Ausserklinische Geburt Wer noch???

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von pupselmaus02 17.02.06 - 09:41 Uhr

Hallöchen Ihr Mit#schwangeren...

ich habe mich entschlossen mein zweites Kind bei meiner Hebamme in der Praxis zur Welt zu bringen.

Die erste Geburt in der klinik war für uns der reinste Horror.Der Arzt kam ständig und hat Hektik verbreitet und dann noch ne Fehlentscheidung getroffen,die für uns bedeutete zehn Tage mit unserer Maus in der Kinderklinik zu verbringen (Sauerstoffmangel,hatte sich aber schnell und gut erholt.Wurde dann unnötiger Weise mit Antibiotika vollgepumpt).

So was möchte ich nicht nochmal!!!

Die Hebammenpraxis ist bei uns im Ort,eine Strasse weiter.Die Hebi war auch bei der ersten Geburt dabei und einfach toll!!!

Ich denke einfach,dass ich mich dort wohler und entspannter fühlen werde... (die erste Geburt hat nämlich extrem lange gedauert weil ich nicht entspannen konnte)

Aber jeder versucht mir davon abzuraten und schüttelt mit dem Kopf...
Das verletzt mich... Vor allem so Sätze wie. Denk doch an das Kind!!! Wenn was passiert!!!

Aber wäre ja in der klinik auch beinahe passiert,trotz Ärzte und Technik.

Und ich denke ja wohl an das Kind!!!

Mit was habt Ihr denn so zu kämpfen???
Kennt Ihr sowas auch???

Sorry das es solange wurde,aber belastet mich einfach (zumal es Menschen sind,die mir viel bedeuten)

Muss vielleicht noch erwähnen das ne Rsikoschwangerschaft vorliegt (Antikörper).Aber es ist bis jetzt super verlaufen und sieht auch sehr gut aus! Und die Antikörper haben absolut keine Bedeutung mehr für die Geburt!!!
Und wenn noch was passiert,muss ich eh in die Uni,denn die Hebi geht ja auch kein Risiko ein...

So... allen noch nen schönen Tag nund ne schöne Kugelzeit#freu

pupselmaus02 mit Finn inside (23/4 ssw)

Beitrag von daddel79 17.02.06 - 10:00 Uhr

Hallo,

oh ja, das kenne ich. Habe mich zu einer Geburt im Geburtshaus entschieden und darf mir auch so einiges anhören... Was ist wenns zu Komplikationen kommt oder zum Geburtsstill stand? Willst Du dann den langen Weg in die Klinik fahren? Denk an Dein Kind und an dich..., und überhaupt der Stress hinterher zu Hause, bleib doch erstmal im KH...#bla#bla Das verunsichert einen tierisch, zumal mein Arzt dann auch noch anfing vonwegen, wenn Komplikationen...#bla#augen. Es ist schon wahr das die Risiken einer außerklinischen Geburt höher sind, aber das lieg im Promillebereich. Deine Hebi wird schon wissen ob ein Risiko für dich und dein Kind vorliegt und wenn wird sie dich schon ins KH schicken!
Hör nicht so auf die anderen und verlass dich auf DEIN Gefühl ! Und wenn dir etwas komisch vorkommt kannst du immer noch ins Krankenhaus gehen und deine Hebi wird auch schon wissen was sie tut, ist ja bestimmt nicht Ihre erste Geburt.

Wüsche Dir eine schöne Rest-#schwanger-schaft und eine wunderschöne Geburt!


Lieben Gruß

Nadine (ET-10)

Beitrag von koalabaerin 17.02.06 - 10:13 Uhr

Ich habe auch vor in einem Geburtshaus oder ambulant zu entbinden.
In einem Geburtshaus ist ja schließlich auch ein FA anwesend bzw. auf Bereitschaft falls es Probleme gibt.

Hausgeburt schließe ich aus da wir doch 10 km zum Krankenhaus haben und dann noch den Stadtverkehr.
Das Geburtshaus ist gegenüber vom Krankenhaus bei uns was soll da groß passieren. Außerdem gibt es im Geburtshaus auch medizinische Geräte...

Risikoschwangere schicken sie eh von vorne weg ins Klinikum. Die Hebammen möchten ja schließlich auch kein Risiko eingehen, da das sehr teuer bzw. im Gefängnis enden kann für sie wenn es vorhersehbar war das was passiert und schäden bleiben...

LG Marina

Beitrag von becca04 17.02.06 - 10:17 Uhr

Liebe Pupselmaus02,

gleich vorneweg: Ich wünsche Dir total, dass Du keine verletzenden Mails bekommst, sondern dass alle versuchen, objektiv und neutral und in Deinem Sinne zu antworten.

Also: Ich kann total gut nachvollziehen, wie es Dir momentan geht und in welcher Zwickmühle Du sitzt.

Grundsätzlich haben sehr, sehr viele Studien auch hier in Deutschland bewiesen, dass gerade HAUSgeburten (und das ist ja noch einmal ein ganz anderes Kaliber als eine Geburt in einer Hebammenpraxis) NICHT riskanter sind als Klinikgeburten. Das ist ein Fakt und sollte die Basis für alle weiteren Diskussionen bilden.

Um diese Sicherheit zu gewährleisten, muss man eine Hebamme haben, die absolut erfahren ist mit außerklinischen Geburten bzw. mit Geburten an sich (sie muss also viele außerklinische Geburten betreut haben). Denn sie trägt ja alleine die Verantwortung, Risiken im Verlaufe der Geburt zu erkennen und Dich dann im Notfall zu verlegen. Wenn das gewährleistet ist, dann spricht doch nichts gegen Deine Geburtsortwahl. Auch die Sache mit den Antikörpern kann sie am besten abschätzen und wenn sie dies für ein unkalkulierbares Risiko hielte, würde sie Dich nicht akzeptieren als Außerklinisch-Gebärende.

Zu Deinen Erfahrungen während der ersten Geburt kann ich Dir nur empfehlen, auf den Seiten vom "Bund deutscher Hebammen" herumzusurfen. Sie beklagen dort Deutschlands hohe Zahl an Klinikgeburten (ca. 98 % gegenüber 60-70 % in Holland) und kritisieren die klinische Geburtshilfe hier in Deutschland, die sehr häufig ohne objektive Notwendigkeit und z.T. ohne wissenschaftliche Begründung während der Geburt viele nicht-notwendige Eingriffe vornimmt, die oftmals unvorhersehbare Auswirkungen auf den weiteren Geburtsverlauf und auf die physische und psychische Gesundheit von Mutter und Kind haben. Dazu zählen z.B. die Aufforderung zum aktiven Pressen, das Aufstechen der Fruchtblase aber auch nicht-notwendige Dammschnitte etc. Das grundsätzliche Problem laut des Deutschen Hebammen-Bundes besteht darin, dass den Frauen in den Krankenhäusern nicht die notwendige, individuelle Zeit zum Gebären gegeben wird und dass jede Situation grundsätzlich als potentielle Risikosituation genauso wie fast jede Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft betrachtet wird, die es zu behandeln gilt.

Auch ich habe - im Nachhinein betrachtet - "komische" Erfahrungen während der Geburt gemacht und kann daher nachvollziehen, wie es Dir geht bzw. warum Du nun überlegst, "außerklinisch" zu entbinden. Ich denke, eine Hebammenpraxis ist ein guter Kompromiß zwischen einer Krankenhausgeburt und einer Hausgeburt. Du könntest Dir ja in der Nähe des ET auch noch einmal "grünes Licht" von Deinem FA geben lassen. Ansonsten wird Dir auch bestimmt Deine Hebamme von der außerklinischen Geburt abraten, sollte sie irgendwelche Risiken entdecken.

Ich wünsche Dir ganz viel Glück beim Treffen der für Dich und Dein Kind richtigen Entscheidung und wünsche Dir eine schöne, komplikationsfreie zweite Geburt,
Sabi.

Beitrag von jezero 17.02.06 - 10:27 Uhr

Hallo,

ich kann mich noch gut erinnern, wie Familie, Freunde, Bekannte und vor allem mein damaliger Frauenarzt reagiert haben, als ich mich für eine Geburtshausgeburt entschieden habe. Aber es ist alles sehr gut gelaufen und hat auch die Skeptiker überzeugt.

Jetzt plane ich eine Hausgeburt und habe bisher, bis auf die Vorurteile einer Nachbarin, noch nichts Negatives gehört.

Ich kann meiner Hebi vertrauen und mich darauf verlassen, dass sie sofort die Notbremse ziehen und ins Krankenhaus wechseln würde, wenn Komplikationen auftreten, daher bin ich recht entspannt und freue mich auf die Geburt in unseren heimeligen vier Wänden!

LG

Petra (37. SSW)

Beitrag von nici25ch 17.02.06 - 10:48 Uhr

hallo

leider geht bei mir eine geburtshaus geburt nicht mehr, da ich vor fast 12 monaten einen ks hatte. sonst hätte ich sehr gerne in einem geburtshaus unser 2 kind zur welt gebrauch. jetzt überlege ich ob es eine ambulante geburt werden soll.

dir viel glück bei der geburt
ganz liebe grüsse
nicole

Beitrag von sandra7.12.75 17.02.06 - 15:07 Uhr

Hallo

Wir planen eine Hausgeburt.Aus diesen Gründen nämlich.Die Leute zereissen sich auch schon den Mund darüber.Von wegen den ganzen Dreck usw.Bei meiner zweiten Tochter war ich solange zuhause bis ich :-%mußte und meine Mama zu meinen Dad gesagt hat er solle mich in die Klinik bringen.Da war die kleine sehr schnell da.Beim dritten Kind war ich wieder ewig in der Klinik und das möchte ich nicht nochmal.

lg

Beitrag von cocomiss 17.02.06 - 20:34 Uhr


Hallihallo,

eigentlich habe ich ja noch eine Menge Zeit; ich bin das erste Mal schwanger und zwar in der 9. SSW. Bin aber trotzdem schon geburtserprobt, da ich zweimal den Geburten einer Freundin beiwohnte (komisch, das erste Mal kannte ich sie noch gar nicht richtig, aber sie war alleinstehend und hatte kaum Familie, so dass ich die einzige Bezugsperson war).
So, jedenfalls fanden die Geburten im Geburtshaus statt (bei der ersten war sie damals 19) und natürlich hat auch jeder dummgeschwätzt und Ratschläge gegeben, doch an ihr Kind zu denken. Na, was für ein Blödsinn! Sie hat sehr überlegt ihre Entscheidung getroffen, jedenfalls soweit ich das beurteilen kann.
Wie auch immer, nun ist es bei mir in ein paar Monaten auch so weit. Falls die Schwangerschaft einen guten Verlauf nimmt, wogegen ja nicht viel spricht, habe ich auch nicht vor, meinen Keks in einem Khs zur Welt zu bringen. Allerdings mag ich auch nicht in besagtes Geburtshaus gehen, was nichts mit dem dortigen Ambiente oder den Leuten zu tun hat (ich nehme sogar die gleiche Hebamme)!!! Ich wünsche mir eine Hausgeburt. Ich habe das damals als eher unangenehm empfunden, an einen fremden Ort zu gehen. Sicher es war dort alles prima eingerichtet, sehr liebevoll und so. Man konnte sich zuvor für eines der beiden Zimmer entscheiden (natürlich unter Vorbehalt). Als meine Freundin ihre Wehen bekam, hatten allerdings zwei Damen ähnliches vor, d.h. die Zimmer (und vor allem das ausgesuchte) waren belegt. Es gab noch den Hebammenkursraum, auch hübsch gemacht, aber eben nicht dasselbe (so ohne Bett, Wanne etc). Ach, ich weiß nicht, letztlich blieben wir dann noch ca. 4 Stunden nach der Geburt (bis sie das erste Mal urinierte), bis ich sie nachts gegen 3 Uhr nach Hause fuhr. Sie fand das ganz schön anstrengend (bis in den sechsten Stock krauchen) und ich blieb dann auch da! Beim zweiten Mal war es ähnlich, nur das ich nicht mehr ganz so eingespannt war, weil ihr neuer Partner dabei war.
Ich fand einfach, dass es einerseits ganz schön stressig war (ja, ich weiß, ist es sowieso), andererseits aber auch viel zu teuer (damals kostete das glaub ich 300 oder 600 D-Mark, weiß ich leider nicht mehr genau, nur die KK hat es nicht gezahlt), dafür, dass eben auch nichts alles nach seiner Vorstellung laufen kann (klar, kann zuhause auch passieren; vielleicht muss ich am Ende sogar ins Kkh und bekomme einen Kaiserschnitt, aber ist ja vielleicht doch noch was anderes, obwohl ich eine kenn, die in sebigem GH entbinden wollte und letztlich im Kkh landete). Ich denke mir nur, die Praxis ist nicht so weit entfernt, die Hebamme hat die gleichen Hilfsmittel wie dort im Geburtshaus und zur Not ist das nächste Kkh von mir zuhause aus sogar schneller erreichbar (ca. 5 min entfernt - wohne in Berlin). Was wichtiger ist, ist dass ich diese Hebamme superkompetent fand, was ja wohl das Wichtigste ist (wenn sie meint, eine natürliche Geburt ginge nicht mehr, vertraue ich ihr da vollkommen!)
Überlegen würde ich es mir sicher nochmal, wenn ich wie meine Schwester abgeschieden im Wald wohnen würde - die nächste Stadt ist von ihr ne halbe Stunde Autofahrt entfernt, das fände ich etwas unsicher.

Ja, sorry, ist jetzt ein bißchen lang geworden, vielleicht, um mir selbst nochmal alles vor Augen zu halten und meine Entscheidung zu bestärken (mein Mann hilft mir da leider gar nicht: "Du mußt das entscheiden, Du mußt Dich gut und sicher fühlen, Du bist ja schließlich die, die alles aushalten mußt. Ich vertraue Dir da voll und ganz!" - O-Ton Männe. Supi, eigentlich ja eine schöne Liebes-(Vertrauens-)erklärung, aber so ein wenig abwägen hätte ich mir vielleicht doch gewünscht - evtl allerdings nur um meine tolle Argumentation vorzutragen, die in den letzten fünf Jahren in meinem Kopf reifte ;-) ).
Jedenfalls liebe Grüße und fühl Dich, jedenfalls von meiner Seite, in Deiner Entscheidung bestätigt!

Coco & co (9. SSW)