Privater Vaterschaftstest - sehr traurig - lang

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von morgandulac 17.02.06 - 20:58 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage und will gleichzeitig mal meinen Frust loswerden. In Kürze: Der Vater meiner Tochter hat dem Jugendamt, das ihn neulich wegender Anerkennung der Vaterschaft angeschrieben hat, durch einen Rechtsanwalt mitteilen lassen, dass er einen privaten Vaterschaftstest wolle. Was habe ich davon? Die Vaterschaft wird u.U. schneller anerkannt, o.k.. Verschafft mir das wirklich Vorteile? Sein Vorteil liegt klar auf der Hand; er spart horrende Gerichtskosten. Eigentlich hatte ich die ganze Zeit bis zur Geburt mit diesem Vorschlag gerechnet und auch für in Ordnung befunden. Ich bin aber mitlerweile derart gekränkt, dass ich eine ganz harte Linie fahren möchte. So hat er dem Jugendamt durch den Rechtsanwalt mitteilen lassen, das er der Kindesmutter beigewohnt habe, aber mit ihr keine Beziehung gehabt habe. Wie nennt man es denn, wenn man eine Frau über mehrere Wochen zu diversen Partys schleift, ihre Zahnbürste bei ihm im Zahnbecher steht und er mit ihr in Urlaub fahren will und noch betont, dass es nur ganz oder gar nicht gibt? Zur Information: Das Kind sollte dann aber nicht zur Welt kommen und bis zur Geburt gab es auch auf SMS und mails von mir keine Reaktion des Kindesvaters mehr.

Er hat übrigens bis heute nicht nach seiner süßen Tochter gefragt.

Was würdet ihr tun?

Gruß

Morgan

Beitrag von manavgat 17.02.06 - 21:18 Uhr

Stimm der Sache zu. Er ist nicht wert, dass Du Dich aufregst und Druck erzeugt nur Gegendruck. Wenn er spart, kann er mehr Unterhalt für Dich und das Kind zahlen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von schnuppelschaf1 17.02.06 - 21:40 Uhr

Hi

Schließe mich Manavgat an!

Erspare dir und deinem Wusel den Stress!
Gönne dir die Ruhe und lasse ihn machen!

Viel Glück für dich und deinem Wusel!

Steffi

Beitrag von ich_passe_auf 17.02.06 - 23:04 Uhr

Mach doch keinen Wirbel darum. Mach einfach diesen Test und fertig.

Beitrag von littledream 17.02.06 - 23:19 Uhr

Ich kann mich nur den andere anschließen .. was bringt dir die harte Linie? Gar nix .. Außer noch mehr Ärger.

Ich hab das ganze grad hinter mir .. mein Mann (11 Jahre Beziehung davon 6 Jahre verheiratet) wollte auch einen Vaterschaftstest .. weil er jetzt ne neue hat .. und der irgendwas erzählt hat vonwegen .. nee wir haben schon lang nix mehr miteinander ich schlaf auf dem Sofa .. whatever..

Ich hab gesagt .. mache .. weil ich bin mir ja sicher gewesen .. hatte ja mit keinem anderen was .. also isser gekommen .. hat den Test gemacht .. hats nun schwarz auf weiß das er der Papa der Süßen ist .. und ich hab meine Ruhe .. wenn die Scheidung und das alleinige Sorgerecht durch ist :)

lg
Corina

Beitrag von viktorya 18.02.06 - 02:02 Uhr

Hi...
Kann Dich voll verstehen aber es bringt wirklich niemandem was, wenn mann die harte Tour fährt!

Meine Kleine war von uns beiden geplant und trotzdem hat er einen Vaterschaftstest gemacht. Mich hat es ziemlich geärgert und verletzt weil er den Test erst 8 Wochen nach der Geburt gemacht hat.... In der Zwischenzeit hat er den Superdad gespielt, allerdings nur wenn "Publikum" dabei war...

Die Superdad-Masche ist übrigens bis heute so geblieben... Sei also froh, dass er sich gar nicht erst meldet und geniesse die Zeit mit Deinem Zwerg! Er hats vielleicht dann auch gar nicht verdient ein Kind zu haben...

Lass den Kopf nicht hängen und übrigens: Ein privat veranlasster Vaterschaftstest gilt nicht als relevanter Beweis vor Gericht soweit ich weiß... Wenn es also zu einem Verfahren kommt , wird ohnehin noch einer vom Gericht angeordnet...

Beitrag von soistdasnunmal 19.02.06 - 18:39 Uhr

hallo
auch ich bekam durch einen anwalt die mitteilung das er einen privaten test wolle. auch ich habe überlegt was ich tu. ich möchte dem kind einen bluttest ersparen, darum habe ich zugestimmt. auch ich habe gelesen, das wir nur einmal geschlechtlichen verkehr hatten. wir haben allerdings 3 jahre zusammen gelebt. ich schrieb nur ironisch zurück...meinte er einmal am tag.....natürlich ist es schlimm. man kommt sich irgendwie sehr abgestellt vor. für dumm verkauft. nein, das kind ist ihm auch egal, er hat auch noch nie gefragt wies ihm geht.angeblich fragt er wenn der test ergibt, das er der vater ist. lächerlich, das stand da nur, damit er besser dasteht, weil ich schrieb, das er keinerlei interesse hatte bisher. ich habe meinen stolz runtergeschluckt und dem test zugestimmt, aber es nagt an mir. wir wollten ja dieses kind, es gab ja nur diesen mann.

Beitrag von pepe1976 14.03.06 - 17:46 Uhr

Hallo Morgan!

vorab, nicht alle Männer sind so und der wirklich "richtige" Papa für die Kleine wird Dir ganz bestimmt noch über den Weg laufen.
Vor einem Jahr war ich in einer ähnlichen Lage wie Du. Nur war ich damals davon überzeugt, der Papa des Jungen zu sein. Sie wollte das erst nicht war haben. Allerdings ist Sie trotz allem ein vernünftiger Mensch, der das Beste für sein Kind will. Ich wollte die Verantwortung auch gern übernehmen.
Wir haben jedenfalls auch einen privaten Test durchgeführt. Ich bekam allerdings von dem Labor damals den Tip, dass wir die Probennahme z.B. beim Jugendamt offiziell mit Formular durchführen können. Wir haben so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Kosten hielten sich in Grenzen und die Sache wurde durch das Jugendamt anerkannt. Der rein private Test wird definitiv nicht vor Gericht anerkannt. Vielleicht hilft Dir das. Der Test hieß daddytest.

Grüsse pepe