mal eine frage zur privat insolvenz

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Beitrag von happysepp 17.02.06 - 21:07 Uhr

ich hätte da mal eine frage zu privaten insolvenz


also ich lese immer das männer die in einer privatinsolvenz sind keinen kindesunterhalt mehr zahlen müßen .

aber ich habe zwei gute freunde die jetzt insolvenz angemeldet haben bzw schon mitten drin sind und beide haben das nur gemacht damit sie den kindesunterhal bezahlen können und beide zahlen pünktlich den unterhalt !

der eine hatte mit seiner frau ein haus gebaud und wegen der enormen zahlungen die er durch die scheidung hatte ging die rechnung nichtmehr auf da immerhin drei kinder da waren . also ging er in die insolvenz und kann so den unterhalt zahlen hat aber noch geld für sich damit er auch leben kann

der andere hatte für die firma der ex noch zu ehezeiten gebürgt und als die gute keinen bock mehr hatte mußte er die zahlungen leisten ! auch er kan nur den kindesunterhalt zahlen weil er in der insolvenz ist !

was ist jetzt eigentlich wirklich los wen der unterhaltspflichtige in die insolvenz geht ????

Beitrag von blinkingstar 17.02.06 - 21:49 Uhr

Ganz einfach: in der privaten Insolvenz wird der pfändbare Teil des Einkommens an einen Treuhänder ausgehädnigt. Dieser verteilt es gerecht unter den Gläubigern auf.
Der pfändbare Teil des Einkommens ist zum einen vom Einkommen selbst, aber auch von der Anzahl der unterhaltsberechtigten Personen abhängig.
Im Klartext: wenn Mann A, ledig ohne Kinder 1300€ verdient, wird mehr Geld einbehalten als wenn Mann B, ledig, 5 Kinder 1300€ verdient.
Somit ist gewährleistet, dass er seiner Unterhaltspflicht nachkommen kann.

Viele Grüße

Blinking#stern

Beitrag von happysepp 17.02.06 - 21:59 Uhr

ja das dachte ich eigentlich auch !

das die rechnung lautet
einkommen minus selbstbehalt minus kindesunterhalt und der rest wird gleichmäßig unter den gläubigern verteild (wen noch was übrig ist)
so ist es bei meinen kumpels !
in der klasse meiner kleinen ist eine ae mutter und bei ist es so das der ex nichtsmehr bezahlen muß weil er in der insolvenz ist !

bei mir ist es so das meine ex nicht zahlen muß weil sie angeblich nicht genug verdient ! seit dies vom gericht bestätigt wurde zahlt auch das jugendamt keine uvg mehr obwohl ich noch 13 monate anspruch gehabt hätte

weil ja kindesunterhalt vorangig ist und selbst steuerschulden hinten anstehen müßen !

aber ich hab nun schon in einigen foren gelesen das eben wegen dieser insolvenz kein unterhalt für kinder bezahlt werden muß .

Beitrag von lexika 18.02.06 - 07:51 Uhr

Hallo,

der laufende Unterhalt muss bezahlt werden (soweit halt ausreichend Einkommen vorliegt), was aber nicht mehr bezahlt werden muss ist der Kindesunterhalt der VOR der Privatinolvenz aufgelaufen ist. Dieser wird nicht vorrangig behandelt, nur der laufende.



LG, Christine

Beitrag von didi75 17.02.06 - 21:57 Uhr

hallo,

das mit der privatinsolvenz ist ein komplexes thema & es kommt auch immer auf die zielstellung drauf an....

es gibt nach der ZPO eine pfändungsfreigrenze (ca. 970 euro), wenn man schulden hat, wir jeder euro der drüber liegt an die gläubiger gezahlt, in den 7 jahren der wohlverhaltensphase darf man keine neuen schulden machen, danach ist man schuldenfrei; ich glaub der unterhalt hat u.U. vorrang vor den anderen gläubigern, daher ist es sicherlich in deinen beispielen so, dass die väter ihren unterhalt zahlen können...

.... so ungefähr

gruß mann von didi

Beitrag von happysepp 18.02.06 - 11:56 Uhr

ja so dachte ich mir das ja auch !

aber bei mutter die keinen unterhalt bekommt ist das wieder ganz anders ! er verdient 2300 euro im monat !

er ist allein und darf 850 euro behalten ! bleiben noch 1450 euro ! das geld geht dan an die gläubiger , aber da er nun nichtmehr leistungsfähig ist bekommt die frau nichts ! das ist doch normal nicht möglich den von den restlichen 1450 € könnte doch locker das geld für den unterhalt abgezogen weden und bliebe noch genug für die banken !!!!
also muß es doch wieder unterschiede geben ? laut ihren angaben hat der mann nach der scheidung bei 12 banken schulden gemacht in einer höhe von 120000€ und zusätzlich kommen nochmal etwa 20000 € steuerschulden und strafen dazu ! irgendiwe ist das doch gesetzwidrig wen dan der eigentlich vorrangige unterhalt einfach zu gunsten der schulden abgeszt wird !