grünes Fruchtwasser unter der Geburt - Streß - auch an HEBIGABI

Archiv des urbia-Forums Geburt & Wochenbett.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von iberostar75 17.02.06 - 10:19 Uhr

Hallo,

erstmal an alle und an HEBIGABI danke fürs Posting.

Meine Tochter hatte unter der Geburt grünes Fruchtwasser.

Vorgeschichte:
Zu Beginn des Mutterschutzes wurde bei meiner Tochter eine Ovarialzyste (3-4 cm Durchmesser) festgestellt, die auch punktiert wurde aber wieder nachgelaufen ist.
Im proportionalen Verhältnis war das so, als hätten wir Erwachsenen eine Zyste die 1-2 Hände groß ist im Bauch. Die Zyste bei meiner Tochter schränkte auch teilweise die Darmtätigkeit ein. Meine Tochter lebte mind. mal 8 Wochen mit einer solchen Zyste im Bauch im engen Mutterleib, der sich unter der Geburt durch die Wehen noch mehr verengt. Sie war auch ein großes Kind - 4000 g / 54 cm.

Dann kam es zur Übertragung - jeden 2. Tag Untersuchung und langer Weg durch den Berufsverkehrs-Stau in die Klinik.

Am Tag vor der Geburt hatte ich so eine Untersuchung. Da war noch alles in Ordnung. Es wurde alles ganz genau untersucht, da es evtl. hätte passieren können, dass ich stationär aufgenommen werde.

Am Abend vor der Geburt hatte ich Akupunktur bei meiner Hebi und habe Himbeerblätter-Tee getrunken.
Dann ging's auch schon los.
Als ich mir nach einigen Wehengängen sicher war, sind wir in die Klinik gefahren.
Dort wurde mein Blut untersucht. Ich hatte einen Amnioninfekt - irgendwas mit Nabelschnur, Fruchtwasser - aber bei den heftigen und häufigen Wehen hatte ich keinen Nerv mir größere Gedanken zu machen.
Ich durfte auch kein Entspannungsbad mehr nehmen.
Ich bekam Antibiotikum - intravenös.
Da ich auch eine Blutgerinnungsstörung (von-Willebrand-Syndrom) habe, bekam ich auch noch Minirin - intravenös.

Die Geburt ging zügig voran. Die Fruchtblase wurde gesprengt - grün-braun - echter Babykot.
Dann habe ich nur noch gepresst.
Meine Tochter wurde sofort abgenabelt und von den Kinderärzten mitgenommen. Sie musste abgesaugt werden und auch wegen Zyste untersucht werden.
In dieser Zeit wurde mein Dammriss genäht.
APGAR: 7/8/8 - PH 7,21

Wir kamen dann trotzdem auf die Wöchnerinnenstation - Rooming In.

Ich bekam weiterhin Infusionen - Antibiotikum wg. Infekt und Minirin wg. Blutgerinnungsstörung.

Am Tag nach der Geburt bekam ich Kreislaufprobleme und starke Müdigkeit. Ich habe meine Tochter bei der Krankenschwester abgegeben.
Dann bekam ich einen schweren Krampfanfall mit Bewußtlosigkeit , Überwässerung, etc. -> Intensivstation, Medikamente, Valium, etc. Minirin wurde aber abegesetzt.
Ich habe extremst auf die Nebenwirkungen von Minirin reagiert.
Meine Tochter kam unabhängig von mir am gleichen Tag in die Kinderklinik - wg. dem Infekt.
Erst nach einer Woche haben wir wieder zusammen auf der Wöchnerinnenstation gelegen.
Insgesamt 2 Wochen Krankenhaus für eine Spontangeburt.

Fragen:
Wieso bekommt das Kind Streß unter der Geburt?
Gibt es in meinem Fall evtl. einen Zusammenhang, dass es bei meiner Tochter zu dem Streß kam?
Gibt es in meinem Fall evtl. eine Zustammenhang mit dem grünen Fruchtwasser, den vielen Medikamenten und dem schlimmen Krampfanfall - der als Nebenwirkung für Minirin galt?
Wie wäre das bei einer 2. Schwangerschaft?
Wäre ich jetzt eine Risikoschwangerschaft mit Risikogeburt?

Danke an alle und auch an Hebi-Gabi.

Lg, Ibero + #baby 5 M.

Beitrag von oldma 17.02.06 - 13:42 Uhr

... ich glaube nicht, dass eine medikamentenunverträglichkeit ein risiko für eine zweite ss darstellt. dann muss eben ein anderes präparat verwendet werden. da gibt es doch unzählige auswahl. das fruchtwasser hat damit auch eher nichts zu tun. ich bin kein medizinisches personal, aber ich glaube mich erinnern zu können, dass sich fruchtwasser durch die abscheidungen des kindes färbt. das kann natürlich kindsstress sein. aber eine geburt ist nun mal so von natur aus, auch stress für das kind. schließlich wird es zusammengefaltet duch eine enge röhre gepresst und bekommt den ganzen austreibungsdruck der gebärmutter zu spüren. vielleicht erzeugt das auch "platzangst"?? nichts was wirklich erforscht wäre. ja aus eigener erfahrung kann ich dir noch sagen, nach meiner ersten geburt war ich so schlapp, dass ich nicht in der lage war das haus zu verlassen bis zum ende der dritten woche. bei dir kommen nun die medikamentwirkungen noch dazu. alles in allem, erfreut euch daran, dass es euch jetzt gut geht, alles überstanden und eine lange schöne zukunft vor euch habt. l.g.c.

Beitrag von hebigabi 17.02.06 - 15:21 Uhr

Meist ist grünes FW die Kombination von nachlassender Versorgung über die Plazenta gekoppelt mit dem Druck der Wehen- manchmal noch mit einer Nabelschnurumschlingung dabei und schon geht es den Kindern dreckig- so wie das Fw dann auch hinterher aussieht #heul.

Es hat NICHTS mit deinen Medis zu tun und die Infektion hat sich über die Verschmutzung durchs mekonium entwickelt und meist nicht andersrum.

Du wärst in der nächsten SS wahrscheinlich aufgrund der ganzen Vorkommnisse eine Risikoschwangere, aber deswegen muss es ja nicht gleich zu einer Risikogeburt kommen- da hat das eine nichts mit dem anderen zu tun.

Außerdem weiß dein Gyn in der nächsten SS ganz genau, worauf er- gerade bei den Medikamenten- zu achten hat und wird sehr gut auf dich - und auf´s Baby- aufpassen.

Liebe Grüße und toi-toi-toi wünscht

Gabi