Ich bin so traurig und so abwesend! Habe Angst, dass meine Kleine das nicht versteht!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bubu76 13.02.06 - 11:26 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

am Donnerstag ist mein geliebter Opa verstorben und ich bin seitdem so traurig und abwesend. Habe zwar versucht vor meiner Kleinen nicht zu weinen, aber sie bekommt mit, dass ich so abwesend bin und sagt immer: 'Hast du keine Lust Mama ? Macht nix, dann spiel ich mit Papa. Ruh du dich aus, OK?' Und mir lief dann doch mal einfach so eine Träne runter, weil ich gerade an ihn denken musste. Zu meiner Mama meinte Jana am Samstag auch:' Mama hat geweint und Papa hat sie getröstet' Es scheint sie also schon zu beschäftigen.
Das ist so süss, aber ich mache mir Sorgen, dass sie nicht verstehen kann, warum ich so traurig und abwesend bin. Ich will ja nicht, dass sie das auf sich bezieht...ich hoffe ihr versteht was ich meine.
Sie ist ja auch noch klein (2 1/2 Jahre)
Bin mir unschlüssig, ob ich ihr das erklären soll, oder ob ich das einfach so lassen soll und nicht weiter mit ihr darüber sprechen soll ? Was würdet ihr tun ? Vielleicht war ja auch schon jemand in so einer Situation.

Gruß
Bianca und Jana 2 1/2 Jahre

Beitrag von woogie 13.02.06 - 11:30 Uhr

Hi Bianca!

Ganz klar, lass sie wissen, was passiert ist und zeige Ihr, dass man trauern darf und muss.

So lernt sie von anfang an, dass das sterben zum Leben dazugehört und dass man sich seiner Gefühle nicht schämen muss.

Ich denke, Du wirst das schon schaffen, Ihr das kindgerecht zu erklären.

Alles Liebe und mein herzliches Beileid!

Steffi

Beitrag von maischnuppe 13.02.06 - 12:32 Uhr

Mein herzliches Beileid!#liebdrueck
Ich würde der Mausi das erklären, sonst bezieht sie es noch auf sich! Wenn dir die nötigen Worte dazu fehlen, in der Bücherei gibt es Lektüre zu diesem Thema (Z.B. "Opa & ich") Die Zwergis verstehen schon eine ganze Menge und es ist nur mehr als natürlich, dass Mama auch mal traurig ist. Wieso soll sie deine Tränen nicht sehen dürfen? Wenn jemand Tränen verstehen kann, dann ein Kind!#liebe
LG
Schnuppi

Beitrag von bubu76 13.02.06 - 12:43 Uhr

danke für die lieben Worte.
Ja ich denke ich rede die Woche mal in einer ruhigen Minute mit ihr darüber.
Ich hab ihr schon erklärt, dass Uropa nicht mehr da ist, denn sie wollte ein bild für ihn malen und ich hab gesagt, dass sie es ruhig malen kann und wir es dann im Flur aufhängen, dann kann Uropa es immer sehen.
Sie sagte dann: aber ich will es ihm selber geben.
Ich hab ihr dann gesagt, dass Uropa jetzt im Himmel ist und nicht mehr wiederkommt. Dass er uns aber immer sehen kann und wenn man an ihn denkt, dann merkt er das auch.
Sie sagt nur: Ok, alles klar.

aber ob sie das wirklich verstanden hat???

Beitrag von lillifee70 13.02.06 - 13:44 Uhr

Hallo,

auch von mir mein herzliches Beileid!

Ich denke, dass Deine Kleine das in diesem Alter ein bißchen verstanden hat. Sie hat aufgrund ihrers Alters noch nicht die Möglichkeit, sich da hineinzudenken und die Endgültigkeit zu verstenen, dazu müsste sie das Konzept von Zeit verstehen können. Ich meine aber, dass es ihr als Antwort und Erklärung genügt, wenn Du ihr das so erklärst und auch sagst, dass Du deshalb traurig bist.

Viele Grüße,
Lilliffee

Beitrag von bobbycar02 13.02.06 - 15:10 Uhr

Lass dich erst mal drücken, wir hatten letztes Jahr eine ähnliche situation mein Cousin kam bei einem verkerhsunfall ums leben, ich hab vor kInd geweint und sie auch mit auf die beerdigung genommen. Sie war noch keine drei. Erklärt hab ich nicht all zuviel aber doch das wensentlich.

Erzähle deinem Kind warum du sotraurig bist. Das tut dir gut und dein Kind weiß auch was los ist.

Beitrag von sabsy75 13.02.06 - 18:14 Uhr

Hallo!

Bei uns ist es gerade auch so, heute ist die Uroma von unserem Sohn verstorben.

Ich habe es ihm beim Frühstück gesagt, mußte auch weinen.

Wir erklären ihm, daß alle traurig sind, weil Omama gestorben und jetzt im Himmel ist!

Auch wenn sie es nicht verstehen - wer versteht das schon ? - Kinder haben ein Gespür dafür!

Wenn die Beerdigung vorbei ist, werden wir mit ihm das Grab besuchen und eine Kerze anzünden. Das machen wir beim Uropa auch öfters, den hat er aber nicht gekannt!

Es gibt auch Kinderbücher zu dem Thema, vielleicht findest Du in der Bücherei eins!

Laß Deinen Gefühlen freien Lauf, aber erklär Deiner Tochter, daß es nichts mit ihr zu tun hat!

#liebdrueck
sabsy