Nach Entbindung fast 2 Jahre krank!!!!!!!!!!!!!!!!

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von fiona2003 12.02.06 - 22:59 Uhr

Endlich bin ich wieder gesund. Viele dachten, dass ich mir alles einbilde aber ich war sicher, dass das nicht sein konnte.

Ich bekam im August 2003 meine erste Tochter und ich obwohl die Schwangerschaft ungeplant war, habe ich mich sehr gefreut als meine Tochter da war. Nun hatte ich die schmerzhafte Geburt endlich hinter mir. 2 Stunden hatte es gedauert. Ich war fix und alle. Die erste Wehe war gleich so stark, dass ich es kaum aushalten konnte. Und nun ein Schreikind. 6 Monate sollte der Kampf dauern.

Aber viel schlimmer war, dass ich nach ca. 3-4 Tagen nach der Entbindung sehr krank wurde. Ich bekam eine Gebärmutterentzündung weil das Blut nicht richtig abgelaufen war. Ich lag mit hohem Fieber im Bett. Ich wollte trotzdem stillen und darum schlauchte mich alles noch mehr. Ich bekam verschiedene Antibiotika. Die halfen auch aber durch Stress, Schlafentzug, Medikamente und Schwangerschaft wurde ich richtig krank.

Mir war immer übel. Ich hatte Verdauungsprobleme. Ich hatte Verstopfung schon seit der Schangerschaft. Nun konnte ich gar nicht mehr auf die Toilette. Mein Darm arbeitete gar nicht mehr. Da irgendwann alles raus musste, bekam ich alle paar Tage starke Übelkeit mit Kreislaufzusammenbrüchen. Fast immer nach dem Essen ging es mir schlecht. Ich war immer müde, hatte Kopfschmerzen und fühlte mich krank. Ständig musste ich mich plötzlich mitten auf der Starße oder unterwegs im Cafe oder beim Einkaufen mitten auf den Boden legen. Es ging mir so schlecht. Und kurz darauf brauchte ich eine Toilette!!! Das war so peinlich. Ich hatte immer Angst, dass ich es mal nicht auf eine Toilette schaffe. Und dann ein Baby dabei.....

Ich hatte dann nach ein paar Wochen starke Magenschmerzen. Eine Magenschleimhautentzündung. Ich musste eine Magenspiegelung über mich ergehen lassen. Mehrmals wurde Blut abgenommen und ich musste wochenlang Tabletten gegen die Entzündung im Magen nehmen. Aber es waren alles nur Symptome und mein Arzt wusste nicht, woher die Probleme wirklich kommen. Vielleicht nur der Schlafentzug!?!?!

Kurz vor Weihnachten bracht ich dann in einem Restaurant zusammen. Unser erster Abend ohne Baby!
Es ging mir so schlecht, dass wir ins Kankenhaus fuhren. Dort bekam ich ein Mittel für den Magen und ich wurde untersucht. EKG und Echo und Blutbild! Ausserdem Ultraschall! Aber es wurde nur eine Unregelmäßigkeit im EKG gefunden. Der Arzt meinte ich habe einen Virus.... vielleicht eine Magen-Darm-Grippe!

Also wieder nach Hause. Nach weiteren Wochen mit Untersuchungen, die nichts ergaben, wechselte ich mehrmals den Arzt. Jeder untersuchte auf Lebensmittelunverträglichkeiten, Schilddrüsenüber- oder unterfunktionen und viele andere Dinge. Aber alles blieb negativ!

Dann endlich Urlaub! Aber den verbrachte ich auch mehr im Bett als irgendwo anders. Mein Mann war sowieso schon genervt und der Rest der Famile und Freunde dachten, dass ich ne Macke haben muss.

Nach dem Urlaub wieder weitere Untersuchungen. Der aktuelle Arzt stellte bei mir eine schwere Depression fest. Ich solle ein halbes Jahr Anti-Depressiva nehmen. Kinderunterbringung wäre erforderlich! Ich würde fast nur schlafen aber dann würde das alles besser werden.

Ich wurde sauer!!!! Ich habe keine Depressionen! Wenn ich Magen-Darm- Beschwerden habe, dann sicher nicht weil ich Depressionen habe. Ich war mir sicher!

Ich hörte etwas von einem Vortrag über Probleme mit dem Darm! Ich wollte mich selbst informieren. Ich glaubte nicht an Reizdarm, Depressionen, psychosomatische Beschwerden usw.! Die Ärzte wussten nicht was ich habe und dann wurde irgendwas vorgeschoben!!!!

Also ging ich zu dem Vortrag und eindeutig: DAS MUSSTE ES SEIN! Ich musste Pilze im Darm haben. Und zwar vermehrt. Ich hatte diesen Heißhunger auf Süßigkeiten. Ich war schwanger, was die Vermehrung der Pilze durch die Hormonveränderung begünstigt hatte. Dann der Ausschlag, den ich auf dem Bauch hatte. Ausserdem die Verdauungsbeschwerden mit Durchfall und Verstopfung. Müdigkeit und Migräne!

Also ging ich zu meinem Arzt aber der BRÜLLTE mich richtig an. Woher ich diesen Mist denn hätte!?!?!

CANDIDA ALBICANS!!!!?????

Schwachsinn! Ich hätte Depressionen und sonst nichts!

Also informierte ich mich noch genauer! Alles passte und ich war mir sicher! Das musste es sein!

Also wechselte ich wieder den Arzt. Bei uns gibt es einen Arzt, der auch alternativ behandelt. Also ging ich zu diesem Arzt. Er war offen für Dinge, die von der Schulmedizin oft verspottet werden. Meine letzte Chance!!!!

Ich war bei diesem Arzt und vorsichtig fragte ich den Arzt was er von dieser Sache halten würde!?!?!

Aber er reagierte anders. Er wollte Blut abnehmen und die Standarduntersuchungen machen und er meinte, dass ich ruhig eine Stuhlprobe abgeben solle, denn es käme schon in Frage, dass es das sein könnte.

Nach zwei Wochen stand fest: Es wurden die Pilze nachgewiesen. Ich nahm ein Medikament für zwei Wochen, welches diese Pilze abtötete! Erst ging es mir 3 Tage sehr schlecht aber dann besserte sich alles schlagartig und seitdem geht es mir wie vor der Schwangerschaft. Ich habe keine Bauchschmerzen mehr. Ich habe keine Verdauungsprobleme und ich bin wieder fit und aktiv. Auch meine schlechte Laune ist weg weil ich endlich wieder am Leben teilhaben kann.

Ich bin so dankbar! Ich bin froh, dass es auch einen Arzt gibt, der mir nach zwei Jahren endlich geholfen hat! Ich habe mich versucht kutz zu halten und darum kommt nicht in vollem Umfang rüber wie schlecht es mir wirklich ging! Aber jeder, der sich vorstellt, dass er sich nicht mehr aus dem Haus trauen kann weil es ihm immer schlecht geht, der wird verstehen, dass ich in den zwei Jahren eigentlich nicht gelebt habe. Ausserdem die Sprüche von anderen Menschen, die glauben man bilde sich die Krankheit ein und dann noch die ignoranten Menschen, die sich Ärzte nennen, die durch ihre festgefahrenen Meinungen ihren Patienten das Leben zur Hälle machen. Ich bin aber dankbar, dass mein Mann als einzige Person wirklich zu mir gehalten hat und mir geglaubt hat! #liebe#danke#liebe

Nun wünschen wir uns ein zweites Baby aber ich habe so große Angst, dass ich wieder Probleme haben werde. Die Erinnerung sitzt zu tief! Ich kann die Tage mit diesem Elend nicht vergessen und ich wünsche mir so sehr ein zweites Kind! Denke schon an eine Adoption oder so! Ich bin erst 24 Jahre alt und traue mich nicht mehr an eine Schwangerschaft zu denken! Danke an meinen Arzt, der einfach ignoriert hat, was viele Naturheilkundler schon lange wissen!

Würde mich freuen, wenn mir jemand schreiben würde, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat mit Ärzten oder der auch mal wegen CANDIDA ALBICANS behandelt wurde!

Ich hoffe, dass vielleicht jemand diesen Bericht liest, der ähnliche Probleme hat, damit ihm damit vielleicht schneller geholfen werden kann! Ich habe im Internet leider lange erfolglos nach einem solchen Bericht gesucht.......................#danke

Beitrag von steffi7j 13.02.06 - 10:54 Uhr

Hallo!

Laß dich mal ganz #liebdrück ! Ich kann sehr gut verstehen, wie du dich gefühlt haben mußt. Und es ist immer wieder ärgerlich, daß manche Ärzte immer an andere Sachen denken und die "einfachsten" übersehen. Meine Mam sagte gestern auch, daß ein Zuviel an Darmpilzen wirklich krank machen kann. Ich hatte auch zu viel, ich hatte Durchfall, Krämpfe und Übelkeit. Gleichzeitig stellte man eine Lactoseintoleranz fest.

Du brauchst keine Angst vor dem nächsten Mal zu haben. "bigfish", auch eine urbianerin hatte auch jahrelang Probleme, bis man es feststellte. Sie kannst du auch fragen. Es gibt eine Seite, wie du dich ernähren kannst, sobald du feststellst, daß du zu viel Pilze hast. Mykundex und Hylak kannst du dann zusätzlich kaufen. Bei Antibiotikaeinnahme können sie erneut vermehrt auftreten. Glaub mir, sobald du dann was merkst, wirst du wissen, was zu tun ist.

Übrigens in der Praxis, wo meine Mam arbeitet, sie ist Krankenschwester, hat man bei mir erst auf Bakterien und Keime getestet, dann alle Blutwerte für Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Leber und Niere überprüft, danach auf Pilze und Elasthan untersucht sowie einen Lactoseintoleranztest gemacht.
Hier noch ein Link für dich: http://www.candida.de

LG Steffi

Beitrag von itten 13.02.06 - 12:26 Uhr

Hallo
es ist immer wieder erschreckend,das ärzte so wenig auf die pazienten hören.Mein papa hatte auch große probleme mit der verdauung und immer einen wunden juckenden after. es hat auch 5 ärzte gebraucht bis er den richtigen fand. der schaute nur mal kurz und fragte, ob er in letzter zeit antibiotika bekommen hätte. die antibiotika zerstört die darmflora und pilze können sich vermehren. er wurde auf pilze im darm untersucht und es wurden welche gefunden .

Beitrag von icepick 13.02.06 - 13:08 Uhr

"Also ging ich zu meinem Arzt aber der BRÜLLTE mich richtig an. Woher ich diesen Mist denn hätte!?!?!

CANDIDA ALBICANS!!!!?????

Schwachsinn! Ich hätte Depressionen und sonst nichts!"


Hallo, hast du dir schon einmal überlegt, den Arzt wegen unterlassener Hilfeleistung dran zu kriegen? Erstens hätte die Diagnose von ihm sein müssen, also klarer fachlicher Mangel. Zweitens hätte er deine Vermutung nicht einfach in den Wind schießen dürfen, sondern er hätte die Pilze als Ursache ausschließen müssen, statt es einfach in den Wind zu schlagen.
Mit seiner Inkompetenz hat er dir jahrelanges Leiden zugefügt, das nicht sein brauchte.
Ich habe echt die Nase voll von inkompetenten Ärzten, meine Kleine wäre beinahe an einer verkapselten TBC-Beule gestorben. Nur eine Notoperation hat sie gerettet. Es war mir eine grimmige Genugtuung, wie der Arzt im KH einen Wutanfall bekam meinen damaligen Kinderarzt am Telefon nach Strich und Faden zusammengefaltet hat. Wir waren fast jede Woche da gewesen und er hat uns ohne was zu unternehmen immer nur genervt mit der Diagnose "Lymphknotenschwellung" nach Hause geschickt. Sogar ein Ultraschall hat er kategorisch abgelehnt. Ich glaube ich hätte ihn umgebracht, wenn meine Kleine gestorben wäre.:-[

Beitrag von bigfish 13.02.06 - 20:06 Uhr

Hallo fiona,

ich habe das selbe auch hinter mir: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=10&id=158884&pid=1062044

Auch ich habe nicht alles aufgezählt, weil es den Rahmen gesprengt hätte.

Ich muss auch nichts weiter sagen. Ich WEISS was Du durchgemacht hast#liebdrueck

LG,

Angela

Beitrag von fiona2003 13.02.06 - 21:28 Uhr

Hallo,

es ist unglaublich, dass ich hier auf viele Menschen treffe, denen es ähnlich ging oder ergangen ist.
Genau wie Du es beschreibst, war es bei mir auch:

Freude über eine Diagnose, Unverständnis auch in der Familie, und die psychischen Probleme...

Ich bin wirklich froh, dass ich es hinter mir habe. Oft denke ich an die Zeit und ich habe noch immer Angst wieder krank zu werden.... Ich hoffe sehr, dass ich soetwas nie wieder durchmachen muss.

Ich bin auch auf die Idee gekommen hier meinen Bericht zu verfassen, damit ich nicht nur für mich mal Kontakt zu Menschen finde, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, sondern auch, damit ich damit vielleicht jemandem helfen kann....

Danke für Deine Nachricht und ich wünsche Dir alles Gute!

Man darf den Kopf eben niemals hängen lassen. Nur gut, dass es auch Menschen gibt, die einem die Kraft geben nicht aufzugeben....


Liebe Grüße
Tina

Beitrag von bigfish 13.02.06 - 21:37 Uhr

Schön, dass Du noch geantwortet hast.

Ja, mir läuft auch eine Gänsehaut über den Rücken, wenn ich an diese schlimme Zeit denke.

Ich vermeide seitdem viel Zuckerhaltige Dinge und habe nun eine Darmsanierung hinter mir. Danach Darmschleimhaut aufgebaut mit Symbioflor.

Alleine mit den Nystatin- Medikamenten hat es nichts gebracht.

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute. Solltest Du nochmal Probleme haben in dieser Hinsicht, weisst Du nun direkt woher es kommen kann und kannst reagieren.
Und dann solltest Du vielleicht auch einmal eine Darmsanierung in Betracht ziehen.

Wenn Du irgendwelche Informationen in Zukunft benötigst *3malaufholzklopf* dann kannst Du Dich gerne, immer jederzeit an mich wenden.

Liebe Grüße,

Angela