Insolvenz,Unterhalt,neue Regelungen?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von chaelyn 13.02.06 - 21:02 Uhr

Hallo Ihr,
ich habe eine Frage,vielleicht wißt Ihr schon mehr darüber.

Also,mein Ex müßte ja Unterhalt für unsere 3 jährige Tochter bezahlen.
Er sagt zu mir,bzw. droht mir,bei einer Klage vor Gericht würde er den Unterhalt auf "null fahren",dazu muss ich sagen,er ist in der Insolvenz mit Schulden vor der Ehe,wir sind bereits geschieden.
Nun behauptet er ,er hätte einen Selbstbehalt von 990,00 € und könnte dann noch eine Kilometerpauschale von 30 Cent pro Kilometer draufschlagen.
Verdienen tut er ca. 1500,00 €netto.
Er fährt ca 100 km insgesamt zur Arbeit und zurück.
Verbraucht aber niemals 600,00 € Fahrgeld,denn das würde bei 30 Cent pro Kilometer rauskommen.
Im Schnitt lag er bei der Hälfte ,also 300,00 €.
Das soll sich aber alles geändert haben mit dem Kilometergeld,angeblich seit dem 01.11.2005.Weiß jemand was darüber?
Auch das er nie an seine Gläubiger was zahlen mußte,macht mich bei dem Nettogehalt stutzig.
Kennt sich jemand mit Insolvenz aus?

Eure Antworten würden mir echt helfen.
Kann ich mich im Internet noch schlau machen,wenn ja wo?

Liebe Grüße Chaelyn#kratz

Beitrag von nine26 13.02.06 - 22:08 Uhr

Guten Abend Chaelyn :-)

Da irrt Dein Ex aber.
Der macht sich ja leicht.

Soweit ich weiß liegt der Selbstbehalt bei 790 €
Jedenfalls ist es hier in Hamburg so,
soweit ich informiert bin.

Außerdem geht der Unterhalt Euer Tochter vor den Schulden,das wurde im letztem Jahr gesetzlich so fest gelegt.
Bei einem Verdienst von 1500 € monatlich muss er bestimmt wenigstens den Mindestsatz von knapp 180 -190 € monatlich zahlen.

Gehe zum JA und nimm Dir einen Beistand und der regelt die Sache ansonsten für Dich.
Im Härtefall bekommst Du Unterhaltsvorschuss und die Schulden gehen Deinen Ex-Mann zu Lasten.

Drücke Dir die Daumen und lass Dich von Deinem Ex in der Sache nich nen Bären aufbinden.

Alles Gute und viel Erfolg in der Sache,
Nine #sonne

#stern Julian (8), Sarah (5), Emilia Marie (7 Monate) #stern

Beitrag von rene02 14.02.06 - 13:57 Uhr

ich schließe mich dem an der selbstbehalt ist aber 890 euro

Beitrag von ich_passe_auf 14.02.06 - 09:42 Uhr

Er fährt ca 100 km insgesamt zur Arbeit und zurück.
Verbraucht aber niemals 600,00 € Fahrgeld,denn das würde bei 30 Cent pro Kilometer rauskommen.

typisch Frau. Du rechnest nur den Sprit. Reifen halten ewig und die Bremsbelege benutzt man auch min. 100 Jahre. Die Inspektion beim Auto sind 28 Jahre gratis. Und der Ölwechselnach 10000 Km. ( 100km *20 = 2000 das mal 5 = 10000) also alle 5 Monate den zahlt ja die Oma.
Mal abgesehen von der Wertsteigerung, die das Auro ja jedes Jahr bekommt. So ist die Grotte ja nach 10 Jahre und 200000 Km auf dem Tacho etwa 5 mal so viel wert, wie der Wagen bei der Neuanschaffung.
P.S. die D-dorfer Tabelle ist nicht Gesetzbindend. Sie ist eine Richtlinie.
Nicht jeder Mann hat den gleichen Selbstbehalt.
#kratz

Beitrag von schnuffelschnute 14.02.06 - 12:13 Uhr

<<typisch Frau>>

Typisch Mann. Nicht jede Frau ist geldgeil, nur weil sie möchte, dass der KV Unterhalt bezahlt.
Weißt Du , mein "geliebter" Exmann hat ein geiles Haus, super ausgestattet, Plasmafernseher, 2 Autos und und und. Gehört natürlich alles nicht ihm, wieso auch! Jeden Monat habe ich hier Abenteuer pur: Zahlt er oder zahlt er nicht?
Kann das sein, dass du leicht frustriert bist? So kann man es nämlich aus deinen diversen Posting hier herauslesen.

Beitrag von ich_passe_auf 14.02.06 - 15:06 Uhr

Frust ?? Nööööö
Ich lese hier immer nur: Du bekommst dies, du bekommst das.
Die Leute sollen sich nicht darauf verlassen was die anderen Leute hier schreiben. Jeder Fall von Unterhaltszahlungen sieht anders aus. Jeder Fall kann zu einem Einzelfall werden.
Nicht immer geht es zu Gunsten der Frauen aus, nicht immer geht es zu Gunsten der Männer aus.
Der Schuß kann auch mal schnell nach hinten losgehen.
Man kann der Lesern hier zwar Tips geben, was möglich wäre, aber ob es nachher so eintrifft, sieht dann evtl. anders aus.
Ich lese hier von diversen Schreiberinnen immer nur geh zum Anwalt, sorry Anwältin. usw. Aber leider zeigen diese Schreiberinnen immer nur die eine Seite auf, nie die andere Seite. Was passiert denn wenn er keinen Unterhalt leisten kann? Welche Randbedingungen spielen noch ne Rolle?
Hier werden Hoffnungen gemacht, du bekommst.... und nachher schauen die armen Frauen dann in die Röhre.

Aber diese einseitige Denkweise muß man doch bekämpfen.

Schade das sich hier nie die Männer von genau jenen Frauen mal äußern, wie die andere Seite aussieht.

Sind denn die Frauen alle nur Unschuldslämmer?

Beitrag von coolhh_ist_wieder_da 14.02.06 - 15:37 Uhr

"Schade das sich hier nie die Männer von genau jenen Frauen mal äußern, wie die andere Seite aussieht."

Das hab ich schon oft genug getan, aber da kämpft man hier gegen Windmühlen.

"Frust" lese ich hier oft genug bei den Frauen heraus, die meinen, jeder unterhaltpflichtige Vater müsse sich schon von Haus aus am Existenzminimum bewegen.

Ich finde, man muss auch mal gönnen können (sagt man in Kölle). Ich gönne meiner Exfrau auch, dass sie als Alleinerziehende ein Haus gebaut hat, ein neues Auto hat, die Kinder zum Reitunterricht schicken, ein Klavier kaufen und sich eine Putzfrau leisten kann. Alles auch mit meinem Unterhalt.

Trotzdem lebe ich nicht am Selbstbehalt, was meine Ex dann gleich zum Anlass nimmt mich bei jeder Klassenfahrt, für Brille und Zahnspange nach noch mehr Geld zu fragen. Das finde ich dann unverschämt, aber was zählt schon, was ich finde...?

#cool

Beitrag von chaelyn 14.02.06 - 21:02 Uhr

Hallo,erst mal vielen Dank für die vielen Antworten,denn ich bin diejenige die diese Diskussion hervorgerufen hat.
Zweck des Ganzen, eigentlich nur, um mir einmal die heutige Gesetzeslage bekannt zu machen.
Ich bin weder Geldgeil noch bekomme ich viel Geld. Im Gegenteil,es gibt auch noch Frauen( so wie ich),welche zum Beispiel für Ihre ersten 3 Töchter keinen Cent sehen,weil der Vater seit 12 Jahren arbeitslos ist und ich dafür Verständnis habe.Ich klage nicht und nehme es hin.Des weiteren der 2.Ex für unsere 3 Kinder gerade mal 300,00 € Unterhalt leistet auf Grund einer Pfändung aber auch damit bin ich zufrieden,denn er verdient eben nicht so viel.Jetzt mein Ex mit unserer Tochter sich absolut weigert Unterhalt zu zahlen,weil er meint ich bin ja gutmütig und er endlich besser leben will,dabei habe ich ihn fast 4 Jahre ernährt,denn da war er krank,wegen Bandscheiben und weil er im Versicherungsbereich nicht mehr arbeiten kann und ihn das alles belastet,dann arbeitslos war und nachdem ich nur noch trotz der Kinder ackern war,ich aber auch Haushalt und Kids versorgen mußte ,dann ausgerastet bin und ich ihn vorsichtig gebeten habe endlich seinen " Arsch" zu bewegen,hat er Arbeit angenommen.Wir waren fast 5 Jahre zusammen und er hat davon jetzt ein halbes Jahr gearbeitet,kann ich da wenigstens den Mindestunterhalt für sein Kind verlangen? Auch ohne "Oma "? Meint Ihr Männer das wäre machbar?
Den das Geld was überbleibt gibt er für seine Heiler Geschichte aus,denn er denkt er ist der Heiler und Seher,so mit Lichttherapie und so.Verlange ich wirklich zuviel???????

Liebe Grüße Chaelyn

Beitrag von nine26 17.02.06 - 22:39 Uhr

So,nun aber gut.

Sind denn die Frauen alle nur Unschuldslämmer?

Nee,ganz bestimmt nicht alle.
Ich gehöre zu den Frauen die keinen Unterhalt für meine Kinder erhalten,weil die Väter keine Arbeit haben oder sogar Schwarz arbeiten gehen,um keinen Unterhalt zahlen zu müssen.

Von mir aus würde ich auch liebend gern auf den Unterhalt verzichten (auch wenn 2 Menschen bei der Zeugung beteiligt waren),wenn sich die Väter wenigstens kümmern würden.

Ich habe ihr lediglich nur einen Tip gegeben und ein Beispiel vorgelegt,was sie daraus macht ist ihre Sache.
Zum Anwalt würde ich auch nicht gleich rennen,sondern mich erstmal im Jugendamt beraten lassen.

Nur mit so faulen Ausreden würde ich mich nicht abspeisen lassen,wenns mir finanziell nicht so gut geht und ich vielleicht noch die Angst hätte,mein Kind irgendwie ernähren zu müssen.

Kinder können leider nicht nur von Luft und Mutterliebe leben... ;-)

Im Übrigen zahlt mein Mann,selbstständig,
auch Unterhalt für seine Tochter aus der vorherigen Beziehung,regelmäßig und muss nebenbei Uns als Familie auch ernähren.
Er beklagt sich nicht,für ihn ist das selbstverständlich.#liebe

Wir stehen Finanziell zu fünft bestimmt nicht so toll da wie der oben genannte Vater der wenigstens ein wenig für sein Kind zahlen könnte und wenns nur 50 € wären.

Man(n) kann sich aber auch anstellen oder nicht !?

Grüßle aus dem Norden,
Nine #sonne

#stern Julian (8), Sarah (5), Emilia Marie (7 Monate) #stern

Beitrag von manavgat 14.02.06 - 10:53 Uhr

Er irrt. Das geht so nicht. Der Selbstbehalt ist bei Unterhaltspflicht gegenüber Kindern geringer.

Die Fahrtkosten werden maximal bis zu der Höhe anerkannt, die eine Fahrkarte kosten würde und das auch nur, falls ein Umzug an die Arbeitstelle unzumutbar wäre.

Nimm Dir eine versierte Anwältin, die die Rechte Deines Kindes durchsetzt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von scullyagent 14.02.06 - 11:21 Uhr

Das funktioniert nur, wenn er angestellt ist .

Und dann auch nur, wenn er nicht mit dem Privat PKW Außendienst macht.

Der Selbstbehalt ist nur eine Richtgröße. Das kann durchaus sein, daß in diesem fall troz 1500€ Einkommen kein Unterhalt zu zahlen ist.

Nur leider kann das hier keiner beantworten -> Anwalt.

Scully