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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von anastacia2004 13.02.06 - 08:24 Uhr

Guten Morgen,

ich hoffe, dass ich nicht die einzige Mutter auf der Welt bin, die

a) ihren Zwerg per geplanten Kaiserschnitt zur Welt bringt (verschiedene private Gründe)

b) nicht stillt

und

c) nach 3 Monaten wieder arbeiten geht.

Ist das heutzutage alles so unnormal?!

Ich finde, dass jede Frau selbst entscheiden kann, wie sie entbinden möchte; wir leben im Jahr 2006!!!! Ich verurteile ja auch niemanden.

Ob stillen oder nicht, sollte auch jeder Mutter selbst überlassen bleiben. Ich finde es nunmal nicht prickelnd, wenn man stillt und da von man gerade steht und geht seine Tüten rausholt (aber ich akzeptiere es!).

Nach drei Monaten werde ich wieder Vollzeit arbeiten gehen, da ich mehr verdiene als mein Mann. Dafür bleibt mein Mann dann zwei Jahre zu Hause! Auch das scheint für die Außenwelt ein riiieeessssen Problem zu sein, schließlich gehört die Mutter zum Kind.

Ich bin es so leid, mich andauernd rechtfertigen zu müssen! #heul

Sorry, aber ich musste mich jetzt einfach mal ausheulen und vielleicht gibt es ja noch Mütter, die auch nicht sooo "perfekt" sind.

LG
anastacia + Ben (29+6)

Beitrag von i.s.82 13.02.06 - 08:27 Uhr

morgen erst mal!!#huepf

was hat das mit rabenmutter zu tun?

also ich habe nicht gestillt und wollte es auch nicht!

und hatte ne normale geburt 23 std ohne schmerzmittel und der kleine war so gestresst als er rauskahm das sie ihn mir sofort weggenommen haben und ich ihn 10 tage auf der intensivstation besuchen musste!-deshalb kommt das nächste kind per kaiserschnitt!-also mach dir da mal keine gedanken es wird immer diese mütter geben die alles verurteilen nur nicht das was sie selber machen!

habe damit auch erfahrung auch wegen der erziehung! und wessen kind schläft die nacht durch von 19-9.30 ohne einen mucks-MEINS!!!!!!!

also lass se labern!!

#kussines

Beitrag von claudia_71 13.02.06 - 08:32 Uhr

Hallo anastacia!

Du musst dich nicht rechtfertigen! Ich habe bei meinen beiden Großen auch nicht gestillt (beim ersten aus medizinischen Gründen, beim zweiten ganz bewusst), jetzt beim dritten bin ich noch am überlegen, weil's praktischer ist, wenn wir Ausflüge machen.

Zum Kaiserschnitt: Ich hatte beim ersten einen Notkaiserschnitt, und würde mich nie freiwillig einem KS unterziehen, weil die Schmerzen danach einfach da sind und die kann dir keiner nehmen. Aber ich bin auch der Meinung, das muss jede Mama für sich selbst entscheiden, und ich gehe davon aus, dass sich keine Frau diese Entscheidung leicht macht!

Zur Elternzeit: Ich finde es echt SUPER, dass dein Mann daheim bleibt!! Das ist ja leider die Ausnahme! Bei uns wäre das nicht gegangen, weil ich ca. die Hälfte verdient habe als mein Mann. Aber wenn (wie bei euch) die Frau mehr verdient, dann finde ich das wirklich toll!!

Ich kann gut verstehen, dass dich das ärgert. Aber das ist euer Weg, und ihr geht ihn ja gemeinsam und habt euch zusammen dafür entschieden! Lass die anderen reden (leicht gesagt, ich weiß) und sie euch den Buckel runterrutschen!!

Ich wünsch euch alles Liebe!

Claudia + 2 Große Jungs + #baby (25+1)

Beitrag von pauli72 13.02.06 - 08:33 Uhr

Hallo Rabenmutter ;-),

obwohl ich keinen Wunsch-Kaiserschnitt bekommen werden, ich stille (wenns klappt) und ich erst nach einem Jahr wieder arbeiten gehe (obwohl ich doppelt so viel Geld verdiene wie mein Mann), finde ich NICHT, dass Du eine Rabenmutter bist.

Jede(r) sollte das tun, was für sie/ihn richtig erscheint. Hauptsache, Dein Mann und Du findet Eure Entscheidung richtig - alles andere ist egal.

Laß Dich nicht verunsichern, zieh 'Dein' Ding durch, denn nur Du mußt damit leben, niemand anderer.

Nebenbei - ich finde es auch überhaupt nicht schlimm, einen Wunschkaiserschnitt zu bekommen (ich habe nur nicht den Mut dazu), und das Stillen ist bestimmt auch bestimmt nicht für jede Frau etwas, zumal Du ja dann auch rasch wieder arbeiten gehst.
Und in unserer heutigen Zeit finde ich es überhaupt total unangebracht, dass eine Frau sich rechtfertigen muss, wenn sie schnell wieder arbeiten geht, zumal, wenn sie mehr verdient als der Mann.
Mein Mann arbeitet in einer kleinen Firma und dort kann sein Arbeitsplatz einfach nicht freigehalten werden. Außerdem hat er einen Beruf (Bauingenieur), der eine längere Berufspause aufgrund der schlechten Arbeitsmarktlage etc. nicht zuläßt. Ansonsten würden wir das Thema auch nochmal überdenken.

Also - laß Dich nicht ärgern - es ist Dein Leben.

LG
Pauli

Beitrag von klara71 13.02.06 - 08:29 Uhr

Hallo du,

kann dich gut verstehen. Hatte gerade gestern ein Telefonat mit meinem Bruder, wonach ich echt fertig war, weil er mir so moralisch kam.

Wir gehen kurz nach der Geburt unseres Kindes ins Ausland (Langstreckenflug) und ich möchte dort auch baldmöglichst arbeiten. Mein Mann hat auch ne Stelle und so bleibt uns nichts übrig als unser Kind in eine Krippe zu gebe. Das ist für Außenstehende alles nicht verständlich. Dabei möchte ich nur selbstständig sein und trotz Mutterdasein meine Ziele weiter verfolgen.

Lass dich nicht verrückt machen, eure Regelung klingt doch eigentlich sehr gut .

LG!

Beitrag von tekelek 13.02.06 - 08:35 Uhr

Hallo Anastacia !
Ich kann zwar nicht verstehen, daß man so etwas machen möchte, aber ich akzeptiere es ...
Die Frage, die ich mir dann immer stelle ist "Warum bekommen diese Frauen überhaupt Kinder ??" - vielleicht kannst Du mir sie beantworten ?
Wäre es dann nicht besser, Du würdest kinderlos bleiben, wenn Du ohnehin kaum etwas von Deinem Kind hast, und das Kind auch nicht von Dir (ist nicht böse gemeint) ?
Ist das Kind dann nur Statussymbol, oder eben da, weil man Kinder hat ?
Ich selber habe mein Kind zu Hause bekommen, habe es 11 Monate gestillt und bin nun mit dem zweiten Kind schwanger - obwohl ich Ärztin bin und auch nicht so wenig Geld verdienen würde, daß es sich nicht lohnen würde zu arbeiten.
Meine Lebensphilosophie ist aber eben eine andere.
Ich liebe Kinder über alles und sie sind mir wichtiger als mein Beruf - glücklicherweise reicht das Einkommen meines Mannes alleine aus, ist ja nicht bei jedem so ...
Ich würde nicht auf sie verzichten wollen, selbst wenn mein Mann zu Hause bleiben würde.
Es ist so schön, ein Kind zu Stillen, es aufwachsen zu sehen, zu beobachten, wie es die Welt entdeckt, ihm die Welt zu erklären, das möchte ich nicht missen.
Vielleicht ist es für Dich richtig so, wie Du es machst, man sollte immer das tun, was einen im Leben wirklich glücklich macht. In dem Fall würde ich es eventuell auch so machen, aber ich glaube, ich würde dann gar nicht erst Kinder bekommen.
Mach, was Dich befriedigt und glücklich macht, dann mußt Du Dich doch auch nicht rechtfertigen #kratz, denn Du weißt doch selbst am besten, was Du willst, oder ?
Liebe Grüße und alles Gute mit Deiner Entscheidung,

"Familienglucke" ;-) Katrin mit Emilia-Sofie (*05.01.05) und #ei (ET 02.09.06)

Beitrag von schokikeks 13.02.06 - 08:43 Uhr

Hi Katrin,

da bin ich vollkommen Deiner Meinung! Obwohl ich keine Ärztin bin und nie soviel Geld nachhause gebracht habe, aber das ist auch nicht das allerwichtigste!

Ich hoffe, dass ich stillen kann und dass ich in einigen Jahren noch ein 2. Kind bekommen kann. (habe eine "unnormale" Gebärmutter und ein erhöhtes FG-Risiko, die erste SS war schon risikoreich) Für mich bedeuten Kiddie`s alles.

LG Sarah (ET+3) aber erstmal muss David ausgebrütet werden, der hat`s ja überhaupt nicht eilig! #liebe

Beitrag von tekelek 14.02.06 - 09:26 Uhr

Hallo Sarah !
Danke für Deine Antwort.
Ich wollte ja niemanden angreifen, berufstätige Mütter, die vollkommen glücklich sind und meinen, daß sie wirklich allen Teilen gerecht werden, sollen das auch so machen.
Nur leider kenne ich eben viele, die das durchziehen, weil sie meinen, sonst nichts wert zu sein oder weil es die Gesellschaft erwartet (habe ich am eigenen Leib erfahren ...).
Stillen wirst Du bestimmt können, es gibt nur einen verschwindend kleinen Teil, die wirklich nicht Stillen können.
Anfangs gibt es immer ein paar Probleme, die aber mit einer guten Hebamme meist zu lösen sind.
Alles Gute für die Geburt (vielleicht ist er ja jetzt schon da ?),

Katrin

Beitrag von suesse_deern 13.02.06 - 09:06 Uhr

Geht dein Mann arbeiten? Kann der stillen? Nein? Wieso hat der dann ein Kind bekommen? Als Statussymbol?

Tut mir leid, eigentlich mag ich deine Ansichten recht gerne, aber gleich den Sinn der Mutterschaft in Frage zu stellen, nur weil man nicht so lebt wie du, da helfen auch Herzen und Zwinkersmileys nicht mehr.

Gruß
Claudia
Angestellte, Studentin, Nichtstillende, KS-Mama, die von ihrem Kind trotzdem sehr viel hat und die sich beide wahnsinnig lieben

Beitrag von tekelek 14.02.06 - 08:02 Uhr

Hallo Claudia !
Ich habe das, was ich geschrieben habe, nicht als Angriff gemeint, es war auch keinerlei Sarkasmus oder Zynismus dahinter, ich wollte nur meine Meinung sagen - ich sage ja nicht, alle Mütter sind schlecht, die arbeiten gehen, ich verurteile niemanden der das macht, für mich wäre es nur enormer Stress und völlig undenkbar, da ich nie beidem 100 % gerecht werden könnte.
Wenn ich Karriere hätte machen wollen oder zumindest meinen Facharzt schnell beenden hätte wollen, hätte ich jetzt keine Kinder bekommen.
Ich liebe meinen Beruf, aber ich brauche meine gesamte Energie, um ihn gut auszuüben - ich weiß genau, daß dann sehr wenig für meine Tochter übrigbleiben würde und das wollte/will ich nicht.
Wenn ich etwas mache, dann mit ganzem Herzen und zu 100 %, keine berufstätige Mutter kann mir wirklich ehrlich sagen, daß sie sowohl als Mutter als auch im Beruf volle Leistung geben kann, das funktioniert nicht.
Ein Kind hat den ganzen Tag Fragen, möchte ein Feedback auf sein Verhalten haben - wenn ich es nur 1-2 Stunden am Tag sehe (so wäre es in meinem Beruf), kann ich ihm vielleicht zeigen, daß ich es liebe, aber die tägliche Erziehung und Prägung übernimmt ein anderer Mensch, und das würde ich nicht wollen, so wichtig mir mein Beruf auch sein mag.
Wie gesagt, es ist nicht böse gemeint, ich verstehe eben nicht, warum sich viele freiwillig dieser Doppelbelastung aussetzen, ich geniesse die Zeit jetzt mit Kindern in vollen Zügen, in ein paar Jahren werde ich noch mein Berufsleben in vollen Zügen geniessen ...
Liebe Grüße und nichts für ungut,

Katrin

P.s.: Mein Mann kann nicht stillen und geht arbeiten - mir tut er leid deswegen. Er ist immer richtig traurig, daß er so wenig von seiner Tochter mitbekommt, manchmal ist er sogar ein klein wenig eifersüchtig auf mich, weil ich momentan das Privileg habe, hier zu Hause zu sein mit Emilia und jede Minute mitzuerleben.
Er hätte Erziehungszeit genommen, aber er hatte gerade einen neuen Job angetreten und bei mir war gerade mein Arbeitsvertrag ausgelaufen - da war erstmal klar, wie wir das machen ...

Beitrag von suesse_deern 14.02.06 - 08:55 Uhr

Hallo, Katrin,

das klingt ja schon ganz anders - aber bei der Posterin ist es ja so, dass sie arbeiten geht, weil ihr Mann deutlich weniger verdient als er. Insofern sind da ja nur die Rollen getauscht - genauso wie bei euch, nur mit dem Unterschied, dass der Mann zu Hause bleibt. Auch wenn Materielles nicht alles ist, aber du wirst mir sicherlich zustimmen, wenn ich sage, dass man das auch nicht ausser acht lassen darf.

Siehst du, deine Entscheidung ist deine und die ist für euch richtig. Für andere Familien ist eine andere Entscheidung die richtige. Mit dem Satz "Warum bekommst du überhaupt Kinder?" wertet man aber diese andere Entscheidung ab - für mich (und an den Reaktionen, die du hier ja jetzt auch bekommen hast) klingt es eben so, als sollte man keine Kinder bekommen, wenn man sich als Mutter nicht 24/7 mit ihnen beschäftigen kann oder will.

Ich schilder dir noch einmal kurz meine Situation: ich bin direkt nach dem Mutterschutz wieder in meinem Nebenjob arbeiten gegangen. Das sind 3 Abende die Woche jeweils vier Stunden - in der Zeit kümmert sich mein Mann um den Kleinen und ich glaube, dass diese Zeit geholfen hat, 1. viel Verständnis für die Bedürfnisse des Kindes zu wecken 2. unabhängig von einer mit Argusaugen wachenden Mutter (konnte ich mich nämlich auch nicht von frei sprechen) mit seinem Sohn eine eigene und enge Bindung aufzubauen.

Ich bin ins Studium auch langsam wieder eingestiegen: erst 1 Tag, im nächsten Semester 2 Tage und habe mir erst mit einem Jahr eine Fremdbetreuung gesucht, weil ich mir für mich (und das ist die Einschränkung - das gilt eben nicht für andere) nicht vorstellen konnte, ihn vorher an Fremde zu geben (er war vorher bei den Grosseltern, die zähle ich nicht als Fremde).

Verstehst du, dass dieser Satz einfach einen anderen Lebensentwurf wie deinen einfach völlig diskreditiert? Hättest du gesagt, dass du dir das für dich nicht vorstellen kannst, einfach weil DU damit nicht glücklich wärst, hätte das ganz anders geklungen.

Viele Grüße
Claudia

Beitrag von tekelek 14.02.06 - 09:21 Uhr

Hallo Claudia !
Das ist das Problem in einem Forum, manchmal meint man etwas anderes und formuliert es einfach falsch - passiert mir öfters, auch in Diskussionen mit meinem Mann :-p
So etwas wie bei Dir hätte ich mir auch vorstellen können - nur hatten mein Mann und ich eine Wochenende, die gesamte Schwangerschaft und die ersten 10 Monate unserer Tochter (berufsbedingt) und sie war das totale Schreibaby, was es mir nicht gerade leicht gemacht hat, sie alleine zu lassen.
Was ich meinte, ist etwas anderes, wie eine Freundin von mir. Sie wird im März Mutter, geht nach 8 Wochen wieder voll arbeiten als Ärztin und überlässt ihr Kind einer Krankenschwester aus dem Krankenhaus in dem sie arbeitet (die wird ab März Kindermädchen bei ihr), die noch nie Kinder betreut hat und selber keine hat.
Sie wird ihr Kind vielleicht 1 Stunde am Tag sehen, und jedes zweite Wochenende.
Sie ist das so gewohnt, sie war selber ab dem 3.Monat in einer Krippe, ist ein sehr bindungsscheuer und zurückgezogener Mensch - das finde ich aber sehr traurig.
Sie hat niemandem mitgeteilt daß sie schwanger ist, stand im 7.Monat noch im OP (obwohl die Narkosegase Schädigungen beim Embryo auslösen können) und meinte auch, es sei Quatsch, schon eine Beziehung zum Kind aufzubauen, wenn es noch im Bauch ist.
Solche Mütter kenne ich mehrere und die kann ich einfach nicht verstehen, das meinte ich.
Du hast ja noch genug Zeit mit Deinem Sohn und ein Studium sollte man auch nicht allzulange unterbrechen, ich hätte es wirklich genauso wie Du gemacht.
Ich habe aber keine Bedenken, daß ich irgendwann wieder Arbeit finde, wenn ich arbeiten möchte - wo ein Wille ist, ist auch ein Weg :-)
Liebe Grüße,

Katrin

Beitrag von suesse_deern 14.02.06 - 09:38 Uhr

Du hast ja irgendwo auch gesagt, dass du anders gar nicht glücklich wärst. Mir ist schon im Mutterschutz schon die Decke auf den Kopf gefallen, zur "Glucke" (nicht abwertend gemeint, du hast dich ja selber so genannt ;-)) war ich einfach nicht gemacht - der 1 Tag und die 12h Arbeit haben mir daher sehr gut getan. Ich hatte aber auch ein seeeeeeehr pflegeleichtes Kind #hicks.

Na ja, deine Kollegin ist da schon ein Extrem. Aber bei vielen ergibt sich auch einfach die Notwendigkeit. Meine Cousine beispielsweise ist ungeplant schwanger geworden, der Mann hat sie dann deswegen verlassen und sie hat zwar ihr Lehramtsstudium abgeschlossen, aber ihr hat das Referendariat noch gefehlt. Ihre Kleine ist jetzt fünf Monate und bei einer Tagesmutter (bis 14:00), damit sie ihr Referendariat machen kann. Schliesslich ist das ja auch wichtig, damit sie als Alleinerziehende ihr Kind auch ohne Hilfe vom Staat ernähren kann.

Leider sind die wirtschaftlichen Gegebenheiten eben auch oft so, dass man sich das nicht wirklich alles aussuchen kann.

Alles Gute für die weitere Schwangerschaft. Was mach ich eigentlich hier im Schwangerschaftsforum? Ach ja, ich will ja auch wieder ;-)

Viele Grüße
Claudia

Beitrag von cajamarca 13.02.06 - 09:52 Uhr

Hallo Katrin

Ich glaube, du machst dir ein ziemlich falsches Bild von arbeitenden Müttern. Ich arbeite, seit meine Kleine drei Monate alt ist, sie geht seitdem in die Krippe, und ich bin trotzdem leidenschaftlich gerne Mutter, und erwarte jetzt ein zweites Kind.

Ich habe meine Kleine sechs Monate fast voll gestillt, ich konnte bei der Arbeit abpumpen. Das ist doch kein Problem. Ich sehe sie jeden Morgen, jeden Abend, und drei ganze Tage in der Woche. Die Zeit die wir miteinander verbringen ist sehr intensiv, und wenn jemand dabei zu kurz kommt, dann bin das höchstens ich selber. Wieso sollten wir "nichts voneinander haben"??? Ich sehe sie aufwachsen, und bisher habe ich noch alles mitbekommen: das erste Lächeln, den ersten Schritt, das erste Wort.

Wozu ich ein Kind bekommen habe? Nicht, weil ich einen Lebensinhalt brauchte, sondern weil ich Lust hatte, ein Kind auf einem Stück seines Lebensweges zu begleiten. Und dazu muss ich nicht 24 Stunden am Tag da sein. Ich nehme meine Rolle als Mutter sehr ernst, und meine Tochter ist das Beste was mir passieren konnte.

Ein Kind als Statussymbol? Was für eine komische Einstellung ist denn das? Und wieso sollte ich kinderlos bleiben, nur weil ich keine Vollzeitmutter sein möchte? Nichts für ungut, ich respektiere Mütter, die die ersten Jahre zu Hause bei ihrem Kind bleiben möchten, aber über deine Ansichten hier muss ich mich doch etwas wundern.

LG Anke

Beitrag von tekelek 14.02.06 - 08:24 Uhr

Hallo Anke !
Ich wollte keineswegs arbeitende Mütter angreifen oder abwerten ...
Nur könnte ich mich eben nicht voll auf meinen Beruf konzentrieren und alles geben UND gleichzeitig die Mutter sein, die ich sein möchte.
Als Ärztin würde ich meine Tochter maximal 1-2 Stunden am Tag sehen, am Wochenende müßte ich Dienste machen, die Erziehung würde ein anderer übernehmen - das wäre definitiv nichts für mich und ich wäre wahrscheinlich nur noch unglücklich.
Halbtags arbeiten geht in meinem Beruf kaum und mir würde auch die Kontinuität der Patientenbetreuung fehlen.
Wenn Du Dein Kind 3 volle Tage in der Woche siehst, bist Du ja fast immer zu Hause und bekommst sehr viel von ihr mit. Dann bist Du vielleicht auch glücklich damit und Dein Kind ebenfalls.
Ich habe mir eben gesagt, bevor ich halbherzig arbeite und mein Kind vermisse, setze ich ein paar Jahre aus, lebe die Zeit mit meinen Kindern richtig intensiv und ohne Hin- und Hergerissen sein, danach kann ich mich dann wieder voll auf meinen Beruf konzentrieren und bin nicht ständig am Grübeln, wie es meinen (kleinen) Kindern geht.
Wenn Du glücklich bist mit Deiner Entscheidung ist es doch gut so. Außerdem arbeitest Du ja nicht so viel, daß Du überhaupt keinen Kontakt zu Deinem Kind hast.
Ich habe mein Posting nicht böse gemeint, ich habe nur oft gesehen, daß viele arbeitende Mütter nur deswegen die Doppelbelastung auf sich nehmen, weil sie sich und ihrer Umwelt etwas beweisen wollen, DAS finde ich traurig !
Liebe Grüße,

Katrin

Beitrag von kaeseschnitte 13.02.06 - 09:45 Uhr

hallo katrin
wieso gehst du davon aus, dass frauen die arbeiten kaum was von ihrem kind haben? bekanntlich zählt die qualität der miteinander verbrachten zeit und nicht die quantität, wie auch studien belegen (kann dir gerne einen link raussuchen, wenn du willst).
sie will vermutlich - genau so wie du - kinder haben, weil sie sie aufwachsen sehen will, eine familie haben will etc. die gründen müssen sich nicht unterscheiden von deinen, nur weil sie dann in der praxis anders gelebt werden.
und man könnte ja analog auch fragen: wieso hat denn dein mann, oder wieso haben alle arbeitenden männer, kinder? wieso stellt man diese frage immer nur frauen, aber nie den vätern? promi-beispiel: nena und till schweiger. nena muss in JEDEM interview beantworten, wie sie das mit ihren kindern macht. schweiger wird diese frage NIE gestellt...#gruebel
grüsse
kaeseschnitte

Beitrag von tekelek 14.02.06 - 08:16 Uhr

Hallo Kaeseschnitte !
Mein Beitrag war nicht als Angriff gegen arbeitende Mütter gedacht - ich verstehe einfach nicht, warum sich viele dieser Doppelbelastung aussetzen, wenn sie es nicht müssen ...
Mir ist mein Beruf auch wichtig, aber ich mache ihn gerne mit 100 % meiner Energie - und die hätte ich nicht, wenn ich gleichzeitig noch meiner Tochter wirklich gerecht werden wollte.
Ich würde sie am Tag vielleicht 1-2 Stunden sehen, die Erziehung und Prägung würde jemand anders übernehmen - ich möchte nicht, daß mein Kind zwar weiß, daß ich die Mutter bin, aber sich Antworten und Feedbacks von jemand anders holt. Das ist nur meine persönliche Meinung, ich würde mich eben nicht zerreissen wollen.
Die Männer, die arbeiten, tun mir sogar sehr leid, weil sie kaum eine Funktion im Leben ihrer Kinder haben - mein Mann war schon sehr oft deprimiert, weil er gerne mehr Zeit mit Emilia verbringen würde, am Wochenende ist er jede Minute mit ihr zusammen. Er hätte auch gerne Erziehungszeit genommen, nur war es so, daß er gerade die Stelle gewechselt hatte und mein Arbeitsvertrag kurz vor der Geburt auslief - außerdem wollte ich die erste Zeit auf jeden Fall mit meinem Kind verbringen.
Leider ist es in unserer Gesellschaft auch so, daß arbeitende Mütter immer mehr akzeptiert und sogar hochgelobt werden, Väter, die zu Hause bleiben, werden aber eher belächelt und als "Laschis" hingestellt. Es wird vergessen, wie verantwortungsvoll und wichtig Erziehung und Prägung von Kindern ist (und zwar durch die Eltern und keine Fremdpersonen), das zählt plötzlich nicht mehr und das finde ich schade :-(
Ich bin beileibe keine Frau, die denkt, sie muß zu Hause bleiben oder habe einen Mann, der so denkt, ich mache nur immer genau das, was mir meine innere Stimme sagt und womit ich mich wohlfühle - bei vielen arbeitenden Müttern die ich kenne, habe ich eben das Gefühl, daß sie sich ohne "richtige" Arbeit wertlos vorkommen und nur Bestätigung in ihrem Beruf suchen, das brauche ich nicht.
Also wie gesagt, ich wollte hier niemanden angreifen ...
Liebe Grüße,

Katrin

Beitrag von sassiputz 13.02.06 - 10:01 Uhr

Hallo Katrin,

das verstehe ich jetzt auch nicht. Ich muss mich der Meinung von Claudia (Suesse Deern) voll und ganz anschließen.

Deine Postings finde ich eigentlich immer sehr nett, aber diesmal kann ich Deine Gedanken leider gar nicht nachvollziehen.

Ich finde es sogar sehr bewundernswert, Arbeit und Kleinkind unter einen Hut zu bringen. Deshalb kann man doch nicht den Frauen das Recht auf Kinder absprechen und ihre Qualität als Mutter anzweifeln :-(.

LG
Saskia

Beitrag von tekelek 14.02.06 - 08:33 Uhr

Hallo Saskia !
Das genau ist ja das Problem - heutzutage werden Frauen hochgelobt und bewundert, weil sie beides machen.
Viele machen es dann nicht freiwillig und weil sie Freude daran haben, sondern weil sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
Mein gesamtes Umfeld hat entsetzt aufgeschrien, als ich nur meinte, ich wolle das erste Jahr zu Hause bleiben #schock, und das als Ärztin, wie kann man nur.
Ich finde es furchtbar schade, daß man schief angeschaut wird, weil man glücklich und ausgelastet ist als Hausfrau und Mutter. Ich könnte nie und nimmer Beruf und Kinder gleichermassen gut und so wie ich es mir vorstelle bewältigen.
Ich glaube kaum, daß es wirklich Frauen gibt, die mit beidem voll zufrieden sind und bei denen auch noch ein wenig Zeit für sie selber bleibt - jedenfalls ist mir noch keine begegnet.
Irgendjemand kommt meistens zu kurz und das sind vor allem die Kinder.
Wenn ich meinen Beruf, den ich im übrigen sehr gerne mag, mit ganzem Herzen ausüben wollte, würde ich meine Tochter ca. 1-2 Stunden am Tag sehen, an den Wochenenden hätte ich auch noch Dienste. Das erscheint mir nicht erstrebenswert, mein Kind würde sämtliche Fragen und Kummer einer anderen Person anvertrauen, ich würde ihm gerade noch den Gutenachtkuss aufdrücken und morgens kurz "Tschüs" sagen - wozu habe ich dann meine Kinder, das würde ich mich dann fragen.
Sie wüßten dann vielleicht daß ich die Mutter bin, ihre Erzeugerin, aber eine echte Bindung denke ich kann sich da nicht aufbauen.
Wie auch immer, mir tun die vielen berufstätigen Mütter leid, die nur arbeiten gehen, um sich und der Gesellschaft etwas zu beweisen, oder die arbeiten gehen müssen, weil es nicht anders geht.
Wenn jemand voll und ganz zufrieden ist mit seiner Entscheidung und nicht das Gefühl hat, jemand oder etwas kommt zu kurz, dann soll er das so machen - lieber eine glückliche Mutter, die kaum da ist, als eine Mutter, die vor lauter Frust ihre Kinder verprügelt !
Liebe Grüße,

Katrin

Beitrag von karinbrigitta 13.02.06 - 10:26 Uhr

Liebe Katrin#:-[

ich verstehe dich überhaupt nicht! Was soll denn das heißen "Warum bekommen diese Frauen dann überhaupt Kinder?" So ein Quatsch!! Als wären nur die Frauen für Wohl und Wehe der Kinder verantwortlich!! Ich habe schon von Klein auf gewusst: Kinder will ich, aber ich will dann auch arbeiten! Es kommt doch auf die Qualität der Zeit an, die man miteinander verbringt, nicht auf die Quanität.

Ehrlich, so eine Diskussion würde es in Ländern wie Frankreich überhaupt nicht geben! Das Wort "Rabenmutter" gibt es da gar nicht, das gibt es nur im Deutschen. In Frankreich ist es ganz selbstverständlich, dass die Kinder mit drei Monaten, spätestens mit sechs Monaten in die Krippe gegeben werden, und keine Mutter hat ein schlechtes Gewissen, und keiner macht ihr Vorwürfe. Da ist es eher komisch, wenn eine Frau lange daheim bleibt....

Dass du hier gleich den Ratschlag erteilst, keine Kinder zu bekommen, nur weil man keine Glucke ist, ist ja wohl voll daneben! Ich will arbeiten, ich habe aber auch einen starken Kinderwunsch!! Wer fragt die vielen Männer, warum sie denn nicht bei ihrem Kind bleiben? Die gehen alle arbeiten und finden es ganz selbstverständlich, dass Muttern sich darum kümmert.

Tut mir leid, aber du hast eine völlig reaktionäre Ansicht!! Ich finde das ziemlich heftig, was du da schreibst, auch wenn du es in nette Worte verpackst.

Eine ziemlich aufgebrachte

Karin+Keks#ei 12. SSW

Beitrag von tekelek 14.02.06 - 08:47 Uhr

Hallo Karin !
Also erstens Mal hast Du noch kein Kind, weißt also noch gar nicht, wie Du empfindest, wenn es da ist (und glaube mir, die Gefühle und das Leben ändern sich gewaltig, wenn ein Kind da ist !).
Zweitens wollte ich mit meinem Posting nicht alle berufstätigen Müttern verurteilen.
Was ich schlimm finde ist, daß viele nur deswegen früh arbeiten gehen, WEIL es eben erwartet wird, daß man schnell wieder arbeiten geht (mittlerweile auch in Deutschland !) oder weil zu wenig Geld da ist.
Oder weil einem Zeit seines Lebens eingeredet wurde, daß man nichts wert ist, wenn man zu Hause bleibt und Kinder erzieht :-(
Ich denke, sehr viele Männer würden in der heutigen Zeit gerne bei ihren Kindern bleiben - sie werden aber erst recht angegriffen, wenn sie sich auch nur trauen, das gegenüber ihrem Arbeitgeber auszusprechen (hat mein Mann selber erlebt).
Mein Mann ist total deprimiert, weil er nur eine Nebenrolle im Leben unserer Tochter spielt, er verbringt jede freie Minute mit ihr (am Wochenende sehe ich sie kaum ;-)) und ärgert sich manchmal regelrecht darüber, daß er derjenige ist, der arbeiten geht.
Er würde gerne Erziehungszeit nehmen, nur zum Zeitpunkt der Geburt lief mein Arbeitsvertrag gerade aus und er hatte gerade einen neuen Arbeitsplatz, außerdem stand für mich sowieso fest, daß ich mich im ersten Jahr voll und mit ganzen Herzen unserer Tochter widmen möchte - im ersten Jahr ist die Mutter auch von Natur aus das bevorzugte "Objekt" des Kindes, danach kann auch eine Fremdperson oder der Vater die Betreuung übernehmen.
Ich geniesse die Zeit mit meiner Tochter sehr, und möchte keine Minute missen. Wenn ich arbeiten würde, würde ich sie ca. 1-2 Stunden am Tag sehen - meinst Du ehrlich, das reicht, um ein Kind zu erziehen, eine feste Bindung zu bekommen und die Sehnsucht nach seinem Kind zu stillen ? Ich finde nicht.
Kinder brauchen gerade am Anfang sehr viel Nähe und Zuwendung, und in einer Krippe ist bestimmt nicht soviel Personal, daß alle regelmässig geknuddelt und geschmust werden können.
In meinen Augen ist Mutter zu sein überhaupt der verantwortungsvollste Beruf, den es gibt, denn ein ganz frischer, neuer Mensch ohne Vorerfahrungen, der voll auf Dich angewiesen ist und Dich als Vorbild nimmt, liegt vor Dir und wartet darauf, auf seinem Weg begleitet zu werden und durch Dich zu erfahren, wie die Welt funktioniert.
Darauf zu verzichten wäre für mich das Schlimmste auf der Welt.
Keiner hat von mir erwartet, zu Hause zu bleiben, eher das Gegenteil, alle waren entsetzt ! Auch mein Mann würde voll hinter mir stehen, wenn ich jetzt arbeiten gehen wollte.
Ich könnte aber nichts richtig gut machen, ich wäre weder eine gute Mutter noch eine gute Ärztin, da ich immer Angst hätte, daß eines zu kurz kommt.
Wenn Du oder auch die anderen wirklich von Herzen glücklich sind, wie sie es machen, dann ist das bestimmt besser für die Kindern, als wenn sie von frustrierten Müttern zu Hause angeschrien oder geschlagen werden, wenn sich aber doch Zweifel einschleichen, ist das weder gut für die Mutter noch für das Kind.
In diesem Sinne noch eine schöne Schwangerschaft und liebe Grüße,

Katrin

Beitrag von karinbrigitta 14.02.06 - 22:43 Uhr

Liebe Katrin,

Ja, also, auf so eine lange Antwort muss ich jetzt auch antworten.#:-)

Natürlich hast du recht, ich habe noch keine Kinder und kann das noch nicht so gut beurteilen, wie ich dann denke. Aber ich kenne doch auch mich, und ich bin mir sicher, ich kann nicht sehr lange zu Hause bleiben, ohne unzufrieden zu werden - und dann wäre dem Kind nicht gedient! Ich kenne so viele Mütter, die sind unzufrieden, unglücklich, zum Teil richtig aggressiv zu ihren Kindern, weil ihnen etwas ganz wichtiges fehlt, nämlich das, was ihr bisheriges Leben ausgemacht hat. Und wie viele Mütter gibt es, die sich kaum mit ihrem Kind beschäftigen, obwohl sie den ganzen Tag zu Hause sind! Das ist übrigens sogar in einer Studie mal untersucht worden. Danach war die Zeit, in denen sich berufstätige Mütter mit ihren Kindern beschäftigen, mindestens genauso lang wie der Zeitraum, in dem sich nicht berufstätige Mütter mit ihren Kindern beschäftigen. Und mal ehrlich: Welche Mutter spielt den ganzen Tag mit ihrem Kind? Das alles unterstreicht mein Mann übrigens auch, schönen Gruß, er sagt: lieber eine zufriedene berufstätige Mutter als eine unzufriedene Hausfrau.

Klar fände ich es nicht schlecht, ein, zwei Monate länger als der Mutterschutz zu Hause bleiben zu können. Aber dann wäre es höchste Eisenbahn. Ich sehe das bei meiner Schwägerin: Nach einem Jahr zu Hause beginnt sie sich ziemlich zu langweilen, sie giert geradezu nach einer Aufgabe - derzeit beschäftigt sie sich mit unserer Eigentumswohnung-Finanzierung. Sie ist einfach reif, wieder arbeiten zu gehen, und das eigentlich schon seit längerem. Und wenn ich bei Kolleginnen sehe, wie gern deren Kinder zu ihren Tagesmüttern gegangen sind, dann kann das nichts schlechtes sein. Die eine ist jetzt schon größer, aber in den Ferien fährt sie immer noch zu ihren Tageseltern, die irgendwann mal weggezogen sind. Die Kinder der Tageseltern sind ihre Geschwister, die Tageseltern Tagesmama und Tagespapa. Ich wehre mich einfach dagegen zu sagen, dass nur die Mutter in der ersten Zeit gut fürs Kind ist. Das wurde uns in unserer konservativen Gesellschaft lange genug eingebläut - ich will das nicht akzeptieren, und ich will nicht als Rabenmutter dastehen, nur weil ich mich für einen anderen Weg entscheide. Ich werde meinem Kind viel Liebe geben können, auch wenn ich arbeiten werde.

Klar mache ich mir auch Gedanken, wie ich mehr Zeit für mein Kind herausschinden kann. Da ich Journalistin bin und nicht von 8-17 Uhr am Schreibtisch hocken muss, ist das nicht so ein Problem, ich kann auch mal am Abend arbeiten. Aber wenn es nicht anders geht, dann wird das Kind mich manchmal nicht so viel sehen. Dafür bin ich in der Zeit, in der ich da bin, auch wirklich ganz für das Kind da, da kann es mich voll und ganz in Beschlag nehmen.

Wogegen ich mich einfach wehre, ist, dass du gefragt hast, warum man überhaupt Kinder haben will, wenn man gleich wieder arbeiten geht. Ob das nicht nur fürs Ego ist. Entschuldige, aber diese Aussage bleibt einfach unmöglich. Mir sozusagen die Berechtigung für ein Kind abzusprechen, nur weil ich dann wieder arbeiten will, das ist allerhand. Du hast es durch deine Antwort jetzt zwar relativiert, aber ob du es nicht immer noch so siehst, weiß ich nicht. Als ob wir alle uns jetzt ein Kind anschaffen, nur weils grade schick ist! Ich habe zwei lange Jahre gewartet, gehofft und gebangt, um endlich #schwanger zu werden, es war wirklich keine schöne Zeit.

Ich finde es natürlich auch nicht so gut, wenn Frauen jetzt gedrängt werden, so schnell wie möglich arbeiten zu gehen. Es soll doch jede selbst entscheiden, wie sie das machen möchte. Aber mal ehrlich: dass die Frauen in Deutschland gedrängt werden, ist doch nach wie vor eher selten. Sehr viel häufiger ist doch zu hören, man sei eine Rabenmutter. Und es wird einem ja auch so schwer wie möglich gemacht, Beruf und Kind unter einen Hut zu bringen. Am liebsten wäre es den Deutschen doch immer noch, wenn Frauen daheim blieben und ganz in ihrer Mutterrolle aufgehen. Wenn ich nur diese CDU/CSU-Idioten höre, kriege ich die Krätze!!

Trotzdem, nichts für ungut. Frauen sollten doch zusammenhalten, egal ob berufstätig oder nicht. Denn so, mit solchen Aussagen wie deiner, kommen wir leider nicht weiter. Das gibt einfach noch mehr böses Blut.

Auch für dich alles #blume für deine Schwangerschaft und liebe Grüße

Karin

Beitrag von jacki1203 13.02.06 - 11:00 Uhr

Kann mich deiner Meinung auch nur anschließen!
Aber diejenigen werden unsere Denkweise wohl auch nicht verstehen!#kratz#kratz

LG

Beitrag von tekelek 14.02.06 - 08:50 Uhr

Hallo Jacki !
Danke, wenigstens ein positiver Kommentar ...
Ich wollte ja niemanden verurteilen oder sagen, daß es falsch ist, was die anderen machen, ich wollte lediglich sagen, daß ich nicht glaube, daß man beides perfekt machen kann, ein Teil bleibt auf der Strecke oder beides ist nur halb gut.
Aber lieber eine glückliche berufstätige Mutter, als eine, die zu Hause bleibt und den Frust an ihrem Kind auslässt, oder ?
In dem Fall würde ich sagen, sollten sie lieber arbeiten gehen, als sonst wütend auf ihr Kind zu sein :-(
Liebe Grüße,

Katrin

Beitrag von emily1111 13.02.06 - 11:13 Uhr

Hallo Katrin!

Ersteinmal Hut ab, das du hier deine Meinung vertritts, auch wenn du mit deiner Meinung im letzen Jahrhundert lebst.
Klar ist es noch nicht normal, wenn eine Mutter nach der Geburt ihres Kindes wieder arbeiten geht, aber es wird immer mehr wieder in Mode kommen.
Ich denke jeder Kann froh sein, wenn man sich heutzutage noch dazu entscheidet Kinder zu bekommen. Ich geh mit stolz zur arbeit um Geld zu verdienen damit ich meiner Familie was bieten kann.

Du hast ja selbst in deiner VK geschrieben:

"Ich kann Leute nicht ausstehen, die alles nach Plan machen und immer sagen "das kann man doch nicht machen !". Ich denke, fast nichts ist unmöglich, wenn man es nur will."

und gerade so präsentierst du dich gerade. #kratz

Ich glaube du weißt garnicht wie du gerade mit deinem Beitrag den anderen Frauen ans Bein gepisst hast ( sorry den Ausdruck).

Gerade in deinem Beruf sollte man etwas tolleranter sein.


Gruß Carmen

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