KS bei psychischer Überbelastung???

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von berni26 14.02.06 - 15:10 Uhr

Hallo!!
Ich bin in der 36. Woche und bin am hin und her überlegen, ob ich einen Kaiserschnitt machen lassen soll.
Vor 4 Wochen ist meine Mama bei einem Autounfall ums Leben gekommen und seitdem bin ich natürlich total am Ende. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das mit der natürlichen Geburt auf die Reihe bringe bzw ob ich das alles schaffe. Aber ist es mit KS besser? Der andere Grund bei mir ist, daß ich mir seitdem ständig Sorgen um meine Kleine mache und ich es als große psychische Entlastung empfinden würde, wenn diese Warterei endlich vorbei ist und sie endlich da ist. Ich hab einfach sooo Angst, daß ihr auch noch was passiert in den letzten Tagen, das macht mich noch zusätzlich runter. Ich weiß nicht, wer das versteht und mir einen Tip geben kann. Bin ich zu ängstlich? Ich kann mich zur Zeit einfach nicht auf meine Gefühle verlassen und reagiere deshalb evtl über in Sachen Ängstlichkeit... aber ich kanns nicht ändern. Ich hab mit meinem FA noch nicht drüber geredet, da ich mich vorab selber informieren möchte und mir ein Bild von der Sache machen will...

Wie läuft so ein KS ab? Stimmt das, daß ich den selber zahlen muß?

Sorry, aber s is mir echt wichtig
Danke LG Berni+Co

Beitrag von deluxe26 14.02.06 - 15:22 Uhr

Erstmal tut mir das wahnsinnig Leid mit deiner Ma. Ist ja furchtbar. Kann deine Gedanken daher gut nachvollziehen. Du musst den KS keinesfalls selber zahlen. Sprich mit dem Arzt im KH und nenne ihm deine Sorgen-das ist gaaaanz wichtig!!!
Du kannst die Entscheidung schwer alleine treffen, daher solltest du dich beraten lassen!!!
Und zwar von jemandem unparteiischem, der sich mit sowas auskennt. Arzt/Psychologe etc.
Deinem Kind passiert sicher nichts mehr!!

#liebdrueck und hoffentlich die richtige Entscheidung für Euch.

deluxe+boy 37.SSW

Beitrag von berni26 14.02.06 - 15:50 Uhr

Danke Deluxe!!
Ich bin schon seit letzter Woche bei einem Psychologen. Zwar nicht fest in Behandlung, nur zum Gespräch, aber s tut gut. Ich geh nächsten mittwoch wieder zur Vorsorge, da muß ich mit meinem Doc drüber reden, der weiß sicher, was geht...
LG Berni

Beitrag von tini26 14.02.06 - 15:23 Uhr

Liebe Bernie,

erstmal herzliches Beileid zum Tod Deiner Ma. Ich kann total gut verstehen, dass Du Dir im Moment super Sorgen um Dein Baby machst. Und ich kann auch sehr gut verstehen, dass Du einen KS willst. Soweit ich informiert bin, zahlt das die KK vorallem dann, wenn es medzinisch indiziert ist. Allerdings wird in aller Regel das Kind 2 Wochen vor dem errechneten Termin geholt, so dass Du ohnehin noch 2 Wochen warten müsstest. Es jetzt zu holen wäre echt zu früh.
Versuche daran zu denken, dass Deine Mama jetzt auf Euch beiden aufpaßt. Das ist bestimmt schwierig und ich kann das leicht sagen. Aber meine Mama war vor 8 Jahren schwer krank und man dachte, dass sie bald stirbt (sie hatte Brustkrebs), sie hat es gott sei dank überlebt, aber ein wenig kann ich Deine Gefühle nachvollziehen, seit dieser Erfahrung habe ich auch immer Angst, dass einem liebem Menschen und jetzt auch meinem Baby was passiert.
Ich würde dringend mit Deinem FA darüber reden. Ich hoffe, Du hast viel Familie und Freunde, die Dir beistehen. Aber versuch die Kraft zu finden, wenigstens noch 2 weitere Wochen durchzustehen.

Wie der KS abläuft kann Dir bestimmt eine andere gut erklären, ich hatte noch keinen.

Liebe Grüsse und ich denke an Dich
Tini und Johanna ET + 3

Beitrag von berni26 14.02.06 - 15:47 Uhr

Danke Tini!
Ich weiß das mit den 10-14 Tagen vorher. Ich hätte sie jetzt auch noch nicht holen lassen-um Gottes willen- aber jetzt noch 2 Wochen durchstehen ist einfacher als 4 Wochen, weißt Du. Ich hoffe daß sie auf mich aufpasst... Gut, daß wer versteht, wies ist, wenn man Angst hat und man nichts tun kann dagegen.
LG Berni...

Beitrag von buntstift79 14.02.06 - 15:47 Uhr

Liebe berni,

ich denke mal du solltest dich in ärtzliche behandlung begeben und mit einem fachmann darüber reden, wie z.b. dein gyn. bitte um einen termin, bei dem du genug zeit hast ihm alles zu erzählen und zu erklären.

ich denke zwar das der kaiserschnitt nicht die optimale lösung ist, aber das kann dein gyn sicher besser beurteilen. ich würde unter den umständen eher um eine einleitung bitten, da es für die lungen der kleinen mäuse besser ist, die normale entbindung mitzumachen. vielleicht fehlt dir auch so ein positives erlebnis, wie eine geburt um wieder mit deiner situation klarzukommen!

Ich wünsche dir alles erdenklich gute

LG

christiane

Beitrag von berni26 14.02.06 - 15:54 Uhr

Hi Christiane,
Da hast recht. Könnte durchaus sein, daß mir das Erlebnis einer normalen Geburt gut tut... Ich red nächste Woche mit meinem Gyn, der wirds scho wissen. Ich hoff ja jeden Tag, daß es losgehen würde... Trotz Wehen an ihrem Todestag, hält sich die kleine fest in mir...
LG Berni

Beitrag von zaubertroll1972 14.02.06 - 15:51 Uhr

Hallo Berni,

mein herzliches Beileid zum Tod Deiner Mutter. Ich denke daß ist mir das schlimmste was einem passieren kann. Da fehlen mir einfach die Worte. wenn Du was über den KS wissen möchtest mail mir über meine VK´. Beantworte Dir gern alle Fragen soweit ich kann.

LG Z.

Beitrag von janet 14.02.06 - 16:29 Uhr

Hallo Berni,

ist wirklich tragisch, was deiner Mutter passiert ist. Mein herzlichstes Mitgefühl für dich! Ich kann gut verstehen, dass du jetzt um so mehr Angst um dein Baby hast und an einen Kaiserschnitt denkst. Ehrlich gesagt, würde ich in deiner Situation auch einen Kaiserschnitt machen lassen, sodass dir die Ängste bis zur Geburt des Babys genommen werden. Du machst ohnehin schon genug durch, um über den Verlust deiner Mutter hinwegzukommen.

Mein Mann ist Marine-Offizier und wir haben Ende letzten Jahres die Nachricht bekommen, dass er wieder zur See muss und das wahrscheinlich für die nächsten drei Jahre. Die letzten Jahre hat er immer an Land gearbeitet und wir haben mit so einer schlechten Nachricht gerade jetzt nicht gerechnet (bin SW 28). Damit er überhaupt bei der Geburt dabei sein kann, denken wir auch über einen Kaiserschnitt nach.

Ich finde, jede schwangere Frau muss für sich selbst entscheiden, was ihr gut tut und richtig für sie ist. Mach einfach das, was dein Gefühl dir sagt.

Sei ganz lieb gedrückt!

LG,
Janet

Beitrag von kaeseschnitte 14.02.06 - 17:05 Uhr

hallo berni
wenn du wirklich am ende bist und dir eine natürliche geburt nicht zutraust, wäre ein ks vielleicht ratsam. wolltest du ursprünglich spontan entbinden? ich frag nur, weil man während der geburt einfach anders funktioniert als normal. zudem gibt es auch noch pda...
vielleicht wäre die geburt ja auch ein sehr tolles erlebnis für dich...?
lass dich von deiner fä und einer hebamme beraten. lass dich einfach noch ein bisschen zeit mit der entscheidung.
alles gute, viel kraft!
kaeseschnitte

Beitrag von berni26 14.02.06 - 18:22 Uhr

Ja, ich wollte eigentlich immer normal entbinden und irgendwie will ich es ja immer noch. hab halt Angst, daß ich s nicht packe oder s einfach nicht durchstehe. Ich will es mir ja nicht einfacher machen, aber irgendwie wäre mir eine schnelle Entbindung zur Zeit einfach lieber. Vor allem, weil der psychische Aspekt dazu kommt-meine Mama hat sich sooo auf ihren 1. Enkel gefreut und schon alleine wegen dieser Gefühle weiß ich nicht, wie es werden wird...
Keine Ahnung.

Beitrag von kaeseschnitte 14.02.06 - 20:11 Uhr

ach mensch, ist das traurig! ich glaube, nur du kannst entscheiden, was für dich das richtige ist. ich kann dir nur von mir sagen, dass so eine geburt was ganz eigenes ist, dass man in einem ganz anderen film ist. so gesehen könnte ich mir vorstellen, dass du das sehr wohl packst. auf der anderen seite: wenn es dich einfach total überfordert, dann hast du das recht auf einen ks. lass dir das einfach nochmals durch den kopf gehen und dich gut beraten. du hast ja noch ein bisschen zeit.
wünsche dir und deiner familie alles gute für eure zukunft!
grüsse
kaeseschnitte