*Viell. JUNIMOND* ARGE! rückwirkend familienversichert. Jetzt kein Versicherungsschutz

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Beitrag von nine2005 15.02.06 - 22:29 Uhr

Hallo,

zu meinem Problem. In meinem letzten ALG II Bewilligungsbescheid geht hervor das ich von 01.12. bis 31.05.06 bei meiner Krankenkasse versichert bin (BKK)

Nun erhielt ich durch einen Widerspruch gegen eäG einen neuen Berecchnungsbogen da wir als Wohngemeinschaft gelten und in dem stand unter anderem, das ich ab 01.12 bis 30.05.06 bei der AOK familienversichert bin ohne weiter notiz. Nun habe ich die BKK angerufen und den das mitgeteilt ob ich noch bei denen versichert bin und da sagte man mir, wenn das so in dem Bescheid steht wäre ich ab dem nächste Tag nicht mehr versichert.

Nun habe ich bei der AOK nachgefragt. Wusste ja nicht ob die ARGE sich um die Ummeldung der Versicherung kümmert oder ob ich das machen muss. Mir wurde bei der AOK gesagt das ich bei denen nicht bekannt bin und ich einen Antrag auf Familienversicherung ausfüllen muss. Alles kein Problem, nur bin ich jetzt nicht versichert, der Antrag dauert 2Wochen.

Ist das rechtens das die ARGE mich auf einmal zur familienversicherung verdonnert obwohl es bewilligt wurde und jetzt fällt den auf einmal ein das es nicht mehr so ist. Ich habe vor allem auch kein Schreiben bekommen von der BKK das ich gekündigt bin oder eine Info von der ARGE das ich mich um die ummeldung kümmern muss.

Darf die BKK mich von einem Tag auf den anderen raus schmeisen?? Die haben ja sicherlich noch Beiträge für Februar von der ARGE erhalten. Gibt es nicht eine Übergangslösung? Man hat doch auch Kündigungsfristen an die man sich halten muss und somit noch ob man will oder nicht 3Monate weiter versichert ist und ich fliege von einem tag auf den anderen raus.

Weis nun nicht was ich machen soll wennmir was passiert, außerdem müsste ich auch zu zwei Ärzten. Alles sehr verwirrend und kompliziert.

Sorry sehr lang, war sehr kompliziert zu erklären

Beitrag von junimond.1969 16.02.06 - 07:37 Uhr

Ja, es ist richtig, dass sie Dich in die Familienversicherung einstufen (nicht: "verdonnern"). Du hast Anspruch drauf und warum sollte die ARGE 125,- KK plus 14,86 Pflegeversicherung im Monat für Dich zahlen, wenn Du Anspruch auf kostenlose (!) Versicherung über Deine Mutter oder Deinen Vater hast?

Bis die Meldung bei der AOK ist, dauert es einen Moment und ich kann Dich beruhigen: Es ist NICHT so, dass Du im Moment nicht krankenversichert bist. Du bist jetzt schon über die AOK versichert, das Ganze, was im Moment läuft - Antrag - ist im Grunde eine Formsache.

Geh mit dem Bescheid zur AOK, die müssten Dir einen vorläufigen Krankenschein ausstellen können. Wieso dauert es da eigentlich so lange? Ich kenne das so, dass wir die Leute wg. Familienversicherung zur AOK schicken, da dauert es wenige Tage, bis die das OK haben.

Gruß
Christine

Beitrag von nine2005 16.02.06 - 08:02 Uhr

Ich wusste ja das man familienversichert werden kann, aber bei mir wurde es ja bis Mai 2006 bewilligt nur wegen dieser Änderung vom Widerspruch.

Ich muss erst einmal den Antrag bekommen und wenn ich ihn abgegeben habe dauert die Bearbeitung noch 10Tage und bis ich eine Karte habe vergehen auch noch paar Tage.

Wozu eine vorläufigen Krankenschein? Ich bin doch nicht krank, muss nur zu Untersuchungen. Ich habe den Bearbeiter bei der AOK gefragt er meinte bis ich keine Karte habe und es nicht bearbeitet wurde bin ich nicht versichert und kann nicht zum Arzt gehen.

Ich verstehe das nicht, warum ich nicht gleich seit Juni bei meiner Antragsstellung familienversichert werden sollte, wenn dieser widerspruch nicht gekommen wäre,hätten die das nie geändert.

Ist das eigentlich richtig, dass man sich selber um die Krankenkasse und die Anmeldung kümmern muss, oder hätte das die ARGE schon machen müssen?

DIe BKK muss ja aber noch Beiträge bis Februar von der ARGE bekommen haben, habe dieses Schreiben ja jetzt erst bekommen, da kann es nicht sein das ich seit Dezember schon zur AOK sollte.

Beitrag von junimond.1969 16.02.06 - 20:16 Uhr

Mal schnell im Telegrammstil:

1. Die Beiträge werden von der BKK wieder zurückgefordert.

2. Die in der Widerspruchsstelle checken bei einem Widerspruch in der Regel die ganze Akte durch, bzw. sind so fit in der Materie, dass ihnen Fehler, wie der mit der Krankenversicherung eigentlich sofort auffallen. Der ist eben nun korrigiert worden. Du hättest von Anfang an nämlich nicht pflichtversichert werden dürfen. "wenn dieser widerspruch nicht gekommen wäre,hätten die das nie geändert." Das sehe ich anders.

3. Krankenschein heißt das Teil nunmal, auch wenn man nicht krank ist.

4. Ich denke, der Bearbeiter von der AOK (und die BKK) erzählt einen Bockmist, denn natürlich darfst Du zum Arzt gehen, notfalls reichst Du beim Arzt eben die Krankenkassenkarte oder den Schein nach. Außerdem gibt es bei den KKen immer eine Kulanzfrist, man ist noch vier Wochen weiterhin versichert, bis der neue Status geklärt ist. Siehe auch genau einen Beitrag unter diesem hier.

5. Natürlich muss man sich bei Änderungen der Krankenkasse selbst kümmern und die erforderlichen Anträge stellen, die bei ARGE sind keine allumfassenden Betreuer für jede Lebenslage. Was sie allerdings hätten tun sollen ist, Dich in einem gesonderten Schreiben darauf hinweisen und Dich VORHER auffordern, die Krankenkasse zu wechseln bzw. Familienversicherung zu beantragen. Ich weiß, manche machen es sich da zu leicht, dengeln es einfach in den Rechner, Bescheid raus, gut is. #augen

Hinweis: Du bist verpflichtet, die Hilfebedürftigkeit zu verringern. Ob für Dich Krankenkassenbeiträge gezahlt werden, zählt zur Hilfebedürftigkeit. Familienversicherung verringert also die Hilfebedürftigkeit. Das zu Deiner Frage, ob "die" das dürfen. Die dürfen das. Hab ich auch schon oft gemacht, das ich Kunden "umgebimmst" habe. Es ist leider in der Anfangszeit öfter vorgekommen, dass unerfahrenere Kollegen die Kunden falsch einstuften in Sachen Krankenversicherung.

Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Wo Menschen viel in kurzer Zeit arbeiten müssen, passieren leider mehr Fehler.

Gruß
Christine

Beitrag von nine2005 17.02.06 - 00:21 Uhr

Heute wurde mir nun gesagt das ich mich eigentlich ab 21.06.05 familienversichern lassen muss, da ich seit dem ALG II beziehe, obwohl im neuen Bescheid 1.12. - 31.05.06 steht.

Ja das meine ich ja weil ich überhaupt nicht richtig darüber informiert wurde. Ich habe ja davon keinen Plan, wenn da steht "ab 1.12-31-05 - familienversichert" dachte ich die ARGE hat das dann schon mit der Krankenkasse geklärt. Wie soll ich wissen das ich das alles noch machen muss.

Ohne Krankenkarte wird mich kein Arzt dran nehmen. Möchte es auch nicht riskieren, nicht das ich dann auf den Kosten sitzen bleibe.

Ich habe nur Angst, das die alte Krankenkasse wo ich pflichtversichert war, das Geld von mir zurück fordert da ich in diesem Jahr noch über diese Karte beim Arzt war.

Das Problem ist nun auch das ich die Praxisgebühr für das 1.Quartal bezahlt habe und auch noch eine Überweisung zum FA habe, die werde ich ja nun nicht mehr nehmen können. Dies würde ja bedeuten wenn ich in der neuen Krankenkasse bin, dass ich im selbem Quartal die Praxisgebühr noch einmal bezahlen muss, da ich ja die gleiche Überweisung die ich jetzt schon von BKK habe noch einmal von der AOK brauche.

Ich verstehe nur nicht warum es jetzt auf einmal rückwirkend geändert werden muss, hätte ja auch zum März geändert werden können.

Die machen sich alles so einfach und ich stehe erst einmal da und weis nicht was ich zutun habe. Ich hoffe ich finde bald eine Arbeit, dass ich von denen meine Ruhe habe.

Beitrag von junimond.1969 17.02.06 - 09:06 Uhr

Sei mir nicht böse, aber mehr als es Dir erklären und Dir sagen, dass Du trotzdem zum Arzt kannst etc. pp. kann ich auch nicht tun.

Es ist eben mit der Krankenkasse blöd gelaufen von Anfang an, aber es ist a) kein Weltuntergang und b) kein soooo großes Drama und Problem, wie Du es in meinen Augen gerade darstellst. Oder was sollen Menschen tun, die ihre Karte z.B. mal verlieren?!

Du kannst zum Arzt gehen und selbstverständlich nimmt Dich zumindest der Hausarzt in aller Regel auch dran. Ansonsten habe ich Dir schon etwas erklärt bzgl. Krankenschein, solange Du die Karte noch nicht hast. Selbst wenn Du noch mit der alten Überweisung gehst - die BKK leitet die Rechnung schon an die AOK weiter, keine Bange.

Ich kann verstehen, dass Du genervt, aber - siehe meine letzten beiden Sätze weiter oben.

Gruß
Christine

Beitrag von nine2005 17.02.06 - 11:28 Uhr

Mache mir halt immer viele Gedanken darum, weil mir die Krankenkassen das auch so gesagt haben. Falls ich wirklich zum Arzt muss werde ich das so tun, zumindestens werde ich noch mit meiner alten Überweisung zu dem Arzt gehen.

Danke für deine Erklärung.

LG Janine