Rotavirus! Meine kleine Maus tut mir so leid! (lang)

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von maja_ 11.02.06 - 14:39 Uhr

Hallo,

wo fange ich an?
Also, am Sonntag fing das Ganze an. Unsere Tochter ( 28 Monate ) bekam plötzlich Fieber. Am Montag folgte dann endloses Erbrechen. Sie hat nichts mehr bei sich behalten. Sogar Wasser kam postwendend wieder raus. Wir waren dann am Montag und Dienstag mit ihr beim Kinderarzt. Der schickte uns am Dienstag Nachmittag dann in die Kinderklinik. Sie bekam nachdem man in ihrem Blut festgestellt hatte das ihr Flüssigkeitshaushalt im Keller ist sofort eine Infusion. Anhand der Stuhlprobe stellten sie fest das es sich um den Rotavirus handelt. Dann kam auch noch am Mittwoch ganz schlimmer Durchfall dazu.
Sie hat so viel geweint. Wenn sich ihr nur ein Arzt näherte hat sie schon geschrien. Sie hatte totale Panik das ihr wieder jemand weh tut. Sie hat die ganze Zeit gerufen das sie nach Hause will.

Gestern durften wir dann wieder nach Hause da sie sehr viel trinkt. Und im Krankenhaus hätten sie sie jetzt auch nicht mehr anders behandelt. Das Erbrechen ist weg, aber der Durchfall hält immernoch an. Das kann scheinbar 1 - 2 Wochen dauern.#schock

Das Problem an der Sache ist das sie jedes mal bevor sie Stuhlgang oder Blähungen hat ganz schreckliche Bauchkrämpfe bekommt. Sie weint (besser gesagt schreit) dann ca. 20 Minuten bis es dann endlich rauskommt.

Zu Essen bekommt sie natürlich nur Schonkost und zu trinken Wasser (Tee mag sie nicht). Heute hat sie schon gute 500 ml getrunken. Wenn sich ihr Trinkverhalten verschlechtern sollte müßte sie wieder an den Tropf.

Kann ich denn gegen die Bauchschmerzen gar nichts machen? Ich komme mir so hilflos vor wenn meine Süße Schmerzen hat und ich ihr nicht helfen kann...#heul

Jetzt schläft sie gerade ein bisschen.

Hattet ihr auch schon mal diesen Virus? Wisst Ihr wie Ihr Euch angesteckt habt? Und wie lange waren Eure Mäuschen krank?

Danke für Eure Antworten.

Viele Grüße von der hilflosen

maja_

Beitrag von estefania2003 11.02.06 - 16:16 Uhr

Hallo, gib mal deinen Schatz einen dicken #kuss von mir..die Arme

Also, versuche es mal mit einer Wärmflasche, aber Achtung, nicht Heiß!!! und Kümmelsalber auf dem Bauch reiben ( haben diese Windsalbe )...tja...das wars...
Lucas war zu seinen Geburtstag auch mit Fieber, erbrechen und Durchfall und ganz viel #heul krank...Doc sagte nix von wegen Rotaviren...kann ich mir aber vorstellen denn er hatte einen Grünen Stuhl...
Nachdem das erbrechen weg war und er mehr appetit hatte, fing er an zu essen. Er bekam auch Verdünnten Traubensaft und Salzstangen wegen den Elektrolytenmangel durch das viele erbrechen und den Durchfall...
Nach so ca 1 Woche war dann auch der Durchfall weg....

Also, nichr mehr lange...versuche es mit der Windsalbe und die Wärmflasche.

Gute Besserung

Estefania und Lucas ( 24.01.05 )

Beitrag von viv66 11.02.06 - 18:30 Uhr

Hallo Maja,
meine Tochter hatte früher mal Salmonellen und hatte dabei auch fürchterliche Bauchkrämpfe. Sie hat Tropfen verschrieben bekommen, die entkrampfen, frag doch mal den Arzt ob das nicht möglich ist. Bei solchen starken Schmerzen sollte man das vielleicht doch mal machen. MIr tat meine Tochter damals auch unendlich leid, es war schrecklich. Ich meine sogar es bestand auch zuerst Verdacht auf diese Rotaviren.
Ich hab gerade mal nachgeschaut, das Medikament was wir hatten heißt ila-med. Ist ein Spasmolytikum von Dr. Mewes Heilmittel. Ist allerdings verschreibungspflichtig.
Alles Gute,
viv

Beitrag von beatbabe 11.02.06 - 19:29 Uhr

Hallo Maja,

diese Erfahrung haben wir leider auch gemacht. Mein Sohn war übers letzte Wochenende bei meinen Eltern zu besuch (90 Km entfernt).
Am Sonntag morgen rief mich meine Mutter an, ich sollte sofort kommen, der Kleine würde ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er hatte Durchfall, wie sich später heraus stellte Rotaviren und einen Fieberkrampf weswegen sie den Notarzt gerufen hat. Das Krankenhaus war zusätzlich noch mal 40 Km von meinen Eltern entfernt. So musste ich, fertig mit den Nerven, bei Schnee und Glätte 130 Kilometer zu meinem Sohn fahren, ich fühlte mich einfach Hundeelend. Mein Sohn kommt ins Krankenhaus und ich bin nicht für ihn da.
Wir waren also von Sonntag bis Freitag im Krankenhaus, weil mein Sohn leider sehr trinkfaul ist und das Fieber nicht runterging. Wir waren in einem Einzelzimmer, wegen der Ansteckungsgefahr. Und er war 4 Tage am Tropf.
Wo er sich angesteckt hat, weiß ich leider auch nicht. Allerdings geht hier Magen- und Darm echt rum.
Wärmflasche würde ich wohl auch empfehlen.
Also mein Sohn ist heute schon wieder recht fit. Gestern war er noch bisschen schlapp und essen und trinken mag er immer noch nicht so recht.
Die Ärzte im KH haben mir gesagt, dass auch in ca. 1-2 Wochen nochmal flüssiger Stuhl auftreten kann, aber es kein Grund zur Sorge sein sollte.
Am Montag werde ich ihn meinem KA vorstellen, weil ich mir wirklich etwas sorgen wegen dem Trinken mache und ich noch ein spezielles Medikament bekommen soll, falls nochmal ein Fieberkrampf auftritt.
Hatte dann als wir aus dem KH kamen im Internet was über die Rotaviren gelesen, da stand, dass es wohl so 8-10 dauern kann.

Ist jetzt etwas länger geworden, aber ich wünsche euch gute Besserung.

Lieben Gruß
Yasemin und Cem

Beitrag von eni24 11.02.06 - 22:17 Uhr

Hallo maja,
ich kann deine Sorge gut verstehen.
Wir waren auch in der Kinderklinik, als mein Sohn mit gerade mal 4 Monaten den Rotavirus bekam und richtig apathisch wurde und schlapp.
4 Tage lag er am Tropf, 5 Tage waren wir damals im Krankenhaus und danach war es eigentlich auch ausgestanden. Die Krankenschwestern haben mir damals gesagt, (vorausgesetzt er trinkgt genug) dass der Durchfall ist wichtig, um die Bakterien auszuschwemmen. Wo wir uns den Virus eingefangen haben, kann ich nicht hundertprozentig sagen. Nachdem wir wieder zuhause waren, haben wir ein langes Telefonat mit dem Gesundheitsamt gehabt (wirst du auch kriegen, denke ich) und im Endeffekt gehen wir davon aus, dass es beim Babyschwimmen gewesen sein muss.
Leider kann ich dir auf dein eigentliches Problem, also die Bauchkrämpfe, auch keine Antwort geben. Das hatte unser Sohn Gott sei Dank nicht auch noch.


Alles Gute und schnelle Genesung für deine Kleine
Eni

Beitrag von mausgewitz 12.02.06 - 03:23 Uhr

Hallöchen,

meine Tochter war eine Woche im KH und der Arzt vermutete, dass sie sich beim Kinderarzt angesteckt hat. Die Viren übertragen sich total schnell.
Der Durchfall dauerte insgesamt ca. 2 Wochen an. Hast du vom KH eine Elektrolytenlösung bekommen? Falls nicht, besorg dir diese bitte aus der Apotheke. Die bekommst du rezeptfrei und kannst sie dann im Trinken auflösen.

Bauchkrämpfe hatte Laura nicht, aber ich denke, dass eine Wärmflasche und viel Körpernähe sicherlich hilft.

Liebe Grüße
Mause mit Lala (*22. September 2004)

Beitrag von macim 12.02.06 - 09:25 Uhr

Hallo Maja,

mein Sohn hatte im letzten Jahr auch sehr viele Magen-Darm-Infekte. Wir waren zweimal mit ihm für jeweils eine Woche im Krankenhaus, weil er nicht mehr essen und trinken wollte.
Gegen die Bauchschmerzen hilft oft Wärme gut, also eine Wärmflasche, ein Körnerkissen oder ein Kirschkernkissen. Wenn das nicht hilft, dann würd ich auch nochmal beim Arzt nachfragen, ob er euch nicht etwas verschreiben kann. Adrian hat Spascupreel S Zäpfchen verschrieben bekommen. Das sind homöopathische Zäpfchen die bei krampfartigen Beschwerden von Magen und Darm angewandt werden können. Vielleicht würden die bei euch ja auch helfen.
Er hatte keine Rotaviren, aber ansonsten so ziemlich alles durch, was man bekommen kann. Ich denke, es ist gar nicht so wichtig hinterher zu wissen, woher die Erkrankung gekommen ist. Man kann es in den allermeisten Fällen sowieso nicht mehr herausbekommen. Und man kann seine Zwerge leider auch nicht davor schützen.

Ich wünsche deiner kleinen Maus, dass sie jetzt ganz schnell gesund wird!

Liebe Grüße!
Maren

Beitrag von schlummerle 16.02.06 - 19:10 Uhr

Hallo!

Also direkt helfen kann ich Dir nicht, aber unsere Kleine war über Weihnachten-Sylvester (sie war gerade 4 Monate alt) im Kinderkrankenhaus. Es begann am 23.12. Abends. Sie erbrach sich, hatte aber noch keinen Durchfall und kein Fieber. Hab mir erstmal nichts gedacht und sie sauber gemacht und ins Bett gelegt. Ca. 30 Minuten später hat sie sich wieder übergeben. Ich hab dann mit dem Kinderarzt telefoniert und er riet mir, entweder sie die nächsten Stunden zu beobachten oder gleich ins KKH. Ich beobachtete meine Kleine bis kurz vor Mitternacht. Sie übergab sich bis dahin nicht mehr, aber ich mußte feststellen, dass sie Fieber hatte. Also angezogen und ins KKH. Dort erfuhren wir, dass sie bereits einen Flüßigkeitsverlust hatte und wurde sofort an den Tropf gelegt (Tropf kam erstmal in de linke Hand). Der Tropf war für sie die reine Qual, da sie mit ihrer rechten Hand kaum was anfangen konnte (Motorik war eingeschränkt, daher machen wir Krankengymnastik). Das Tolle war, vom 23.12. bis 27.12. waren wir ohne Arzt, nur Krankenschwestern kamen vorbei. Am 27.12. Abends wurde der Tropf abgenommen. Über Nacht bekam sie einen Rückfall. Am nächsten Morgen lag sie ganz aphatisch in ihrem Bett, hatte durchsichtige Haut und konnte sich nicht bewegen. Sie wurde sofort wieder an den Tropf gelegt, da sie den ersten Versuch, selbst genug Flüssigkeit aufzunehmen, nicht geschafft hat. Am 28.12. mußte der Tropf aus der linken Hand entfernt werden, da die Vene zu war. Das Problem war nur, an ihrem Körper konnte man keine andere brauchbare Vene finden, also entschied man sich für den Kopf. Aber auch hier waren die Venen ganz fein, so dass die erste Vene platzte und das Bett voll Blut war (ich konnte es mir nicht mit ansehen, wie eine Nadel in den Kopf meiner Kleinen gestochen wurde, sie schrie vor Schmerz). Beim zweiten Mal klappte es Gott sei Dank. Am 29.12. wurde ihr der Tropf wieder entfernt, man wollte eine zweiten Versuch starten. Und es klappte auch, so dass am 30.12. die Nadel ganz raus kam. Erbrochen hat sie sich in der ganzen Zeit nicht mehr, aber immensen Durchfall. Es stank widerlich. Jeden Tag wurde ihr zweimal Blut abgenommen. Ich war froh, als wir endlich entlassen werden konnten. Von dem Krankenhausaufenthalt hat sie leider einen Schaden erlitten. Was heißt Schaden, aber sie war wütend, verletzlich, zerbrechlich, einfach völlig daneben. Einen Rückfall hatte sie bisher noch nicht und darüber sind wir sehr froh. Momentan zahnt sie und ist auch weiterhin unzufrieden. Sie ist geistig weit entwickelt, aber körperlich etwas hinterher. Sie kam mit Untergewicht zur Welt und hab damit immer noch zu kämpfen. Heute hat sie sich wieder Mal übergeben (das ganze Abendessen) und Stuhlgang schon den ganzen Tag (aber noch kein Durchfall, Veränderung aber bereits vorhanden). Ich hoffe, es geht nicht wieder los. Ihre Cousine und Cousin hatten vor ein paar Tagen Magen-Darm-Grippe, aber wir waren mit ihnen nicht in Kontakt. Ich kann nur hoffen, dass es nichts weiter ist.

Zu Deinen Problem kann ich leider keine Antwort geben, da wir dies noch nicht hatten. Ansonsten das Übliche, Bauchmassage, Beine strecken und wieder ran, Beine abwechselnd strecken (Fahrrad fahren).

Ich hoffe, es geht Deiner Kleinen bald besser. Alles Gute Euch.