Nahrungsverweigerung- Wissen nicht mehr weiter!!!

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Beitrag von silky21 10.02.06 - 20:08 Uhr

(habe den gleichen Text ins Forum Stillen u. Ernährung reingestellt, da ich hoffe, dass ihn so mehr Leute lesen - danke für euer Verständnis, bin wirklich am Ende und weiss keinen Ausweg mehr#heul)
Hallo,
bin total gefrustet, da unsere kleine seit zwei Wochen ihr Fläschchen verweigert.
Wir hatten von Anfang an mit ihr Probleme, da sie ein Schreikind war und ab der vierten Woche schlecht zugenommen hat. Nach endlosen Arztbesuchen konnte uns keiner helfen. Wir wurden immer nur damit abgespeist: Es sind die Dreimonatskoliken, ihr Kind ist kerngesund, das gibt sich mit der Zeit. Solange es nicht abnimmt, ist es nicht dramatisch. Da sie manchmal 8-9 Std. am Stück geschrien hat und danach nur noch ins Koma gefallen ist ohne zu trinken, sind wir in eine Kinderklinik. Die haben sie von oben bis unten durchgecheckt und einen Reflux festgestellt, der medikamentös behandelt wird. Dort habe ich auch von einem auf den anderen Tag abgestillt, da wir eine Milchzuckerunverträglichkeit festgestellt haben. Sie bekommt seitdem Enfamil AR (Anti Reflux) und hat die Nahrung auch danach 10 Tage gut getrunken und sofort 300g zugenommen. Wir waren so glücklich, keine Schreierei mehr, ein Kind das zunimmt.
Dann plötzlich hat sie wieder angefangen, die Nahrung zu verweigern, hat heftigste Blähungen und es wird von Tag zu Tag schlimmer. Mittlerweile trinkt sie nur noch 300-400 ml (sie sollte eigentlich 750 trinken bei 4500g) und ist am unteren Ende der Gewichtskurve. Wir waren schon in der Klinik, die sind auch ratlos und finden nichts. Sie ist kerngesund, wurde geröntgt, Ultraschall wurde gemacht, Blutbild, PH-Wert Messung wg. Reflux etc. alles in Ordnung.
Nachdem sie anfängt zu trinken, schreit sie und verweigert die Flasche. Wir lassen uns alles Mögliche einfallen, damit sie noch 50 oder 70 ml trinkt. Füttern nach dem Baden, auf dem Wickeltisch, im Stehen etc., half am Anfang zur Zeit nciht mehr. Die einzige Möglichkeit ist im Moment, sie im Halbschlaf zu füttern. Das ist so frustrierend. Wenn sie nächste Woche nicht trinkt muss sie per Magensonde ernährt werden, das macht uns so traurig und verzweifelt. Auch die ganzen Untersuchungen sind so ein Stress für sie, und eigentlich bislang umsonst, da sie nichts finden können.
Hatte jemand von euch einen ähnlichen Fall, in dem die Nahrung aufgrund von extremen Blähungen verweigert wurde?
Sie hat nämlich extrem viel Luft im Bauch (Ultraschall) und beim Beginn ihrer Mahlzeit, hört man direkt ein Glugern im Magen, danach überstreckt sie sich, schreit und will nicht mehr trinken. Was kann man dagegen tun? Wir haben schon alle herkömmlichen Mittel ausprobiert und sind ratlos. Das Füttern ist schon für uns der totale Horror. Wissen nicht mehr weiter.
Grüsse
Silke und Jenny (11 Wochen)


Beitrag von oliveri 10.02.06 - 20:16 Uhr

Tut mir sehr leid für euch,das ist eine schlimme Situation.Ich kann dir nur sagen dass bei meinem Sohn nie durch Untersuchungen ein Reflux festgestellt wurde,die medikamentöse Therapie trotzdem gewirkt hat.Er bekam Motilium vor jeder Mahlzeit und Gavisconpuder in jeder Flasche.
Ich wünsche euch Durchhaltevermögen.

Beitrag von camille04 10.02.06 - 20:23 Uhr

Hallo Silke,

das tut mir sehr leid für Euch. Wenn das Kind nicht satt wird, das ist der pure Horror. Meine Tochter trinkt auch sehr schlecht und nimmt schlecht zu. Wenn sie anfängt zu trinken, dann gluckerts bei ihr auch und sie schreit und streckt sich und trinkt nicht mehr weiter. Bei ihr geht es auch nur gut, wenn sie schläft. Sie schreit eigentlich fast immer wenn sie wach ist und beruhigt sich nur im Tragetuch. Sie hat immer Hunger und isst trotzdem nicht richtig. Die KiÄ sagt, es sei alles ok. Sie hat uns aber empfohlen eine Osteopathin aufzusuchen. Das ist jetzt unsere große Hoffnung. Vielleicht wäre das für Euch auch was?

Ich wünsch Euch alles Gute!

LG, Camille und Marie (6 Wochen)

Beitrag von baby09 10.02.06 - 21:30 Uhr

Hallo Silke,

lass Dich mal #liebdrueck, Du Arme. Das Ganze klingt sehr nach meiner Tochter vor drei, vier Monaten. Bei ihr war alles, was Du schreibst, ganz genauso und auch heute noch (sie ist jetzt 5 Monate) hat sie Probleme (Blähungen, Reflux, Bauchweh). Nur lange nicht mehr in den Außmaßen wie damals!
Erst einmal: Ist eine Milcheiweißunverträglichkeit ausgeschlossen worden? Darauf wurde bei uns getippt - hat sich aber nicht bestätigt. Woher letzendendes die Schreiattacken bei uns kamen...weiß der Geier. Aber eines ist mir aufgefallen: Durch Joanas Schreierei waren wir nervös - logisch! Ich habe echt angefangen Baldrian zu nehmen, so dass ich ruhiger wurde. Und je ruhiger ICH wurde, desto ruhiger wurde meine Tochter. Vielleicht hast Du auch so ein kleines Sensibelchen wie ich zu Hause. Ihr schlägt jeder Stress, jeder neue Eindruck, jede Entwicklungsphase...einfach alles Unbekannte auf den Magen. Sie schreit dann und trinkt schlecht. Was uns sehr geholfen hat, war folgendes: Wir haben ganz geduldig immer am gleichen Platz gefüttert (bei uns war es das Ehebett). Ich habe leise Meditationsmusik angeschaltet und ganz leise und beruhigend während des Trinkes mit ihr gesprochen. Außerdem habe ich dafür gesorgt, dass wir keinenfalls gestört werden., Und so mit und mit, von mal zu mal, wurde sie ruhiger und trank wesentlich besser. Außerdem habe ich in dieser ganzen Zeit dafür gesorgt, dass Joana nicht zu viele neue Eindrücke mitbekommt. Einkaufen etc. wurde verschoben bis mein Mann zu Hause war. Keine Besuche...nix. Wir sind einmal täglich mit dem Kinderwagen an die frische Luft, aber auch nur auf Feldwegen, wo es schön ruhig war. Wir haben uns in dieser Zeit einen TummyTub gekauft. Kennst Du den? Das ist ein Badeeimer und er hat uns so manche Schreistunde verkürzt. Joana war schlagartig entspannt und beruhigt, wenn sie in diesem Ding saß. Als Zusatz habe ich das Gute-Nacht-Bad von Penaten reingemacht.
Vielleicht ist Eure kleine Maus auch so eine Süße, die einen absolut geregelten Tagesablauf mit festen Essens-, Spiel- und Schlafzeiten braucht. So war es bei uns. Als ich anfing den Tagesablauf fast auf die Minute genau zu planen und einzuhalten, lief vieles besser. Euer Mäuschen muss vielleicht genauso mit Samthandschuhen angefasst werden wie meine Joana.
Ansonsten kann ich Dir nur noch den Tipp geben das Kind von einem Orthopäden oder Osteopathen anschauen zu lassen. Vielleicht hat sie KISS oder etwas in der Art und dadurch Schmerzen. Wir haben am Dienstag einen Termin, weil, wie ich schon schrieb, Joana heute noch Probleme hat.

Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute und ganz starke Nerven. Das ist eine super-harte Zeit. Aber Ihr schafft das! Wir haben es auch geschafft, und ich war mehr als einmal kurz davor abzuhauen ;-) Je sensibler IHR mit Eurem Kind umgeht, desto ruhiger wird es werden - versprochen!

LG Yvonne mit Joana, die endlich seelig schlummert (das erste mal heute!)

Beitrag von marion75 11.02.06 - 16:39 Uhr

Hallo Silke,

man könnte denken du beschreibst da gerade meine Tochter. Wir haben das gleiche durchgemacht wie ihr und es ging los als Lara 5 Wochen alt war. Sie hat Tag und Nacht geschrien, gefüttert haeb ich sie auch im Stehen und schaukelnder Weise. Zweimal war ich beim KA, da hieß es auch solange sie nicht abnimmt und Dreimonatskolliken u.s.w.
Irgendwann hat sie auch die Flasche komplett verweigert und alles beruhigen half nicht mehr. Bei ihr vermutete der KA auch Reflux weswegen ich 2 Flaschen duch eine Antirefluxnahrung austauschen sollte.
Als garnichts mehr ging, lie´ß ich sie in die Kinderklinik einweisen und war auch total verzweifelt.
Reflux hatte sie nicht. Irgendwann wurde eien Stuhlprobe genommen und bei ihr wurde der Noro Virus festgestellt. Das ist ein ziemlich heftiger Darmvirus. Ich habe ihn nicht festgestellt weil sie durch die "AR"Nahrung keinen Durchfall hatte. Sie wurde auch mit Magensonde weiterernährt und auf Lactosereduzierte Nahrung umgestellt, fing dann wieder an zu trinken und konnte wieder nach hause. Auch bei ihr ging das Theater nach wenigen Tagen wieder los und sie wurde dann auch Sojamilch umgestellt (keine Lactose).
Mittlerweile sind wir wieder bei Lactosereduzierter Nahrung angelangt und es klappt. Ihr Darm hat sich wieder erholt. Sie ist jetzt 6 Monate alt und die ersten 4 Monate waren die Hölle für mich.
Bring doch mal eine Stuhlprobe Deiner Kleinen zum KA, nur um das auszuschließen, muß ja nichts sein.
Ansonsten habe ich mir noch über das Gesundheitsamt Hilfe durch eine Kinderkrankenschwester geholt, die regelmäßig zum wiegen kommt und mir mit Rat und Tat zurSeite steht (ist kostenlos).
Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.
LG
Marion