Lisa kommt in den Kiga, wie wird die erste Zeit?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jenny_25 10.02.06 - 22:11 Uhr

Hy,

unsere Lisa (2 Jahre) geht ab 01.März in den Kiga.

Wer mag mir seine Erfahrung über die erste Zeit schreiben?

Wer hat Tipps für mich, dass es mir nicht so schwer fällt sie dort zu lassen?

Geht erst mal nur Halbtags.

Dank euch schon mal

Jenny, Lisa (2JAhre) und Timo (5 Monate)

Beitrag von red_fire 10.02.06 - 23:20 Uhr

Hallo,


also mein Grosser geht seid Ende August 2005 in KIGA.

3 Tage waren wir zusammen da , 2 Stunden,fand er richtig toll.

Am 4. bin ich ne std. geblieben und sollte dann gehen,so das er es nicht mitbekommt. Nach 1 Stunde hab ich ihn wieder abgeholt , er war so traurig und hat die ganze zeit geweint.

5. Tag blieb ich wieder da , bis zum Mittagessen,da er aber nicht sitzen blieb und rumrannte, sollte ich am nächsten Tag ihn abgeben mich verabschieden und ihn nach dem Essen wieder abholen. Diesmal hat er zwar gewient als ich ging , aber als ich ohn abholte , war alles vergessen. Er hat sich von den Erziueherinen beruhigen lassen.

7. und 8. Tag bis zum Mittag alleine , zwar bei der Veranschiedung geweint , aber nach 10 min war alles vorbei .... ich habe immer fast mit geweint und zu hause bekam ich dann ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn einfach zurück gelassen habe.

Aber Tag für Tag wurde es besser , er hat dann verstanden das ich ihn immer wieder abholen komme.

Wir haben also 2 Wochen eingewöhnung gehabt , bis alles passte.

Heute geht er gerne hin , aber er fragt jeden Früh bevor ich gehe "Mama kommt mich wieder abholen nicht?" "Ja Mama kommt dich immer wieder abholen"....und das 2.Ritual seid ein paar Tagen , wenn er früh nicht am Fenster stehen darf und winken kann , dann ist mit ihm den ganzen zag nix anzufangen. Also darf er jeden Tag winken , bevor sich die Erzieherin ihn schnappt und bastelt,malt usw.



LG
Susi

Sorry etwas lang geworden

Beitrag von chagal 11.02.06 - 23:52 Uhr

Hallo!

Ich bin Kindergärtnerin und ich möchte Dir den Tipp geben, lasst Euch Zeit! Die Eingewöhnung ist sehr wichtig. Plane auf jeden Fall mehr Zeit ein.
Jedes Kind ist anders, deswegen gibt es auch kein Rezept für diese besondere Zeit. Es gibt Kinder die nach einer Stunde schon die Mama gehen lassen und andererseits auch Kinder die mehrere Wochen benötigen.

Das ist aber ok.! Deine Tochter kommt in eine fremde Umgebung und muss natürlich auch erst Vertrauen aufbauen (genauso, wie du!). Wenn die Kindergärtnerin Deine Tochter kennen gelernt hat, bekommt sie auch Idee, wie sie die Kleine motivieren kann zu bleiben.
Sie wird dich dann sicher auch darin unterstützen, den besten Zeitpunkt zu finden um des 1. Mal gehen zu können. Es wird dir sicher schwerfallen (vorallem wenn sie dabei weint). Du musst dann aber hart bleiben, sonst wird sie Eingewöhnung nie ein Ende haben. Einmal musst du ja gehen.
Damit es dir besser geht, kannst du ja später anrufen. Oder aber du machts dir mit der Erzieherin aus, dass sie sich bei dir melden soll, sollte es garnicht gehen.

Ich arbeite jetzt schon seit 10 Jahren in diesem wunderbaren Beruf und es hat sich noch jedes Kind an den Kindergartenalltag gewöhnt.

Ich wünsche Euch beiden einen schönen Kindergartenanfang. Wenn du noch Fragen hast, kannst du mir gerne schreiben!

Liebe Grüße,
Chagal#katze

Beitrag von kiki243 18.02.06 - 09:10 Uhr

Hallo Chagal,

ich habe gerade Eingewöhnung mit meiner Tochter Lilli (14 Monate) und hätte ein paar Fragen, vielleicht auch nur zur Beruhigung ;-)

Vielleicht kannst du mir da ein bissel weiterhelfen?!

Liebe Grüße
Kiki+Lilli *04.12.04

Beitrag von chagal 18.02.06 - 12:37 Uhr

Hallo kiki!

Ich würde dir sehr gerne helfen!
Welche Fragen hast du denn? Du kannst sie mir gerne stellen!

Liebe Grüße,
Chagal #katze

Beitrag von kiki243 18.02.06 - 12:49 Uhr

Also...seit Januar haben wir nun Eingewöhnung, wobei sie erst wenige Tage da war, weil sie dolle krank war, erst Magen-Darm-Virus, dann Lungenentzündung und dann eine Bronchitis. Seit Mittwoch waren wir wieder da und es klappte auch gut. Seit Donnerstag macht sie ein Riesentheater, weint und läßt sich nicht beruhigen, wenn ich rausgehe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich irgendwann gibt...geht es jeder Mutter so??? Kannst du mich da beruhigen, ist das überall so? Kann ich irgendwas tun, damit es ihr leichter fällt, wenn ich rausgehe?

So richtig helfen kannst du mir ja auch nicht, aber vielleicht nen bissel beruhigen :-) Mich macht das fertig, wenn ich sie so weinen höre (vor der Tür), aber ich kann ihr ja nicht helfen :-(

Liebe Grüße und Danke im Voraus

Beitrag von chagal 04.03.06 - 18:00 Uhr

Hallo!

Entschuldige, dass ich so lange gebraucht habe um dir zu antworten (Wir hatten die letzten Wochen keinen PC).
Wie geht es Euch mittlerweile?

Dieses "Theater", das deine Tochter macht (oder gemacht hat) ist völlig normal. Das die Magen-Darm-Grippe dazwischen gekommen ist, war wirklich Pech! Die Eingewöhnung musste quasi wieder von vorne beginnen.

Auch wenn der Virus nicht gewesen wäre, hätte dieser "Rückfall" beim Eingewöhnen passieren können. Für Kinder ist es am Beginn interessant und neu... aber eben noch keine Routine. Mit der Zeit realisieren sie, dass es einen neuen Alltag gibt und es anscheinend immer so sein wird - "Ich muss jetzt immer in den Kindergarten gehen".
Ab dem Zeitpunkt beginnt die Zeit der vorübergehenden "Abneigung". Da müsst ihr (oder jede Familie) durch. Die Kinder probieren mit allen Mitteln wieder mitgenommen zu werden. Da dürft ihr nicht nachgeben. Gibt jemand einmal nach, merkt das Kind, dass es damit durch kommt und wird weitermachen!!!! Überhaupt die ganze Kindergartenzeit über ist es wichtig, nur in richtigen Momenten nachzugeben und das Kind wieder mitzunehmen. Es wird nämlich im Laufe der 3 Jahre noch ein Rückfall kommen (bei den meisten Kindern). Meistens im letzten Jahr (die 6-Jahreskrise). Das ist auch normal, denn welchem Erwachsenen geht die Arbeit einmal nicht auf die Nerven??? :-[

Die Erzieher arbeiten natürlich jeden Tag mit dem Kind und finden so Dinge heraus, die für das Kind interessant sind. Damit motivieren wir jedes Kind da zu bleiben. Mit der Zeit hört das Weinen dann auf.
Viele Kinder haben ein Ritual, das den Abschied erleichtert. Z.B. bei uns: Die Mutter richtet ihm die Jause noch auf einen Teller, der Hit ist aber das Winken beim Fenster. Daraus kann man ein Wettrennen machen - Wer ist zu erst da, die Mutter von außen oder das Kind durch die Gruppe,...!
Vielleicht fällt dir da auch etwas ein!
Ich rate aber von Versprechungen ab, wie: "Nach dem Kindergarten kauf ich dir ein Eis, ein Spiel,...!" Auch das merken sich die Kinder und sie beginnen immer mehr zu fordert, oder weinen weil die Mutter nichts mitgebracht hat.

Ich kann dir leider nur den Tipp geben, halte durch...! Auch Deine Tochter wird sich an den neuen Alltag gewöhnen! Wenn das bei mir im Kiga soweit ist, tritt immer eine andere "Kindergartenkrankheit" auf - es will dann keiner heim gehen und viele Kinder machen ein böses Gesicht, weil die Mama "schon" da ist...#schmoll

Ich hoffe, dass dir das auch bald passieren wird :-D!
Ich hoffe, ich konnte dir, spät aber doch, einen kleinen Hoffnungsschimmer geben!

Liebe Grüße,
Chagal #katze

Beitrag von kiki243 04.03.06 - 19:30 Uhr

Hallo Chagal,

ich glaube und hoffe, dass das Schlimmste überstanden ist. Sie streckt jetzt schon, wenn auch zaghaft die Ärmchen der Erzieherin entgegen und weint mittlerweile ganz selten noch. Sind jetzt schon bei ner Stunde. Bin echt froh, dass es doch relativ schnell ging, hat mich echt ganz schön fertig gemacht.

Ich danke dir, dass du überhaupt noch geantwortet hast :-)

Liebe Grüße und ein schönes WE
Kiki+Lilli *04.12.04

Beitrag von alias 12.02.06 - 20:18 Uhr

mein sohn kam mit 2 jahren und 8 monaten in den kindergarten und es war überhaupt kein problem. wir brachten ihn am ersten tag gemeinsam hin, er wurde von der kindergärtnerin begrüßt, zuerst stand er kurz bei uns aber dann ging er einfach mit der kindetrgärtnerin mit zu den anderen kindern, die auf dem teppich spielten und machte einfach mit. ich hab mich dann nur mehr kurz hingehockt und ihm gesagt, dass wir jetzt gehen und ihn dann später wieder abholen. er sagte "okay" und sah uns nicht einmal richtig an als wir uns verabschiedeten, das ganze hat vielleicht 5 minuten gedauert! wir machten dann aus, dass wir in 1 1/2 stunden anrufen würden wie er sich macht und ob wir ihn schon holen sollten. man sagte uns dann dass er ganz toll überall mitmacht und grade ins spiel vertieft sei, wir sollten ihn erst in einer stunde holen.
in der ersten woche holte ich ihn dann immer um halb zwölf, am vierten tag musste ich ihn schon überreden mitzukommen weil er noch weiterspielen wollte. in der nächsten woche bölieb er dann schon bis eins.
in unserem kindergarten wird die eingewöhnungsphase anscheinend sehr flexibel gehandhabt. eine bekannte blieb 3 wochen lang jeden vormittag bei ihrer tochter weil die sich eben schwerer trennen konnte.
mein sohn wurde zwei monate bevor er anfing vom kindergarten für einen nachmittag eingeladen (mit eltern) und es zeigte sich da schon, dass er sich dort sehr wohlfühlte. er hat sich dann auch den ganzen sommer schon darauf gefreut. wir haben bis heute keine probleme.

wenn du jetzt schon weißt, dass es dir schwer fallen wird, deine tochter dort zu lassen, hast du schon mal überlegt sie von jemand anders hinbringen zu lassen? sie wird das nämlich spüren und es wird ihr dann auch schwerer fallen.