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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von galadriel1968 16.02.06 - 13:39 Uhr

Hallo liebe Mit-Mamas,
möchte gern mal eure Meinungen lesen #kratz
Es ist echt zum :-% Bin total verunsichert. Meine Tochter besucht seit September die 5. Klasse im Gymnasium. Aufgrund der Grundschulempfehlung ist sie sehr gut dafür geeignet. Es macht ihr auch Spass und sie kommt ganz gut mit #huepf
Ich glaube, die meisten Kinder haben etwas Anlaufschwierigkeiten oder?
Nach dem Halbjahreszeugnis jetzt (durchschnitt etwa 2,7) wurde ich zu einem Gespräch gebeten mit der Klassenlehrerin. Hauptsächlich wegen der 3- in Englisch.
Sie meinte, wenn sich das nicht um mindestens eine halbe Note verbessert sollte ich mir Gedanken machen, sie in die Realschule zu stecken. Findet ihr das ok???
Ich bin nicht der Typ, der mit aller Gewalt sein Kind aufm
Gym sehen will, aber das finde ich jetzt etwas zu übereilt. Meine Kleine ist ansonsten sehr aufmerksam und intelligent, nur manchmal zu zurückhaltend (daran arbeiten wir gerade :-) ) und manchmal etwas bequem...
Würde mich echt freuen, von euren Erfahrungen zu lesen.
LG eine verwirrte
Sonja

Beitrag von didoka 16.02.06 - 14:13 Uhr

Hallo Sonja,

*lach*, eine 3 in Englisch, oh wie furchtbar. Nein, ich finde eine 3 in Englisch ist kein Grund dein Kind auf eine Realschule zu stecken, die Mehrheit der Klasse hat normalerweise in Fremdsprachen keine gute Note, so kenne ich das zumindest von der Fachoberschule, da lag der Durchschnitt so bei einer 3,5 bis 4.

Ich finde eine 3 in Englisch ist beim besten Willen keine schlechte Zensur, ich find die ist durchaus akzeptable und ueberhaupt kein Grund beunruhigt zu sein.

Und ueberhaupt, sie ist ja erst in der 5. Klasse und hat gerade auf eine Gym gewechselt, klar hat sie jetzt vielleicht in dem Fach ein paar Anlaufschwierigkeiten weil sich die Dynamik veraendert hat, die Note kann also noch besser werden, allerdings koennte sie auch schlechter werden, aber wie gesagt, selbst wenn sie auf eine 4 abrutschen wuerde, waere das kein Weltuntergang. (also die meisten die ich auf der Fachoberschule kannte, die schlechte Noten in Englisch hatten, hatten dafuer richtig gute Noten in Mathe Chemie/Physik, bei mir war es genau umgedreht und da ist kein Mensch auf die Idee gekommen, mir zu sagen ich solle doch lieber das Fach-Abi vergessen, weil ich das mit einer 4 - 5 in Mathe eh nicht schaffe, blalba, klar hab ich es geschafft mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 2,3 und ooeehmm okay, in Mathe blieb es leider nur bei der 4 aber danach kraeht doch jetzt kein Hahn mehr)

Diana

Beitrag von squadrat 16.02.06 - 18:58 Uhr

Hallo,

also ich denke ja jedenfalls nicht, dass die eine Note ein Grund sein sollte die Schule zu wechseln. Gerade am Anfang ist es durchaus normal, dass noch nicht alles so perfekt läuft.

Allerdings solltet ihr euch vielleicht trotzdem etwas mehr Gedanken darüber machen wieso sie eine 3- bekommen hat. Gerade in den Fremdsprachen ist irgendwann "der Zug abgefahren" und man hat riesige Probleme noch einigermaßen gute Noten zu halten weil einem einfach die Grundlagen fehlen. Ich habe z.B. in meiner ersten Sprache auch sehr schnell nur noch dreien gehabt - und dann ging es kontinuierlich immer tiefer! Selbst mit großer Mühe habe ich es nicht geschafft meine Noten wieder zu verbessern oder auch nur annähernd Freude an der Sprache zu finden.

Jetzt musste ich die Sprache (Französisch) durch das Abi noch einmal von vorne anfangen und habe es dieses Mal gleich richtig gemacht mit dem Ergebnis, dass ich zum einen die Sprache mag und zum anderen auch richtig gute Noten bekomme...

Also: ein Grund die Schule zu wechseln ist es nicht, aber ich würde doch dafür sorgen, dass die Grundlagen in Englisch so richtig tief und gut sitzen, sonst wird deine Tochter damit nie glücklich!

Grüße,
Sonja ;-)

Beitrag von balneariali 17.02.06 - 01:55 Uhr

Hallo Sonja!

Ich mußte erstmal lachen, als ich das gelesen habe...;-)

Ich bin selbst erst ne junge Mami, aber ich kann mich an eine Situation aus meiner Schulzeit erinnern...auch 5. Klasse Gymnasium , auch Englisch..
Also..ich hatte eine Gymnasium-Empfehlung und bin auch nach der Grundschule aufs Gymnasium.. Meine Englischlehrerin war irgendwie nicht so meine Wellenlänge und es kam wie es kommen mußte... erste Klassenarbeit und ich schreib ne 5 :-( Bei der zweiten wars genauso.... alle anderen Fächer waren okay.
Elternsprechtag in der Schule: Meine Lehrerin meinte, ich sei völlig ungeeignet fürs Gymnasium und wenn meine Mum sich nicht jeden Tag mit mir 3 Stunden hinsetzen würde und Englisch lernen würde, würde ich gnadenlos untergehen aufm Gymnasium.
Jetzt war meine Mum aber berufstätig und hatte auch echt besseres zu tun, als sich jeden Tag mit mir 3 Stunden nur an Englisch zu setzen und sie sagte zu mir: Lisa, ich helfe dir gerne, aber wenn du es nicht schaffst, dann mußt du eben auf die Realschule." Vielleicht ein wenig hart..ABER ich hab mich durchgebissen... in der 7. Klasse bekam ich nen anderen Lehrer - und siehe da... Note 2....
Im Jahr 2003 hab ich dann Abi gemacht.. und jetz lach nicht.. ich hatte ENGLISCH-LEISTUNGSKURS und 12 Punkte im Abi.....;-)
ABER... hauptsache nicht fürs Gymnasium geeignet ;-)

NIcht unterkriegen lassen!!!

Ganz liebe Grüße, Lisa

Beitrag von didoka 17.02.06 - 07:09 Uhr

Hallo,

*lach*...ohne Worte! Ich finds immer interessant wie schnell so manch Lehrer seine Schueler abstempelt, solche Lehrer wissen wahrscheinlich, dass sie als Lehrkraft ungeeignet sind und schieben die Schuld dafuer in die Schuhe ihrer Schueler.

Also da faellt mir grad noch was ein. Ich hab die 12. Klasse Fachoberschule 2 mal gemacht (freiwillig, hatte ja sonst nix zu tun), ich hatte beim einen Lehrer eine 4 in Chemie, ein Jahr spaeter, andere Schule, anderer Lehrer hatte ich ploetzlich eine 2 +. Mmmhh, lags vielleicht am Lehrer? (also bei dem Penner, der mir die 4 gegeben hat, hab ich echt null verstanden).

10. Klasse Wirtschaftsschule, ich verkuendete meinem ach so geliebten Rechnungswesenlehrer, dass ich auf die Fachoberschule gehen werde, der hat mich doch glatt ausgelacht und gemeint "Sorry, aber du bist da leider zu dumm dazu, das schaffst du nie!" Jaja, zu dumm, toll, klar hab ich es geschafft.


Ach noch was zum Thema Fremdsprachen, man kann eine Sprache nicht richtig lernen, wenn man sie nicht benutzt, seh zu dass deine Tochter stets ihre Vokabeln lernt, dann geht die Grundlage nicht floeten. (regelmaessiges Lesen auf Englisch hilft auch) Hatte viele Mitschueler die das nicht gemacht haben und dementsprechenede Zensuren hatten. Ich war immer gut in Englisch, bin jetzt auch mit einem Amerikaner verheiratet (wer haette gedacht, dass ich mal mehr Englisch als deutsch reden wuerde?) und man hoert kaum noch, dass ich Deutsche bin.


lg Diana

Beitrag von mohmoh 17.02.06 - 07:48 Uhr

Hallo Sonja,

meine Tochter ist auch gerade aufs Gymnasium gekommen, allerdings hier in Brandenburg in der 7.Klasse. Bei ihr war es genau andersrum: ihre Lehrerin hat mir beim Elterngespräch gesagt, dass es durchaus normal ist, wenn die Kinder in den Noten etwas abrutschen und ich soll mir keine Sorgen machen!
Ich denke, so solltest du das auch sehen. In Mathe hat sie jetzt auf dem 1/2jahreszeugnis ein 4 bekommen. Aber sie arbeitet dran und das ist die Hauptsache! Der Gesamtschnitt der Zensuren war übrigens 2,5 und damit bin ich vollauf zufrieden. Das kann sie und auch deine Tochter alles wieder aufholen. Außerdem...ich finde eine 3 durchaus befriedigend, im wörtlichen Sinne!! :-)

LG, Thekla

Beitrag von meraluna1975 20.02.06 - 15:22 Uhr

Also---

klar ist eine 3 keine schlechte Note, aber eine 3- zeigt zumindest die Tendenz auf, dass es eher Richtung 4 geht.

Das ist an sich auch nichts Schlimmes.

Oftmals ist es aber so, dass zum Halbjahr gerade in 5.Klassen die Eltern bereits bei weniger gravierenden Noten in Kenntnis gesetzt werden, dass bei den momentanen Leistungen die 3 nicht sicher ist.

Sinn? ganz einfach: Die Eltern können nicht sagen, dass sie nicht darauf aufmerksam gemacht wurden. Es geht schließlich um dein Kind und es ist doch toll, wenn sich die Lehrer soviel Zeit nehmen, um einem das mitzuteilen.

Schau einfach, wie sich dein Kind mit den Englischübungen auseinandersetzrt, hilf evtl ein wenig. Viel mehr wollte die Lehrerin vermutlich mit ihrem Gespräch gar nicht erreichen.

Ich finde einige Antworten hier mal wieder typisch: immer hat nur der Lehrer schuld. Kaum will ein Lehrer frühzeitig warnen, ist er auch wieder der Böse *kopfschüttel*

Lass dich nicht verunsichern, sondern nimm es, wie es gemeint war: als Hinweis!

Alles Liebe
Mera