Milcheinschuss - Ich möchte aber nicht stillen... (achtung lang)

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von shedara81 14.02.06 - 20:45 Uhr

Hallo,

ich bin mit meinem zweiten Sohn in der 36. Woche schwanger. Meinen ersten Sohn habe ich Anfangs gestillt, das war auch immer ein Wunsch von mir, was anderes kam damals für mich eigentlich nicht in Frage.

Jedoch ist da alles schief gelaufen was nur schief laufen kann. Jede Hebamme im KH hat mir was anderes gesagt wenn ich Fragen hatte, die eine sagte so und die andere dann oh gott nein das ist falsch das musst du so und so machen.

Bereits nach zwei Tagen waren meine Brustwarzen so entzündet das sie beim Stillen nur noch bluteten. Mein Sohn war auch immer sehr "narrisch" beim Trinken, er fand die Brustwarzen nie gleich, nuckelte viel drauf rum und so. Es waren die puren Schmerzen. Es war schon so weit das sich bei mir innerlich alles zusammen zog wenn er zum Stillen gebracht wurde weil es so weh tat. Konnte mich nicht richtig freuen über ihn, weil es ja Schmerzen bedeutete wenn man ihn zu mir brachte.

Hatte ein schlechtes Gewissen und wollte es weiter versuchen, mit Hütchen klappte nicht und beim abpumpen kam so viel Blut mit das die Milch gar nicht mehr weiß war. Als ihm einmal beim Stillen dieses Gemisch die Wange runter lief konnte ich nicht mehr da war es für mich vorbei, ich wollte das nicht mehr. Zu allem Übel bekam ich auch noch eine Brustentzündung mit 40 Grad Fieber, ich mein da hat man endlich sein Baby im Arm und sollte doch glücklich sein und dann so was. Hatte ein unheimlich schlechtes Gewissen ob es richtig ist abzustillen aber im Nachhinein war es für uns das Beste gewesen. Ich war dann viel entspannter und konnte mich so an ihm freuen, hätte ich weiter gemacht ich glaub das hätte das Verhältnis sehr gestört. Eine Hebamme im KH hat mich dabei auch unterstützt, sie meinte wenn man schon so fertig ist und fast Panik vor dem eigenen Kind kriegt wäre es das Beste da alles andere die Mutter-Kind-Beziehung stören würde.

Jetzt hab ich von Anfang an gesagt das ich es nicht mehr möchte. Ich weiß ich würd es nicht durchhalten und dann erst anzufangen und wieder aufzuhören möchte ich nicht. Ich mach mir diese Entscheidung wirklich nicht leicht aber ich weiß das es für uns das Beste ist. Jetzt hab ich seit dem Wochenende aber festgestellt das die Milch schon da ist (kam bei meinem Sohn erst einen Tag vor der Geburt). Meine Brust ist schon leicht prall, es zieht und spannt etwas. Und meine Brustwarzen tun jetzt schon weh weil sie härter werden wenn man dran kommt und das hat mich sofort an damals erinnert.

Jetzt meine eigentlich ungewöhnliche Frage:

Was kann ich tun damit die Milch weniger wird? Was ich machen kann damit sie mehr wird weiß ich aber geht das auch anders rum? Hab noch keine Hebamme die ich fragen kann denk es ist auch einfach eine blöde Frage aber wenn ich doch weiß das ich nicht stillen will muss es ja nicht noch mehr werden.

Vielleicht kann mir ja jemand von Euch einen Rat geben.

Katrin mit Janick Fynn (2 Jahre) + Hayden Lennox (36. SSW)

Beitrag von fiori 14.02.06 - 20:51 Uhr

Hallo,

als ich mit meiner Tochter im KH war,war auch eine Mutter die schon in der SS viel Milch hatte.
Sie hat sich gleich nach der Geburt Abstilltabletten geben lassen.
Aber trotzdem hatte sie etwas Milcheinschuss.

Ich glaube außer Salbeitee trinken kannst du jetzt nicht viel machen.Ich finde es ist keine blöde Frage schließlich hast du dich ja schon dagegen entschieden und das ist auch dein Recht.
Wenn du keine Hebi hast dann frage doch mal dein FA.

Alles Gute,fiori#blume

Beitrag von kascha912 14.02.06 - 20:51 Uhr

Bin selbst Stillmutter, aber:
Wenn Du das ganz klar sagst, kann man Dir im Krankenhaus direkt eine bestimmte Pille verabreichen, die die Milch versiegen läßt.

Klassische Anti-Milch-Kräuter sind Salbei und Pfefferminz - als Tee in größeren Mengen...

Ich wünsch Dir ALLES GUTE für die Geburt!

Beitrag von hermiene 14.02.06 - 20:55 Uhr

Hi!
Erstmal würde ich Dir raten - überleg Dir ob DU nicht vielleicht zügig nach Entbindung wieder heim willst wenn Du schon so nach der ersten Geburt gelitten hast. Mit ner guten Hebamme und nem fleißigen Papa ist das sicher schöner für Dich.
Da ich stille kenn ich die Tricks zum abstillen nicht. Was aber auch schon in der SS geht ist Salbei- und Pfefferminztee. Globulis gibts auch, nur ist da die Frage ob die in der SS okay sind.
Auf keinen Fall die Brust stimulieren und vielleicht den FA schonmal ansprechen.
Man sagt ja die Milchproduktion vor der Geburt sagt nix über die STillfähigkeit aus - hoffentlich gilt das auch im umgekehrten Fall bei DIr.
Hast Du ne gute Hebamme die auch einer Flaschenmama gegenüber offen ist???
LG,
Hermiene & Henrik - der grad (passend zum Thema) an der Brust schnarcht ;-)

Beitrag von barbarella1971 14.02.06 - 21:27 Uhr

Die Brust mit Kampfer einreiben und eng wickeln oder engen BH anziehen! Ist ein altes Hausmittel aus Großmutters Zeiten. Kampfer ist z.B. als ätherisches Öl erhältlich, aber auch in bestimmten Badezusätzen enthalten, z.B. in einigen Erkältungsbädern. Ich habe damit aus Versehen abgestillt innert 2 Tagen.
Frage aber in der Apotheke nochmal nach, ob man das auch bereits vor der Geburt anwenden darf... normalerweise macht man es nach der Geburt oder zum Ende der Stillzeit.
Salbei und Pfefferminz sind problemlos auch jetzt schon anwendbar, wirken aber nicht so stark wie Kampfer.

Alles Gute, mach es diesmal genau so wie es Euch guttut! Ich hoffe, Du findest diesmal mehr Verständnis!

Barbara