Heiraten aber nicht zusammen ziehen

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von redrose123 16.02.12 - 08:34 Uhr

Gehen tut alles, wieso wollt ihr heiraten? Ist doch mehr bindung als Zusammenziehen

Beitrag von .doctor-avalanche. 16.02.12 - 09:30 Uhr

Ich glaube, die meisten Menschen unterstellen, dass Eheleute auch zusammen wohnen. Im Familienrecht ist das gar einer der Punkte, die das, z.B. neben dem "ehelichen Beischlaf", als Indikator für den Vollzug der Ehe bewerten. D.h. z.B. bei Scheidung, dass wenn die Eheleute nie zusammen gewohnt haben, dies als Anzeichen der Zerrüttung gesehen werden kann und an sich das Trennungsjahr sparen kann und die Ehe sofort geschieden werden kann.

Andererseits ist das Zusammenwohnen mehr Ursache für ein Sich-gegenseitig-auf-die-Nerven- gehen und damit für eine mögliche Trennung als die Ehe an sich.

Es gibt Menschen, die führten eine gute Ehe - bis sie zusammenzogen. Mein Bruder war 9 Jahre verheiratet, er in Düdorf, sie in München, dann doch zusammengezogen und nach einem Jahr wurde die Scheidung eingereicht. Blöd gelaufen......

Ich würde sicher bei Eheleuten auch gedanklich automatisch beide an der gleichen Adresse verorten - man hat es ja schließlich so "gelernt" - aber Normen verschieben sich. Vielleicht würden mehr Ehen Bestand haben wenn nicht alle Verheirateten zusammenzögen.

Beitrag von coonurba 16.02.12 - 11:18 Uhr

Ganz ehrlich?
Den Bruder war aber echt blind!
Ich kenne es nicht so das man als verheiratetes Paar getrennt lebt.
Und das 9 Jahre #schock

Ich bin überhaupt der Meinung man sollte erst mal zusammen wohnen bis man sich überhaupt ein Leben mit dem Menschen vorstellen kann. Und wenn alles passt, ja erst dann sollte man heiraten!
Und wenn die Ehe doch in die Brüche geht, kann man das nicht auf die Räumlichkeit schieben!

"Andererseits ist das Zusammenwohnen mehr Ursache für ein Sich-gegenseitig-auf-die-Nerven- gehen "
Genau deshalb sollte man zuerst paar Jahre zusammen wohnen.

"Vielleicht würden mehr Ehen Bestand haben wenn nicht alle Verheirateten zusammenzögen."
Dazu kann ich echt nichts sagen. Ich bin sehr glücklich mit meinem Mann zusammen zu leben. Ich kann mir niemals vorstellen woanders zu wohnen mit unserem Kind.
Das würde für uns niemals in Frage kommen, solange wir uns lieben und nicht so zerstritten haben, dass eine Räumliche Trennung in Frage kommt.

Beitrag von .doctor-avalanche. 16.02.12 - 12:14 Uhr

Dieses traditionelle Modell mag ja auch auch bei Dir funktionieren. Nur eben nicht immer und überall.

Und warum nicht verheiratet sein und getrennt leben? Ein vernünftiges Sachargument dagegen, kann ich nicht sehen.

Manche Menschen ertragen nicht so viel Nähe. Und können trotzdem prima Partner sein. Auch gute Eheleute. Und wollem mit der Ehe auch ein Commitment zu ihrem Partner abgeben.

Dieses "man muss auch zusammenleben können", um zu Heiraten, ist immer noch Mainstream und wird wohl auch so bleiben. Aber alternative Modelle können ebenso richtig sein.

Beitrag von nick71 16.02.12 - 10:17 Uhr

Ich kenne mich nicht aus, würde mich aber wundern, wenn du verheiratet (auch bei getrennten Wohnungen) weiter Anspruch auf Leistungen hättest, sofern dein Mann über ausreichendes Einkommen verfügt. Natürlich kann euch niemand zum Zusammenleben zwingen...aber das werdet ihr dann vermutlich auch aus eigener Tasche finanzieren müssen.

Beitrag von seelenspiegel 16.02.12 - 11:30 Uhr

Das ist ja wie Hundefutter kaufen ohne ein Haustier zu besitzen: Sehr seltsam !

Beitrag von dreist 16.02.12 - 12:35 Uhr

Also sollen WIR steuerzahler dir weiter eine Wohnung zahlen?

Ich denke es ist reinste Abzocke,
was ihr betreibt!

Freiraum sollte man in jeder Beziehung haben!
Ich wohne ewig mit meinem Zukünftigen zusammen
und habe trotzdem meinen Freiraum!

Wenn man nicht zusammen leben will,
dann sollte man auch nicht heiraten!

Beitrag von nan75 16.02.12 - 12:41 Uhr

Wenn du nicht mit Ihm zusammen ziehen willst, warum willst du dann heiraten ? Ihr könnt doch einfach so weiter machen wie bisher. Das verstehe ich nicht.

Beitrag von baerlin 16.02.12 - 18:00 Uhr

Wie die arbeitende Bevölkerung aus Angst um den Job schon so weit ist, dass Hartz IV Empfänger ständig herunter gemacht werden, dass sie sich Arbeit suchen sollen und ja nicht etwa Sonderwünsche haben dürfen, die womöglich von unseren Steuergeldern bezahlt werden.

Wenn unsere Politiker ihre Diäten von unseren Steuergeldern erhöhen, meistens um den Betrag, den Hartz IV Leute als Lebensunterhalt haben, kräht kein Hahn danach, aber wehe ein Hartz IV Empfänger kommt auf die Idee mehr zu wollen, als ihm zusteht.

Nun zur Beantwortung deiner Frage. Natürlich könnt ihr zwei Wohnungen haben, deine wird aber nicht mehr vom Amt übernommen, die müsste dein Mann bezahlen.
Ich vermute, dass er auch für den Unterhalt für dein Kind aufkommen muss, wenn der Kindsvater nicht zahlt.

Ich würde erst mal nicht heiraten und hoffen, dass du bald wieder Arbeit findest und dann könnt ihr weiter schauen.