Arbeiten und Baby, wer hat Erfahrungen ??

Archiv des urbia-Forums Baby.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby

Erhaltet hier Tipps für das süßeste Baby der Welt und diskutiert mit anderen jungen Eltern über euer neues Leben. Informationen zu allen Themen rund um euer Baby erhaltet ihr im Magazin. Alles zur Entwicklung Ihres Babys findet ihr in unserem Babynewsletter

Beitrag von marlen501 14.02.06 - 13:46 Uhr

Hallo,

ich bekomme im august mein baby und bin selbstständig.

ich habe ca. 4-6 wochen nach der geburt vor, wieder im büro meiner arbeit nachzugehen. so nach und nach.

nun wollte ich gerne mal ein paar erfahrungsberichte von muttis haben, die ähnlich verfahren.

wie bringt ihr arbeit und baby unter einen hut.

da mein büro zu hause ist, also bei meinem eltern mit im haus, haben wir hier auch räumlichkeiten für ein kinderzimmer, welches genau neben meinem büro ist. das kind ist also den ganzen tag bei mir.

danke vorab
marlene

Beitrag von ricasa21 14.02.06 - 14:00 Uhr

Ich habe eine Freundin, die gerade ihr Diplom in der Tasche hat. Sie hatte von der Geburt an bis in den 11. Monat kaum Zeit für ihren Sohn und das merkt man auch.
Er geht zu niemanden, ausser zu Mama und Papa. Ist sehr sensibel, still und nah am Wasser gebaut.
Ich habe mir immer viel Zeit für mein Kind genommen und Richard ist das ganze Gegenteil...
Ich will ja nicht behaupten, dass Arbeit und Kind unmachbar ist, aber man sollte die erste Zeit schon nutzen, um einem Kind den nötigen Halt und die Zuwendung zu geben, die es braucht.
Den Stress, den man dann von Arbeit mit nach Hause bringt überträgt sich auf das Kind und wenn seine Bedürfnisse nicht befriedigt werden, dann resigniert es irgendwann und wird sehr introvertiert...
Man sollte es also lieber ruhig angehen, denn die Zeit kommt nie wieder zurück.
Ich fange dieses Jahr im August eine neue Ausbildung an, aber nur wenn Richi es zu lässt, wenn er doch noch eine Klammerphase bekommt, möchte ich ganz für ihn da sein. Da er aber schon sehr selbstständig ist, denke ich wird es kein Problem sein ihn zu seiner Tante zu geben, die Tagesmutter für uns macht.

Finde einen Mittelweg, wenn deine Arbeit wirklich nicht warten kann.

LG Sandra

Beitrag von marlen501 14.02.06 - 14:03 Uhr

hey sandra,

danke für deine info.

nun ich habe ja 1. den vorteil das das kind schon den ganzen tag bei mir ist und 2. ich durch meinen job die zeit schon sehr flexibel gestalten kann.

naja schau mer mal, im endeffekt kommt es eh immer anders als geplant.#freu

lg
leni

Beitrag von frieda05 14.02.06 - 14:19 Uhr

Mach Dir mal keine Sorgen - das passt schon!!
Ich bin ebenfalls im elterlichen Betrieb tätig, meine Tochter (jetzt 6) ist quasi im Büro aufgewachsen - und dies eigentlich sehr gut. Die vermisst mit Sicherheit keine Mütterliche Nähe!! Im Gegenteil, sie hatte ja immer Zugriff auf mich (habe auch 10 Monate gestillt - geht alles). Mit meinem Sohn mache ich es genauso, morgens um 6.30 angezogen und ab in die Firma (vor Ort ist alles incl. Laufstall+Wiege). Und für ihn funktioniert es genauso reibungslos, wie für die Erste! Im Gegenteil, manchmal habe ich das Gefühl, daß unsere Kinder in vielen Dingen unkomplizierter sind, als die der Mütter, die sich den ganzen Tag um wirklich nichts anderes kümmern (jetzt steinigt mich mal nicht, ich meine natürlich nicht pauschal alle!!!- und die dies lesen schon garnicht;-)). Meine Freundin macht es mit 2 Kindern auch so - und ging auch gut!! Man mauschelt das alles hin - hat zwar auch oft ein schlechtes Gewissen - aber im großen und ganzen ist das echt machbar. Wenn Du auch noch flexibel sein kannst (so wie ich) und zwischendurch mal hierhin und dorthin sausen (z:.B. Babymassage etc) hast Du genauso viel (oder wenig) von Deinem Krümel wie "Vollzeit-Mütter".
Mach Dir also keinen Kopf #gruebel!
LG Irmi

Beitrag von katja21478 14.02.06 - 15:51 Uhr

Hallo,

also ich kann aus Erfahrung einer Vollzeit arbeitenden Mutter sprechen und bisher toi toi toi läuft alles super. Ich bin auch ein richtiges Arbeitstier und hab meinen Job immer geliebt, und der ist mir auch jetzt noch wichtig.
Ich lebe mit meinem Mann und Baby in Frankreich und hier sind die Voraussetzungen für eine arbeitende Mutter wirklich viel besser als in Deutschland. Die Leute finden es hier auch ganz normal, dass man nach 10 bzw 12 Wochen wieder arbeiten geht und keiner stempelt einen als schlechte Mutter ab. Unsere kleine Lea ist nach 3 Monaten das erste Mal zu Ihrer Tagemutter. Die Tagesmütter werden vom Staat geprüft und dürfen maximal drei Kinder betreuen. Man beommt auch finanziel viel Hilfe, um die Betreuung zu organisieren. Unsere Tagesmutti ist schon 20 Jahre in dem Job und mit den anderen Kindern kommt Lea (jetzt 5 Monate) auch wunderbar klar. Morgens bringt Papa sie hin und abends hole ich sie wieder ab.
Und auch wenn ich am Anfang ein schlechtes Gewissen hatte, jetzt bin ich froh, dass wir uns so entschieden haben. wir haben ein fröhliches, ausgeglichenes Kind. und wenn wir uns Zeit nehmen, dann 100% und es wird nichts nebenbei gemacht. Ich könnte jetzt auch Bsp nennen, wo Mami sich den ganzen Tag zu Hause um den Nachwuchs kümmert und entweder Mami oder der Nachwuchs oder beide nicht wirklich glücklich oder ausgeglichen sind. also ich denke, dass muss echt jeder selber entscheiden. Bei uns läuft es super und alle meine Kollegen organisieren das genauso und sind auch total zufrieden. Entscheide wie du es für richtig hälst, du liebst dein Kind und wirst mit Sicherheit die richtige Entscheidung treffen.

Lg Katja + Lea

Beitrag von janni77 14.02.06 - 14:16 Uhr

Hallo Marlene,

meine Tochter ist am 12.10.05 geboren und ich wollte ab 1.1. wieder mit 5 Std/Woche anfangen und dann langsam steigern.

Mein AG hat das dann doch nicht machen wollen und nun steige ich im April für 2 volle Tage wieder ein.

Annick ist dann bei einer Tagesmutter.

Aber ich kann trotzdem schon aus Erfahrung sprechen, denn ich mach auch noch ein Fernstudium "nebenbei" und ich kann Dir nur sagen - ES IST VERDAMMT HART.

Ich hab auch gedacht, ist doch cool, kann ich "neben" dem Baby noch "vollzeit" studieren, bin ich nicht "NUR" Mutter (denn der Typ bin ich nunmal nich....) Vergiss es.....

Da ich feste Abgabetermine habe, war das bisher ein ganz schöner Krampf, aber es wird besser.

Mein Tipp: wenn es irgendwie geht, versuch die ersten 12 Wochen nur für dein Baby dazusein. Nach 3 Monaten hatte ich so einen einigermaßen eingespielten Rhythmus, denn auch wenn ich es nicht glauben wollte: Ein Kind ändert alles und man fragt sich abends, was man eigentlich gemacht hat.

Ich drück die Daumen, dass Du es schaffst, aber mach Dir keine Illusionen, dass Du viel zum Arbeiten kommst, wenn Dein Kleines nebenan ist. Die wollen beschäftigt werden, und wenn sie weinen, will man sie auch nicht schreien lassen.

Alles Lieben von Jana und Annick (fast 18 Wochen)

Beitrag von schneutzerfrau 14.02.06 - 14:50 Uhr

Hallo

bei uns ist es etwas anders, ich geh 2 x 5 Stunden arbeiten und in der Zeit ist sie bei der Oma untergebracht.

Also ich denke es ist quatsch zu sagen das Kinder sich in einer solchen Situation anders entwickeln als Kinder die immer bei der Mama sind. (ganz davon abgesehen das dein Baby ja immer bei dir wäre).

Ich musste aus finanziellen Gründen wieder Arbeiten und bin mittlerweile sehr froh darüber. Denn erstens kann ich mich finanziell einbringen (was meinem Mann hilft) zweitens sehe ich mal 5 Stunden etwas anderes und komme raus (soll niemand falsch verstehen ich liebe meine Tochter über alles aber bei einem Schreibaby ist Abwechslung manchmal wichtig ;-) ) und das dritte und wichtigste ich geniesse jede Sekunde mit meiner Tochter wahrscheinlich mehr als jeder andere.

Wenn ich manchmal Kinder seh deren Mutter nicht Arbeiten habe ich das Gefühl das Kind läuft so neben bei was bei uns NIE der Fall ist, ich bin immer da bei jedem Mucks. Sie muss nie weinen, ich lasse alles liegen wenn sie ruft und ich geniesse sie immer!

Also alles in allem tut es uns nur gut. Ich habe aber auch einen Chef der sofort verständnis hätte wenn ich für meine Maus heim müßte...

Gruß Sabrina und das wichtigste in ihrem Leben JULIE

Beitrag von kerstinmitlea 14.02.06 - 15:28 Uhr

Hallo,

bin auch selbständig! Habe letzten März meine Kleune bekommen und bin schon nach 10 Tagen wieder arbeiten gewesen trotzt KS.

Seit Oktober habe ich für 3 Vormittage pro Woche eine Ersatzomi, die Lea betreut während ich auswärts arbeite... den rest mach ich von zu Hause! Entweder wenn Lea schläft nachmittags oder abends. Mittlerweile aber auch wenn sie wach und aktiv ist, das geht eigentlich auch ganz gut.

Klar ist es anstrengend, man muss immer alles im Voraus planen usw. aber wenn man will geht es auch.

Da Du ja auch von zu Hause arbeitest sollte das ja eigentlich auch nicht so schwierig werden!

Alles Gute

Kerstin

Beitrag von marlen501 14.02.06 - 15:31 Uhr

hey kerstin,

danke für die antwort.

eine frage noch: stillst du oder wie machst du es mit dem essen???


lg
leni

Beitrag von april2000 14.02.06 - 17:18 Uhr

Hallo Marlene!
#liebdrueck

Ich bin auch Selbstständig und habe nach 3 Wochen ( trotz Kaiserschnitt) wieder voll gearbeitet.

Vorher hatte ich ehrlich gesagt gehörig Schiss, ob alles so klappt ( Kind gesund ? Macht er alles mit?)

Ich habe einen Handwerksbetrieb, mein Mann ein Steuerbüro bei uns im Haus,
so verbringt unser Sohn also auch viel Zeit bei uns.

Ohne Omas und Opas würde es zwar nicht laufen, aber es klappt viel besser als erwartet.

Tony Matteo ist jetzt ein halbes Jahr, ein total ausgeglichener Wonneproppen,
der es sichtlich genießt mit den Großeltern und den Eltern zusammen zu sein.

Außerdem bin ich wohl eine der ausgeglichensten Mütter in meinem Bekanntenkreis.

Unser Sohn ist ein absolutes Wunschkind ( nach jahrelanger Kinderlosigkeit),
wir sind mit diesem Leben alle total glücklich von uns aus kann das nächste Kind kommen!#freu

Beitrag von jujpod 14.02.06 - 19:07 Uhr

Hey Marlene,

#liebdrueck
das ist alles nur halb so wild. Unsere Maus ist im Oktober geboren und seit Anfang dieses Jahres arbeite ich wieder voll, sie geht in eine tolle KiTa. Allerdings nicht immer die vollen 8 Stunden, meist geh ich frueher in die Uni und mein Freund spaeter, so dass unsere Kleine immer nur so 6-7 Stunden in der KiTa ist.

Aber, seit ich wieder arbeite, ist die Zeit, die ich (wir) mit ihr verbringen, qualitativ deutlich intensiver geworde. Vorher war ich viel schneller genervt, wenn sie mal viel geweint hat und so, und jetzt freut man sich sooooo sehr auf sein Kind, das kann dann so motzig sein, wie nur was, man freut sich trotzdem.

Naja, und wenn du sie im Nebenraum hast, das ist doch traumhaft. Da kannst du sie zu jeder Pause sehen.

Mach' dir mal nicht zu viel Sorgen, das wird schon!

Julia

Beitrag von corsaline 14.02.06 - 22:30 Uhr

Servus!
Es geht ganz gut, wenn man ein bißchen flexibel bleibt und sich nicht durch dumme Sprüche #bla der "Übermamas" verunsichern läßt. Ich bin eine Woche nach dem KS wieder in die Arbeit gegangen, ging nicht anders, weil ich bei meiner Mama im Geschäft mitarbeite und mein Kleiner zu früh dran war (6Wochen). Zwar nicht den ganzen Tag, solange er noch in der Klinik war, bin ich am Nachmittag immer zu ihm gefahren. Und kaum war er daheim, hab ich ihn schon den ganzen Tag mitgenommen. Stubenwagen und Wickelunterlage hab ich gleich doppelt gekauft und es funktioniert (noch) ganz gut. Mittlerweile sitzt und steht er in seinem Laufstall und unterhält die Kundschaft. Er fremdelt nicht, schläft trotz Ladenglocke und Telefon und wird von den meisten Stammkunden vermißt, wenn er mal bei meiner Schwiegermam ist. Da beide Omas noch Vollzeit arbeiten, war von Anfang an klar, daß unser Sohn mit im Geschäft aufwächst und ich höre mittlerweile immer öfter, daß unser Daniel ein absolut unkompliziertes Kind ist. Klar, ich wusel nicht den ganzen Tag um ihn rum und wenn er mal quengelt, dann kann ich auch nicht immer gleich neben ihm stehen oder ihn hochnehmen. Sicher genieß ich unsere freien Tage, aber ich glaube, daß es unserem Süßen nicht schadet, wenn er mit Mama ins Geschäft geht, im Gegenteil.

Liebe Grüße
Tanja und Daniel (9 Monate)