In der Nacht abpumpen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von biene375 12.02.06 - 16:57 Uhr

Hallo,

ich hab mal eine Frage. Meine Kleine Maus schläft nachts so ca. 8 Stunden, da ich noch voll stille bin ich morgens fast am Platzen wenn sie aufwacht. Abends hab ich dann das Gefühl total leer gesaugt zu sein. Ich bin mir auch nicht sicher ob die Kleine richtig satt wird. Sie braucht abends ziemlich lange bis sie fertig ist mit trinken. Nun meine Frage: Soll ich nachts abpumpen um den Milchfluß aufrecht zu erhalten, oder ist das nicht notwendig?

Hoffe ihr könnt mir helfen.

Biene und Lilly Sophie (7 Wochen)

Beitrag von karin_73 12.02.06 - 17:02 Uhr

du produzierst so viel milch wie deine kleine braucht. wenn du nachts pumpst hast du mehr milch als nötig, das kann zu einem milchstau führen, wenn du dann nicht mehr pumpst.
ich würde also garnicht damit anfangen, wenn es nicht notwendig ist.
du kannst aber auch pumpen und so einen vorrat anlegen, aber gerade nachts, wenn man eigentlich schlafen könnte find ich das nicht so gut. wenn du einen vorrat anlegen willst, dann pumpe lieber tagsüber und genieße es, dass deine kleine jetzt schon so brav schläft!!!
wenn du nachts nicht schlafen kannst weil deine brüste so voll sind, dann massiere sie ganz sanft und streiche die überschüssige milch überm waschbecken aus. das geht auch super unter der warmen dusche, aber nachts wirst du wohl kaum duschen ;-)

LG; Karin mit Jan *22.9.2005*

Beitrag von local 12.02.06 - 17:12 Uhr

Hallo Biene

Ich hatte genau das selbe Problem. Mein Sohn hat nachts 12 Stunden geschlafen. Morgens bin ich immer fast explodiert, und abends hatte ich kaum noch Milch.

Ich habe mich an meine Stillberaterin gewendet und die meinte, ich sollte mind. einmal in der Nacht pumpen. Da ich aber die Nase voll hatte vom ewigen pumpen (mein Sohn war ein Frühchen), habe ich diesen Tip leider nicht konsequent befolgt!! Und da ich abends "leer" war, habe ich ihm am Abend die Flasche gegeben.

Innerhalb von 2 Wochen hatte ich keine Milch mehr, keinen einzigen Tropfen!!!! Wenn Du also gerne weiterstillen willst, rate ich Dir dringend an, in der Nacht einmal zu pumpen. Je nachdem, wann deine Tochter das letzte Mal an der Brust war...

LG local

Beitrag von local 12.02.06 - 20:35 Uhr

Hallo Biene

ich bins nochmal...

Hier raten Dir alle ab, nachts zu pumpen und dass sich das in zwei Wochen eingependelt haben wird.

Das ist im Normalfall ja auch die Regel. Leider wars bei mir aber wirklich nicht so.
Ich habe auch 3 Wochen abgewartet!!! Wenns in der Nacht ganz schlimm wurde, habe ich dann gepumpt. Und am Abend musste ich den Kleinen schon nach 1 Stunde wieder anlegen, und das ab 16 Uhr bis 20 Uhr.

Als sich nach 3 Wochen aber NICHT ANNÄHERND was eingependelt hatte, habe ich mich dann eben dafür entschieden, ihm am Abend die Flasche zu geben...

Und es ist richtig, dass mit dem "Flaschen geben" die Milch noch mehr zurück geht!!! Bei mir hats wie gesagt nur 2 Wochen gedauert, bis ich NICHTS mehr hatte..
Mir war das schon bewusst, aber ich wollte nun mal nicht dauerstillen!!!

Ich schildere hier bloss, wie es bei mir war!! Ausnahmen bestätigen nun mal die Regel!!! Ich würde auch erst mal abwarten, und nachts bei Bedarf ausstreichen oder ein wenig pumpen. Wenn sich die Milch aber nach einigen Wochen nicht anpasst, empfehle ich Dir, in der Nacht zu pumpen!!!

LG local

Beitrag von mareliru 12.02.06 - 17:18 Uhr

Hallo Biene,
das Abpumpen nachts ist nicht notwendig. Ich würde es nur machen, wenn Du nachts aufwachst und nicht schlafen kannst, weil Du überläufst, also um Dir zu helfen.
Wenn alles in Ordnung ist produziert Dein Körper, was Dein Kind braucht. Dass die Süße abends länger zum Trinken braucht, ist normal, sie muss ja vortrinken für die Nacht. Wenn sie im Wachstumsschub steckt und unersättlich scheint, wirst Du Zweifel haben, ob sie satt wird, auch das ist normal. Aber innerhalb von 2-3 Tagen stellt Dein Körper sich auf sie ein und es wird ruhiger.
Alles Gute,
Mare

Beitrag von jurinde 12.02.06 - 18:44 Uhr

Hallo,

Luise hat auch um die 7 Woche herum angefrangen nachts durchzuschlafen bis zu 12 Stunden. Ich kenn das. Nachts aufstehen und Pumpen ist aber wirklich nicht notwendig, die Milch geht nicht zurück, dein Kind holt sich tagsüber was es braucht. Abends fühlt frau sich dann leergesagt. Ich fand das gut, so konnte ich wenigstens auf dem Bauch schlafen bis irgendwann nachts die Brüste zu voll wurden.

Nach 2 Wochen hatte sich meine Brust an das Durchschlafen der kleinen etwas gewöhnt und lief nicht mehr so doll über.

Gruß Jurinde + Luise 10.10.2005

Beitrag von schnecki2 12.02.06 - 19:37 Uhr

Hallo Biene,
das Problem hatte ich auch. Das Problem wird sich in einigen Wochen auch wieder legen denn die Milchmenge passt sich an dauert halt. Ich habe die Milch nachts dann zum teil ausgestrichen mit der Hand.
Jetzt nur nicht mit Flasche anfangen, damit wird deine Milchmenge noch weniger. Ich habe in Zeiten wo ich das Gefühl hatte nicht genügend Milch zu haben wieder auf Stilltee zurückgegriffen. Außerdem je öfter du dein Baby anlegst um so mehr Milch produzierst du auch wieder.
LG Karin mit Wiebke (22.8.99) Hauke (191.03) und Amke (13.8.05)