Wohnungskündigung kam zurück, was nun??? Bitte dringend

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von regenbogen83 12.02.06 - 22:24 Uhr

Hallo, ich hoffe hier kann mir jemand helfen!#gruebel

Ich habe vorletzte woche Montag (30.01.) unsere Wohnung gekündigt. Die Kündigung habe ich als Einschreiben mit rückschein abgeschickt. Jetzt habe ich eben mal bei der Post im Internet geschaut, und als ich die Sendungsnummer eingegeben habe, hat der PC mir angezeigt, das das Schreiben, wieder an den Absender zurück geht.:-[#schock
Na toll, und jetzt??? :-%
Das heist doch, das unser Vermieter die Kündigung nicht abgeholt hat, und wenn sie jetzt wieder zurück kommt, dann weiß doch der Vermieter gar nicht, das wir gekündigt haben. Wir haben die Wohnung zum 01.05 gekündigt, also eigentlich Fristgerecht, aber wie ist das jetzt???#gruebel#schmoll

Bitte Bitte ich brauche dringend Hilfe, wir haben den neuen Mietvertrag heute Mittag schon unterschrieben!!!#huepf

LG Janette #danke

Beitrag von charleen820 12.02.06 - 22:48 Uhr

Hallo,

keine Panik.....

Du hast das schon ganz richtig gemacht,nämlich per Einschreiben mit Rückschein..........Du hast eine Quittung mit der zugehörigen Sendungsnr. ect....

Also hast Du einen Beleg darüber, dass Du FRISTGERECHT abgeschickt hast und die Kündigung rechtskräftig ist ,ob Er sie abholt od. nicht , ist sein Problem, sonst könnte es ja jeder so machen, um die Wohnung ja nicht los zu werden.....nee.nee.


Schicke Ihm Diese nocheinmal zu, od. rufe Ihn morgen sofort an und sage Ihm die Kündigung ging raus, und Ihr zieht definitiv zum Tag XXX aus, sie kam aber durch Nichtabholung zurück.Frage Ihn , ob er Sich die nun persönlich abholt od. noch besser nochml rausschicken....


Wenn er einen Aufstand machen sollte, von wegen weiss Ich nichts von, dann ab zum Anwalt mit Quittung, Mietvertrag und der regelt alles weitere........


P.S. Du hast jegl. in der Hand und Er kann Dir nichts, denn es ist sein Problem, wenn Er nicht zur Post geht;-)




Hoffe, konnte Dir helfen und meld Dich mal wieder, was bei rumgekommen ist!



Gruss,



Charleen820#stern#sonne


(Ich weise darauf hin, das dies keine Rechtsberatung darstellt, sondern nur reine Vermutungen, ect...)

Beitrag von regenbogen83 12.02.06 - 22:50 Uhr

Hallo,

Vielen vielen Dank für die schnelle Antwort. Gut, ich werde morgen mal bei ihm anrufen, und nachfragen.

#danke#danke#danke#danke#danke

jetzt kann ich weningstens beruigt ins bett gehen!!!

Schönen abend noch! #liebdrueck

Beitrag von martina129 13.02.06 - 08:22 Uhr

hallo janette,

die kündigung gilt nur dann als zugestellt, wenn sie der empfänger auch abholt.

schick die kündigung als einwurfeinschreiben ab, dann kann der vermieter nix machen um sie nicht zu bekommen.

im streitfall reicht dann die unterschrift des postboten das er das teil in den briefkasten geschmissen hat. hatte einen ähnlichen fall mal als ich die mitgliedschaft meiner kinder im reitverein kündigen wollte.

gruß tina

Beitrag von regenbogen83 13.02.06 - 08:38 Uhr

Danke für deine Antwort, aber was heist das jetzt???

Ist die Kündigung jetzt nicht mehr Fristgerecht, weil mein Vermieter sie nicht abgeholt hat???

Mal schauen, werde ihn mal anrufen, und fragen, was ich jetzt machen soll.

Beitrag von martina129 13.02.06 - 09:51 Uhr

sieht so aus, versuch es doch erstmal dich gütig mit dem Vermieter zu einigen.kann ja sein das er urlaubsbedingt garnicht in der lage war das einschreiben abzuholen. ansonsten bleibt dir echt nur neue kündigung und einen monat länger miete zahlen. vielleicht bist du ja im mieterbund, könntest da vorsichtshalber nochmal fragen.

Beitrag von coppeliaa 13.02.06 - 08:48 Uhr

zumindest in österreich gelten einschreiben die nicht abgeholt wurden grundsätzlich als 'zugestellt'.

ich würde an deiner stelle mal bei der post direkt nachfragen wie bei euch die rechtslage ausschaut, die haben ja schließlich öfter mit solchen fällen zu tun. ich - oder eigentlich mein WGkollege - hatte nämlich mal so ein problem, bei uns wußte die post da recht gut bescheid.

lg co

Beitrag von manavgat 13.02.06 - 10:13 Uhr

Wenn die Adresse korrekt war, dann gilt es als zugestellt.

Also mach Dir keinen Kopf.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mork 13.02.06 - 11:28 Uhr

Hallo,

ganz so einfach ist es leider nicht.

mork

Beitrag von mork 13.02.06 - 11:41 Uhr

Hallo,

eine Kündigung per Rückscheineinschreiben gilt bei Nichtabholung zunächst einmal als nicht zugestellt und entfaltet somit erst einmal keine Wirkung.

Wenn der Empfänger aber mit einer Zustellung rechnen musste und er diese durch Nichtabholung vereitelt muss er sich diese trotzdem zurechnen lassen. Dies ist aber Tatfrage.

Hier stellt sich die Frage, musste der Vermieter mit der Zustellung rechnen? Falls ja, Kündigung wirksam. Falls nein Kündigung unwirksam.

Dies kann ich hier nicht abschließend beantworten.

Du musst auf jeden Fall die Zustellung unverzüglich wiederholen um Rechtsnachteile zu minimieren.

Ich würde diese SOFORT durch Einwurfeinschreiben wiederholen und den Vermieter davon in Kenntnis setzen.

Zustellung durch (möglichst neutralen) Dritten per Bote ist auch möglich.

Eine Kündigung durch Telefax ist nicht möglich.

mork

Beitrag von flocke123 13.02.06 - 13:44 Uhr

Hallo,

das läßt sich so einfach nicht beantworten.

Hat der Empfänger das Schreiben nicht angenommen oder nicht bei der Post abgeholt?

Bei unberechtigter Annahmeverweigerung (dh. keine Unterfrankierung, falsche Adresse o.ä.) gilt die Erklärung als zugegangen.

Hat er die Sendung nicht abgeholt, kommt es darauf an, ob es ihm möglich war oder nicht. War er da und hat sie einfach nicht abgeholt, geht das zu seinen Lasten, dh. der Brief gilt als zugegangen.

War er nicht anwesend und mußte auch nicht mit einer Kündigung rechnen, gilt das Einschreiben als nicht zugegangen.

In jedem Fall mußt Du die Voraussetzungen für den Zugang beweisen, dh. daß eine unberechtigte Annahmeverweigerung vorlag bzw. daß er das Schreiben nicht abgeholt hat, obwohl es ihm möglich war.

Du siehst, es ist nicht so einfach.

In jedem Fall würde ich Dir empfehlen, noch eine Kündigung nachzuschieben. Laß es durch einen Dritten per Boten zustellen (also Schreiben zeigen, eintüten, Einwurfbestätigung vorbereiten und in Anwesenheit des Dritten einwerfen, Einwurfzeitpunkt auf der Bestätigung festhalten). Das ist am sichersten.

VG
Susi