Manjas Sohn: Soll ich Schmerzensgeld fordern? Brauche Eure Meinung

Archiv des urbia-Forums Baby.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby

Erhaltet hier Tipps für das süßeste Baby der Welt und diskutiert mit anderen jungen Eltern über euer neues Leben. Informationen zu allen Themen rund um euer Baby erhaltet ihr im Magazin. Alles zur Entwicklung Ihres Babys findet ihr in unserem Babynewsletter

Beitrag von manja. 12.02.06 - 23:04 Uhr

Hallo,
ich brauche mal Euren Rat!
Einige erinnern sich vielleicht noch an den Arztbesuch meines Kleinen Sohnes. Er war villeicht 9 Monate und wir sollte beim Kinderurologen klären lassen, ob seine ja völlig normale Phimose daran schuld ist, dass er einige Bakterien im Urin hatte. Meine KiÄ wollte keine Entzündung übersehen.
Der Arzt hatte zu der Frage nichts gesagt, hat einfach bei der Untersuchung die Vorhaut zurückgezogen. Als mein Kleiner brüllte und schrie, beruhigte ich ihn und der Arzt hat einfach weitergezogen. Danach hing die Vorhaut total weit und locker herum und blutete scheußlich. Er hatte 5 wunden ca. 5 mm Durchmesser und inzwischen Narben.
Es ging uns furchtbar. Ich hatte einen Nervenzusammenbruch wegen der Sache und machte mir Vorwürfe, nicht dazwischengegangen zu sein. Dann blieb sofort die Milch weg .
Der Kleine nahm keine Beikost mehr, stillte voll! Und das bei meinem Milchschock. Er schlief nicht mehr durch, wachte jede STunde auf. Baden und Wickeln ein Horror! Und das über 2-3 Monate.
Der Arzt war ziemlich frech, er hätte nicht gedacht, dass die Haut reißen würde und nun würde er wohl die OP brauchen, aber es war keine Schuld von ihm. Er musste das machen, um die Diagnose Phimose zu stellen. HÄ?? Das war doch für jeden auf 10 Meter Entfernung zu sehen und ganz normal?! Um die weitere Versorgung hat er sich nicht gekümmert.
Die Ärzte in der Kinderchirurgie, die die Verletzungen versorgten, waren total entsetzt, weil das ohne Betäubung gemacht wurde und weil sich ein Arzt wider alle Regeln daran vergriffen hatte. Steht so ähnlich im Erste Hilfe-Protokoll.
Nun überlege ich seit langem, ob ich ein Schmerzensgeld einfordern soll. Der dreiseitige Brief liegt fertig da. Ich hadere mit mir. Ich finde es total schlimm, wie schlecht es uns beiden ging. Ich kann auch nicht akzeptieren, dass ein Kinderurologe so etwas tut. Jede Mutter weiß, dass man nicht an die Vorhaut rangeht und wegen ihm muß mein Sohn jetzt vorr. operiert werden.
Aber andererseits verbocken die Ärzte viel Schlimmeres. Deswegen sterben Patienten oder sind behindert. Im Vergleich ist es eine Kleinigkeit, auch wenn wir es ganz schlimm fanden und es so sinnlos und dumm war.
Was meint ihr, soll ich den Brief abschicken oder nicht?
Was würdet ihr tun?
Viele Grüße
Manja



Beitrag von willow19 12.02.06 - 23:08 Uhr

Ich würde ihn wirklich anzeigen. Aber das bringt natürlich auch wieder Stress mit sich. Denk mir dann aber, wer weiß was er mit anderen Kindern noch macht. So einer gehört sich doch wirklich aus dem Verkehr gezogen. Würde das eine Mutter machen, die vielleicht keine Ahnung davon hat, dass man an der Vorhaut nichts macht, würde man ihr vielleicht sogar das Kind weg nehem, mal übertrieben ausgedrückt und so einer kommt dann ungestraft davon.

Liebe Grüße

Beitrag von hermiene 12.02.06 - 23:13 Uhr

Hi!
Wenn DU DIr sicher bist das der Arzt scheiße gebaut hat (so hört es sich ja so an) dann geh zum Anwalt (einer der sich auskennt). Natürlich gibt es viel schlimmere Fälle, aber das sollte Dich nicht hindern.
Auch wenn es sich heftig anhört, wenn ein Kind stirbt weil in der Eile was vertauscht wurde ist der Arztfehler schrecklich aber er lernt drauß und es wird ihm niewieder passieren weil es ihm in Ruhe sowieso nicht passiert wäre. Dein Arzt scheint sowas ja immer zumachen und hat entweder grundsätzlich keinen Plan oder handelt bewußt fahrlässig auch wenn es "nur" die Vorhaut Deines Sohnes war!!!
Drück Dir fest die Daumen und berichte mal wies weiter geht.
W
Hat Dein SOhn sich von dem Schreck wieder erholt?????
LG,
Hermiene

Beitrag von gigglepea 12.02.06 - 23:14 Uhr

Hallo,
also, wenn es wirklich so ist, wie du das hier schilderst würde ich auf alle Fälle dafür sorgen, dass der Arzt dafür "bestraft" wird ! Wer weiß, wieviele Kinder der sonst schon gequält hat oder noch quälen wird.
Hoffe deinem Kleinen gehts wieder besser.

LG gigglepea

Beitrag von marmo 12.02.06 - 23:23 Uhr

Hallo,

ich würde ihn anzeigen bzw. mich an die Ärztkammer wenden. Es bringt doch nichts Vergleiche zu ziehen, ob Ärzte schlimmere Fehler machen oder nicht. Du schreibst selber, dass andere entsetzt waren und er als Arzt sollte normalerweise wissen, was er tut.

"Der Arzt war ziemlich frech, er hätte nicht gedacht, dass die Haut reißen würde und nun würde er wohl die OP brauchen, aber es war keine Schuld von ihm."
Also entschuldige bitte, aber da wäre ich persönlich ausgerastet. Dein Sohn ist doch für ihn kein Versuchkanninchen, wo er mal eben schaut,ob die Vorhaut reissen könnte!!! Sorry, wenn ich das jetzt so hart ausdrücke.
Tatsache ist die; er hat eine groben Fehler begangen, der nie hätte passieren dürfen, da er hätte wissen müssen, was die Folge sein kann.
Ne, für mich gebe es da keine Diskussion. Ärztkammer melden, wer weiß, ob nicht noch andere verletzt werden.

Liebe Grüße und alles gute für dein Baby#liebdrueck

Monika

Beitrag von rins 12.02.06 - 23:21 Uhr

hallo :-)

also wenn dein kind so gelitten hat und traumatiesiert dann ist das doch keine kleinigkeit! ihr hattet doch eine schlimme zeit! #schock

mach auf jeden fall eine anzeige! auch anderen kindern zu liebe, die bisher noch verschont blieben.

ich versichere dir, du wirst du dein leben lang ärgern, wenn du es nicht machst!

das hört sich so schrecklich an und der arzt kann froh sein, wenn da keine psychischen schäden bleiben.
außerdem hat er den kleinen ja ERNSTLICH verletzt! ich meine er muß OPERIERT werden...

ich finde diese sache ganz ganz schrecklich!

mach auf jeden fall eine anzeige!

hier stehen sicher ALLE hinter dir! #prp

ich kann verstehen, dass du da haderst, man hat da einfach berührungsängste wenn es ums gesetz geht. aber es geht ja noch um viel mehr.

ich wünsch auch alles gute und ganz viel kraft! #liebdrueck

#blume rins

Beitrag von samiron 12.02.06 - 23:33 Uhr

Liebe Manja,melde ihn auf JEDEN Fall bei der Ärztekammer!!!Du hast es schwarz auf weiss auf dem Erste-Hilfe-Protokoll!
Natürlich gibt es schlimmeres,aber überleg mal wie weh er Deinem Kleinem getan hat.Das darf auf keinen fall wieder passieren!
Ich wünsche Dir viel Glück dabei und alles Liebe für Deinen Süssen!!!
LG Sabine

Beitrag von channtale2000 12.02.06 - 23:34 Uhr

Hallo Manja,

auf alle Fälle bei der Ärztekammer anzeigen und zum Anwalt gehen. Vieleicht auch an einen Psychologen denken für Dich und den Kleinen.
Mein Bruder (heute 29 Jahre alt) hat das durch. Da der Arzt damals das auch tat. Und dann die OP, da mußte sehr viel geschnitten werden, das vernarbte sehr schlecht. Mein Bruder schämt sich heute noch und hatte oft Probleme mit Mädchen.
Sorry ist hoffentlich bei Euch nicht so. Aber an Vorsoge denken. Und auch andich.#liebdrueck
LG Jana & Co.

Beitrag von elin666 12.02.06 - 23:46 Uhr

hallo!

ich an deiner stelle würde mir erstmal einen anwalt, welcher auf gesundheits-/ medizinische sachen spezialisiert ist, suchen und dem den ganzen fall schildern. der kann dir dann am besten sagen, wie weiter zu verfahren ist, bzw. ob eine anzeige ratsam ist.

lg und alles gute für dich und deinen sohn

Elin

Beitrag von rosaboz 13.02.06 - 01:48 Uhr

Das ist ja allerhand was Deinem Kleinen da passiert ist! Und das von einem Arzt?! Ich habe auch einen Sohn, mittlerweile 3, und zu mir haben die Aerzte damals gesagt, dass man in den meisten Faellen die Vorhaut er mit 2 Jahren zurueckschieben kann. Deiner war gerade ein paar Monate alt! Ich wuerde den "Pfuscher" verklagen, dass ihm hoeren und sehen vergeht!

Beitrag von buffy1907 13.02.06 - 08:31 Uhr

Mensch Du Arme,

das ist ja wirklich schlimm, was Euch passiert ist. Ich wünsche Euch, dass Ihr dies alles verarbeiten könnt und bald wieder so richtig die schönen Seiten des Famileienlebens genießen könnt#liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck

Ich schließe mich den Vorrednerinnen an: Ich würde gegen den arzt vorgehen. Aber Ihr sollte Euch tatsächlich vorher gut informieren, wie so etwas anzufangen ist. Nicht dass ihr nachher auch noch die Kosten und den Ärger ohne Ergebnis habt!

Jedoch müßt Ihr Euch auch im Klaren sein, dass die Sache dadruch sicher wieder aufgewirbelt wird und ihr dann auch damit umgehen müßt!

Alles gute für Euch#liebe

Sndra

Beitrag von cathie_g 13.02.06 - 08:49 Uhr

Hi Manja,

ja! Der Mann braucht einen dicken Denkzettel. Und da Du das Protokoll der Chirurgen hast, bekommt er sicher etwas auf den Deckel. Denk einfach daran was Du anderen kleinen Jungs und ihren Müttern ersparen kannst, wenn er das nächste Mal einen Moment näher nachdenkt.

Viel Erfolg - stärkstärkstärk

Catherina

Beitrag von jandor 13.02.06 - 09:17 Uhr

Hallo Manja,
Du solltest in jedem Falle irgendetwas machen. Ärztekammer denke ich und beim Anwalt erkundigen würde ich mich auch. Ohne Anwalt solltest Du aber keine Briefe abschicken. Ärzte sind x-fach abgesichert. Wenn ein Arzt z. B. sagt: "könnte", oder "ich vermute" dann sind das schonmal keine klaren Aussagen auf die man sich nicht berufen kann. "Vorläufig" ist auch so ein schönes Wort. Allerdings sollte man sich von den Ärzten NICHTS gefallen lassen. Hätte ich damals auf einen PROFESSOR von der Kinderstation eines Krankenhauses gehört, könnte mein Sohn jetzt behindert oder sogar.....Ich will den Gedanken nicht zu Ende denken.
ABER MACH WAS!!!! SEI MUTIG UND STARK!!!
Viel Glück und berichte mal wieder.
LG Jana

Beitrag von anita24883 13.02.06 - 10:50 Uhr

Hallo Manja

Also ich würde ihn auf jeden Fall zur Rechenschaft ziehen. Soll ich dir was sagen, bis die kleinen Jungs ca 7 Jahre alt sind haben sie ALLE eine Phimose. Das ist ganz normal und angebohren. Da braucht er nicht vorher noch ne Untersuchung zu machen. Außerdem sollte er doch nen Keimnachweis machen und keine Phimose Diagnose stellen.

Bin total geschockt dass jemand so unsachgemäß sein kann. Du selber brauchst dir gar keine Vorwürfe zu machen, wir sind doch auf die Ärzte angewiesen und sind gezwungen ihnen zu vertrauen. Es bleibt uns doch gar nichts anderes übrig. :-[:-[:-[

Aber wie gesagt, leite alles in die Wege, dass er sein Fett abbekommt. Das kanns ja wohl echt nicht sein. Dem gehört seine Aprobation als Arzt entzogen, denn sowas weiß man als Kinderurologe. Bin echt total geschockt.

Aber wegen dem "Vorhautklau" brauchst du dir keine Sorgen zu machen, meinem Partner haben sie die gestohlen, da war er glaub ich 8 Jahre oder so. Aber so schlecht find ich das gar nicht ;-)#hicks;-)

Ganz liebe Grüße Anita + Elias *1.10.05