abpumpen - wie geht das am Besten?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kjuli 14.02.06 - 14:18 Uhr

Hallo,

meine Tochter Emilia ist dreieinhalb Monate alt, in einem Monat kommt sie an zwei Tagen in der Woche in die Krippe, damit ich arbeiten kann. Ich stille sie voll und es klappt ohne Probleme. Ich würde gerne abpumpen damit sie auch an den zwei Tagen gut versorgt ist und habe mir die Isis Milchpumpe besorgt. So ungefähr weiss ich auch wie es geht, aber die Feinheiten......Wann muss ich anfangen, um einen gewissen Vorrat an Milch anzulegen? Wieviel trinkt ein Baby mit 4 Monaten? Wieviel Milch gibt es pro pumpen und wann pumpe ich am Besten?

Vielen Dank für Eure Tipps

Kristina

Beitrag von eli1966 14.02.06 - 16:52 Uhr

Hallo Kristina,
ich habe auch wieder begonnen zu arbeiten, als Oskar 4 Monate alt war!
Am besten ist es, wenn du während der Arbeit abpumpst, das habe ich auch gemacht, 2x ca 110ml. Denn wenn du nur zwischendurch pumpst, bekommst du ja nicht die volle Menge, die du erhältst, wenn du zur Stillzeit pumpst, und dann wird es mühsam.
Ich hätte auch gar nicht gewusst, was ich sonst während der Arbeit mit der Milch hätte machen sollen#schwitz, wenn du verstehst....
Die Zeit, die du dafür benötigst, musst du natürlich nicht nacharbeiten, nur einen Nachweis, dass du noch stillst, kann dein AG verlangen.

Also, bei mir lief es völlig problemlos, ich habe gepumpt wie eine Weltmeisterin, weil der Knabe auch nur wenig Beikost wollte, bis er ein Jahr alt war. Nun ist er 18 Monate und stillt immer noch ganz gern.

LG, Gabriele

Beitrag von kjuli 14.02.06 - 20:14 Uhr

Hallo Gabriele,

Vielen Dank für die Infos. Entsprechen 110ml dann einer Stillmahlzeit ( +/- versteht sich)? Meinst Du, ich sollte schon mal anfangen und üben bzw. einen kleinen Vorrat im Tiefkühl anlegen? Meine Schwester, von der ich die Pumpe habe, meinte, bei ihr habe es nicht so gut geklappt, da ihr die Einstellung dazu fehlte und sie sich wie eine "Milchkuh" vorkam. Ist die Psyche wirklich so wichtig?

Viele Grüsse
Kristina

PS Habe mir erlaubt, Deine Visitenkarte anzuschauen und finde die Namen Deiner Söhne sehr schön - ich finde schöne Namen für Jungen sind schwer zu finden!

Beitrag von eli1966 15.02.06 - 12:32 Uhr

Na, dafür sind die Visitenkarten doch da....;-)
Schön, dass dir die Namen gefallen, denn besonders bei "Oskar" scheiden sich die Geister. Ich selbst wollte lieber, dass er "Paul" heißt, und da er 9 Tage vor Termin geholt werden musste, hatten wir noch im Kreissaal keinen Namen für's Kind. Vorm Kaiserschnitt sagten wir dann zum Oberarzt:"Wenn er sich in der Nabelschnur verfangen hat, ist es ein Oskar, wenn er nur zu dusselig ist, den Weg zu finden, ein Paul!" Na ja, so erhielt er seinen Namen,und er passt so richtig gut zu ihm!

Nun zum Thema: Ich habe auch schon vorher abgepumpt, immer nur so kleine Mengen, denn viele Stillkinder müssen sich ans Flaschetrinken gewöhnen und du brauchst ja zumindest am ersten Tag Milch zum mitgeben, da du ja auf der Arbeit vermutlich auch für den nächsten Tag pumpst.
Oskar trank so 110 ml, manchmal auch weniger, allerdings
hatte er auch 8 Mahlzeiten am Tag. Wenn dein Kind seltener trinkt, trinkt es pro Mahlzeit vermutlich mehr. Also am besten vorher mal ausprobieren.
Das mit der Psyche habe ich auch gehört, hatte das Problem aber nicht. Nur unter Druck setzen durfte ich mich nicht, so von wegen: "das muss jetzt schnell, schnell gehen, denn wir haben noch was vor." Dann lief erstmal gar nix.
Das mit der Kuh, das stimmt schon, aber ich fand es faszinierend zu sehen, wie die Milch da lief, und wenn ich mit der Pulle in die Küche zum Kühlschrank kam, fragte die Köchin immer "na Mama, wieviel diesmal?", und das spornt an.

Bis dann, viele Grüsse, Gabriele