Mann berufsbedingt ganze Woche weg fühlen uns allein.Gehts andern ähnlich?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von jesjes 13.02.06 - 13:46 Uhr

hallo,
wollte mal fragen ob es noch mehrere Mütter gibt die ihren Mann nur am Wochenende sehen berufsbedingt.Mein Mann arbeitet seit 1.11.05 über 200 km entfernt von zuhause, somit sehen wir uns nur am WE und unser kleiner Sohn(15 Monate alt)hat halt sehr wenig von seinem Papa.Ich finds echt traurig und ärger:-[ mich darüber,aber andererseits verdient er gutes Geld so das wir es uns richtig gut gehen lassen können, aber Geld ist nicht alles und er fehlt mir so sehr.Von hier wegzuziehen kommt auch nicht so richtig in Frage.Unsere ganze Familie ist hier und Noah liebt seine OMA und OPA und ich auch.Unser Freundeskreis all das wollen wir nicht aufgeben.Wir haben jeden Tag was vor Krabbelgruppen usw.sonst würde ich vor Sehnsucht eingehen.Kann nicht gut allein sein,man gut mein kleiner Engel ist bei mir.Gehts irgendjemand ähnlich?Manchmal fühl ich mich so allein damit.
Besonders schlimm ist es wenn die anderen Mütter sagen sie müssen jetzt nachhaus zum Papa spielen,der wartet schon.Unser Papa sitzt 200km entfernt und vermisst uns auch unendlich.Blöd irgendwie.
leider kriegt er hier oben keine Arbeit,ach was würd ich dafür geben. Danke fürs zuhören jesjes mit Noah#heul

Beitrag von kati543 13.02.06 - 14:28 Uhr

Naja, du musst dir eben überlegen, was dir wichtiger ist. Ob du und dein Sohn lieber mit Papa zusammen sein wollen oder mit Oma, Opa und den Freunden aus der Krabbelgruppe. Ich wüsste wie meine Antwort lautet, aber wie gesagt. Es ist deine Entscheidung. Ich bin nur der Meinung, wenn dein Mann so eine gute Arbeit gefunden hat - und du wie es klingt nicht arbeiten gehst, der Kleine noch nicht zur Schule: Was hält dich dann 200km weit weg von deinem Mann? Etwa die Großeltern? Ich wohne 400 km von meinen Eltern entfernt, mein Mann 7000 km von seinen. Bei uns ist nicht ansatzweise etwas möglich mit Großeltern. Unser Kind ist zwar noch nicht geboren, kommt aber Ende April. Mir ist es definitiv wichtiger mit meinem Mann zu leben, als mit meinen Eltern. Und Krabbelgruppen gibt es nun wirklich überall. Ihr könnt ja in Zukunft am Wochenende immer die Großeltern besuchen.

Beitrag von danny0903 13.02.06 - 16:22 Uhr

Hallo Jesjes!

Glaub mir, ich kenne diese Gefühle nur zu gut. Mein Mann arbeitet 320 km von uns entfernt. Wir hatten die Wahl:

Entweder hier arbeiten, dafür in unregelmäßigen Abständen für lange Zeit (zwischen 6 Wochen und 3 Monaten) weit weit weg (BRasilien, China usw.) oder halt 320 km jede Woche hin und zurück.

Meine Kinder sehen ihren Papa auch nur sehr selten, aber es ist so schön, meine Große zu sehen, die ganz genau spürt, wenn freitags die Türe aufgeht, dass das jetzt der Papa ist. Dann ist sie gar nicht mehr zu halten. Letzte Woche hatte er Urlaub, da war sie gar nicht mehr von ihm wegzukriegen. Für solche Momente leben wir und hangeln uns von Woche zu Woche.
Leider hat er aufgrund dieser Situation die zweite Geburt verpaßt, aber auch die Kleine weiß, wer ihr Vater ist und dass er alles für sie tut, was er kann.

Wenn ich im Miniclub oder in der Stillgruppe sitze, dann wird mir auch anders, wenn die anderen Mütter erzählen, dass Papa abends die Geschichte am Bett vorliest und sie mit Freundinnen ins Kino gehen können. Ich weiß dann immer, ich kann das nicht so einfach.

Meine Mutter und Oma und Schwester sind da für mich, aber auch den ganzen Tag über schon, weil ich hier arbeiten gehe, dann möchte ich sie nicht auch noch abends in Beschlag nehmen.
Wir trösten uns immer mit dem Bewußtsein, dass wir in spätestens 3-4 Jahren wieder zusammen sind, dann bin ich hier fertig und entweder ziehen wir dann ganz runter zu ihm oder er kommt wieder zurück...

Wenns dir aber abends gar zu langweilig wird, dann kannst du mir gerne mal mailen (danny0903@gmx.de)

Grüße

Daniela

Beitrag von beate77 13.02.06 - 16:49 Uhr

Hallo,
mal Kopf hoch. Ich bin auch so aufgewachsen, wie es Dein Sohn tut. Mein Vater war auf Montage mal 1 Woche weg, aber auch mal 3 Monate einfach weil das finanziell viel besser war. Meine Mama und ich sind auch in dem Ort geblieben, wo Ihre Familie war, und ich hatte immer Oma, Opa, Onkel und Tanten die auch für mich da waren, und für meine Mama wars sicher nicht immer ganz leicht, aber die Familie hat sie aufgefangen. Aber ich will Dir eigentlich was anderes erzählen: Mein Papa war ja dann nur am Wochenende bzw. im Urlaub daheim. Bei meiner Freundin und gleichzeitig Nachbarin kam der Papa jeden Abend um 16:00 Uhr heim. Was glaubst Du, wer mehr von seinem Papa hat? Wahrscheinlich falsch! Nämlich ich. Denn wenn er am Wochenende heimkam, war die Zeit so wertvoll und kostbar, daß er da voll und ganz für seine Familie (Mama und ich) da war. Da gab es kein "Fußball", Abends mit Kumpels ein Bierchen usw. sondern nur uns.
Ich hoffe, dass das bei Euch auch so ist.
Übrigens, noch so ne Kleinigkeit, ich wünsche mir immer, daß meine Ehe so wird, wie die von meinen Eltern (inzwischen 31 Jahre). Die halten zusammen und dick und dünn, denn sie haben soviel geschafft und ausgehalten, da ist der Alltag jetzt wo er jeden Abend heimkommt nur noch ein Klacks.

Also Kopf hoch, und freu Dich, es sind ja nur noch 4 Tage, dann kommt er wieder.
Gruß
Beate

Beitrag von maja68 13.02.06 - 18:05 Uhr

hallo du,

mir geht es genauso wie dir, und ich mache das schon seit Jahren.
Mein Mann arbeitet auch 200 km weg von uns, kommt nur am Wochenende heim und wir haben 2 Kinder, die inzwischen schon 9 und 11 Jahre alt sind.
Früher hat mein Mann für eine Firma in der Nähe gearbeitet und kam jeden Abend nach hause. Allerdings musste er auch sehr viele Überstunden machen und teilweise am Wochenende arbeiten, sodass er oft erst um 20.30 Uhr nach hause kam. Da wurden die Kinder wieder komplett aufgedreht, ans Bett gehen war nicht zu denken vor 22.00Uhr. Als die Kinder dann endlich im Bett waren schlief er vor dem Fernseher ein und wir hatten keine Zeit mehr für uns Beide.
Ab und zu ging er dann auch noch mit seinen Freunden in die Kneipe, wo ich wegen der Kinder nicht mit konnte.
In der Summe war er zwar mehr da, aber nie so richtig bewusst.
Seit er in der anderen Arbeit ist geht es viel besser.
Er verschwindet am Montag morgen und kommt erst am Freitag um 15.00 Uhr zurück. Das Wochenende haben wir für uns und wir geniesen es viel mehr, weil es immer wieder etwas besonderes für uns ist.
Ich kann dir nur eins sagen, nicht die QUANTITÄT ist ausschlagend, sondern die QUALITÄT.
Dinge die nicht unendlich zur Verfügung stehen, so wie bei euch die Zeit miteinander, lernt man viel mehr zu schätzen.
Wir reden jetzt wo er nur am Wochenende da ist viel mehr miteinander, weil wir uns viel mehr zu erzählen haben. Es wird nie eintönig. Er erzählt von der Arbeit und ich lasse die ganze Woche mit den Kindern Revue passieren.
Sicher verpasst es einen immer wieder einen Stich, wenn die anderen Mütter sagen sie müssen heim zum Papa spielen. Das ist aber oft auch nur ein Trick. Sie machen die Kinder neugierig auf den Papa damit sie mit heim kommen.
In der Realität findest du dann oft zuhause statt den spielenden Papa die Couchpotatoe, die von der Arbeit erschöpft vor dem Fernseher ihre Ruhe haben will. Die Kinder werden nur kurz begrüßt, während die Frau gefragt wird was es zum Abendessen gibt.
Ich dagegen brauche zum einen einmal keine Rücksicht nehmen und jeden abend kochen.
Besonders im Sommer kann ich mit den Kindern im Freibad bleiben, solange ich Lust habe und wenn ich keine Lust zum Essen kochen habe lade ich die Kinder anschließend noch zu MC Donalds ein. (Natürlich nicht regelmäßig) Aber die Kinder und ich wir sind ein eingespieltes Team. Ich genieße diese Freiheit sehr. Andererseits genieße ich auch die Nähe zu meinem Mann sehr, wenn er am WE heim kommt.
Ein Tipp von mir. Gegen das Allein sein helfen auch gute Gespräche. Da du aber am abend nicht weg kannst, so kann der PC sehr hilfreich sein. Da kannst du doch chatten oder im Forum mit anderen diskutieren.
Also ich klopfe am Abend oft in die Tasten, wenn ich nichts zum lesen habe und nichts gescheites im Fernsehen läuft. Auch ich habe mich früher mit Krabbelgruppen und ehrenamtlichen Aktivitäten abgelenkt. Irgendwann musste ich aber feststellen, dass viele meiner Bekannten wieder berufstätig wurden, sobald die Kinder größer wurden und die regelmäßigen Krabbelgruppentreffen wurden weniger. Für mich dagegen war es nicht möglich, meine Berufstätigkeit wieder aufzunehmen, da ich ja keinen Papa hatte, der mal einspringen konnte. Ich war auf mich allein gestellt.
So habe ich mich als Tagesmutter versucht, weil ich das mit meiner Familie verbinden konnte.
Inzwischen sind meine Kinder so groß, dass ich mich auch für andere kleinere Kinder nicht mehr so begeistern konnte.
Zur Zeit habe ich eine Teilzeitschulung für Berufsrückkehrer am vormittag laufen, wenn meine Kinder in der Schule sind und demnächst hoffe ich dann auch wieder auf einen Teilzeitjob, der mich ablenkt.
Du siehst, es gibt immer wieder Alternativen wie man aktiv die "Wartezeit" auf den Schatz am Wochenende verkürzen kann. Nur einen Fehler darfst du nie machen, sitze nie däumchendrehend zuhause herum und schlage die Zeit tot mit warten. Das frustriert nur und zermürbt. Dazu ist die Zeit zu schade. Lebe dein Leben und genieße es (mit deinem kleinen Schatz zuhause) und freue dich besonders, wenn dann am Wochenende dein großer Schatz heim kommt.

LG
Maja

Beitrag von duschdass 13.02.06 - 19:53 Uhr

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Beitrag von shajenn2 14.02.06 - 00:43 Uhr

Hallo
Mein Mann ist Fernfahrer also berufsbedingt unter der Woche auch nicht zu Hause und wenn die Tour dumm läuft sehe ich ihn schon mal 14 Tage nicht
Und ich kann ihm nicht hinterherziehen ( Bei reiflicher überlegung wäre ein Wohnwagen da die lösung)

Bei mir kommt da auch schon mal Neid auf wenn ich Familien/Väter mit dem Kinderwagen durchs Städtchen laufen sehe
oder hier lese Abends nimmt mein Mann ihn / sie dann mal für eine Stunde und ich kann ...was auch immer machen

Vor allen die ersten 6 Monate mit der Kleinen alleine waren hart weil man doch sehr an Essens und Schlafenszeiten gebunden ist, hinzu kommt noch das meine Familie 150km weit weg wohnt
Aber ja dafür ist mein Mann wenn er daheim ist auch zu 100% Partner und Vater und das hat mit sicherheit ein Stück damit zu tun das er genug Kinder und Eheweibfreie Zeit hat
Manchmal finde ich es etwas anstrengend das komplette Familienleben von Freitag bis Sonntagnachmittag aufzuholen.....weil natürlich auch viele Dinge fehelen wie gemeinsammes Essen zb...andere Familien haben das täglich und können da gut mal am Wochenende drauf verzichten oder ein gemeinsammer Gammelabend
Wir müssen immer versuchen das alles in 2 Tagen unterzubringen im gegenzug bedeutet das aber auch das wir es zu schätzen wissen
Ich denke jede Form der Partnerschaft hat sein Vor und seine Nachteile , ich für meinen teil bin der Optimist iin unserer Familie und blende die Nachteile gerne aus
also bevor icvh mich über einen einsamen Abend ärgere freue ich mich lieber auf den gemeinsammen


Liebe Grüße
Ulrike