Stillen & Schreien ??? Bin total fertig...

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von cako 15.02.06 - 22:36 Uhr

Hallo,
meine Tochter hat gegen Abend ein Essverhalten, dass mich total verunsichert ! Ich weiss einfach nicht, woran das liegt und was ich tun soll#heul.
Ich stille sie im 3-4 Stunden Rhythmus und gegen Abend, so ca. 19:00 Uhr wird sie an der Brust total hysterisch und schreit und schreit#schrei.
Wenn ich sie anlege, saugt sie erstmal so ca. 5-7 min, dann wird sie unruhig, biegt sich in meinem Arm, laesst dann die Brustwarze los und faengt sofort lauthals zu schreien an#schrei.
Dann beruhige ich sie und die Prozedur geht von vorne los. Ca. 5 min stillen, dann bricht sie lauthals wieder ab. Das gleiche passiert um die Stillzeit 22:00. Es ist total anstrengend fuer mich geworden, obwohl es erst 2-3 Tage lang so geht#schmoll.
Heute beim Wiegen hat sie innerhalb einer Woche nur 60g zugenommen. Eigentlich nimmt sie so ca. 150-250 g oder sogar mehr pro Woche zu. Also irgendwie untypisch fuer sie. Die Hebi meinte, es kann schon mal passieren, dass Babys von Woche zu Woche sehr unterschiedlich wiegen...
Was passiert nur mit ihr? Sie ist jetzt 7 Wochen alt. Weil sie ein Spuckkind ist, gebe ich seit ca. 10 Tagen Johannisbrotkornmehl vor und nach dem Stillen. Wird sie dadurch gesaettigt und nimmt deshalb anschliessend weniger Milch zu sich ? Oder hat sie gegen Abend (zufaellig auch ausgerechnet beim Stillen Bauchkraempfe = strampfelt abends schon mal hektisch mit den Fuesschen).
Ich weiss echt nicht mehr weiter. Wenn ich zu den Hebis gehe, habe ich den Eindruck, dass die selbst nicht wissen, worum es genau geht.
Kann mir hier jemand helfen?
Gruss,
Cako.

Beitrag von murmel2006 15.02.06 - 22:58 Uhr

hallo cako,

schau mal hier, ich hab vor ein paar Tagen ähnlich gepostet, Erik ist nur einen Tag jünger als deine Tochter und irgendwie hört sich das ähnlich an. allerdings ist das eben nicht mehr nur abends so sondern weitet sich aus auf die anderen Stillmahlzeiten, heute hatte ich das den ganzen Tag bis auf eine Mahlzeit.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=36&id=345151&pid=2271436

murmel2006 + Erik*27.12.2005

Beitrag von muttiistdiebeste2 15.02.06 - 23:04 Uhr

Hallo Cako,

es kann an deiner Ernährung liegen. Versuch mal Nüsse, Milch, blähende Gemüsesorten, Eier, scharfe Gewürze und Zitrusfrüchte wegzulassen. Ich weiß das ist hart, aber du kannst die Lebensmittel nach ein paar Monaten wieder essen. Es kann nämlich sein, dass deine Kleine allergisch auf etwas in deiner Muttermilch reagiert, die Allergene gehen in die Milch über.

Es kann aber auch an den berümt berüchtigeten 3-Monats-Koliken liegen. Dagegen hilft der Fliegergriff und ein Kirchkernsäckchen auf dem Bäuchlein.

Oder die Milch wird ihr zu wenig am Abend. Dagegen hilft nur häufigeres Anlegen.

Musst mal ein wenig ausprobieren-

lg Ellen, die seit 16 Monaten stillt

Beitrag von murmel2006 15.02.06 - 23:07 Uhr

Aber wenn die Probleme BEIM Sttillen auftreten und nicht danach würde ich eigentlich denken das es nicht daher kommen kann (hatte nämlich genau darüber eben eine Diskussion mit meinem Mann)? Oder liege ich da falsch?

Beitrag von cako 16.02.06 - 13:12 Uhr

Hallo murmel,
ich hatte gestern darueber auch eine Diskussion mit meinem Mann.
Wenn das Kind wahrend dem Stillen schreit, mag es durchaus damit zu tun haben, dass das Baby bereits waehrend des Stillens zu viel Luft schluckt und somit beim Stillvorgang selbst immer staerkere Bauchschmerzen bekommt. Bei meiner Kleinen ist das so, dass sie anfaengt zu saugen, dann windet und kruemmt sie sich in meinem Arm, laesst die Brustwarze los, schreit dann und pupst einige Male (diese Anzeichen sind fuer mich eindeutig = Bauchkraempfe bzw. Bauchweh).
Ich habe dieses Problem mit meiner Kleinen wie gesagt nur abends. Wenn du das den ganzen Tag mitmachen musst, kann ich mir vorstellen, dass es ziemlich nervenaufreibend fuer dich ist. Meine vollstes Beigefuehl auf diesem Wege#liebdrueck! Ich war gestern abend auch total fertig#schmoll. Die anderen Beitraege (die teilweise auch echt gute Tips) enthalten, hast du dir ja bestimmt schon durchgelesen. Ich werde einige hiervon auch heute abend mal testen. Dann koennen wir uns ja wieder ueber das "Ergebnis" austauschen...:-)
Das Blaehungen beim Baby stark von dem was die Mutter isst, abhaengig ist, bezweifle ich momentan ein wenig. Ich habe in der Fachliteratur haeufig gelesen, dass dies gar nicht so richtig nachgewiesen ist bzw. das Babys sowieso in den ersten 3 Monaten Koliken haben, was wiederum nicht nachgewiesen ist, aus welchen speziellen Gruenden das so ist. Die im Magen vorhandene Milch vermischt sich auf alle Faelle mit der geschluckten Luft (was oft unumgaenglich ist!), dann entsteht eine Art "Schaum", der dann in den Darm wandert und dort diese Kraempfe verursacht....Und dass der Magen-Darm-Trakt eines Babys, insbesondere in den ersten Monaten super-empfindlich ist und sich erst noch in der Verdauung selbst ueben muss, weiss denke ich jeder.
Ich wuensche dir einen einigermassen entspannten Tag.
Lieber Gruss#liebdrueck,
Cako.

Beitrag von binchen80 16.02.06 - 08:03 Uhr

Hallo,

das kommt mir bekannt vor, hatte vor ein paar Wochen die selben Probleme mit meiner Kleinen.
Hab auch immer versucht sie dann noch zu füttern. Dabei aber langsam festgestellt, dass wenn sie so zappelt und schreit hat sie Blähungen und will vielleicht auch nur nuckeln (sie haben ja dann ein größeres Saugbedürfniss...).
Ich hab sie dann einfach genommen, bin mit ihr zum Wickeln und hab sie erst mal ausgezogen(in unserem "Wickelraum" ist es immer schön mollig warm, so dass sie auch länger nackig liegen kann). Dann hab ich angefangen mit Kümmelöl, bzw. Windöl ihr den Bauch zu massieren. Wenn sie sich dadurch gar nicht beruhigen lässt hilft bei unserer kleinen eine Fussmassage super!!! Kann dir dazu auch nur ein Buch über Babymassage empfehlen, ist echt klasse entspannt die kleinen total!
Meistens beruhigt sie sich dann und die Blähungen im Bauch lösen sich. Was auch noch gut hilft ist sie auf den Bauch zu legen und beruhigend mit ihr zu sprechen. Wenn sie danach immer noch sucht kriegt sie was zum essen und trinkt dann meist auch schöner.

Ich habe inzwischen sogar schon bemerkt, dass sich das suchen bei Bauchweh vom Hungersuchen unterscheidet. Sie ist dabei viel hektischer. Das Problem ist wenn man sie dann noch anlegt, wird es noch schlimmer, weil sie noch mehr Luft schluckt. #schmoll

Was auch noch gut gegen Bauchweh hilft, ist die Kleine mit dem Bauch auf den eigenen Bauch zu legen und den Rücken zu streicheln (und Liebe und Zärtlichkeit ist eh die beste Medizin ;-)) - kann vor allem auch mal der Papi übernehmen.

Ansonst kann ich mich nur den anderen anschließen. Versuch echt mal auf die Ernährung zu schauen. Ich habe bemerkt, dass sie auf vieles was ich gegessen habe reagiert hat (z.B. Gurken...#kratz). Seit ich darauf achte ist es viiiieeel besser geworden #freu

Liebe Grüße
Dina + Emily #baby (11W)

Beitrag von binchen80 16.02.06 - 08:07 Uhr

Mir ist gerade nochwas aufgefallen, woher weißt Du eigentlich wieviel Deine Kleine zunimmt??? Meine wurde nur die ersten Tage von der Hebi gewogen und seitdem nicht mehr. Habe schon oft gehört, man soll sich daheim nur keine Waage anschaffen, das macht nur wahnsinnig!!! (Ist bei einem selber ja auch so ;-)) Die siehst doch ob dein Kind gesund und rosig ist und ob es zunimmt...
Wir gehen nur noch zu den Kontrollen zum KiA oder mal im Stilltreff...

Liebe Grüße
Dina + Emily #baby (11W)

Beitrag von cako 16.02.06 - 12:56 Uhr

Hi Dina,

ich gehe jeden Mittwoch zwischen 14:00 - 16:00 Uhr zum Wiegen. Allerdings wohne ich in Holland. Hier ist alles ein bisschen anders. Zum Wiegen MUSS ich natuerlich nicht unbedingt. Dieses "Wiege-Institut" ist allerdings gleich bei mir um die Ecke (ca. 2 min zu Fuss), so dass ich zum einen die Gelegenheit nutze mit der Kleinen draussen spazieren zu laufen und auf dem Wege gehe ich dann halt auch zum Wiegen.
Was ich daran gut finde ist eigentlich nicht haupsaechlich das Wiegen, vielmehr gibt es dort immer 2-3 Hebammen mit denen man ueber Problemchen sprechen kann. Das ist mir persoenlich eigentlich wichtiger als das Wiegen selbst.
Wie das in Deutschland ist mit dem Wiegen weiss ich leider nicht, sorry. Aber ich nehme an, dass das nur bei den Vorsorgeunersuchungen gemacht wird, was aber auch ausreichend waere.
Gruss,
Cako.

Beitrag von stepstep 16.02.06 - 08:47 Uhr

Hallo!

vielleicht ist sie auch satt. meine kleine war bis zur 8. woche auch ein spucki, hab ihr aber nichts vor oder nachgefüttert. und wenn sie an der brust anfing zu schreien, hatte sie wirklich keinen hunger. sie wollte lieber beschäftigt werden.

na dann, ich hoffe, das prob ist bald vorbei. und lass dir nicht einreden, die milch schmeckt nicht oder sie wird nicht satt. das haben welche bei mir versucht und ich hatte dadurch noch mehr stress. aber ich hab dann in ruhe mal nachgedacht und bin zu dem schluss gekommen, dass die, die nicht gestillt haben, es doch gar nicht wissen können.

viele grüße von stephie und vivi