Mutter Sonne, Vater Mond (lang)

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Beitrag von michele120377 14.02.06 - 15:02 Uhr

Wie jeden Abend schaut die kleine Gemma in dem Himmel und spricht ihr Abendgebet : Danke für den schönen Tag Mutter Sonne und wünsch mir eine gute Nacht, Vater Mond.

Wie jede Nacht wacht Gemma schweissgebadet wieder auf und Tante Monie muss sie trösten. Es ist immer der gleiche böse Traum. Der Traum in dem Gemma sieht wie ihre beiden Eltern von einem Einbrecher erschossen werden. Der Traum in dem der Verbrecher ihre Lieblingspuppe mit Füssen tretet bis sie kaputt geht, der Traum der ein Spiegelbild von jenem schrecklichen Tag ist, als sich für Gemma alles änderte.

Monie hat grosse Probleme Gemma zu beruhigen. Wie soll man einer Sechsjährigen auch erklären, dass ein Verbrecher ihre Eltern getötet hat, nur um an eine Formel für irgendeine Chemikalie zu kommen. Tränen steigen ihr in die Augen, denn ihre Schwester und ihr Schwager sind nicht mehr und ihre Tochter Gemma leidet Höllenqualen.

Am nächsten Morgen sieht Gemma wieder in den Himmel und sprichte: Guten Morgen Mutter Sonne und danke für die schöne Nacht, Vater Mond. Monie die sich wie jeden Tag über dieses Gebet wundert geht auf Gemma zu und fragt sie: “Gemma, ich weiss dass deine Mummy dir dieses Gebet beigebracht hat. Aber wie machst du es jeden Tag aufzusagen obwohl du weder einen guten Tag noch eine gute Nacht hattest?”

“Mummy hat mir das folgendermassen erklärt: Du musst Mutter Sonne jeden Tag dafür danken, dass sie das Licht in dein Leben bringt. Stell dir ein Leben ohne Sonne vor. Die Menschen könnten in der ständigen Dunkelheit nicht leben. Wenn dein Tag auch nicht so war, wie du es dir vorstellst, danke ihr dennoch, denn egal wie schlecht dein Tag war, Mutter Sonne wird am nächsten Tag wieder da sein und dir viel Liebe mit ihren Strahlen schenken. Und denke immer daran: wenn ich einmal nicht bei dir sein kann, stell dich einfach in die Sonne und die Strahlen die dich im Gesicht kitzeln werden sich anfühlen wie die Küsschen die ich auf deine Wange drücke.”

Mit Tränen in den Augen umarmt Monie ihre kleine Nichte. “Ich bin noch nicht fertig, denn Mummy hat mir auch etwas über Vater Mond beigebracht: Vater Mond muss du jeden Tag begrüssen und ihm für die Nacht danken. Obwohl Vater Mond, Dunkelheit in unser Leben bringt, können die Menschen nicht ohne ihn leben. Nachdem Mutter Sonne uns am Tag geküsst hat, umgibt Vater Mond uns in sicherer Dunkelheit um uns zu erholen. Er wacht über die Menschen und lässt sie schlafen, damit sie Kräfte tanken um am darauffolgenden Tage wieder in Form zu sein. Vater Mond küsst dich sanft in den Schlaf. Wenn dein Papa nicht bei dir sein kann, schau dir Vater Mond an und er wird dir zuzwinkern so wie dein Papa es immer macht.”

Hemmungslos laufen Monie die Tränen nun die Wangen herab und Gemma schaut sie verwundert an und meint: “Tante, du darfst nicht traurig sein. Schau die Sonne geht auf und ihre Strahlen kitzeln meine Wangen. Das fühlt sich so an wie Mummy’s Küsschen. Probier es doch einmal aus! Vater Mond hat mir gestern zugezwinkert als ich gebetet habe, genau wie Daddy!” Nun laufen beiden die Tränen herab und Gemma weiss ganz genau dass der böse Mann der ihre Mummy und ihren Daddy getötet hat, Mutter Sonne und Vater Mond nichts anhaben kann. Auf diesem Wege weiss Gemma, dass ihre Eltern immer für sie da sind, auch wenn sie nicht mehr auf der Erde sind…

#danke

Michi mit #hund Shrek