollte.

Der kam dann, fühlte einmal meinen Puls, blickte auf's CTG - zwei Minuten später wurde die PDA aufgespritzt, 5 Minuten später war ich im OP und dann noch drei Minuten und der Kleine war da #freu! In diesem Moment war ich nur noch dankbar für den KS!

Im Nachhinein habe ich keine Probleme mit der Geburt, denn der KS hat uns gerettet. Aber die Wehen waren die Hölle. Und wenn ich die Hebamme mal im Dunkeln treffe, hat sie am nächsten Morgen ein blaues Auge...



LG Janine + Hendrik 21.08.05

Beitrag von mameha 10.02.06 - 19:30 Uhr

Ich danke euch allen für die lieben Beiträge, tut irgendwie gut zu lesen, dass man nicht alleine ist!
#hicks
Ich empfinde die Geburt von Jonas einfach als absoluten Horror, auch wenn wir einen totalen Goldschatz haben und ich für meinen Sohn immer wieder das Gleiche durchmachen würde!

Ich denke irgendwann werde ich mir vielleicht mal therapheutische Hilfe holen, denn wir möchten noch mehr Kinder, wenn ich daran denke wird mir ganz anders! #schock

Jonas war übrigens auch ein Sterngucker, mein kleiner süßer Stern....#liebe

Vielen Dank für eure lieben Worte#liebdrueck

Beitrag von mameha 10.02.06 - 21:38 Uhr

Hey Janine,
wollte dir noch kurz direkt für deine Antwort danken!
Ich bin ja erst seit einer Woche angemeldet, aber es ist schon verblüffend, wie schnell man sich hier wohlfühlt und gute Ratschläge und Hilfe bekommt!

Deiner Hebamme würde ich an deiner Stelle auch ein blaues Auge verpassen..... habe da auch so meine Erfahrungen machen müssen, gute Hebammen sind eher selten...

Dann mal gute Nacht und bis bald

Beitrag von fine2000 10.02.06 - 20:56 Uhr

Da kommt so einiges hoch, was ich schon fast verdrängt hatte...diese elenden Rückenwehen! Im Nachhinein kann ich gar nicht mehr glauben, dass "Rückenschmerzen" tatsächlich so schmerzhaft sein können. Aber in den 33 Stunden Wehen, die dann leider doch in einem Kaiserschnitt endeten, hab ich gedacht, ich muß sterben. Noch jetzt habe ich manchmal das Gefühl, versagt zu haben. Aber wer diese Schmerzen nicht erlebt hat, kann sich niemals vorstellen, wie schlimm "Rückenschmerzen" sein können.

Kopf hoch! Du bist nicht allein.

Lg,
fine...die sich trotzdem in einigen Jahren ein zweites Kind wünscht

Beitrag von mameha 10.02.06 - 21:29 Uhr

Hey Fine,
sorry wenn ich da was bei dir geweckt habe!
Auch ich möchte trotzdem ein zweiten und auch ein drittes Kind. Mir tut es gerade gut zu lesen, dass ich nicht alleine diesen Horror erleben musste!
Ich kenne nämlich nur die Frauen, die 3mal pressen mussten und ihr Kind glücklich im Arm hielten!

Guten Nacht und liebe Grüße
Mameha

Beitrag von baby09 10.02.06 - 21:42 Uhr

Ach Du Arme...was Du erlebst hast ist ja furchtbar.... Ganz lieb #liebdrueck!

Ich hatte auch ausschließlich Rückenwehen. Der Horror, ich wäre am liebsten tot umgekippt. Und da ich in einem besch..... Krankenhaus entbunden habe und das CTG diese besch..... Rückenwehen nicht immer aufschreibt, haben die Hebammen mir nicht abgenommen, wenn ich gerade eine Wehe hatte. Erst eine Ärztin hat erkannt welche Schmerzen ich habe und hat eine PDA legen lassen. DIE BESTE ERFINDUNG DER WELT! ;-)
Trotzdem hatte ich Geburtsstillstand und unsere Püppi wurden nach 18 Std. heftigster Wehen per Kaiserschnitt geholt. Ich habe daran zu knabbern. Komme mir oft vor wie eine Versagerin, aber die Kleine ist gesund und munter und das zählt. Aber ich muss ehrlich sagen: Ich weiß nicht, ob ich dazu nochmal bereit bin! Es kann zwar beim zweiten Baby alles ganz anders sein, muss aber nicht. Und das ist einer der Gründe, warum ich abend immer schön brav meine Pille schlucke und meinem Mann nen Vogel zeige, wenn er von einem Geschwisterchen (irgendwann) redet! ;-)


LG Yvonne mit Joana *08.09.2005

Beitrag von dackwife 11.02.06 - 06:10 Uhr

Hallo Memeha,

ich hatte zwar eine schnelle Geburt, aber auch nur mit Rückenwehen. Ich kann nachvollziehen, wie du dich gefühlt hast. Bei mir war es so, dass ich gedacht habe, mein Kreuz zerbricht. Eigentlich weiß ich im Nachhinein gar nicht, wie ich das überhaupt überstehen konnte. Aber das habe ich verdrängt, da es ja doch ziemlich schnell ging. Habe in der Wanne entbunden, das warme Wasser war auf jeden Fall gut für die Rückenwehen.
Ich muss dazu sagen, dass ich darauf vorbereitet war, dass ich Rückenwehen bekommen werde, denn meine Gyn hatte mir das schon vorher gesagt (hatte auch immer wahnsinnige Rückenschmerzen, wenn ich meine Regel bekommen habe, ohne Schmerzmittel ging da gar nichts). Lorelei hatte 52 cm, 3400 g und 35 cm KU, ich selbst bin total zierlich. Wie sie da rausgekommen ist, keine Ahnung?!
An deiner Stelle würde ich mit einen Therapeuten darüber sprechen, denn das klingt ja schon richtig nach Geburtstrauma. Du solltest schon versuchen, das zu verarbeiten, denn sonst hast du ja bei einem evtl. 2 Kind die volle Panik.

Alles Gute
Tina