Ach Mensch, ich will nimmer -> SOOR -traurig-

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mtamara 16.02.06 - 11:03 Uhr

Hallo!

Ich bin so traurig.
Zu unseren Anfangsschwierigkeiten im KH, die wir beide meisterlich hinter uns gelassen haben und einer schönen Stillzeit nichts mehr im Wege stehen müsste, bekomme ich plötzlich riesige Schmerzen beim Stillen, die auch nach 5 oder 10 Minuten nicht besser sind. Aushalten geht nur bedingt, aber nicht mehrmals am Tag, das macht mich kaputt, diese Schmerzen sind tatsächlich so richtig fies (vielleicht weiß die ein oder andere, wovon ich rede :-( )

Nun haben wir am Montag Mittelchen gegen Soor bekommen. Mein Sohn für den Mund und ich zum Schmieren.
Bin fleißig beim Einflößen und Cremen, pumpe währenddessen ab und hoffe auf Besserung.

Nun habe ich Elia gestern "zur Probe" angelegt und konnte tatsächlich ab Nachmittags durch die Nacht hindurch stillen - nur heute Morgen war es wieder so fies mit den Schmerzen. Dabei hatte ich so große Hoffnung, dass es besser geworden ist.

Die Diagnose "Soor" ist auch nicht wirklich 100% sicher - aber es kann sich weder Hebammen noch Arzt etwas anderes erklären.

Warum habe ich bitte immer noch diese Schmerzen? Und wann hört das Handicap-Stillen (abpumpen, Flaschen sterilisieren, Cremen, Creme abwischen, Stillversuch starten, Söhnchen warten lassen, ...) endlich auf???

Das kann doch nicht ewig so weitergehen, Mensch.

Hat jemand Erfahrung mit Soor?
Oder mit diesen fiesen Schmerzen?

Wer kann mich aufbauen oder aufklären?

Wäre seeehr dankbar um Hilfe,

Gruß, Miri

Beitrag von laura2502 16.02.06 - 11:09 Uhr

Hallo Miri,

ich kenne deine schmerzen nur allzu gut. Ich habe versucht nachts eine pause vom stillen zu machen und dann tagsüber vollstillen aber diese schmerzen waren echt unerträglich und ich habs aufgegeben. Aber wenn du es schaffst respekt!!!

Wegen dem soor hatte mein sohn auch, ich habe Mykundex bekommen welches ich immer nach jeder mahlzeit ihm in den mund getan habe. Nach ungefähr 5 tage hat dann meine hebamme gesagt ich soll in die apotheke gehen und mir so sterile tupfer oder so verband nehme und dann kamillentee abkoche und es dann damit ihm ausn mund zu wischen. Ich habs getan und vorher war sein ganzer mund weiss und nun ist nix mehr zu sehen. GOTT SEI DANK


Viel Glück

Lg Laura + Mj 21 tage

Beitrag von mareeeen 16.02.06 - 13:28 Uhr

Hallo!

Lass Dich erstmal#liebdrueck.

Vielleicht klappt es ja besser mit Stillhütchen. Gibt es in der Apotheke zu kaufen.

Liebe Grüße Marina

Beitrag von brueckchen 17.02.06 - 10:53 Uhr

Hallo Miri,

ich hatte auch riesige Schmerzen anfangs beim Stillen, mir sind die Tränen dabei gekommen und hatte mich gefragt, wie die Muttis das blos aushalten.
Bei mir waren die Brustwarzen superempfindlich und dann auch bis aufs rohe Fleisch kaputt.

Da half nur abpumpen und der Kleinen die Milch mit der Spritze feedern (Die Technik hat super funktioniert, denn
mit der Flasche füttern kann zu "saugverwirrung" führen). Ich hatte tagsüber viel abgepumpt und hatte
nachts gestillt. Dann hab ich langsam immer mehr Mahlzeiten durch Stillen ersetzt.

Die Prozedur dauerte ca. 6 Wochen!! Nun sind die Brustwarzen aber schön abgehärtet und es hat sich echt gelohnt!! Es gibt nichts besseres als Stillen!
Es ist praktisch, sauber, kostengünstig und superschön!

Also durchhalten!!!

Liebe Grüße

Sandra

Beitrag von mtamara 17.02.06 - 15:00 Uhr

Hallo Sandra,

das ist aber lieb, dass ich noch Antwort auf meinen Beitrag bekomme.
Leider sind die Schmerzen durch die Soor-Behandlung (schon seit 3 1/2 Tagen schmieren wir!!!) nicht besser.

Ich kann streckenweise immer mal wieder stillen, da die Schmerzen dann zwar nicht weg, aber erträglicher sind. Aber nach diesen Einheiten ist dann immer wieder Sabbat für eine geraume Zeit. Das ist kacke, kannst dir wohl vorstellen, aber so schnell will ich noch nicht aufgeben.

Meine Frage an dich - könnte tatsächlich interessant für mich sein, da wir diesen Pilz u.U. gar nicht haben, da sich ja keine Besserung einstellt:

Hat man bei dir von außen erkennen können, dass du Schmerzen beim Stillen haben musst?
Meine Brustwarzen sehen nämlich völlig normal aus, ja, sie sind total empfindlich, aber auch das allein kann doch nicht zu so starken Schmerzen führen.

Vielleicht kannst du mir das noch beantworten - könnte Hoffnung machen, weil mir niemand so recht sagen kann, was los ist. (weder Arzt, noch Hebamme, noch LLL),

Grüße, Miri

Beitrag von brueckchen 20.02.06 - 19:42 Uhr

Hallo Miri,

das hört sich alles ja ziemlich fies an. Ich hatte am Anfang auch so starke Schmerzen, die gingen dann auch nicht nach ein paar Minuten weg. Das Problem bei mir war, das die Brustwarzen halt kaputt waren (eine offene Stelle auf beiden Seiten ca. 5 mm groß). Aber auch dadurch, dass sie die Belastung durch das Saugen der Kleinen (und sie saugt höllisch stark) nicht gewohnt waren. Da waren sie schließlich so empfindlich, dass ich noch nicht mal eine Berührung aushielt. #heulIch lief den ganzen Tag mit offenem BH in der Wohnung rum, das sah vielleicht aus. Später, als die kaputten Stellen verheilt waren, war es immer noch sehr schmerzhaft. Die Brustwarzen sahen dabei aber normal aus, hatten nur ganz kleine Rissstellen, die man so kaum erkannte.
Meine Hebamme vermutete auch Soor, da die Oberfläche an einigen Stellen weißlich,bläschenmäßig aussah. Das bestätigte sich nicht, da Soor wohl auch mit Juckreiz einhergeht.
Wie alt ist denn Deine Kleine? Wenn Du noch am Anfang der Stillzeit bist, kann es sein, das Deine Brustwarzen einfach noch nicht dran gewöhnt sind, das dauerte bei mir auch ganz schön lange. Wie ist es denn beim Abpumpen? Hast Du da dieselben Schmerzen? Bei mir war das weit angenehmer und damit konnte ich erstmal überbrücken. Aber wie gesagt das wird dann Stück für Stück besser. Ich schmier auch immer Wollfett-Salbe auf die Brustwarzen, damit sie nicht rissig werden.

Ich hoff, ich konnt ein wenig helfen.


Liebe Grüße

(hab die Mail erst heut entdeckt, war nicht da)


Sanda + Chiara (10 Wochen)

Beitrag von mtamara 20.02.06 - 21:50 Uhr

Hallo Sandra,

vieeeelen Dank für deine Antwort - die war am hilfreichsten von allen. Das, was du beschreibst, kommt meinen Beschwerden noch am nächsten.

Offene Stellen habe ich zwar nicht, aber Schmerzen, wie du es von später beschreibst. Nein, Soor war es bei uns auch nicht, habe die Behandlung nach 5 Tagen eigenmächtig abgebrochen, weil die versprochene Besserung nach spätestens 48 Stunden nicht eingetreten ist. Und ich bin absolut dagegen, meinem Baby irgendwelche Medizin zu geben aufs geratewohl...

Nun versuche ich mein Bestes mit dem Stillen. Die Schmerzen sind tatsächlich ein klein wenig besser. Leider möchte Elia seeehr lange an die Brust, ist also ein "Ich-hab-zwar-keinen-Hunger-mehr-aber-trotzdem-Nuckler", wwenn du verstehst, was ich meine.

Deine Vermutung, dass wir noch am Anfang der Stillzeit sind, ist richtig (3 Wochen)- darum auch meine Hoffnung, dass es vielleicht doch irgendwann erträglicher wird.

Wie ist es denn heute bei dir?
Und wie lange hat das Ganze angedauert?

LG, Miri - deren BHs im Moment auch die "Freizügigkeit" genießen ;-)

Beitrag von mtamara 20.02.06 - 21:53 Uhr

Nochmal ich - entschuldige, habe die Antworten auf meine Fragen ja bereits von dir erhalten in der vorherigen Antwort.
Habs grad erst gelesen.

Ist vielleicht darauf zurückzuführen, dass ich im Halbdelirium am PC sitze... #augen

LG, Miri

Beitrag von brueckchen 21.02.06 - 10:59 Uhr

Hi Miri,

das sehe ich auch so, irgendwelche Behandlungen auf Verdacht sind nicht wirklich sinnig.

Zum Thema "Ich-hab-zwar-keinen-Hunger-mehr-aber-trotzdem-Nuckler":
Bei meiner Kleinen war es häufig so, dass sie ständig eingeschlafen war beim Stillen. Mittlerweile hat sich dabei das Blatt total gewendet.
Die kleine Maus ist sowas von ungeduldig und reißt wie ´ne Wilde an der Brust rum, gemäß dem Motto:" Na komm schon rüber mit der Milch". Ich muss meine Brustwarze manchmal geradezu vor ihr retten. Dann fängt sie zwischendurch an zu weinen um sich dann wieder zu beruhigen und friedlich den Rest leerzutrinken und dann schließlich zu nuckeln.
Das breche ich dann nach einer Weile ab (wenn sie nicht mehr hörbar schluckt), denn sonst weichen sie zu sehr auf und ich hab wieder ´ne Wunde Stelle.
Aber das Interessante ist, das meine Brustwarzen sehr viel unempfindlicher sind, sie haben geradezu Hornhaut bekommen. Das haben mir andere Muttis auch schon so ähnlich berichtet...

Bis dann
liebe Grüße und
weiterhin gutes Stillen


Sandra

Beitrag von mtamara 21.02.06 - 15:31 Uhr

Na das gibt doch Grund zur Hoffnung #schwitz - ich bin aber immer wieder zuversichtlich. Gestern Abend habe ich realisiert (Elia wurde gestern 3 Wochen alt), dass er in einer Woche ja schon 1 Monat alt ist, dann habe ich ja schon 1/6 meiner Mindest-Stillzeit erreicht!!!

Die restlichen 5 Monate schaffe ich irgendwie auch, trotz Schmerzen. Und sollten sie tatsächlich jemals weggehen, dann können Elia und ich vielleicht doch noch einer harmonischen Stillzeit von 1 Jahr vielleicht sogar länger entgegenblicken??? Das würde mich so freuen.

Dir alles Gute,
auch weiterhin eine gute Stillzeit,

Miri