Scharlach

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jules27 12.02.06 - 12:25 Uhr

Huhu, unser Sohn hat zur Zeit Scharlach und wir versuchen es bei ihm homöopathisch zu behandeln. Hat jemand von Euch Erfahrung gemacht bei Scharlach ohne Antibiose? Lieben Gruß, Jules

Beitrag von tweety74 12.02.06 - 12:58 Uhr

hallo jules.

mein sohn hatte letzten sommer auch scharlach, hat sich bei einem kind angesteckt, das auch homöopathisch behandelt wurde und die mutter nicht wußte daß scharlach dann 21 tage lang ansteckend ist.
danach bekam ich selbst auch noch scharlach...
wenn du deinen sohn 21 tage isolieren willst, dann bitte. aber was du da tust ist gefährlich. scharlach geht auch aufs herz und mein sohn bekam nach der krankheit ein EKG gemacht. die andere besagte mutter hielt das nicht für notwendig...
bin auch kein freund von antibiotika, aber scharlach ist hochansteckend, die erreger setzen sich wie staub auf dem fußboden und in teppichen ab.
außerdem ist scharlach meldepflichtig.

Beitrag von jules27 12.02.06 - 13:10 Uhr

Hallo Tweety,
danke für Deine offene Meinung. Dass Scharlach solange ansteckend ist, wissen wir. Aber da man die Kinder ohnehin ( auch mit Antibiotikum ) vier Wochen schonen soll, bleibt unser Sohn eh Zuhause. Eben weil wir vermeiden wollen, dass sein Herzchen Schaden nimmt. Ich weiß auch, dass die Nieren gefährdet sind. Aber bitte wer hat das Gerücht verbreitet, dass diese Komplikationen mit Antibiose nicht entstehen können?
Nur die Ansteckungsphase wird verkürzt. Dafür kriegen viele der mit Penicillin-behandelten Kinder Scharlach mehrfach - oft in kurzen Abständen.
Und unser Scharlach-Fall ist bereits gemeldet - aber danke für die Aufklärung!
Jules

Beitrag von marple198 12.02.06 - 14:16 Uhr

Das die Kinder öfter Scharlach kriegen, liegt nicht am Antibiotikum, sondern daran, daß es 5 Typen von Scharlach-Erregern gibt. D.h., die Kinder können 5 mal Scharlach bekommen.
Lg, Elke

Beitrag von cocoskatze 12.02.06 - 19:19 Uhr

Nein.

Scharlach könnte man 100 mal bekommen!

Beitrag von marple198 12.02.06 - 20:01 Uhr

Wo hast Du Deine Infos her?

Beitrag von cocoskatze 12.02.06 - 21:36 Uhr

Von den Ärzten in unserer Klinik.

Und aus Erfahrung.Ich habe selbst mindestens schon 8 mal Scharlach gehabt........................

Außerdem wird der Körper nie immun gegen Bakterien.

Beitrag von marple198 12.02.06 - 22:36 Uhr

Das war auch meine Meinung.

Allerdings habe ich im Netz verschiedene Infos gelesen.
(Auf vernünftigen Medizinseiten)
Unter http://www.gesundheit.de/medizin/erkrankungen/grippe-und-erkaeltung/angina/
steht sogar, daß man imun würde.
Ansonsten hieß es, es sei fraglich.
Zu der Erregerzahl habe ich mittlerweile verschiedene Angaben (wohl mind.3).
Alles sehr verwirrend!

Trozdem bin ich auch der Meinung, daß man mit der Gesundheit seines Kindes spielt, wenn man keine Antibiose gibt.
Versteh ich nicht, daß ein Arzt so etwas vorschlägt.
Der Mann gehört für mich verklagt!

Beitrag von verdamp_lang_her 12.02.06 - 15:19 Uhr

Hallo Jules,

du hast also vor einen 5-jährigen 3 Wochen ohne jeglichen Kontakt zu anderen Kindern wegzusperren? Wer soll dir das denn glauben? Mein Sohn wird Scharlach nicht mehr los, weil so viele unbehandelte Kinder auf der Straße rumlaufen. Mittlerweile ist unsere ganze Familie betroffen.

*kopfschüttel*
Patsy

Beitrag von cocoskatze 13.02.06 - 08:41 Uhr

Sorry, ich glaube, du solltest dich erstmal informieren, anstatt mit einem Scharlatan ins selbe Horn zu tuten..............

Schade, daß immer die unschuldigen Kinder die verzapfte Sch.... der Eltern ausbaden müssen!

Beitrag von p_c 12.02.06 - 15:04 Uhr

Hallo Jules,

Scharlach war zu Zeiten meiner Eltern eine gefürchtete Kinderkrankheit - teilweise tötlich !!
Die wende haben da die Antibiotika gebracht.

Vergiss Deine Grundsätze und behandle Dein Kind mit Antibiotika - hier ist es sinnvoll.

(Bei all den grippalen Infekten nützen sie nichts, da solltest du sie dann auch weg lassen)

P-C

Beitrag von manavgat 12.02.06 - 15:59 Uhr

Soweit ich weiß, gehört Scharlach zu den Krankheiten die ein Heilpraktiker allenfalls ergänzend behandeln darf! Dein Kind muss zum Arzt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von jules27 12.02.06 - 16:27 Uhr

Hallo,
auf kritische Meinungen war ich gefaßt. Was mich wundert ist der direkte Angriff. Was heißt denn hier ich "sperre mein Kind weg"? Wenn er krank ist, gehört er meiner Meinung nach nicht in den Kindergarten. Oder wie handhabt Ihr das? Und zum Thema Arzt bzw. Heilpraktiker: Die Therapieform ist von unserem Kinderarzt empfohlen - wir waren nicht bei einem Heilpraktiker. Es gibt zum Glück auch Ärzte, die sich kritisch mit der Schulmedizin auseinandersetzen. Wie dem auch sei - ich danke Euch trotzdem für Eure Antworten.
Jules

Beitrag von irrwichtel 12.02.06 - 17:50 Uhr

Hi,

da du deine Meinung ja schon hast bringt es nicht viel etwas dazu zu schreiben
Scharlach gehört mit AB behandelt - nach 4 Tagen ist er dann nicht mehr ansteckend - ohne AB ist er 21 Tage ansteckend und steckt euch an - von den Nebenwirkungen ganz zu schweigen die er bekommen KÖNNTE oder sonst jemand den ER ansteckt

Ich bin auch grundsätzlich gegen eine vorschnelle Gabe von AB - aber wo es sein muss muss es halt sein

"Wird eine Person nicht ausreichend mit Antibiotika behandelt, können sich zwei bis drei Wochen nach der eigentlichen Scharlach-Erkrankung schwere Erkrankungen von Herz, Nieren oder Gelenken (sogennantes Rheumatisches Fieber) entwickeln, die zu lebenslangen Dauerschäden führen können. "netdoktor.de
Komplikationen
Schwere Verlaufsformen beim Scharlach sind durch die Entwicklung von Antibiotika glücklicherweise selten geworden.
Toxischer Scharlach: sehr schwerer Verlauf mit hohem Fieber, Verwirrtheit bis zum Delirium, Krämpfen, Hautblutungen, Durchfall und Schock.
Septischer Scharlach: Absiedelung von Streptokokken an anderen Organen, was u.a. zu Otitis, Mastoiditis, Arthritis, Meningitis, Osteomyelitis und Pneumonie führen kann.
Zweites Kranksein: Wahrscheinlich ausgelöst durch erneute Infektion; in der dritten Woche kommt es zu Otitis media, Myokarditis und Nephritis.
Scharlach ohne Exanthem: Angina durch Streptokokken ohne Hautausschlag.
Scharlachrheumatoid: flüchtige Entzündung der Gelenksinnenhäute (Synovitis), die zwischen dem 5. und 10. Krankheitstag auftreten kann.
Weitere mögliche Komplikationen, die aber bei allen durch Streptokokken verursachten Infektionen auftreten können und nicht Scharlach-spezifisch sind: Myokarditis, Glomerulonephritis, Rheumatisches Fieber und Erythema nodosum." gesundheit.de

Ich würde das Risiko nicht eingehen - also wunder dich bitte nicht wenn er in 3 Wochen gleich wieder krank ist

LG Irrwichtel


Beitrag von bellababy 12.02.06 - 18:48 Uhr

Hallo,

ich stehe auch hinter der sogenannten "sanften Medizin" und befinde mich gerade in der Ausbildung zur Heilpraktikerin. Meine Kinder hatten vor drei Wochen Scharlach und wurden auch mit Antibiotika behandelt! Es gibt zahlreiche Krankheiten die mit Antibiotika behandelt werden müssen und ich kann es nicht verstehen warum es immer wieder Eltern gibt die auf Kosten der Gesundheit ihrer Kinder herumexperimentieren. Davon mal abgesehen fällt diese Krankheit unter das Behandlungsverbot des Heilpraktikers!

liebe Grüße
bellababy

Beitrag von cocoskatze 12.02.06 - 19:17 Uhr

Niemals!!

Scharlach ist eine Streptokokken-Infektion, und gehört daher mit Antibiotikum behandelt.

Das ist zwingend notwendig, da es durch nichtantibiotischbehandelte Streptokokken-Infektionen zu Superinfektionen kommen kann!

Willst du das Risiko einer Herzmuskelentzündung oder Rheumatisches Fieber riskieren??

Nein, definitiv gehört das antibiotisch behandelt!

Beitrag von verdamp_lang_her 12.02.06 - 20:17 Uhr

"Das ist zwingend notwendig, da es durch nichtantibiotischbehandelte Streptokokken-Infektionen zu Superinfektionen kommen kann!"

Ich kenne einen, der ist mittlerweile im Verein Nierenkranker Kinder, weil Mama bei Scharlach meinte keine Antibiotika geben zu müssen.#schock

#liebdrueck
Patsy

Beitrag von visepa 13.02.06 - 03:02 Uhr

Mein 3 jähriger hatte auch kürzlich erst Scharlach und meine wirklichs ehr hömöopath. angehauchte Kinderärztin meinte auch, dass da nix ohne Ab geht und selbst ne befreundete heilpraktikerin riet mir dazu...sorry also ich versthes auch nicht, wie man das ohne machen kann und zum wegsperren nur so viel, es geht ja noch nicht mal darum, ob das kind in die kita geht, sondern um alle kontakte, also kann nicht mal die oma zu besuch kommen etc...meiner war dabei so wenig krank, dass ich ihn nie 3 wochen hätte isolieren können..

aber gut, jeder wie er/sie meint...
grüße
V.

Beitrag von cocoskatze 13.02.06 - 08:30 Uhr

Ich denke nicht, daß es ausschlaggebend ist, ob das Kind isoliert wird, oder nicht.

Fakt ist, daß es gefährlich ist, die Streptokokken NICHT antibiotisch zu behandeln, da sie sich ansonsten überall im Körper ansiedeln können!

Die "harmloseste" Folge einer unbehandelten Streptokokken-Infektion ist wohl das Rheumatische Fieber.Da setzen sich die Bakterien "nur" in den Gelenken ab, um für höllische Schmerzen zu sorgen.

Es kann aber auch dazu kommen, daß die Streptokokken sich in den Organen ansiedeln.Mit Vorliebe im Herz/Herzmuskel und den Nieren!

Es kann dadurch zu einer unheilbaren Schädigung der Organe führen.

Ich begreife nicht, wie man auf die Idee kommen kann, sowas ohne Antibiose zu "behandeln".

Mir fehlt hier leider jegliches Verständnis.
Ich bin sicherlich nicht dafür, Kinder mit Medikamente vollzupumpen.Aber manchmal geht es einfach nicht anders!!

Simone