Unterhalt Jugendamt oder lieber rechtsanwalt!

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von leoni24 10.02.06 - 21:30 Uhr

Hallöchen,

ich möchte gerne mal Eure Erfahrungen wissen, welche Erfahrung mit Jugendamt und welche mit Anwalt.

Der Erzeuger zahlt kein unterhalt. Die beiden werden demnächst 4 Jahe. Sie kennen ihn auch nicht und er kümmert sich absolut nicht und hat auch anscheinend kein Intresse. Keine Karte zum Geburtstag oder zu Weihnachten.
Seid gut drei Jahren habe ich nun das Jugendamt damit beauftragt zwecks Unterhaltsangelegenheiten.

Anfangs wo er arbeitslos war, zog sein Arbeitsamt anteilig den Unterhalt ein und überwies das zum Jugendamt. Dann bekam er Hartz 4 und dort war nichts zu holen.

Ich als Mutter möchte einfach die rechte der kinder erkämpfen. Wenn er wenigstens ein fünkchen intresse zeigen würde und ein kleiner Wille da wäre und wenn es nur 50€ im Monat sind Unterhalt hätte ich diesen Weg nie eingeschlagen.

Sein Arbeitsamt, mein Jugendamt sowie die Polizei ( Strafanzeige) was mir das Jugendamt riet wissen das er am WE arbeiten geht und in der Woche auch.
Mitlerweile habe ich erfahren das auch der Zoll davon bescheid weiß. Anscheinend sind diese beiden Nebenstellen nicht beim Arbeitsamt gemeldet.
Seid ein halbes Jahr weiß das Arbeitsamt und auch das Jugendamt bescheid und die Polizei auch. Nur es pasiert anscheinend garnichts.
Der einzige Unterschied er zieht sich jetzt auf der Baustelle um und nicht mehr zu Hause.

Es gibt genügend Zeugen die ihn bei diesen beiden Nebenstellen gesehen haben und diese Leute haben wir auch als Zeugen wenn es mal soweit passiert.

Nun habe ich von seinem Arbeitsamt erfahren, da mein Jugendamt das Arbeitsamt angeschrieben hat, das wahrscheinlich Betrug vorliege und sie sollen dies überprüfen und zurückantworten, dass das Arbeitsamt keinerlei Auskunft erteilt. Bei mir kann ich es ja noch verstehen aber von Amt zu Amt.......das versteh ich nicht.

Ich meine wenn dem Jugendamt keine Auskunft erteilt wird, dann ist doch die Arbeit der Bearbeiterin beim Jugendamt sind doch echt die Hände gebunden.

Falls jetzt jemand kommt , ich solle die Vergangenheit ruhen lassen und mich nicht über ihn aufregen.....die sache ist eigentlich erledigt. Was mich nur so ärgert das für solche Menschen nichts unternommen wird. Die schaukeln sich die Eier.

Dann brauchen doch nicht die hohen tiere sich aufregen, das ssie beschissen werden und wollen dagegen was unternehmen. Kontrollen in den Wohnungen bei Leuten die Hartz 4 beziehen. Ich meine die Ämter bekommen es auf das Teblett serviert.
Obendrein was mir ja egal ist soll er aber auch dem Arbeitsamt 1200€ schulden( auch wegen Arbeit die er nicht gemeldet hat) wens eine Mutter nicht gewesen wäre, wäre dies auch nie raus gekommen.
Dann frage ich mich warum wird nichts unternommen. ?

Man bekommt ja noch nicht mal von der Staatsanwaltschaft bescheid wenn man nicht selber anruft.

Ich meine ok...es gibt Leute die wollen zahle und können wirklich nicht und wiederum gibt es Menschen die machen sich absolut keine Gedanken. Kinder können sie machen und auf die Welt setzen aber dafür in jeglicher Lebenslage mit dafür gerade stehen das können sie nicht.

Und somit bin ich wirklich am überlegen mir einen Anwalt zu nehmen, weil ich einfach denke das da mehr druck ist als beim Jugendamt.

Die Bearbeiterin meinte ja auch sie weinen keiner Akte hinterher da sie wirklich zu viel zu tun hätten.

Mir ist schon der gedanke gekommen eine UnterschriftenAktion zu sammeln und dies vielleicht mal an die Familienministerin zu schicken das man für solche Leute die wirklich nicht zahlen wollen und nicht die Auflagen erfüllen um den Unterhalt wirklich zu gewährleisten das härtere Strafen erfolgen sollten und dann nicht erst in 10 Jahren sondern erfüllt er das erste mal nicht seine Auflagen und Aufforderungen und beim zweiten mal nicht dann sollte man sich beim dritten mal was einfallen lassen.

Es kann ja nicht sein, das der Elternteil wo die Kinder oder das Kind leben wirklich für alles aber auch für alles gerade stehen müssen.

ICh würde mich wirklich freuen, was ihr für Erfahrungen negativ sowie positiv mit einem Anwalt oder und Jugendamt gemacht habt.

Vielen Dank

Beitrag von junimond.1969 11.02.06 - 13:10 Uhr

"Bei mir kann ich es ja noch verstehen aber von Amt zu Amt.......das versteh ich nicht."

Nur zur Info: Bei dieser Unterhaltsgeschichte handelt es sich um eine zivilrechtliche Forderung, das Arbeitsamt DARF dann dem Jugendamt, das im Rahmen der Beistandschaft für Dich tätig ist, keine Auskünfte geben.

Anders läge der Fall, wenn Du noch Unterhaltsvorschuss bekommst (eine öffentlich-rechtliche Sache) und das JA beim Arbeistsamt oder sonstwo diese öffentlich-rechtliche Forderung eintreiben wollte und Infos dazu braucht. Dann greift die sog. Amtshilfe. Bei dieser zivilrechtlichen Geschichte "Unterhalt von Vater zu Kind" nicht. Da muss dann der Rechtsweg übers Gericht beschritten werden.

Ich hatte es gerade die Tage darüber noch mit meiner persönlichen Sachbearbeiterin von der Beistandschaft, die mir das so erläutert hat (ich bin bei 'ner ARGE und auch wird dürfen das nicht, wenn es nicht um Unterhaltsvorschuss sondern nur Unterhalt geht), dass wir das auch stellenweise echt hinderlich finden, aber es ist nunmal so.

Gruß
Christine

Beitrag von ich_passe_auf 11.02.06 - 14:17 Uhr

Hallo Leoni
stellt dir eingfach mal vor du wärst er. Was würdest du jetzt tun. Du gehst arbeiten, aber man nimmt dir das Geld weg.
Deine Ex scheißt dich bei verschiedenen Ämtern an und dafür sollst du noch freiwillig auf'm Bau harte Knochenarbeit bei Wind und Wetter machen.

Ich kann da verstehen warum manch ein Mann so reagiert, sein Leben von Alg bestreitet und nebenher versucht über die Runden zu kommen.
Ich lese hier auch immer wieder das die Frauen hier nebenher etwas verdienen wollen, warum scheißt du die denn nicht auch alle mal beim Amt an?
Denk immer daran: Jedem sitz sein eigenes Hemd am nächsten.

Beitrag von leoni24 12.02.06 - 22:09 Uhr

Hallo,

er ist verpflichtet gegenüber seiner minderjährigen Kinder. Er wollte sie schließlich auch also hat er in meinen Augen mit die Verantwortung zu tragen.
Ich ziehe den Hut vor diesen Frauen, die ihre Kinder mit Mann sitzen lassen können. Dazu gehört sehr viel......wenn manchen Männer an dieser Stelle werden und diese Erfahrungen machen wo die Mütter nur die Rechte der Kinder durch setzen möchten( die Kids sind ja einfach noch zu klein) dann würden einige wirklich anders denken und es sich vielelicht überlegen doch monatlich zu zahlen.

ICh würde für meine Kids gerade stehen wenn sie angenommen nicht bei mir leben würden.

Es geht hier einfach ums Prinzip, er will offiziell net arbeiten gehen....auf dem Arbeitsamt hat er es angeblich mit dem Rücken aber arbeitet auf dem Bau. Was heißt bau sein eigentlicher Job ist am WE in einer Disco und in der Woche wird diese noch umgebaut und erweitert. Das heißt also er ist hauptsächlich drin.

Ich find es einfach eien bodenlose Frechheit wie Vaterstaat mit solchen Dingen umgeht und handelt. Die regen sich sonst wie auch über illegale Arbeiten und wollen härter vorgehen aber machen tun sie garnichts.

Und ich habe ihn beim Zoll nicht angeschissen. Ist ja wohl klar wenn ich darüber was weiß das ich das Jugendamt davon in kenntnis setze und gleichzeitig das Arbeitsamt...da man ja sieht wie schnell das Jugendamt arbeitet.

ICh habe ihn zu dieser Schwangerschaft oder erstmal schwanger werden nicht gezwungen....er hat sich sogar am meisten darüber gefreut.....aber wenn ich mal im nach hinnein darüber nachdenke......was soll man von einem Menschen halten wenn er noch nicht mal seine leibliche Mutter kennenlernen will und seine Adoptiveltern die sich sein ganzes Leben für ihn den Arsch aufgerissen haben...sie wie dreck behandelt.

Wenn Du diesen Menschen wirklich kennen würdest...würdest du mich vielleichta uch besser verstehen.
Und wo ist was falsches dran, einfach die Rechte der Kids ein zu klagen egal welchen weg.

In Deutschland passiert ja eh nix.!

Ich wollte einfach mal eure Erfahrungen wissen Jugendamt oder Anwalt!

Danke und Grüße

Beitrag von anya 13.02.06 - 18:08 Uhr

Hallo leonie24,
habe (glaube ich) schon ziemlich alles versucht um Unterhalt für mein Kind zu erhalten. Hier ein Kurzbericht, vielleicht hilft er ja bei deiner Entscheidungsfindung!!!???
-1993 Kind geboren
-11/1997 Trennung Vater ist selbständig
-zahlt Unterhalt
-01/1998 - 02/2002 zahlt Unterhalt
-zahlt mal weniger mal garnicht
-Gehalt (einst 12.000,- DM) schrumpft auf das "Wesentliche"
-Vater hält es nicht für nötig seine Handlungen zu begründen (schlechte Auftragslage??)
-seit 03/2002 "0" € Unterhalt (Vater hat Konkurs angemeldet)!!
-Unterhaltsvorschuss bis 08/05, Kind 12 Jahre, nun wirklich "0"!

Habe im Jahre 2001 einen Anwalt eingeschaltet, dieser hat innerhalb kürzester Zeit eine (vorübergehende) Lösung gefunden, die "harte Tour", Pfändung der Konten, Offenbarungseid ect. Ich bekam einen Teil der Unterhaltsrückstände!! 03/2002 - Unterhalt eingestellt!!
Stille!!

Anfang 2004 Anzeige wegen Unterhaltpflichtverletzung (musst Du alleine, oder mit Anwalt durch, Jugendamt darf nicht helfen wurde mir gesagt). Ich musste eine Aussage bei der Polizei machen. 1. "Instanz" - abgelehnt - Vater ist seit 03/2002 krank (Zufall!! 2. "Instanz" - abgelehnt - Vater ist krank und kann in seinem erlernten Beruf (den hat er 1980 letzmalig ausgeübt!) auch nur schlecht Fuß fassen!!!??
Hat bis Herbst 2005 gedauert!

Meine Erfahrungen beim Jugendamt (Beistandsschaft):
-Wer in diesem Land keinen Unterhalt leisten will, der braucht nicht zahlen.
-Der arme Mann, dem haben Sie ja schon ganz schön zugesetzt.
-Gehen Sie mal davon aus, das dass mit dem Unterhalt nichts mehr wird.
-Wir gehen hier einen Deeskaltionskurs (den bin ich 2 Jahre gegangen, hat mir nur ein mildes Lächeln des Vaters eingebracht).

2002 ist der Vater nachweislich nach Spanien verzogen, interessiert nicht, im Gegenteil, wenn das so ist könnte ich die Akte gleich mitnehmen (O-Ton Jugendamt)!
u.v.m.

Der Vater hat sich nun gemeldet, er will sich selbständig machen.....! Erfahrungsgemäß zahlen diese Väter erst recht nicht (Jugendamt)!

Wie ein Stachel sitzt bei mir u.a. die Äußerung seiner heutigen Frau, dass ich für mein "sabberndes Monster" (mein Sohn ist schwermehrfachbehindert) keinen Pfennig mehr sehe (1998)! Hat ja ganz gut geklappt!
#danke

Plädoyer, wähle den Anwalt!!! Auf alle Fälle Prozeßkostenhilfe o.ä. abklären!!

Anya