Ausziehen - finanzielle Hilfen

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Beitrag von blini 15.02.06 - 15:16 Uhr

Hallo!

Heut hab ich auch mal hier im Bereich "Finanzen" eine Frage.

Es geht darum, dass ich ausziehen möchte. Ich (25) wohne momentan zwar in einer eigenen Wohnung, aber im selben Haus mit den Eltern. Um in meine Wohnung zu gelangen, muß ich durch die elterliche Wohnung durch. Da es seit längerem immer wieder bzw. andauernd Differenzen mit der Mutter gibt, möchte ich nun ausziehen.

Beruflich bin ich seit 1,5 Jahren selbständig. Seit ein paar Monaten herrscht aber die totale Flaute. Absolut keine Aufträge. Daher ist meine finanzielle Situation nicht gerade gut.

Aus diesem Grund nun meine Frage:

Wenn ich ausziehen will, gibt es da finanzielle Hilfen?

Also ich mein, Beihilfen zu Miete etc.

Den Umzug an sich kann ich selbst (mit Freunden) durchführen. Das ist alles kein Problem. Möbel etc. hab ich natürlich auch.

Es geht einfach nur um die Miete, da ich mir diese momentan einfach nicht leisten kann.

Natürlich will ich dann nicht immer durch eine solche Mietbeihilfe leben. Ich hoffe ja (und tu auch viel dafür also Werbung etc) dass bald wieder Aufträge kommen. Sollte das nicht der Fall sein, werd ich mir wohl oder übel wieder einen festen Job suchen müssen. Aber das wird man ja sehen.

Aber bis es mir finanziell wieder besser geht, bräuchte ich eben finanzielle Hilfe um die Miete zahlen zu können.

Was gibt es da für finanzielle Hilfen?
Was muß ich machen?
Was muß ich beachten?

Muß ich da erst beantragen und dann Wohnung suchen oder umgekehrt? Wobei, geht umgekehrt denn überhaupt? Ich kann mir ja ohne finanzielle Beihilfe nicht einfach eine Wohnung ansehen und Mietvertrag unterschreiben, wenn ich noch nicht mal weiß, wie ich dann die Miete zahlen soll, oder???

Bitte, Hilfe!!!

Liebe Grüße,
eure Blini

Beitrag von michi3005 15.02.06 - 18:29 Uhr

Sorry, aber Du willst doch nicht allen Ernstes den Steuerzahler mit Deiner Miete belasten???????

Du hast ja ein Dach über den Kopf und wenn man kein Geld hat um die Miete zu zahlen sollte man es eben lassen und auf ein bischen Komfort verzichten (außer natürlich Du wirst von Deiner Mutter geschlagen oder ähnliches unzumutbares, was ich nicht hoffe)

#kratz

Beitrag von mari_g 15.02.06 - 20:55 Uhr

Sie hat eine Frage gestellt und dafür sollte sie auch eine vernünftige Antwort bekommen. Es ist doch so, entweder ihr steht etwas vom Staat zu oder aber nicht. Wenn es ihr nicht zusteht, dann wird sie es doch eh nicht bekommen und wenn es ihr zusteht ist es doch ok.

So nun zur Ursprungsfrage:

Erst müsstest du dir eine Wohnung suchen und dann die entsprechenden Anträge stellen. Sonst können die das ja nicht berechnen.

Du kannst versuchen Wohngeld zu beantragen. Dafür benötigst du aber ein Mindesteinkommen ungefähr in Höhe deiner Warmmiete + 345 €, da du plausibel darlegen musst, wie du von deinem Einkommen leben kannst.

Du kannst sonst auch ALG II ergänzend beantragen. Allerdings weiß ich nicht wie das bei Selbstständigen abläuft und was es da zu beachten gibt.

Beitrag von wasteline 15.02.06 - 21:58 Uhr

Genau das ist die Mentalität in Deutschland und der Grund dafür, warum wir auf keinen grünen Zweig mehr kommen. Nimm mit was du kriegen kannst.

Sie hat ein Dach über dem Kopf und zahlt keine Miete. Sie muss leider durch die Wohnung ihrer Mutter. Ja und? Ist das ein Grund gleich eine andere Wohnung zu suchen und Geld von Vater Staat abzugreifen?

Erst das Geld für die Wohnung verdienen und dann umziehen - so wird ein Schuh daraus.

Beitrag von mari_g 15.02.06 - 22:41 Uhr

Ich selber halte auch nichts von der Mentalität alles zu nehmen, was man kriegen kann. Nur sie hat eine Frage gestellt und ich habe ihr geantwortet. Den Rest soll Vater Staat übernehmen. Entweder sie bekommt ALG II und Wohngeld weil es ihr nach Gesetzeslage zusteht oder nicht. Da kann eh keiner was dran ändern.

Ich persönlich würde auch nicht unbedingt ALG II haben wollen, weil es einfach furchtbar ist von Vater Staat Geld zu bekommen. Diese Abhängigkeit und so weiter, das würde mich tierisch ankotzen. Ich würde immer versuchen es irgendwie zu umgehen.

Beitrag von michi3005 16.02.06 - 10:20 Uhr

Auf eine UNVERNÜFTIGE Frage gibt es eine Vernüftige Antwort, die ja auch irgendwie logisch ist.

Erst Geld verdienen und dann Ansprüche stellen und Komfort verlangen und nicht eben mal die Allgemeinheit mit meiner Wohnsituation belasten wollen.

Aber leider gibt es in Deutschland ja so viel Zuschüsse das es sich manch einer sogar überlegt überhaupt noch etwas zu arbeiten.

Die Leute die allerdings sparen und zu etwas kommen wollen die werden immer weiter geschröpft und belastet, wenn ich zuwenig Geld zum Leben hab gibt mir auch keiner was, im Gegenteil wir müssten unser Haus noch verkaufen.

ARMES DEUTSCHLAND! Mit der Mentalität schnell, viel Geld aber ohne viel dafür tun zu müssen machen wir uns alle noch kaputt. :-[:-[:-[#heul:-[#kerze

Beitrag von mari_g 16.02.06 - 14:37 Uhr

Ich finds auch scheiße... Nur ändern kann man nichts. Dafür kann man sich bei den Politikern bedanken, weil die nicht in der Lage sind ihren Job ordentlich zu machen.

Außerdem geht es hier nicht um persönliche Meinung, sondern das was einem vom Gesetz her zusteht bzw. zustehen könnte und das ist in dem Fall nunmal Wohngeld oder ALG II. Den Rest müssen die Behörden entscheiden.

Ich habe mittlerweile gelernt, dass ich mich über so etwas nicht mehr aufrege. Bringt wie gesagt eh nichts.