Nochmal zur Ferbermethode

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von deoris 13.02.06 - 13:51 Uhr

Ich habe diesen Beitrag in einem anderen Forum gelesen und mit Erlaubnis der Verfasserin stelle ich das hier rein.



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Ich habe diese Methode vor 6 jahren mit meinem Sohn durchgeführt und ich wünsche mir ich hätte es nie getan.Ich war damals sehr jung und unerfahren ,aber das ist keine Entschuldigung,ich musste es noch lange lange Zeit ausbügeln.Nach 4 Tage war der Spuck vorbei und mein Sohn schlief alleine ein und durch aber nur 3 Monate lang.Danach wurde alles noch schlimmer ,er schrie Nachts so fürchterlich,dass ich danchte ,dass er verückt geworden ist,darauhin hatte ich etwa 1 Monat lang schlaflose Nächte ,er wollte nur auf meinen armen schlafen ( mit 1 Jahr) wenn ich ihm abgelegt habe hatte um sich geschlagen,er hatte Angs das Schlafzimmer zu betretten auch tagsüber,wollte er nicht schlafen und fiel vor Müdigkeit auf dem Bodem um.Ich hatte eine Psychotherapie mit ihm angefangen, wir mussten in ein Schlaflabor ,das nichts bewirkt hat.Auf jeden fall war das ein sehr schwerer Weg,der wirklich über mehrere Monate hinausging.Mein Sohn ist jetzt 7 Jahre alt ,ein sehr zurückhaltenes,ängstliches Kind.In der Schule hat er keine Probleme mit lernen aber viele Probleme mit seinen Mitschülern und auch Lehrer kriegen keinen Wort aus ihm raus.Nun schlafen ist immer nur mit Licht möglich und er wacht immer noch nachts auf.

Bitte tut euren Kindern das nicht an!!!!!



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Beitrag von ayshe 13.02.06 - 13:59 Uhr

oh mann, hört sich ja echt schlimm an.


aber der angeblich erfolg ist eben nur ein scheinerfolg, will nur meist keiner glauben.

im grunde züchtet man sich mit solchen methoden ja erst richtige und echte schlafprobleme.

auweia.


schön, daß du das mal reinstellst.


lg
ayshe

Beitrag von smilysmile 13.02.06 - 14:47 Uhr

danke das sie das mit uns teilt, aber ich glaube trotzdem nicht das es die Muetter wachruettelt die das weiterhin praktizieren.

Einfach nur traurig:-(

Beitrag von misscatwalk 13.02.06 - 15:24 Uhr

och joa #gaehn

Beitrag von stern1974 13.02.06 - 16:06 Uhr

Also ganz ehrlich ich kann es mir nicht vorstellen, dass es an dieser Methode liegt. ICh habe selber dieses Buch NUR GELESEN und fand, dass es hier im Forum zu negativ dargestellt wurde. Vor allem stelle ich fest, dass viele es falsch verstehen.

Im Buch wird ausdrücklich mehrmals geschrieben, wann diese Methode angewandt werden soll. Vor allem steht da nichts von Stunden, was manche hier schreiben, es geht um ein paar Min. Und es wird ständig drauf hingewiesen wenn es nach ein paar Min. nicht klappt oder das Kind viel schreit, die Methode einfach abzubrechen.
Ich lasse meinen Sohn auch nicht schreien, für mich käme diese Methode generell nicht in Frage, da es einfach nicht nach meinem Gefühl gehen würde, und somit weiss ich, ich könnte es nicht durchstehen u. auch nicht dahinterstehen.

Ich dachte immer, was für ein schreckliches Buch es sein soll aber ganz ehrlich es wird immer wieder geschrieben, wie vorsichtig man sein soll, dass man die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigen soll etc. Ich fand es war nicht so schlimm geschrieben.

Was den o.g. Beitrag betrifft, habe ich eher das Gefühl, dass es an etwas anderem liegt aber glaube nicht, dass diese 4 Tage eine solchen seelischen u. psysischen Schaden hinterlassen haben. Dann dürfte man seinen Kindern gegenüber nie Konsequent sein. Es gibt manche die halt eine NEIN nicht akzeptieren aber müssen. MAnche schlagen um sich herum u. beruhigen sich. Ich kann es mir wirklich beim besten Willen einfach nicht vorstellen. ICh würde sagen, die Mutter muss vieles falsch gemacht haben um ein solches Kind zu haben.

In der Eltern-Zeitschrift habe ich auch einen Artikel gelesen wo eine Mutter mit den Schlafproblemen der Kindes nicht zurecht kam. Sie wurde von einer "Psychologin" oder änhliches besucht u. diese hat das gleiche Verfahren angewandt wie die Ferber-Methode. Das gleiche Prinzip... Vielleicht kann sich jemand von euch auch an diesen Artikel erinnern.

Nochmal, ich möchte keine Diskussionen eröffnen. Ich bin absolut nicht Beführworter der Ferber Methode. Meine Meinungs ist, dass manche dieses Buch einfach nicht richtig verstehen oder gelesen haben u. dann ihr Kind stundenlang schreien lassen.

LG
Stern

Beitrag von birkae 13.02.06 - 16:15 Uhr

Gut geschrieben!

Ich denke auch, man sollte das nicht alles verallgemeinern!

LG Birgit

Beitrag von birkae 13.02.06 - 16:13 Uhr

Hallo,

auch wenn ich jetzt gesteinigt werde, ich glaube nicht, dass irgendeine von euch in die Köpfe der Kinder reinschauen kann. Niemand weiss, was welche Methode bei diesem oder jenem Kind hervorruft. Warum verteufelt ihr also etwas, das bei vielen Kindern funktioniert hat und dass schon seit jahrhunderten? klar gibt es immer wieder Berichte, die veranschaulichen, was im Falle X passieren kann. Aber mal ehrlich, es werden doch in allen Bereichen des Lebens immer mehr die Schrecklichen als die Positiven Erfahrungen verbreitert. Die Menschheit dürstet nun mal leider nach Schauergeschichten.

Ich habe einen Teil der Ferbermethode auch angewandt, und habe an den Reaktionen meines Sohnes genau gesehen, bis wohin ich gehen konnte. Wenn er zu aufgebracht wurde, habe ich es an dem Abend natürlich gelassen, aber fakt ist, er hat mit noch nicht einmal einem Jahr durchgeschlafen und seither gibt es keine Schlafprobleme. Und die Methode brauchte ich nicht mal eine Woche lang anwenden.

Also bitte, keiner ist Fehlerlos (ich auch nicht!) deshalb sollten wir doch alle für unsere Kinder als gutes Beispiel vorangehen und Tolleranz üben! Auch wenn wir mal anderer Meinung sind, sollten wir die Meinung anderer akzeptieren, ohne ihnen das Gefühl zu geben, dass sie deshalb schlechtere Menschen sind.

Euch noch einen schönen Tag!

LG
Birgit

Beitrag von ximaer 13.02.06 - 23:02 Uhr

>>> Warum verteufelt ihr also etwas, das bei vielen Kindern funktioniert hat und dass schon seit jahrhunderten? <<<

Wie kommst Du denn auf die Idee???

#kratz

Beitrag von birkae 14.02.06 - 16:52 Uhr

durch Literatur!

LG Birgit

Beitrag von ximaer 14.02.06 - 21:11 Uhr

Na, die Quellen würden mich interessieren.

Tatsächlich ist es erst seit kurzem üblich, dass Kinder alleine schlafen müssen. Jahrhunderte lang schliefen Kinder bei ihren Eltern, bei Ammen oder ihren Geschwistern.
Jahrtausende lang war es üblich, dass Kinder neben der Mutter oder einer anderen weiblichen Verwandten schliefen.

Suse

Beitrag von mause1981 14.02.06 - 13:22 Uhr

Hallo Birgit,

zwei Freundinnen von mir haben die Methode angewendet und sind davon absolut begeistert!

Sogar die HEBI hat es ihnen empfohlen!!!

LG
Tanja

Beitrag von birkae 14.02.06 - 17:05 Uhr

Hallo Tanja,

gerade das wollte ich sagen, es gibt viele, bei denen eine auf das Kind angewandte Einschlafmethode gut funktioniert hat.

Trotzdem wird hier im Forum dieses Thema immer wieder verteufelt, weil es diese "Schauergeschichten" gibt.

Danke für deine antwort.

LG
Birgit

Beitrag von lady_chainsaw 14.02.06 - 13:42 Uhr

>>Warum verteufelt ihr also etwas, das bei vielen Kindern funktioniert hat und dass schon seit jahrhunderten?<<

Stimmt nicht - diese Methode (damals natürlich noch nicht nach Herrn Ferber benannt) stammt aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts - als man zu Kriegszeiten die Kinder von Anfang an zu Einzelkämpfern für das Volk erziehen wollte. Ein Kind durfte damals kein Kind sein und hatte von Anfang an unabhängig und stark zu sein. Gefühle wollte man nicht! Nur, wenn ein Kind nicht "verwöhnt" wird, wird es stark und kann sein Vaterland unterstützen #augen

Gruß

Karen

Beitrag von birkae 14.02.06 - 17:02 Uhr

Ich glaube dir gerne, dass damals ein gewisser Prozentsatz aus patriarchischen Gründen die Kinder so erzogen hat.

Aber auch schon davor wurde die Kinder ins Bett gelegt und fertig. Die Leute damals hatten einfach keine Zeit, sich solange neben das Kind zu setzten, bis es eingeschlafen war. Damals wurde bis zum Schlafengehen gearbeitet und dementsprechend wurden die Kinder erzogen.

Und der Satz "Gefühle wollte man nicht" gefällt mir nicht. Willst du allen Müttern und Väter der damaligen Zeit absprechen, ihre Kinder geliebt zu haben und in Liebe aufgezogen zu haben? Ich will und kann es nicht glauben, schliesslich stammen wir auch von diesen Menschen ab. ;-)

LG Birgit

Beitrag von farideh 13.02.06 - 16:24 Uhr

Das Kind tut mir sehr leid und es braucht vielleicht Hilfe,sich zu öffnen und mehr Selbstbewusstsein zu erlangen, jedoch bin ich davon überzeugt,dass es nichts im geringsten etwas mit dieser Methode zu tun hat.
Wäre es so,dann müssten sowohl meine Schwester als auch ich einen schweren Schaden haben - um es einmal milde auszudrücken.
Als wir beide noch klein waren,gab es dieses Buch noch nicht und dennoch wurde es so gemacht, das wir auch einmal in unserem Bettchen lagen und geschrien haben.
Wenn man immer gleich hin rennt ,wenn das Kind weint macht man sich selbst kaputt.
Ich lasse meinen Sohn auch mal schreien - NICHT! über Stunden - aber ein paar Minuten.Wenn ich das nicht tun würde, würde ich stundenlang nur hin und her rennen.

Und genau das ist es was das Buch vermitteln möchte. Keiner schreibt dort irgendetwas von stundenlangem Schreien und ignorieren! Jemand der es so interpretiert sollte Kritik ertragen können,aber die Methode an sich ist ganz anders aufgebaut!

Beitrag von kaeseschnitte 13.02.06 - 20:46 Uhr

und kinder, die solche probleme haben, gibt es ja nicht, wenn sie immer in den schlaf begleitet werden?! ich bitte dich...
bei allem vorbehalt gegen das bedenkenlose und unreflektierte anwenden der methode: die ganze nach-geschichte von ferber abhängig zu machen, ist sehr undifferenziert.
grüsse
kaeseschnitte