Trennung und Kind steht dazwischen! (soory lang)

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von leni111 16.02.06 - 15:32 Uhr

Hallo an alle!

Ich denke mal, dass ich hier einige ansprechen kann, die sich vielleicht von ihrem Partner getrennt haben und ein gemeinsames Kind da ist.

Wie sind in einem solchen Fall eure Gefühle zum Kind und zum ehemaligen Partner? Wie oft gebt ihr euer Kind zum Ex?

Ich stehe auf der anderen Seite. Mein Freund ist geschieden und die beiden haben einen Sohn und das gemeinsame Sorgerecht. Wir beide lieben den Kleinen und nun diskutieren wir jeden Monat mit der Ex, wann wir den Kleinen bekommen können. Noch dazu müssen wir ihn abend nach dem Essen gegen acht nach Hause bringen (45 Min Fahrt), obwohl er bei uns sein eigenes Zimmer hat.

Ist das normal, dass Mütter dann ungern ihre Kinder weggeben. Die Ex hat noch dazu einen neuen Partner und ein Baby, um das sie sich jetzt mehr kümmern muss. Sie kann doch froh sein, dass wir uns dann um "unseren" 5jährigen kümmern.

Ansonsten muss ich sagen, dass wir uns gott sei dank alle gut verstehen und dass es sonst keine Probleme gibt.

Habt ihr Erfahren damit?

LG mo

Beitrag von anja676 16.02.06 - 15:45 Uhr

Hallo Mo,

ich habe mich von meinem Partner getrennt, als unsere Tochter 4 1/2 war. Das kommt ja fast mit dem Alter "Eures" 5jährigen hin ;-)

Wir handhaben es so, dass die Kleine alle zwei Wochen von Freitag abend bis Sonntag abend bei Papa ist. Wenn irgendwelche Termine (wie z. B. Theater oder so was) anstehen, wird einfach das Wochenende getauscht. Bei uns klappt das zum Glück problemlos.

Dass Mütter Probleme damit haben, die Kinder "wegzugeben" kann ich nachvollziehen. Es ging mir anfangs auch so. Inzwischen habe ich gelernt, meine Zeit so einzuteilen, dass mir an den "kinderfreien" Wochenende Dinge vornehme, die ich mit meiner Tochter zusammen nicht wirklich machen kann, wie z. B. abends schick essen gehen oder Kino...

Liebe Grüße und alles Gute
Anja

Beitrag von leni111 16.02.06 - 15:55 Uhr

Danke für dein Antwort...ich kann es ja nachvollziehen, wenn Mütter ihre Kinder abgeben müssen, aber immerhin ist es ja der Vater.

Es war nach der Trennung vereinbart, dass er ihn 8 Tage im Monat bekommt, daraus sind dann irgenwann 6 Tage geworden und wenn es richtig ausrechne sind es nun nur noch 4 Tage oder manchmal 4 1/2 Tage. Teilweise holt er ihn von der Kita ab und muss ihn dann abends nach Hause bringen. Da ich bis abends arbeiten muss, sehe ich ihn dann gar nicht. Das ist schon scheiße, weil ich mich in den 2 1/2 Jahren jetzt auch so sehr an ihn gewöhnt habe.

Naja, ab September geht er in die Schule und da müssen wir eh eine andere Regelung finden. Ich hoffe sie spielt mit und wir machen es dann auch so, wie ihr das handhabt. So finde ich es nämlich nicht schlecht und man hat mal was von ihm.

Nur noch ne kurze Frage. Wie siehts bei euch mit Urlaub aus? Bekommt er sie auch länger?

Beitrag von anja676 16.02.06 - 16:01 Uhr

Hallo,

also ich muss ehrlich sagen, eine Regelung mit acht Tagen im Monat empfinde ich nicht als Ideallösung. Versucht doch der KM die 14-Tage-Regelung schmackhaft zu machen ;-) Das hat für alle nur Vorteile, der Kleine gewöhnt sich daran und weiß woran er ist und Ihr und auch die KM kann planen, wann und wie lange ihr Sohn beim Vater ist.

Den Urlaub handhaben wir so, dass ich dem Vater meiner Tochter Vorschläge gemacht habe für die Ferientermine, an denen ich gerne Urlaub nehmen würde. Er sollte mir dann dazu sagen, ob ihm irgendwelche Termin passen oder nicht passen. Jetzt ist es so, dass er wohl nicht viel Urlaub in den Ferien haben wird, zwei Wochen im Sommer und eine Woche im Oktober. Ich finde es für die Kleine sehr schade, da sie auch sehr gerne bei Papa ist. Ob er allerdings nicht mehr Urlaub nehmen möchte oder wirklich nicht kann, weiß ich nicht. Auf jeden Fall könnte er sie die Hälfte der Ferienzeiten haben, wenn er denn wollen würde.

LG Anja

Beitrag von magicofblue 18.02.06 - 23:53 Uhr

Hallo Mo,

ich möchte Dir auch gern antworten. Ich kenne die Situation aus Sicht der Mutter und auch aus Deiner Sicht, der WE-Mama für das Kind des Partners (inzw Ex).

„Ist das normal, dass Mütter dann ungern ihre Kinder weggeben.“

Meine persönliche Meinung: Ja, ist normal, es ist einfach die Angst, dass das Kind für immer zum Vater will – hab ich auch.
ABER das nützt ja nix, der Vater hat das Umgangsrecht und die Mutter darf nicht einfach von den vereinbarten 8 Tagen abweichen. Da müsstet ihr mehr dranbleiben.

Als ich mich von KV getrennt habe, war unser Sohn fast 4 (wird im Sommer 7). Wir wohnen in der selben Stadt - 12 km auseinander.

Wir haben die 14 Tageregelung, wobei bei uns das Papa-WE von Freitag bis Montag geht (er holt ihn dann Fr vom Kiga ab und bringt ihn Mo wieder hin).

Zusätzlich holt der KV unseren Sohn jede Woche einen Nachmittag aus dem Kiga ab (meist 14 Uhr oder mal mittags). 19.30 hole ich dann Junior ab oder KV bringt ihn.

Urlaub beim KV im Sommer 2 volle Wochen (seit 3 Jahren). Heilig Abend wechseln wir ab, Silvester war Junior jetzt 3 Jahre bei mir (hat sich so ergeben).

Jahresplanung für dieses Jahr:
beim KV -> im Juni/Juli 2 Wochen + im August 1 Woche + im Oktober 1 Woche –
Ab der Schulzeit (Herbst 2006) werden die Ferien geteilt.

Bei meinem Ex-Freund (Junior wird auch 7) war eine 14 Tageregelung (30 min Autofahrt einfache Strecke), dazwischen war kein Vater-Sohn-Kontakt. In den 2 Jahren, die ich mit dem Mann zusammen war, war der Junge einmal eine Woche am Stück da (Schule seit Sommer 05). Meiner Meinung aber nicht, weil es die Mutter nicht erlaubt hat, sondern weil der Vater nicht danach gefragt hat.

Also mein Rat:

Ich geh mal davon aus, dass der Junior bei euch auch übernachten möchte.

Ich würde – auch weil euer Junior im Herbst in die Schule kommt – jetzt nicht mit der Übernachtung unter der Woche anfangen. Vereinbart mit der Mutter eine 14 Tageregelung & redet jetzt schon mit ihr, wie sie es sich zu den Ferien vorstellt. Bei euch müssten ja auch im Oktober Ferien sein und laut deiner VK bist du ja ab September 06 erstmal zu Hause, oder? Evtl. kann es der Vater auch berufl. einrichten, in der Ferienzeit Urlaub zu nehmen.

Allerdings finde ich den Vater-Kind-Kontakt unter der Woche auch wichtig. Ich hatte bei meinem Ex immer das Gefühl, dass er keinen rechten Bezug zu dem Kind hatte, wenn sie sich nur alle 14 Tage gesehen haben (kann mich aber auch täuschen).

Das Verhältnis von meinem Sohn zu seinem Vater ist ganz anders und meiner Meinung nach hängt das auch damit zusammen, dass sie sich alle 3 Tage sehen (durch den 1 Tag unter der Woche).
Vielleicht schafft ihr es ja, den Kontakt zwischen den Besuchs-WE persönlich zu halten, an einem festen Tag (z Bsp Mittwochs).

Wichtig ist jedoch, dass sich dann auch alle an die 14 Tageregelung halten. Wir tauschen nur zur Urlaubszeit, weil durch die 2 Wochen meist ein WE „falsch“ liegt.
Oder zum Geburtstag vom KV hat Junior einen Tag dort geschlafen , sind aber eher Ausnahmen.

Ihr werdet bei der Mutter sicher auf Widerstand stossen, aber es gibt keine Gründe, die dagegen sprechen, dass die Besuchszeiten beim Vater mind 4 volle WE pro Monat betragen.

Puh, soviel wollte ich gar nicht schreiben. Aber das Thema ist ja nicht in 2 Sätzen beantwortet.

Dann mal Gute Nacht.

LG magicofblue