Wie wird das ABC in der Schule beigebracht?

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Beitrag von woogie 13.02.06 - 10:31 Uhr

Hallo Zusammen!

Meine Lina (4,5) will seit ein paar Wochen Ihren Namen, Mama, Papa, Oma und Opa schreiben. Wir haben Ihr also alles vorgeschrieben und sie hat es dann nachgemacht.
Dabei haben wir ihr auch immer gesagt, welcher Buchstabe das ist.

Nun kann ich mich noch daran erinnern, dass ich damals in der Schule das ABC gelernt habe und es dort anders, also kindgerechter ausgesprochen wurde und erst in der 2 oder 3 Klasse so wie man es kennt.

Wie läuft denn das heute? Ist das immernoch so?

Soll ich weiterhin das "Kinderabc" beibringen oder lieber schon das Richtige?

Ich hoffe Ihr versteht überhaupt was ich meine #hicks

Liebe Grüße Steffi

Beitrag von anja676 13.02.06 - 10:39 Uhr

Hallo Steffi,

meine Tochter ist jetzt in der ersten Klasse. Sie bekommen auch das "kindgerechte" ABC beigebracht. Außerdem wird bei ihr in Druckbuchstaben geschrieben.

LG Anja

Beitrag von stefanie1972 13.02.06 - 11:22 Uhr

Hallo Steffi,
was ist denn das Kinderabc? Meinst Du, daß man die Konsonanten ohne angehängten Vokal ausspricht? Also wirklich k, statt kah? So haben wir das gemacht und ich glaube, es ist so schon wesentlich einfacher für die Kinder, vorallem, wenn sie anfangen zu lesen, weil man die Laute so viel einfacher zum Wort zusammensetzten kann. Öh, ich hoffe, man kann verstehen, was ich meine.
Wie das in der Schule gehalten wird, weiß ich nicht, das werden wir diesen Herbst erfahren und sind schon ganz gespannt.
Grüße
Steffi

Beitrag von woogie 13.02.06 - 11:43 Uhr

Hi Steffi!

Ja, genauso wie Du es beschrieben hast meinte ich das :)

Dann haben wir ja bisher alles richtig gemacht. *uff*

Normalerweise würde ich damit auch noch warten, bis sie in die Schule geht, aber da sie es unbedingt lernen will, möchte ich das auch nicht verbieten.
Denke, das ist ok so, oder?

Wir bringen ihr auch nicht das ganze ABC bei... Halt nur die Sachen lernen, die sie auch schreiben möchte.

LG Steffi

Beitrag von laadidaa 13.02.06 - 12:16 Uhr

hallo,

also, unser sohn geht in die zweite klasse und sie haben das kindgerechte ABC gelernt - in druckbuchstaben. dominik wollte auch schon vor der schule wissen wie man was schreibt, so vereinzelte worte eben. also wenn er ein schönes bild gemalt hat, dass er verschenken wollte, dann hat er immer gefragt: wie schreibt man "für oma"! ich habe daraufhin eine befreundete grundschullehrerin um rat gefragt, ob es ok ist, wenn er schon den ein oder anderen buchstaben kann.
ihr rat: solange das kind fragt, die fragen beantworten und auch die buchstaben vormachen, wenn das kind das wirklich möchte. allerdings wirklich NUR das, was das kind möchte, denn wenn es schon wesentlich mehr kann als die gleichaltrigen führt das dann dazu, dass das kind sich in der schule langweilt und dann gar nix mehr lernt/lernen will!


lg laadidaa

Beitrag von lena10 13.02.06 - 17:32 Uhr

Huhu!

Bin Grundschullehrerin und kann daher wohl mitreden ;-).

Beantworte deinem Kind ruhig die Fragen, die es hat, aber fange nicht an mit ihm konkret das Alphabet zu üben! Falls es sehr viel Interesse am Schreiben und Lesen hat, wird es das auf diese Weise vielleicht wirklich schon vor Schulbeginn lernen, aber dränge es zu nichts!
Ich finde die Aussage "Das Kind langweilt sich im 1. Schuljahr, wenn es schon zu viel kann." ehrlich gesagt armselig! Es ist dann die Aufgabe des Lehrers das Kind trotzdem zu fördern! Mir ist es einmal passiert, dass ich ein Kind wirklich nicht mehr fördern konnte, weil es viel zu weit war, aber das hat dann das 1. Schuljahr übersprungen.

Zu deiner ABC-Frage: Du musst dem Kind die Buchstaben so vorsprechen, wie sie klingen, nicht wie sie heißen, das bedeutet: K, nicht Kah. Denn sonst kann es sein Wissen nicht zum Lesen- und Schreibenlernen verwenden, bestes Beispiel:
Kind will "Ente" schreiben und kennt von seinen Eltern nur das "Erwachsenenalphabet". Dann schreibt es unweigerlich "NT" und kann nicht verstehen, warum das falsch sein soll...

Gruß, Lena

Beitrag von daviecooper 25.02.06 - 18:28 Uhr

Hallo Steffi!

Ich bin Deutsch-Lehrerin an einer Grundschule und kann dir nur raten, Lina mit dem kindgrechten ABC zu helfen, d.h. auch wirklich "m" statt "em" für M zu sagen. So lernt sie viel besser zu lautieren und kann später in der Schule Wörter besser lautgetreu schreiben.

Ich habe schon Kinder im Unterricht gehabt, deren Eltern es genau andersherum gemacht haben und die dann eben "Peter" nur "Ptr" schreiben, weil es ja aus ihrer Sicht heißt "Pe und Te und eR". Die Kinder glauben, dass das e zum Buchstaben gehört.

Ich hoffe, das war einigermaßen verständlich :-)

Ansonsten kann ich mich meiner Vorrednerin nur anschließen: Wenn Lina etwas wissen will, erkläre es ihr, aber überfordere sie nicht und versuche nicht, mit ihr "vorzuarbeiten".

Viel Spaß dann später in der Schule!

Gruß
daviecooper