und nu die 2 Mädchen( typisch, die brauchten lang)

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von adlertier24 17.02.06 - 09:49 Uhr

Also meine Jungs hatte ich nun, jetzt die Mädels.

TABEA hatte den 3.3.2003 als Termin. Wieder rechnete keiner mit Pünktlichkeit. Also Oma für den 1.3.2003 per Flieger eingeflogen und nachts geholt vom Flughafen.
Den 2.3 verbrachte sie mit eingewöhnen und ich damit Stundlich eine Wehe zu haben. Wir hatten im garten noch was zu tun, also auch körperlich harte Arbeit und ich entschied mich freiwillig noch Holz zu hacken. ;-). Mein Schatzi merkte schon, dass da was nicht stimmt und nahm mich mal zur Seite. Ich meinte, ich hätte Wehen, aber in riesen Abständen. Im Idealfall kommt sie heute noch. Er grinste nur. ( Dazu muss ich sagen, dass seine Älteste eben am 3.3 1996 geboren wurde und seine Exfrau damals schon den Namen Tabea wollte, nur er nicht) Na ja, um 20.00 Uhr waren die Kinder im Bett und schliefen und wir sasen beim Fernsehen. mein Schatz sah mich immer an und ich schüttelte den Kopf. da er morgen arbeiten musste, meinte ich um 22.00 Uhr, er soll man schlafen gehen und ich wollte noch in die Wanne. Nur zum entspannen, denn die Wehen vom Tage wurden nicht mehr. Um 23.00 Uhre legte ich mich nach der Wanne auch hin, und erwachte alle 15min wieder. Meine Schwiegermama war noch wach und so beschloss ich, mich zu ihr zu setzten. habe noch schnell Wäsche gewachen und zum trocken aufgehängt und so weiter und das Holz hinten im Ofenraum für die Schwiegermama zurecht geschichtet. Dann um 1.00 Uhr habe ich mich aber doch entschieden ins KH zu gehen, also Rettung rufen, 30min. warten, und dann 25min. fahrt ins KH. Die Wehen wurden merklich schlimmer...
Im KH angekommen erstmal CTG und MuMu bei 3 cm. Stöhn, dass dauert wohl noch. In die Wanne, Wehen kommen häufiger, aber ich bin voll entspannt und veratme die locker. Raus um 4.00 Uhr und MuMu bei 6 cm. Na ja, dann Blasensprängung bei 7cm ( habe noch NIE (Sternchen ist Ausnahme)einen eigenen Blasensprung gehabt) und dann gings in die vollen. Um 6.36 Uhr am 3.3.2003 war sie dann da. Zierliche 3kg und 52cm, KU bei 36cm.

ANNAS Geburt begann auch ET+3 ( 30.7.2004 )und das mit einer Nierenbeckenentzündung. Ich also ins Kh, weil ich die Schmerzen nicht aushielt. Die brachten mich aber trotzdem in den Kreissaal. Dort zeigte das CTG wie am Vortag keine Wehen, dafür hatte mein Zwerg aber Herzschläge um 200
#schock! Also literweise Wasser zum Trinken und dann Blutabnahme. Da die Hebi auch ne Urinprobe wollte und ich gerade nicht konnte, hat sie gefragt wegen abkathetern, dann hätte sie auch gleich genaue Werte. Ich dachte ich sterbe vor Schmerzen und die Hebi war geschockt, meinte aber dann auch gleich, dass das eine akute Blasenentzündung sein und eben evt mehr. da ich wegen positivem Abstrich vom Vortag eh Antibiotika bekommen sollte, gabs gleich volle Dröhnung. Erfreulich war, dass die Herztöne meiner Maus rasch auf normal zurück gingen und ich sogar erste Wehen hatte. Juhuu.
Das war 10 Uhr morgens. Der Tag verging. Die Wehen blieben, aber die Abstände lang und noch nicht wirklich MuMuwirksam (von wegen Vielgebährende entbinden schneller!) Um 15.00 Uhr dann der Schock. Herztöne weg, komplett. Und wieder Kreissaal voll. Der Arzt dann Zwerg mit Gewalt wieder aus dem Becken gedrückt. Nabelschnurvorfall. Von da an liegen bis die Maus wieder fest im Becken sitzt. Es wurde 18.00Uhr, der MuMu war bei 3cm und ich total groggy. an schlafen war wegen des Nabelschnurvorfalls nicht zu denken und aufstehen gabs auch nicht, weil Mausi immer wieder hoch rutschte. Um 19.30 Uhr dann bei 4 cm die Erlösung. Sie sitzt im Becken. Ich aber war fertig. Laut CTG hatte ich immernoch schwache Wehen und die wollten leider auch nicht mehr werden, so dass ich also überhaupt nicht wusste, wie lange das jetzt noch geht...Erst die Schmerzen wegen der Nierenbeckenentzündung, dann der blöde Katheder, die Antibiotika, die ich alle 2 Stunden bekam, und die mich voll weghauten, das dumme Gefühl, dass mein Mann das alles zu Hause alleine nicht schafft und dann natürlich immer noch der Schock, dass meiner Maus vorhin das Herz still stand. Irgendwann um 22.00 Uhr bin ich dann in die Wanne mit tragbarem CTG, was zumindest mich beruhigte wegen der Herztöne.
Mitternacht kam und ich heulte, weil ich einfach total erschöpft war und die kleine Maus bei gerade 5cm nicht unbedingt Druck nach draussen machte. Also PDA und evt. Kaiserschnitt. Laut US hatte sie ja auch nur 3kg und 51cm, also könnte sie auch zu erschöpft sein. Unter der PDA habe ich erstmal bis morgens geschlafen und die Hebamme kontrollierte um 6.30 in der Früh mal wieder MuMu. 7cm. Die Blase wurde gesprengt und ich lief aus...riesig viel Fruchtwasser und grün. Leichte Panik bei allen und das mitten im Schichtwechsel. Also 2 Hebis bei mir, und der Spruch, das dauert noch, weil es eh so lange schon geht. Da hatte sie die Rechnung aber ohne mausi gemacht. Hebi Anna kam und Baby Anna machte plötzlich Druck. 5 min. später meinte ich mitten in der Dienstübergabe, ich muss auf den Topf. dank PDA Topf nicht Klo. Da kam aber ni und die Hebi legte mich wieder hin. dann tastete sie nochmal und meinte: voll eröffnet. Presswehen fühlte ich nicht, weil ich ja die PDA hatte und keine sie ausgestellt hatte, wie es sein sollte im Normfall. Die Hebi sah mich an, sah in die Akte und dann kam: SIE haben schon 4 mal entbunden -Sternchen kam ja auch normal - sie wissen wie es geht. Hören sie auf sich und dann los. 3 Presswehen später lag mein Annalein bei mir auf dem Bauch. Ach ja, sie hatte in der Nacht noch stattliche 850g zugenommen ;-) Somit kam sie am 31.7. mit
3850g, 54cm und 37cm Kopf.

Jetzt warte ich mal auf Nummer 5 und lasse mich überraschen. Ein echter Ks fehlt mir noch in der Sammlung.

LG Melanie

Beitrag von julie2006 17.02.06 - 13:25 Uhr

Hallo Melanie,

man,was hast du denn durch? Und trotzdem hast du noch nicht genug und bekommst noch ein 5. Baby? Muti, mutig.

Was meinst du mit Sternchen?

Wann kommt denn baby Nummer 5?

Ich hab vor 6 Tagen entbunden. Ist mein 2. Kind und hatte nur drei Stunden Wehen. Aber dafür vom feinsten.

Lg Anika

Beitrag von amalirs 17.02.06 - 13:40 Uhr

Hallo Melanie!

Auch ich habe fünf Kinder und möchte sie nicht mehr missen. Wann ist denn der Entbindungstermin? Was wird es denn? Also ich habe drei Mädchen und zwei Jungs. Bis auf den ersten Jungen kamen alle Kinder an einem D-Tag auf die welt. Nur Jan hat sich den Sonntag ausgesucht. Wünsche Dir viel Glück bei der Geburt. (ich wollte beim 5. Kaiserschnitt, habe es mir aber dann doch anders überlegt.) Der Lütte (gestern 14 Monate geworden) kam sechs Tage zu spät. (Die anderen kamen zu früh 2-10 Tage). Vielleicht hast du ja Lust, dich mit mir in Verbindung zu setzen.

Gruß
Angie

Beitrag von adlertier24 17.02.06 - 13:59 Uhr

Hallo Angie,

es soll wieder ein Mädchen werden, habe dann auch drei Mädchen und 2 Jungen. Vorraussichtlicher ET ist 12.3., also nicht mehr lange. Da ich noch nie vor Termin entbunden habe, rechne ich damit, dass es also irgendwann Ende März soweit ist. Hoffe aber, dass sie es sich vielleicht überlegt, denn sie hatte letzten Freitag schon 51cm und drei Kilo. Hoffentlich haben die sich nicht schon wieder so vermessen wie bei Anna, lach.
Über den Namen sind mein Schatzi udn ich noch uneinig. Emilie oder Amy Melissa.

LG Melanie

Beitrag von amalirs 22.02.06 - 19:02 Uhr

Hi Melanie!

Dann halte ich dir mal die Daumen.

würde mich über eine antwort freuen.

Gruß
Angie

Beitrag von adlertier24 17.02.06 - 13:53 Uhr

Hy,

also mein Sternchen ist eigentlich mein 2ter Zwerg Florian und er kam in der 26 SSW wegen diverser Blutungen und Blasensprung eben zu früh. Er lebt nicht mehr. Daher Sternchen.

Baby Nummer 5, vorraussichtlich ein Mädchen, hat Et am 12.3.2006. Ist also nicht mehr lange hin. Dann soll aber auch erst mal etwas Pause sein. Weitere Kinder schliessen wir aber beide nicht aus. Bin ja immernoch mit dem selben mann zusammen und mittlerweile seit 2001 verheiratet.

LG Melanie

Beitrag von julie2006 18.02.06 - 12:35 Uhr

Hallo Melanie,

dass mit deinem Sternchen Florian tut mir echt leid. Wann war das denn?
Aber zum Glück hast du ja noch weitere Kinder bekommen. Deine Maus kommt dann ja bald.
Ihr wollt also eine RICHTIGE Großfamilie werden? Wie viele plant ihr denn noch? Echt Wahnsinn. Wir sind mit zwei Kindern fertig. Das reicht mir.

Liebe Grüße Anika

Beitrag von adlertier24 18.02.06 - 14:26 Uhr

Hallo Anika,

Mein Sternchen kam am 26. November 2000 zur Welt.

So richtig geplant kam eigentlich keines unserer Kinder. Kilian damals war überraschend, weil meine FÄ mir damals in Deutschland gesagt, dass wegen einer verschleppten Clamydieninfektion und nem Knick in der Gebärmutter und Zysten eine SS nahezu unmöglich sei. Da ich es auch bei meinem Exfreund drauf angelegt habe, 12 Monate lang, habe ich nach dem Partnerwechsel auch nicht mehr meinen Kinderwunsch verfolgt. Na ja, wenn mich dann jemand gefragt hat, wie lange mein Mann und ich zusammen sind, dann brauchte ich nur in den Mutterpass schaun. Flo war geplant, blieb aber dann ja nicht. Marcel war ne echte Überraschung. Hatte mich psychisch nach Florian gerade wieder im Griff. Tabea kam halb geplant. Wir wussten beide, wenn wir jetzt nicht verhüten, dann... Da sollte eigentlich Schluss sein. Drei Kinder, mein Mann also 5, dass war genug. Statt Pille haben wir immer Kalender geführt und ich meine fruchtbaren Tage errechnet, und dann eben so 7 Tage mit Kondom verhütet. Sie muss danach entstanden sein.
Also haben wir die Verhütungstage ausgedehnt auf 9. Im Zeugungsmonat hatten wir nur einmal überhaupt Verkehr. Und dann ungeschützt. 9.ZT. ES wäre erst am 16.Tag gewesen, denn ich hatte eine 30-31 Tage-Zyklus. Ich habe jedenfalls meine letzte Regel am 5.6 gehabt und am 5.7.(Geburtstag meines Mannes) habe ich also gewartet. Den ganzen Tag. Und dann am 6.7. morgens war mir schlecht und ich ahnte was, also Test geholt und ... POSITIV.
War ein ganz schöner Schock, denn eigentlich sollte ja Tabea schon die letzte sein...jedenfalls für einige Jahre. Jetzt haben wir es aufgegeben zu sagen, der Zwerg ist der Letzte. Es stand kurz im Raum, dass er sich sterilisieren läßt, aber wir sind zumindest einig, dass das noch nicht endgültig der letzte Zwerg ist...nur der Letzte für die nächsten Jahre. Will ja auch mal wieder Zeit für mich...lach.

Ab dem dritten Zwerg laufen die anderen nur so mit. Man merkt nur den Unterschied bei Baby 1 und Baby 2. Hatte mir das mit Tabea schwerer vorgestellt udn bei Anna hätte ich am liebsten nicht entbunden, denn es lief alles zu hause in geregelten Bahnen; letztlich aber haben sich die Rahmen nicht sonderlich geändert. Alles ne Frage der Organisation.

Alles Liebe Melanie

Beitrag von julie2006 19.02.06 - 10:54 Uhr

Hallo Melanie,

find ich total klasse, dass du das alles so prima leistest. Wirklich spitze. #pro

Ist Flo richtig beerdigt? Hatte er noch gelebt? Ich weiß nicht, ob du darüber reden kannst. Will dir auch keine Schmerzen mit meinen Fragen zu führen. Du musst also nicht darauf antworten. Kann ich gut verstehen.

Wie soll denn eure 3. Tochter heißen?

Wieso bist du aus Deutschland ausgewandert? Wo genau lebt ihr eigentlich? Erzieht ihr eure Kinder zweisprachig?

Liebe Grüße Anika

Beitrag von adlertier24 19.02.06 - 12:07 Uhr

Hy,

bei meinem Sternchen hatte ich einen Blasensprung in der 17.SSW. War oben, so das das Fruchtwasser sich immer tröpfchenartig zw. GM und Fruchtblase gesammelt hat und wenn es zu viel wurde ging es ab. Daher hab ich das so auch gar nicht gemerkt. Erst beim US fiel auf, wenig Fruchtwasser. Dann hat der Arzt gründlich geschallt und das Leck gefunden.
Blutungen hatte ich ja schon seid der 15 SSW immer - es hiess immer, dass käme von der tiefsitzenden Plazenta, wäre also insofern harmlos, jetzt sollte sich das als schlimmer Irrtum herausstellen.
Dachte aber erstmal auch, das schliesst sich wieder, denn davon hatte ich auch schon gehört.
Mein Arzt hat mich dann im 2Wochen Rhythmus bestellt, um zu schauen, was sich tut. Ergebnis: Kein richtiges Wachstum möglich und die Wassermenge im kritischen Bereich. Er hat mich dann über Möglichkeiten und Risiken aufgeklärt. Ich hatte da folgende Optionen: Wir lassen es so wie es ist und tun nichts. Würde aber für das Baby bedeuten, dass es wegen mangelndem Platz körperliche Behinderungen hätte, steife Gelenke usw. und das sowohl Magen als auch Nieren unterentwickelt bleiben, wegen mangelnder Durchspülung. Andere Alternative: Auffüllung! Risiko: Es kann zum echten Blasensprung kommen, also spontane Entbindung.
Habe mich für die Auffüllung entschieden.
Die Auffüllung fand dann in der 26 SSW statt. Der erste Versuch gelang und ich war gute Hoffnung, das dann auch die fehlende Restmenge beim 2ten Anlauf passen würde. Das Loch hatte soviel Druck von innen, dass es sich eng anschmiegte an die GM und kein Wasser enntweichen konnte. Leider reichte der Platz meinem Zwerg noch nicht aus und es musste eben noch eine zweite Auffüllung folgen.
2 Tage später wurde die gemacht. Erstmal schien alles erfolgreich. Dann abends machte es PLATSCH. Der Rest war eben eine normale Geburt. Der Arzt versicherte mir, das mein zarter Zwerg die Geburt nicht schaffen würde und nicht leidet. Das hatte ich auch vorher schon erfragt, wollte es aber zur Bestätigung nochmal hören. Ergebnis: Florian kam lebend mit zarten 550g und 36 cm auf die Welt. Er lebte und jiepte nach Luft wegen der unreifen Lungen...den noch folgenden Rest erspare ich dir...er ein kleines Grab in Deutschland, das ich aber zuwachsen liess, weil ich es von hier nicht pflegen kann.

Ach ja, wir sind wegen Arbeitsplatzmangel ausgewandert. Wollten nicht länger Arbeitslosengeld und Sozi beziehen. Hier in Österreich hatte mein Mann als gelernter Schiffsmechaniker zwar nicht die Chance auf Se4e zu gehen, aber das wollte er ja auch nicht mehr, weil er dann immer 12 Monate nicht da gewesen wäre...aber als Maschineneinsteller und Schlosser stand ihm hier der Markt offen.
Ein bischen 2-sprachig wachsen unsere Kinder schon auf...Österreichisch und Deutsch sind ja doch verschieden und hier unten im SO der Steiermark wird viel Dialekt gesprochen. Zugegeben, wir merken das gar nicht mehr, aber Verwandte, die uns besuchen merken es schon...und wir hatten auch Kummer die erste Zeit hier.

Unsere dritte Tochter soll entweder Amy Melissa oder Emilie heissen. Ich tendiere mehr zu Emelie und mein Mann zu Amy Melissa.

Herzliche Grüße Melanie

Beitrag von julie2006 19.02.06 - 14:27 Uhr

Hallo,

schön, dass du so darüber reden kannst. Wie hast du deinen Schmerz überwunden? Wenn es dir nichts ausmacht, kannst mir auch noch den Rest schreiben.

Ich frage so sehr danach, weil es ner Bekannten ähnlich ging. Und die hat es nach drei Jahren immer noch nicht überwunden.

Deine Tochter wird ja einen schönen Namen bekommen. Wäre mein 2. Kind ein Mädchen geworden, wäre es wahrscheinlich auch eine Emily geworden. Amy Melissa ist auch sehr hübsch.

Bis bald, Anika

Beitrag von adlertier24 19.02.06 - 19:18 Uhr

Hy, da bin ich wieder.

Der Rest war wenig berauschend. Mein Zwerg sollte ja wie gesagt, tod sein wegen des Geburtsstresses. War er halt eben nicht. Dann hiess es, er stirbt gleich, ich solle mir keine Sorgen machen, er leidet nicht.
Als die Hebamme dann raus ging, habe ich die Nachgeburt geboren und war dabei genauso alleine wie bei der Geburt meines Babys selbst, weil die dumme Hebi meinte, dass dauert noch.

Na ja, ich habe mich jedenfalls ausgibig von ihm verabschiedet, ihn gestreichelt und lebe wohl gesagt. Ihm gesagt, wie sehr es mir leid tut, dass es so endet...

Das schlimmste kam danach, denn für mich war jetzt alles vorbei. Nach 30 min. kam die Hebi rein und fragte mich: sollen wir den Zwerg jetzt doch beatmen?

Ich dachte ich höre nicht recht. Mein Zwerg lebte immernoch. Jetzt hatte er 100% einen Hirnschaden und ich habe es abgelehnt. Ich hatte dann meine Ausschabung und erwachte erst Stunden später in meinem Zimmer im KH wieder. Irgendwie leer, irgendwie noch voll neben mir stehend. Hatte dann ja meine Papiere da zu liegen, konnte ja gleich heim. Habe dann gesehen, dass er eine ganze Stunde gekämpft hat.
Als die Visite kam, hatte ich das irgendwie wieder verdrängt. Der Arzt gab mir einen Brief mit der Geburtskarte und mit 2 Photos. er meinte aber gleich, ich solle sie erst später anschauen.

Zu Hause bin ich nächtelang noch hochgeschreckt. Mein Mann war aber immer an meiner Seite, denn er hatte das selbe Problem.
Verarbeitet habe ich das ganze nie ganz. Es tut immer noch weh, aber ich habe gelernt, dass es ein Teil meines Lebends ist.

Anfangs habe ich Depressiva genommen. Ich ahbe von 67 kg auf 54kg abgemagert binnen 3 Monaten und das fand mein Arzt erschreckend. Meinen Ältesten hatte ich 7 Wochen tags bei einer Tagesmutter, konnte ihn nicht ertragen...und abends habe ich geheult, weil ich ihn so lieb habe. Es tat mir so leid, aber ich habe sein Lachen oder Weinen nicht ertragen. Und beim Einkaufen andere Babys, das ging gleich gar nicht...

Aber überwunden habe ich das ganze eigentlich bei der Geburt von Marcel, denn die Hebamme war super, hat mit mir auch ganz viel geredet über Florian. damit hat sie mich dann von den Wehen abgelenkt und ich konnte mein Herz ausschütten. Das wurde dann mit jeder Schwangerschaft besser und mit jeder Geburt, denn ich hatte zufällig immer die selbe Hebamme.

LG Melanie


Beitrag von julie2006 20.02.06 - 17:03 Uhr

Hallo Melanie,

lass dich mal ganz lieb #liebdrueck. Ich glaube, man verkraftet soetwas nie wirklich. Vor allem, wenn sein Geburtstag kommt.

Die Ärzte waren ja echt das allerletzte. Das ist ja kaum zu glauben!!! Damit haben die es dir ja noch schwieriger gemacht. Unter aller Sau!!!

Aber zum Glück hast du ja schon vier - mit Sicherheit bezaubernde - Kinder und bald kommt noch eine Maus.

Du hattest dann ja auch schon in sehr jungen Jahren Kinderwunsch. So wie ich also. Hab meine Tochter mit 20 bekommen. War ein Wunschkind. Wir haben ein Jahr "gebastelt". Beim 2. dauerte es dann aber nur drei Monate.

Liebe Grüße Anika