Nahrungsverweigerung-wissen nicht mehr weiter!!!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von silky21 10.02.06 - 20:05 Uhr

Hallo,
bin total gefrustet, da unsere kleine seit zwei Wochen ihr Fläschchen verweigert.
Wir hatten von Anfang an mit ihr Probleme, da sie ein Schreikind war und ab der vierten Woche schlecht zugenommen hat. Nach endlosen Arztbesuchen konnte uns keiner helfen. Wir wurden immer nur damit abgespeist: Es sind die Dreimonatskoliken, ihr Kind ist kerngesund, das gibt sich mit der Zeit. Solange es nicht abnimmt, ist es nicht dramatisch. Da sie manchmal 8-9 Std. am Stück geschrien hat und danach nur noch ins Koma gefallen ist ohne zu trinken, sind wir in eine Kinderklinik. Die haben sie von oben bis unten durchgecheckt und einen Reflux festgestellt, der medikamentös behandelt wird. Dort habe ich auch von einem auf den anderen Tag abgestillt, da wir eine Milchzuckerunverträglichkeit festgestellt haben. Sie bekommt seitdem Enfamil AR (Anti Reflux) und hat die Nahrung auch danach 10 Tage gut getrunken und sofort 300g zugenommen. Wir waren so glücklich, keine Schreierei mehr, ein Kind das zunimmt.
Dann plötzlich hat sie wieder angefangen, die Nahrung zu verweigern, hat heftigste Blähungen und es wird von Tag zu Tag schlimmer. Mittlerweile trinkt sie nur noch 300-400 ml (sie sollte eigentlich 750 trinken bei 4500g) und ist am unteren Ende der Gewichtskurve. Wir waren schon in der Klinik, die sind auch ratlos und finden nichts. Sie ist kerngesund, wurde geröntgt, Ultraschall wurde gemacht, Blutbild, PH-Wert Messung wg. Reflux etc. alles in Ordnung.
Nachdem sie anfängt zu trinken, schreit sie und verweigert die Flasche. Wir lassen uns alles Mögliche einfallen, damit sie noch 50 oder 70 ml trinkt. Füttern nach dem Baden, auf dem Wickeltisch, im Stehen etc., half am Anfang zur Zeit nciht mehr. Die einzige Möglichkeit ist im Moment, sie im Halbschlaf zu füttern. Das ist so frustrierend. Wenn sie nächste Woche nicht trinkt muss sie per Magensonde ernährt werden, das macht uns so traurig und verzweifelt. Auch die ganzen Untersuchungen sind so ein Stress für sie, und eigentlich bislang umsonst, da sie nichts finden können.
Hatte jemand von euch einen ähnlichen Fall, in dem die Nahrung aufgrund von extremen Blähungen verweigert wurde?
Sie hat nämlich extrem viel Luft im Bauch (Ultraschall) und beim Beginn ihrer Mahlzeit, hört man direkt ein Glugern im Magen, danach überstreckt sie sich, schreit und will nicht mehr trinken. Was kann man dagegen tun? Wir haben schon alle herkömmlichen Mittel ausprobiert und sind ratlos. Das Füttern ist schon für uns der totale Horror. Wissen nicht mehr weiter.#heul#heul#heul
Grüsse
Silke und Jenny (11 Wochen)

Beitrag von maunt24 10.02.06 - 20:46 Uhr

Hallo Silke,

lass Dich erst mal total lieb drücken... Ich wollte gerade selber ein Posting über ein ähnliches Thema hier reinstellen, aber da sind ja meine "Problemchen" wirklich nicht mal erwähnenswert.

Wirklich weiter wissen tu ich in Deinem Fall leider auch nicht, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, wie belastend das für die ganze Familie sein muss.

Hör zu - einen Tipp möchte ich Dir geben, wenn Du nichts davon hälst, dann vergiss es einfach - aber vielleicht könnte Dir der Hinweis doch recht nützlich sein.

An Deiner Stelle würde ich mit Jenny einmal einen Osteopathen aufsuchen. Ich war mit meiner Laura wegen kleinerer Trinkschwierigkeiten bei einem Osteopathen und war wirklich sehr zufrieden damit. Ich habe auch viele sehr positive Meldungen aus meinem Bekannten und Freundeskreis.

Ein Osteopath ist für mich so eine Art Mischung zwischen Physiotherapeut und Wunderheiler. Sie helfen Menschen vor allem mit Problemen im gesamten Bewegungsapperat und bei Verspannungen. Das mag jetzt im ersten Moment für Dich seltsam klingen - was hat das mit Dir und Deinem Problem zu tun?

Mein Osteopath hat mir das so ähnlich erklärt: Babies haben sehr oft noch von der Geburt her (was ja auch für die Kleinen Schwerstarbeit ist) noch Verspannungen und Quetschungen im ganzen Körper, vor allem im Bauchbereich und im Kopfbereich / Nacken. Er hat mir erklärt, dass sehr viele Schreikinder unter solchen Problemen leiden und dies eben von der Schulmedizin als berühmte 3-Monats-Kolik abgetan wird. Meine Kleine hatte auch etwas Schwierigkeiten mit den Koliken, der Osteopath stellte eine starke Verspannung beim Zwerchfell fest, welche auch gegen den Darm drückte. Er erklärte mir, dass der Darm hier praktisch gegen diese Verhärtung beim Verdauen (was ja für Babies alleine schon nicht ganz einfach ist) zusätzlich noch ankämpfen muss und daher Laura starke Bauchschmerzen hatte. Durch spezielle Grifftechniken, die bei den Babies ziemlich unspektakulär aussehen, half er Laura diese Verspannung zu lösen - und siehe da - wirklich - von einem Tag auf den anderen - kein Schluckauf mehr und viel weniger Beschwerden beim Pupsen und beim großen Geschäft machen. Sie pfurzte plötzlich wie ein Einser und alles ohne mords Geschrei.

Was ich damit sagen will - vielleicht leidet auch Deine Kleine unter einer argen Verspannung und/oder Quetschung und hat unter anderem deshalb so arge Probleme mit dem Essen. Wahrscheinlich tut ihr beim Essen und/oder Verdauen etwas weh und da ist es ja nur natürlich, dass sie die Nahrung verweigert. Wenn uns eine bestimmte Bewegung oder Situation weh tut, vermeiden wir diese auch, oder?

Ich bin wirklich nicht sehr auf der alternativen Seite, sondern vertraue im grundlegenden sehr auf unsere Schulmedizin, aber ich finde dass man alternative Behandlungsmethoden wie z.B. die chinesische Medizin oder eben die Osteopathie nicht völlig ausser Acht lassen sollte - denn ich glaube, dass sich das oft wunderbar mit der Schulmedizin ergänzt.

Mein Osteopath sagte etwas zu mir, was mich nachdenklich werden ließ: "Zu mir kommen die Leute, die schon überall waren und denen nirgends geholfen werden konnte..."

Ich hoffe sehr, dass Dir meine kleine Anregung vielleicht auch hilft und es Deiner Kleinen bald besser geht. Vielleicht hälst Du mich auf dem Laufenden - meine Mail steht in meiner VK.

Ich nehme Dich noch mal ganz fest in den Arm und wünsche Dir und Deiner jungen Familie nur das Beste!

Manuela mit Laura (6 Monate)

Beitrag von elsenbande 10.02.06 - 21:09 Uhr

Hallo Silke,

kann mich meiner Vorrednerin nur anschliessen, da ich in Deiner VK geshen habe, daß Du aus dem 6er PLZ Bereich kommst hier eine Adresse für Dich, das ist ein Orthopäde der speziell KISS Kinder (Kinder die Probleme mit den Halswirbeln haben und Verspannungen von der Geburt) per Atlastherapie behandelt, hat meiner Tochter (14 Wochen) sehr gut geholfen.

Dr. Hobeck
Dr. Helmer
Heinrichstrasse 9
36037 Fulda
0661/72341

Lass Dir einen Termin bei Dr. Helmer geben, wenn Du denen sagst wie alt Deine Tochter ist und um was es geht bekommst Du sehr schnell einen Termin (wir hatten einen innerhalb von 14 Tagen), lass das Telefon ruhig bei denen lange klingeln, es dauert ewig bis da einer rangeht.

Hoffe es geht Euch bald besser
Liebe Grüße
Uta

Beitrag von silky21 10.02.06 - 21:22 Uhr

Hallo,
danke für die Antwort, aber auch beim Osteopaten waren wir bereits. KISS ist definitiv ausgeschlossen, die Verspannungen an der Wirbelsäule wurden bereits gelöst, dafür haben wir zwei Sitzungen gebraucht. Es gab aber keine Besserung danach.
Grüsse
Silke

Beitrag von francie_und_marc 10.02.06 - 23:09 Uhr

Hallo!
Lass dich und deinen Schatz erst einmal #liebdrueck. Das tut mir echt leid für euch. Ich weiß auch keinen richtigen Rat. Mein Kleiner hatte damals auch viele Blähungen und hat abends von 20 Uhr bis 2Uhr durch geschrien. So richtig zu helfen wussten wir uns auch nicht. Er hat aber gut getrunken und auch gut zugenommen. Mit 4 Monaten war der ganze Spuk vorbei und er war das liebste Baby der Welt. #freu
Bei meiner Freundin der Kleine wiederrum, sagen wir mal hat sich an der Brust und an der Flasche "zu dumm angestellt" Er konnte nie richtig trinken und hat auch kaum zugenommen. Sie hat dann mit unter 4 Monaten mit Brei angefangen. Sie hat ihm den Löffel hingehalten und er hat sofort losgeschmatzt. Als wenn er noch nie was anderes gemacht hätte. Mit 8. Monaten oder so wollte er schon gar keine Flasche mehr. Mein Kleiner ist heute 25 Monate alt und trinkt früh immer noch seine Humana 3 Milch. So unterschiedlich sind die Kinder. Deine Kleine ist ja auch schon 11 Wochen alt. Vielleicht wird es ja mit Breikost besser (natürlich nur wenn der KiA das o.K. gibt). Ich drücke euch die Daumen #pro das es dem Schatz bald ein wenig besser geht. LG Francie