Kontaktlinsen bei Spontangeburt? Erfahrungen?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von shirin 13.02.06 - 10:35 Uhr

hallo zusammen,

ich bin schon über et und hab immernoch keine gewissheit in einer frage -
#gruebel
es ist so, ich bin stark kurzsichtig und trage seit 15 jahren weiche linsen, seit 2 jahren welche die tag und nacht drin bleiben (können) was ich unheimlich geniesse, denn ich sehe ja fast nix ohne linsen.
nun würde ich die natürlich auch unter der geburt drin haben, denn ich hab offen gesagt keine lust da mit so colabodengläsern im gesicht zu entbinden, kann mir vorstellen, dass mich die brille da auch ziemlich stört, bins ja gar nicht mehr gewohnt.
und da hab ich dann so horrorgeschichten gehört wie dass sich die netzhaut ablösen kann und unter den sogenannten presswehen wenn man die augen zukneift dass sei nicht gut und #bla - aber irgendwie war das alles doch sehr wirr und was da jetzt WIRKLICH so gefährlich ist ausser diesem netzhautablöseding konnte auch keiner sagen !!??!!
#augen #kratz
hat denn jemand von euch mit kontaktlinsen entbunden / gabs da denn probleme?
ich meine, dass ich - falls es zum kaiserschnitt kommen sollte, die dinger rausnehmen muss, ist ja klar.
wäre total dankbar für meinungen, weil selbst die sprechstundenhilfe von meinem augenarzt nur schroff meinte: wo ist n das problem mit brille zu entbinden?
klar,in letzter konsequenz keins und wenns sein muss dann auch mit brille, aber ......vielleicht können mich die anderen sehr kurzsichtigen hier besser verstehen. man will sich doch auch einfach wohlfühlen dürfen oder?
also, wäre für eure erfahrung danbar

#danke
Shirin ET+7

Beitrag von birkae 13.02.06 - 10:49 Uhr

Hallo,

ich bin auch kurzsichtig und zudem noch Augenoptikerin, die Linsen anpasst. Und mir wurde in der Ausbildung und im Studium nie gesagt, dass man bei einer Geburt keine weichen Linsen tragen darf. Bei harten Linsen würde ich vorsichtig sein, da durch das krampfhafte Zusammenpressen der Augen die Linsen vielleicht nachgeben könnten und brechen und dann die Hornhaut verletzt wird.
Dass aber beim Linsentragen die Netzhaut abgelöst werden kann, halte ich persönlich für ein Schauermärchen, da die Netzhaut die INNENE hintere Wand des Auges auskleidet und die Linse AUSSEN auf dem Auge aufliegt - also gar kein Kontakt zur Netzhaut.

Die Netzhaut kann sich unter der Geburt ablösen, wenn man stark kurzsichtig ist - unabhängig von den Linsen. Der Grund ist ganz einfach. Bei der Kurzsichtigkeit ist das Auge viel größer, als es normalerweise sein sollte. Dadurch wird die Netzhaut gestreckt. Kommt es nun zu starker belastung (wie zum Beispiel dem Wehenpressen) kann es passieren, dass sich stellenweise die Netzhaut ablöst. Deshalb sollte man nach der Entbindung darum bitten, von einem Augenarzt untersucht zu werden. Solltest du Lichtblitze (kleine helle Punkte) sehen, kann dies ein Anzeichen für die Ablösung sein - dann sofort Augenärztlich untersuchen lassen!!!!!!
(Grundsätzlich sollten alle Kurzsichtigen ab ca. -6dpt einmal jährlich die Augen auf eine evtl. Ablösung kontrollieren lassen. Denn was erst einmal ab ist, lässt sich nicht so ohne weiteres wieder anbringen - es bedeutet auf jeden Fall Sehleistungseinbußen.)

Ich selbst habe auch schon von Hebammen und Augenärzten gelesen, die Linsen bei der Geburt getragen haben.


Nimm doch sicherheitshalber die Brille mit, und wenn du merkst, dass dir die Linsen unbequem sind, nimm sie raus.

LG Birgit

Beitrag von shirin 13.02.06 - 10:58 Uhr

hallo birgit,

na, das ist doch mal ne antwort, mir der ich was anfangen kann. jetzt versteh ich das alles auch besser.
allerdings hat mir kein arzt je davon erzählt, ich weiss auchgar nicht, ob das bei mir jährlich untersucht würde, von wegen netzhautablösung.
#kratz
auf jeden fall nehme ich die brille mit, hätte ich sowieso gemacht - und lass das dann nochmal vom arzt kontrollieren., wenn die geburt rum ist............
danke und gruss
shirin

Beitrag von birkae 13.02.06 - 11:04 Uhr

Hallo shirin,

wie oft gehst du denn zum AA?
Ob die Netzhaut kontrolliert wird, erkennst du an der Untersuchungsmethode. Meistens werden Tropfen in die Augen gemacht, um die Pupillen lahm zu legen. Dann kann der Arzt mit einer kleinen Lupe und einem Lichtstrahl ins Auge sehen und betrachtet die Netzhaut. Manche Ärzte verzichten aber auch auf die Tropfen.

LG Birgit

PS: Lasse bei deinem Kind fühzeitig die Augen untersuchen. In den ersten 6 Lebensmonaten entwickelt sich das Sehen und bis zum 3 Geburtstag sollten alle "Sehfehler" erkannt sein, um dem entgegen zu wirken. Alles was später herausgefunden wird, ist meistens zu spät.

Beitrag von shirin 13.02.06 - 11:14 Uhr

hi birgit,

also ich gehe schon so einmal im jahr. ich hatte vor 2 jahren gewechselt, zu einem mit einem guten ruf, aber der hat mir nie irgendwas getropft...
allerdings hat er immerwas mit nem lichtstrahl gemacht- dafür musste ich die linsen aber nie rausnehmen.
oh mann, wenn man so keine ahnung von diesen dingen hat....
naja, wie auch immer, ich lass das danach mal checken. vorher krieg ich jetzt eh keinen termin mehr...
ok, ich lass die augen vom kleenen untersuchen. ich war auch von geburt an kurzsichtig und man hat es erst bei der einschulung bemerkt ...
#augen

lg shirin

Beitrag von flou 13.02.06 - 10:49 Uhr

Hallo Shirin,

ich kann mir nicht vorstellen, dass weiche Kontaktlinsen ein Problem darstellen könnten. Wenn Du die Augen zukneiffst, falten die sich im schlimmsten Falle zusammen und verschwinden irgendwo unter den Lidern... und kommen später ohne Problem wieder hervor. (Hatte auch während 10 Jahre weiche Linsen und die sind in meinen jungen Jahren öfters 'verschwunden')

Blöder kann es bei halb-harten Kontaktlinsen kommen, die ich jetzt selber trage. Die können dann verrutschen und sich irgendwo am Augapfel festsaugen (da die Krümmung ja weniger gross ist als rund um die 'Pupille'.) Wenn die da zu lange angesaugt bleiben, können sie schon schaden anrichten (ist mir schon 2x passiert; beim ersten Mal hatte ich eine vorübergehende Hornhautverkrümmung, und musste ein Auge während einer Woche abdecken, das 2. Mal hat sich die Linse gottlob nicht festgesaugt, und ist 24h später wieder zum vorschein gekommen #schwitz)

Also ich nehme sie sicher früh genug raus! Hätte ich aber weiche Linsen, würde ich mir da keine grossen Gedanken machen (vorallem nicht bei Wegwerf-Linsen)

Dann toi toi toi für die Geburt #klee

LG

Isabel mit #ei 15+0

Beitrag von schokikeks 13.02.06 - 10:49 Uhr

Hi Shirin,

ich bin auch blind ohne Brille oder Linsen. Ich wechel immer ab mit weichen und harten Linsen! Ich werde zur Geburt die weichen reingeben, die kann ich gut 24 Stunden tragen! Ich denke, dass bei den weichen nichts passieren kann. Bei den harten könnte ich mir das schon eher passieren, man quetscht die Augen doch schon ordentlich zu, denke ich! Andererseits rubbel ich mir auch immer im Auge rum und das tut nichts. #gruebel

Mit Brille will ich nicht entbinden, ich hasse das Ding. Außerdem ist die nicht auf dem neuesten Stand... irgendwas mit 1 Dioptrin hintennach. :-pUnd der Arzt soll still sein, oder hat er schon mal mit Brille entbunden? Na also! ;-)

Ganz ohne geht auch nicht, dann seh ich den Zwerg nicht, wenn er da ist! #schmoll

Kann dir nur sagen, wie ich es machen werde, aber du bekommst sicher noch Antworten, von Mädels, die´s schon hinter sich haben! :-)

LG Sarah (ET+3, aber das weißt du ja schon) #hicks

Beitrag von shirin 13.02.06 - 11:09 Uhr

mensch sarah,

du auch so blind? ich hab -8,5 dpt. das ist schon echt n wort. ohne würd ich auch das kindchen nicht sehen, da müsste man es mir schon DIREKT vor die nase halten....
mit was man sich alles so befasst, kurz vor der entbindung (oder auch immernoch nicht kurz davor, wer weiss das schon :-p)
also brille ist für mich auch eher ein greuel. mögen es manche eitelkeit nennen, ich brauch ja nciht viel, aber meine linsen sind schon für mich lebensqualität, die ich nicht missen will.
und deshalb bleiben die auch erstmal drin!#freu
liebe grüsse
shirin

Beitrag von schokikeks 13.02.06 - 11:22 Uhr

Hi,

nein das kann ich nicht toppen. Aber ich bin bei -4 und das find ich schon sehr, sehr lästig. Weißt du, wenn ich irgendwann mal das Geld übrig habe (also wirklich übrig und nicht mit Mühe und Not gespart) werde ich mir die Laserop machen lassen. Weil ich keine Lust habe, mit 60 mit fetten Gläsern rumzurennen oder mir immer noch Linsen reinzuquetschen.

Klar ist es auch Eitelkeit. Ich finde, dass mir die Brille nicht steht. Außerdem habe ich als Kind lange genug gelitten... mit Brille UND festsitzender Zahnspange!

LG retour

Beitrag von shirin 13.02.06 - 11:30 Uhr

genau!
also bis auf dass ich das geld auch nicht übrig hab ;-) will ich die op auch, unbedingt, aber da hatte ich bis jetzt auch einen heidenrespekt vor.
aber vielleicht wird DIE angst dann jetzt kleiner, nachdem man von dem geburtserlebnis "abgehärtet" sein wird....wäre doch auch mal was.

so, jetzt muss ich aber mal los- zum heissgeliebten ctg
#schmoll
lg

Beitrag von coppeliaa 13.02.06 - 10:55 Uhr

ich trage weiche wegwerflinsen (tageslinsen). und hatte die bei meiner ersten geburt auch drinnen. probleme: null, hab nicht mal bemerkt dass die da sind (außer natürlich, dass ich was gesehen hab ;-) ).

werde es bei der zweiten geburt auch so machen. zudem man ja die tageslinsen jederzeit rausholen kann und einfach in den mistkübel befördert.

brille mag ich auch net nehmen, kann sein dass man schwitzt, dann sind mir zumnindest die aufliegenden flügel unangenehm, wenn man sie doch abnimmt muss sie auch irgendwo verstaut werden etc. ich will mich auch wohlfühlen :-) und mich nicht während einer geburt mit sowas auch noch rumschlagen.

hoffe dir mit meinem bericht geholfen zu haben, lg co

Beitrag von birkae 13.02.06 - 10:59 Uhr

Hallo,

kleine anmerkung von mir: ich hatte mit Brille entbunden (ich vertrage leider keine Linsen) und wie du ja selbst schon erlebt hast, denkt man unter der Geburt nicht mehr an Nebensächlichkeiten. Und ob die Brille rutscht, oder die "Nasenauflagen" unangenehm sind, merkt man dann gar nicht mehr. :-p

LG Birgit

Beitrag von coppeliaa 13.02.06 - 11:05 Uhr

das stimmt allerdings auch wieder, man ist ja schließlich etwas mit anderen dingen beschäftigt :-D

lg

Beitrag von az1907 13.02.06 - 10:59 Uhr

Ich hatte eigentlich auch vor, die Linsen während der Entbindung anzulassen. Ich habe auch weiche Linsen. Aber ich werde das noch mal mit Arzt, Hebamme und meiner Optikerin klären.

Aber theoretisch kann ich mir bei weichen Linsen nicht vorstellen, wo das Problem liegen soll. Vorallendingen da Du ja schon welche Tag und Nacht trägst...

LG
Anke (#ei 18+5)

Beitrag von tomkat 13.02.06 - 13:47 Uhr

Das halte ich für Quatsch. Warum sollst Du bei der Geburt keine Kontaktlinsen tragen dürfen? Wo soll denn da die Logik sein?

Beitrag von anjstr 13.02.06 - 15:40 Uhr

Hallo Shirin,

bei den letzten 4 Operationen, die ich hatte, konnte ich die Anästhesisten durchaus überzeugen, dass meine Kontaktlinsen besser drinbleiben (habe -11 Dioptrien). Dabei war es egal, ob Vollnarkose oder PDA. Und auch bei der letzten Geburt (die allerdings in einem KS endete) hatte ich Kontaktlinsen.
Die Ärzten waren zwar zu Beginn des Gespräches immer etwas skeptisch, aber wenn ich sagte, dass es mein Problem wäre, wenn die Dinger weg seien, waren sie in der Regel beruhigt.

Lieben Gruß

Anja