krankhafter Kinderwunsch?

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von sunny1983 13.02.06 - 15:34 Uhr

Hallo!

Obwohl ich eigentlich lernen sollte, schwirren mir immer wieder andere Gedanken im Kopf rum. Und zwar der Wunsch nach einem Kind.
Ich werde im Juni 23, bin allerdings noch am studieren. Lehramt im 7. Semester, d.h. eigentlich noch ein Jahr oder evtl eineinhalb und dann bin ich fertig. Dann kommen zwei Jahre Referendariat bis ich ganz fertig bin. Danach wäre ich dann vermutlich 26.
Nun ja eigentlich hatte ich mir immer gesagt so lange warte ich auf jedenfall, aber jetzt ist das noch soooo lange hin. Im letzten Jahr haben aus der Familie meines Freundes drei Leute Kinder bekommen, was mich total neidisch gemacht hat. Wenn ich realistisch darüber nachdenke, weiß ich, dass das jetzt der falsche Zeitpunkt ist. Mein Freund hat noch keinen Ausbildungsplatz sicher und ich bin mitten im Studium.
Aber dennoch kann ich nicht anders und muss ständig daran denken wie es wäre jetzt doch ein Kind zu kriegen.
Das geht soweit, dass ich im Babymarkt Kindersachen anschaue, im Internet mich rundum informiere und es sogar nciht lassen konnte ein paar Bodies zu kaufen.
Einerseits macht mich das glücklich, andererseits komme ich mir total krank vor dabei.
Und da ich so mit keinem richtig darüber reden will, weil es mr irgendwie peinlich ist, hab ich gedacht ich schreib mal hier. Vielleicht kennt jemand von euch das und hat einen Rat.
Würde mich über eure Meinungen auf jedenfall freuen.

Liebe Grüße Sunny

Beitrag von huppala 13.02.06 - 15:46 Uhr

Hallo Sunny,

also krankhaft würde ich das nicht nennen. Kinderwunsch ist eine Sehnsucht, die wir nicht steuern können.

Wir können nur lernen, damit umzugehen. Du hast Recht, es ist nicht so ganz der richtige Zeitpunkt. Ihr hättet wahrscheinlich finanziell ziemlich harte Zeiten vor Euch. Aber: hatten das nicht unsere Mütter auch? Klingt vielleicht blöd. Aber man kann auch glücklich sein, ohne viel Geld. Wenn Du der Meinung bist, ihr könnt alle drei satt werden, ein warmes Heim haben und wenn Ihr ein paar Notgroschen zurücklegen könnt, dann würde ich das mit meinem Freund besprechen. Erzähl ihm offen von Deiner Sehnsucht, die ist völlig natürlich. Erzähl ihm aber keine Dinge, für die Du Dich schämst, weil es nämlich genau so rüber kommt. Und doch, schämen mußt Du Dich für gar nichts. Ich finde es niedlich, dass Du schon Babykleidung kaufst.

Und mit ihm reden heißt nicht, ihn davon zu überzeugen. vielleicht geht es Dir dadurch einfach nur besser. vielleicht könnt Ihr zusammen erstmal ein Ablenkungsmanöver finden, was Dich die nächsten 2 Jahre nicht verzweifeln läßt (UNSER PARSON-JACK-RUSSEL bekommt in 3 Monaten Welpen #freu#freu#freu) ;-);-);-);-);-);-);-) Der hält Dich auch ganz schön auf Trab und macht erst mal nicht so ein großes Loch in eure Finanzen.

Das war ein leicht ernst zu nehmender Scherz

Mhhhh, ich wünsche Dir viel Glück, lieben Gruß, Anne

Beitrag von catsan 13.02.06 - 15:54 Uhr

Hi Anne,

Jolie ist noch nicht gedeckt und Du redest schon von Welpen.

Ach wären wir doch Hunde - dann würde es in ÜZ 1 schon klappen.

LG Cat

Beitrag von sunny1983 13.02.06 - 16:01 Uhr

Vielen Dank erstmal für die schnelle Antwort.
Ach ja ich weiß auch nicht.
Bin da halt total unsicher, es gibt Zeitpunkte da denke ich, dass ich das schon schaffen könnte und so, aber dann wieder denk ich ne das kann nicht gehen.
Bin mir nicht sicher ob das mit meinem Freund hinhauen würde und so.
Ich müßte das Studium unterbrechen und davor hab ich Angst. Und dann das Referendariat mit Kind ist bestimmt nicht leicht.
Mit meinem Freund kann ich so richtig nicht darüber reden, er sagt immer ich soll nicht von Babysachen erzählen etc, weil ich ja eh jetzt nicht will.
Und wenn ich richtig drüber nachdenke, wil ich jetzt auch nicht, weil das in den nächsten drei Jahren noch anstrengend genug für mich wird.

Somit schau ich weiter Babyklamotten an und wenn sdann mal soweit ist, dann hab ich bestimmt genug eingekauft *g*....

Beitrag von manimaxi 13.02.06 - 15:46 Uhr

Hihihi, guck mal:


http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=24&id=289549&pid=1903183

LG, mani

Beitrag von juliabaenfer 13.02.06 - 16:01 Uhr

Hallo Sunny,

ich fühle mich gerade so, als wenn ich den Beitrag geschrieben hätte. Müsste auch eigentlich für eine Klausur am Mittwoch lernen und treibe mich aber lieber hier im Forum rum.
Bin genau wie Du noch Studentin auf Lehramt im 7. Semester. Trotzdem haben mein Mann und ich uns für ein Kind entschieden, sind zwar erst im 1 ÜZ aber hoffen wie alle das es schnell klappt.

Also sprich einfach mal mit Deinem Freund, vielleicht sieht er es ja genau wie Du! :-)

Lieben Gruß,

Julia

Beitrag von sunny1983 13.02.06 - 16:06 Uhr

Hallo Julia!

Dein Posting hat mich sehr neugierig gemacht. Darf ich fragen mit welchen Gefühlen hier zunächst an die Sache rangegangen seid.
Da kommen gerad so viel Fragen auf. Hat dein Mann eine feste Arbeitsstelle?
Das ist nämlich bei mir das größte Problem! Ich hab Angst, dass es finanziell nicht gehen würde. Im Gegensatz zu mir studiert mein Freund nicht. Hat leider auch nicht den besten Abschluss und ist immernoch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, wir hoffen, dass es bald klappt! Außerdem wohnen wir auch noch nicht zusammen, aber das ist denke ich das kleinste Problem.
Hast du dich informiert wie du das mit dem Studium hinkriegst? Unterbrechung? Ich bin auf Bafög angewiesen momentan. Vielleicht hast du Interesse an einem Kontakt?
Würde mich sehr freuen, liebe Grüße sunny

Beitrag von juliabaenfer 13.02.06 - 16:55 Uhr

Hallo Sunny,

hat ein bisschen länger gedauert. Sorry! Um mal Deine Fragen zu beantworten: Ja mein Mann hat einen festen Arbeitsplatz und trotzdem sind wir der Sache mit gemischten Gefühlen entgegen gegangen. Vor allem ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, vor allem wegen des Studiums. Ich kenne jedoch einige Studentinnen die schon Kinder bekommen haben und trotzdem ihr Studium zu Ende bringen. Die Zeit kann man sich bestimmt nie wieder so gut einteilen wie im Studium. Mit dem Bafög kann ich Dir nicht wirklich helfen, ich weiß nur, dass Du Urlaubssemester beantragen kannst und diese wiederum auf die Baäfogzeit angerechnet werden.
Das Studium werde ich nicht wirklich unterbrechen müssen, während der Schwangerschaft kann man ja weiter Seminare besuchen. Mein Problem sind nur die Sportprüfungen (studiere Chemie/Sport), die werde ich wohl verschieben. Aber erst einmal muss es klappen und das kann ja auch eine ganze Weile dauern. Solange mache ich weiter wie gehabt.
Was studierst Du eigentlich für Fächer? Und wann fängst Du mit Deiner Examenarbeit an?
Freue mich auf Antworten!

Lieben Gruß,

Julia

Beitrag von sunny1983 13.02.06 - 17:04 Uhr

Danke für die Antwort.
Ja das stimmt man muss ja nicht sofort unterbrechen, mal angenommen ich würde mich auch dafür entscheiden ein Kind zu kriegen, was im móment glaub ich nicht danach aussieht, dann würde ich auch erstmal soweiter machen, dauert ja auch bis man schwanger wird meistens etwas. und dann die Zeit kann man ja auch an Veranstaltungen teilnehmen. Habe kein Sport oder sowas. Studiere Mathematik und Lernbereich Sachunterricht. Nur wenn man so rechnet, wenn ich jetzt sagen würde ok ich setz die Pille ab, dann würde ich sicherlich genau zum Examen das Kind bekommen, es sei denn es geht ganz schnell. Und ich bin mir nicht sicher ob ich mit Säugling das Examen schaffe bzw. inwieweit man dann noch Urlaubssemeseter bekommt,wenn man ja eigentlich fertig ist.
Und was ich mich auch frage, wieviele Urlaubssemester? Weißt du schon wie du das nach der Geburt machen möchtest? Ich möchte mein Kind ungern mit nur einem halben Jahr zu einer Tagesmutter geben.
Jaja so viele Komplizierte Sachen, und es wird einem ja inDeutschland auch nicht so einfach gemacht. Da steht es irgendwie an erster Stelle, dass man zu erst seine ausbildungs zu ende machen muss und karriere und so. in anderen Längern steht da die Familie und das Kinderkriegen viel mehr im Vordergrund.
Wenn du magst kann du mir auch mailen
silvia.doehren@ewetel.net

Beitrag von enti1976 13.02.06 - 18:15 Uhr

Mh, also ich hab auch Lehramt studiert - in Bayern, wenn das irgendwie relevant ist, und das Referendariat hätte ich mit Kind glaub ich nicht hinbekommen...
Das ist wirklich so schon zum Teil zum auswachsen stressig, gab immer wieder Momente, wo ich das ganze hinwerfen wollte, das Studium war von arbeitsaufwand ein Klacks dagegen.... Also weiß, dass sich das schrecklich anhört, aber ich würde das ganze wirklcih ncoh etwas aufschieben, grad wenn dein Freund auch keinen Job hat...
Im Studium hat man sicher zeit für das Kind, weil man sich die Zeit einteilen kann etc. aber Referendariat sind ständige Termine, jeden Tag Unterrichtsvorbereitungen, endlose Arbeiten die dazu zu schreiben sind...
Naja, will dich ja nicht entmutigen, aber mir hat es ohne Kind echt gereicht mit der Arbeit - um elf vom Schreibtisch aufstehen und direkt ins Bett fallen, solche Tage gab es öfter.... wo da überhaupt ein Säugling oder Kleinkind hätte Platz haben sollen?!?
LG Irina

Beitrag von sunny1983 13.02.06 - 19:30 Uhr

Danke für deine Antwort.
Ja genau ist auch der Punkt der mich davon abhält, ich denke das mit dem Studium würd ich wohlnoch irgendwie hinkriegen auch finanziell und so, aber die Schwester von meiner Freundin macht gerade ihr Referendariat und sie erzählt immer wie stressig das ist und so. Und denke ich halt auch dass es jetzt nicht die richtige Zeit ist. Entweder schon früh im Studium, so dass das Kind zur Referendariatszeit schon 2-3 Jahre alt ist oder eben wohl er nach dem Referendariat, auch wenn mir das schwer fällt wird das wohl so sein müssen....

Beitrag von enti1976 15.02.06 - 14:39 Uhr

Dass das ziemlich schwer ist, kann ich mir vorstellen, kenne das, wenn alle um einen rum Kinder kriegen und man selber darf/sollte nicht.....
Aber bei mir ging ein extremer Kiwu auch mal wieder vorbei, als ich mit anderen mal wieder mehr unternommen hab, fortgegangen bin, etc. und all die Sachen mal mehr genossen habe, die mit Kind nciht mehr ganz so leicht oder fast unmöglich sind...

Beitrag von sweetlady0020 13.02.06 - 16:20 Uhr

Oooh weia sunny,

wie ich Dir nachempfinden kann. Ich sitze auf Arbeit und nutze gerade meine Pause um ein wenig bei Urbia zu stöbern.

Ich wünsche mir auch einen kleinen Krümel, aber da ich leider noch realistisch bleiben muss, werde ich das wohl auch auf 2 Jahre verschieben müssen.

Ich freue mich für alle werdenden Mamis, aber momentan hab ich das Gefühl, dass alle um mich herum noch gaaanz gaaaanz gaaaaanz schnell ein #baby bekommen müssen und nur ich zu vernünftig bin, es zu wagen.

Ich habe eigentlich alles was ich brauche:

- einen tollen Mann
- ein wunderschönes zuhause
- einen Job
- und ne süße Mieze#katze

Und dennoch sagt mir der Verstand: "Nein Janine, warte mal noch ab, Deine Zeit kommt noch"

Komischerweise sagt das #liebe mal wieder was gaaaaanz anderes.


:-[ das ist zum verrückt werden.......

Liebe Grüße von einer Leidensgenossin,

Janine#klee

P.s. Ich habe auch schon 1, 2 Babysachen gekauft#schmoll (Selbstquälerei nenn ich das)

Beitrag von fine2000 13.02.06 - 17:51 Uhr

Hallo Sunny,

meine Schwester ist auch Lehrerin. Sie sagt immer, das Referendariat ist die beste Zeit, um schwanger zu werden. Dann hast Du das Studium geschafft und eine Stelle. So lange kannst Du Dich doch sicher noch gedulden, oder?

Lg,
fine

Beitrag von sunny1983 13.02.06 - 19:26 Uhr

Hallo und danke für deine Antwort.
Darf ich fragen wie alt deine Schwester ist und ob sie Kinder hat?
Ich kenne leider niemanden, der im Referendariat ist und Kinder hat. Nur jemanden der gerad im Referendariat ist und meint es sei total stressig und anstrengend. Und da frage ich mich ob ich das schaffe mit Kind. Ansonsten wär das kein Thema für mich.

Grüße sunny

Beitrag von fine2000 13.02.06 - 22:23 Uhr

Meine Schwester hat Kinder, hat diese aber erst nach dem Referandariat bekommen. Es war schwierig eine gute Stelle zu bekommen. Und diese hat sie dann schon bald wieder verlassen müssen wegen der Babypause. Im Nachhinein würde sie es jetzt anders machen. Du kannst beispielsweise das erste Jahr Referendariat machen, dann ein Jahr in Babypause gehen und danach wieder ins zweite Jahr starten. Ein weiterer Vorteil ist, dass Du danach mit Kind wesentlich bessere Jobchancen hast. Denn im Gegensatz zur freien Wirtschaft zählen ja im öffentlichen Dienst Sozialkriterien. Stressig wird das sicher. Aber arbeiten gehen ist mit Kind zu keiner Zeit einfach.

Lg,
fine