Ich war gestern beim FA ....

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von criseldis2006 11.02.06 - 08:22 Uhr

Hallo liebe Mitschwangeren,

ich habe den FA gewechselt und war gestern zum ersten Mal bei den neuen. Er hat sich richtig viel Zeit genommen (was ich bis dahin gar nicht kannte). Ich erzählte ihm von unserer Angst ein behindertes Kind zu bekommen. Dazu meinte er nur, dass er die Nackenfaltenmessung nicht machen würde, weil es keine genauen Werte gibt und diese nur unnötig Geld kostet. Weiterhin erklärte er mir, dass er, bevor ich mich die ganze Schwangerschaft über verrückt machen würde, eine Fruchtwasseruntersuchung anbieten könnte. Wobei er mir ganz lieb erklärt hat, dass in seiner Praxis vor ca. 20 Jahren 2 FG vorgekommen sind durch eine Fruchtwasseruntersuchung. Seitdem ist nie wieder eine FG aufgetreten. Es seien meinerseits aber einige Spielregeln einzuhalten,
1. 14 Tage Bett hüten
2. Magnesium nehmen
3. kein Autofahren
4. Hygiene
5. Kein Geschlechtsverkehr
Er meinte, wenn ich mich an diese Sachen halte, wäre eine FG ausgeschlossen. Jetzt lag ich die ganze Nacht wach und habe überlegt. Doch zuerst NFM oder nicht? Direkt eine FWU (die wäre dann um den 20. märz rum)? Mein Kopf ist so voller Gedanken und vor allem weiß ich nicht mehr weiter. Mein Mann ist auch keine sehr große Hilfe, denn er ist ein Typ, der alles in sich rein frisst und über nichts so wirklich redet. Er meinte nur, dass er schon gerne Gewissheit hätte, da wir beide mit einem behinderten Kind nicht wirklich leben könnten. Ansonsten hat er sich nicht dazu geäußert. Ich wäre so gerne mal in den Arm genommen, aber es ist keiner da, der das mal übernehmen würde.

Könnt Ihr mir vielleicht über Eure Erfahrungen weiterhelfen.

Bin für alles dankbar.

Liebe Grüße
criseldis2006 + Krümel (10. SSW)

Beitrag von samina2277 11.02.06 - 08:37 Uhr

Hallo Criseldis,

die Angst ein behindertes Kind zu bekommen hat jede von uns.

Hast du denn auch bestimmte Gründe das du damit "rechnest"? Gehörst du denn einer "Risikogruppe" an?

Ich habe bei mir weder ein NFM noch eine FWU machen lassen, da bisher alles ziemlich normal verläuft.

Aber ich find es schon erstaunlich wie unterschiedlich die Tips der FA sind. Meiner hat mir zusätzlich SchwangerschaftsVitamine und Folsäure empfohlen, oder nimmst du die schon. Und von Autofahren usw. war nie die Rede.

Ich habe zugezahlt und lasse bei jeder Untersuchung ein Ultraschall mit machen (hat mich für 7 zusätzl. Untersuchungen 100,00EUR gekostet) aber dabei wird jedesmal nachgesehen, ob die Größenverhältnisse passen und Arme+Hände, Beine+Füße usw. vorhanden sind.

Du kannst auch zw. der 20-22.SSW zum 3D Ultraschall gehen, dort kannst du deinen Krümel genau sehen. Und der Arzt kann prüfen ob alles vernünftig durchblutet usw. ist.

LG
Sandra

Beitrag von criseldis2006 11.02.06 - 08:43 Uhr

Hallo

Danke für deine Antwort. Ich gehöre keiner Risikogruppe an. Ich bin 28 Jahre alt, mein Mann 32 Jahre und in keiner von beiden Familien gibt es (bis jetzt) Behinderungen.

Das mit dem Autofahren und den anderen Sachen wäre nur in diesen 14 Tagen nach der FWU.

Folsäure etc. nehme ich schon seit ca. 2 Monaten.

Ich muss übrigens auch 120,00 Euro zuzahlen, da ich auch bei jedem US ein Bild haben möchte.

Grüße criseldis2006

Beitrag von samina2277 11.02.06 - 10:22 Uhr

Hallo,

da du keiner Risikogruppe angehörst und auch keine Behinderungen vorliegen, möchte ich dir nur dringend raten dich mit dem Thema nicht mehr weiter so intensiv zu beschäftigen.

Ich weiß das hört sich blöd an, aber ich befasse mich mit schwierigen Themen nur oberflächlich, um mich selber nicht verrückt zu machen und unserem Kleinen den Stress zu ersparen. Ich laß die Forumsbeiträge bei denen es um Behinderung, FG usw. geht aus und alles was mir bange macht, z.B. was nach der Geburt alles auf mich zukommt, versuch ich mich nur oberflächlich mit zu beschäftigen.

Konzentrier dich auch die schönen Seiten, Zimmer aussuchen, Zimmerausstattung aussuchen usw. und versuch dir über die anderen Sachen nicht so viele Gedanken und Ängste zu machen.

LG
Sandra

Beitrag von tammy12 11.02.06 - 09:54 Uhr

Hallöchen Criseldis2006,

zuerst einmal möchte ich Dir zu Deiner Schwangerschaft gratulieren. #freu

Ich glaube, die Angst ein behindertes Kind zu bekommen, hat jedes Elternpaar. Man wünscht sich ja nichts sehnlicher als ein gesundes Kind!

Aber ich muß Deinem FA widersprechen. Eine NFM ist ganz gewiss kein rausgeschmissenes Geld und es ist auch ganz bestimmt nicht ungenau. Ich weiß es deshalb so genau, weil ich drei Freundinnen habe, die Gynökologinnen sind und sowohl in meiner Heimatstadt, als auch in meiner "neuen Heimatstadt" (werde in der Schwangerschaft umziehen) Frauenärzte habe und ALLE sagen unabhängig voneinander das gleiche. Eine NFM kann eine Wahrscheinlichkeit von 95% geben, ob mit dem Kind irgendetwas in Bezug auf Behinderung oder Herzfehler oder Zwerchfellerkrankung nicht in Ordnung ist. So kann man die gefährlichere Fruchtwasseruntersuchung evtl. sparen.

Genau aus diesem Grund haben wir die NFM gemacht. Sie ist ungefährlich, kostete bei uns ca. 60€ insgesamt und hat uns schon sehr beruhigt. Nach der NFM wurde uns sogar von einer Fruchtwasseruntersuchung abgeraten, eben weil (und da kann der Arzt und man selbst noch so vorsichtig sein) immernoch eine ca.25% "Chance" besteht, daß man eine späte Fehlgeburt erleidet.

Ich hatte eine FG im letzten Jahr in der 11. SSW und das ist etwas, wovor ich die ganze Zeit furchtbare Angst hatte und wenn ich jetzt wüsste, ich soll eine Fruchtwasseruntersuchung in der 20. - 22. SSW vornehmen, dann wäre meine Schwangerschaft nicht so entspannt wie sie jetzt ist.

Ich weiß, ich verwirr Dich jetzt bestimmt total... das möchte ich nicht. Aber bei mir lief es eben so, daß ich nach der NFM ziemlich beruhigt war...

Die Gefahr ein behindertes Kind zu bekommen ist somit nicht 100%ig ausgeschlossen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering und die Untersuchung war für meinen Krümel völlig ungefährlich!

Ich wünsche Dir noch eine wunderschöne Restschwangerschaft!

Alles Liebe,
Tammy + Krümel #baby im Bauchi 18. SSW

Beitrag von seyfi83 11.02.06 - 10:20 Uhr

Hallo Tammy,

ich muß Dir in einigen Sachen widersprechen und Criseldis2006 ein wenig Angst nehmen.
Eine FWU wird zwischen 14.-16. SSW durchgeführt nur in Ausnahmefällen später... bei dieser Untersuchung besteht nur ein Fehlgeburtrisiko von 1%, keineswegs aber 25%... Meiner Meinung nach hilft doch ein Ergebnis von Ihr Kind wird zu z.B. 47% behindert sein wie es bei einer NFM gesagt wird nicht sehr viel, oder??? Eine FWU ist da schon ein ganzes Stück genauer und ein Fehlgeburtenrisiko von 1% ist ja auch nicht so extrem viel. Bitte berichtigt mich, wenn irgendwas nicht stimmte. Aber ich habe mich vor meiner FWU sehr genau belesen und mich trotz der Risiken dafür entschieden.

Liebe Grüße seyfi83+ #baby 18. SSW

Beitrag von 2froesche 11.02.06 - 12:18 Uhr

Hallo seyfi83!
Du hast schon recht mit dem Fehlgeburtsrisiko von 1%, wobei ich das relativ hoch finde. Vor allem, wenn das Risiko, ein behindertes Kind zu bekommen, bedeutend geringer ist. Und durch die NFM kann man zwar nicht genau sagen, ob das Kind behindert ist, ja oder nein, man kann aber schon für sich abschätzen, ob eine FWU sinnvoll wäre.
Ich weiß nicht, ob 83 für Dein Geburtsjahr steht, aber damit wäre für Dich abhängig vom Alter ja schon das Risiko für Down sehr niedrig, und wenn man dann durch die NFM das Risiko beispielsweise noch auf 1:4000 oder so senken kann, dann würde ich doch nie eine invasive Untersuchung wie die FWU machen lassen, wo das Risiko von 1% besteht, dass ich das Kind verliere.
Aber ist nur meine Meinung. Ich denke sowieso, dass niemand ein Anrecht auf ein gesundes Kind hat, und man kann noch so viele Untersuchungen in der Schwangerschaft machen lassen, nachher passiert bei der Geburt was, oder das Kind fällt mit 2 Jahren in einen Teich und wird zu spät wiederbelebt...Es kann so viel passieren, und ich finde es komisch, wenn man sagt, "wir könnten nicht mit einem behinderten Kind leben". Es ist schön, wenn man das nicht muss, aber wenn man es muss, dann kann man es auch, wenn es das eigene Kind ist. Und es ist ja durchaus legitim, so viel wie möglich auszuschließen in der Schwangerschaft, aber man muss sich auch über die Konsequenzen im Klaren sein. Die Ergebnisse einer FWU bekommt man ja auch nicht sofort, und dann muss man dieses arme Kind abtreiben in der 18. oder 19. SSW, weil man selbst beschlossen hat, dass man mit so einem Kind nicht leben kann.
LG

Beitrag von tammy12 13.02.06 - 09:09 Uhr

Hallöchen,

oh, jeee... 25% wollte ich auch nicht schreiben... Ich meinte ca. 5% (keine Ahnung, wie die zwei da rein kommt #schock). Das wäre in der Tag etwas hoch gegriffen... #kratz.

Ich denke ja auch, daß es jedem selbst überlassen bleibt, ob er eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen möchte oder nicht.

Ich habe mich dagegen entschieden, nach der NFM (die natürlich keine Sicherheit gibt, aber einen sehr großer Wahrscheinlichkeitsausschluß), weil ich im Jahr davor eine FG hatte und so wenig Risiko wie nur möglich eingehen möchte.

Alles Liebe,
Tammy + #baby 18. SSW

Beitrag von kleine_kampfmaus 11.02.06 - 10:12 Uhr

Hi,

diese Gedanken (ist mein Kind gesund) hat sicher fast jede Schwangere immer mal wieder.

Wir haben das so gehandhabt: Ich habe die Nackenfaltenmessung und den Zuckerbelastungstest zusätzlich gemacht, außerdem habe ich jedes Mal einen US machen lassen. Hätte mein FA irgendetwas ungewöhnliches/bedenkliches festgestellt hätte ich weiterführende Untersuchungen wie Fruchtwasser, Doppler, etc. machen lassen.

Da mir mein FA jedes Mal bestätigte, dass alles in bester Ordnung ist (kein offener Bauch, offener Rücken, Nackenfalte super, Herz super, Gehirn super) hab ich nichts machen lassen.

Denk positiv und lass nicht zu viele Untersuchungen machen, die können einen nämlich auch in den Wahnsinn treiben! Übrigens hat meine Nackenfaltenmessung weniger als 20,-- gekostet - da ist eine Fruchtwasseruntersuchung wesentlich teurer u. gefährlicher!!!! Dadurch können nämlich auch Bakterien übertragen werden und dann könnte das Kind was vorher gesund war erst recht behindert/krank sein.

LG
Kleine Kampfmaus + Minimatz (32. SSW)