6,5 Monate und alles schmeckt ihr eklig...

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von lichtwesen82 11.02.06 - 16:18 Uhr

Hallo ihr,

ich bin langsam am verzweifeln. Meine kleine Maus ist jetzt 6,5 Monate alt und denkt nicht daran irgendwas zu essen oder zu trinken außer Ihrer Muttermilch. Ich stille Sie voll, wollte jetzt aber langsam mal anfangen eine Mahlzeit zu ersetzen, da man das ja nur Stück für Stück machen soll und ich wieder arbeiten gehe wenn sie 1 Jahr alt ist.

Aber egal was ich ihr anbiete: zerdrückte Banane - eklig, Möhrchenbrei - widerlich, diverse Milchbreie (ohne Milch zubereitet natürlich) - nicht ganz so eklig, aber trotzdem bäähh.... Möhrensaft, Bananensaft, sämtliche Tees u. andere Babysäfte - auch eklig. Aber Wüstchen lutscht Sie, Klops scheint lecker zu sein #mampf und Thunfischpizza offensichtlich auch. Aber da zuscht sie ja nur dran rum und richtig essen soll sie das ja auch gar nicht, ist ja nicht wirklich das richtige.
Ich habe auch schon versucht ihr Saft in ein Fläschchen mit reinzumixen, damit sie sich an den Geschmack gewöhnt - da sie aber ein 100%iges Stillkind ist, mag sie die Flasche eh nicht und gemixt gleich gar nicht.

Wass soll ich denn nur machen? Ich hab Angst, dass ich das abstillen nicht schaffe bis ich wieder arbeiten gehen muss. Jemand der Fläschen gibt hat das Problem nicht, im Kindergarten können sie ja auch die Flasche geben, aber meine Brust kann ich ihr ja schlecht einpacken.

Hat/hatte jemand eine ähnliches Problem? Und wie habt ihr es gelöst?

Danke schonmal für eure Antworten.

Maria + Milchmaus Heidelind

Beitrag von sunflower.1976 11.02.06 - 17:32 Uhr

Hallo!

André ist jetzt 8 Monate alt und Brei...muss aus seiner Sicht gar nicht sein. Mittags isst er ca. 50g Gemüse-Kartoffel-Brei und abends Hirseflocken (mit Wasser angerührt) mit Birne. Er isst es gerne, sperrt sein Mündchen weit für den Löffel auf, aber es ist auch ganz schnell Schluss und er will die Brust.
Ich habe schon versucht, nicht direkt hinterher zu stillen, aber das stört ihn nicht.
Eine Lösung habe ich nicht. Da ich erst in knap 1,5 Jahren wieder arbeiten gehe, habe ich noch Zeit.
Im Freundeskreis sind auch zwei (ehemalige) Stillkinder, bei denen es genauso war. Beide haben irgendwann ganz plötzlich angefangen, gerne und viel zu essen. Ich hoffe, dass es bei André genauso sein wird...

LG Silvia

Beitrag von bouli 11.02.06 - 20:19 Uhr

Hi Maria,
mir ging es mit unserem Sohn (jetzt 8 Monate) genauso!! Und ich wollte doch auch gerne Zufüttern...#schmoll.
Nachdem alles für ihn:-% war, gab man mir den Rat einfach 2 Wochen zu warten und es erst dann erneut zu versuchen.
Ich hab dann auch erst nur Gläschen gefüttert, weil er alles mit minimalsten Stückchen verabscheute! #augen
Ich hab mit Alnatura Pastinake angefangen. Und nach einer Woche gabs dann Pastinake/Kartoffel....#bla
Kopf hoch und Abwarten!! Die Kleinen Wissen selber sehr genau, was gut für sie ist..;-)

Bouli

Beitrag von debuggingsklavin 12.02.06 - 11:07 Uhr

Hey!

Sie ist noch nicht Beikostreif!

Bleib einfach locker. Johanna ist auch so ein Exemplar. Sie hat erst mit 7,5 Monaten angefangen zu essen.
Sie isst nur, was sie in der Hand halten kann und wird jetzt mit 8 Monaten noch voll gestillt. Die paar "Ausrutscher" in der Ernährung zählen nicht wirklich.

Das isst sie:
- Dinkelstangen
- Dinkelkekse
- Reiswaffeln
- Schlangengurke
- Banane
- Apfel
- Birne
- Nudeln

Aber alles am Stück und aus der Hand.

So Sachen wie Pizza, Würstche u.Ä. würd ich nicht geben. Da ist haufenweise Salz, Pfeffer und andere Gewürze drin.
Tomaten zum Beispiel sind Hochallergen. Die dürfen Babys nicht. Auch kein Käse u.s.w.

Buchtipps hab ich für Dich:
Gesunde Ernährung von Anfang an - Stillen, Säuglingsnahrung, Breie, Gläschenkost

Die Vielfalt an so genannter kindgerechter Nahrung ist unüberschaubar groß. Doch ist das, was angeboten wird, auch wirklich immer gesund und nützlich? Der Ratgeber hilft Ihnen, Ihrem Kind einen gesunden Start ins Leben zu ermöglichen und gibt Ihnen Tipps, wie Sie Unsicherheiten abbauen, Werbeaussagen kritisch hinterfragen und Angebote hinterfragen können.

https://www.verbraucherzentrale-nrw.de/UNIQ112842004504999/SES93086296/link6951A.html

=> Damit Du weisst, was eiin Baby essen darf. ;-)

Und:

Mein Kind will nicht essen - Ein Löffelchen für die Mama…. von Dr. Carlos González

Diesen Satz bekommen Kinderärzte am häufigsten zu hören. Wenn ein Kind essen soll, dann scheint es oft notwendig zu sein, eine Menge Ablenkung und Unterhaltung zu bieten, damit das Kind nicht bemerkt, dass ihm zwischendurch etwas in den Mund geschoben wird.

Warum weigern sich Kinder, vor allem gestillte Kinder, feste Nahrung zu sich zu nehmen? Warum hören Kinder um ihren ersten Geburtstag herum auf zu essen, obwohl sie schon so schön gegessen haben? Warum schließen sie ihren Mund, spielen mit dem Essen oder spucken es aus?

In unzähligen Familien gibt es diesen täglichen Kampf beim Essen. Dr. Carlos González, spanischer Kinderarzt und Autor dieses Buches, beantwortet die Fragen von besorgten Eltern. Er nimmt dem Thema die Brisanz, stellt klare Verhaltensregeln auf und beruhigt Eltern, die unter Ängsten und Schuldgefühlen leiden, weil ihr Kind nicht isst. Er zeigt auf, wie das Gleichgewicht zwischen dem, was ein Kind nach Ansicht der Eltern essen sollte, hergestellt wird.

Dr. Carlos González ist der Meinung: Ein Kind darf niemals zum Essen gezwungen werden - und schon gar nicht mit Bestechung oder Bestrafung.

Ein Kind weiß ganz genau, was und wie viel es braucht, um satt zu werden und zu wachsen.

http://www.lalecheliga.de/shop/index.html

=> Damit Dir der Mut nicht genommen wird und Du auf die Bedürfnisse Deines Babys hörst.

LG,

Kai Anja + Johanna