Haschischproblem/ Wo findet man Hilfe die was bringt??

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von lumincat 17.02.06 - 22:22 Uhr

Hallo ihr Lieben,

weiss nicht genau ob ich hier richtig bin, aber denk mal schon....

Ich habe das Problem das mein Mann seit vielen Jahren starker Kiffer ist und er das zwar schon selber erkannt hat, aber man nicht wirklich Hilfe findet, bzw. wir schon einiges probiert haben, was aber leider erst garnicht fruchtete. Sprich, wir sind zur Drogenberatung mit dem Ergebnis das sie ihn in eine Gruppe mit Alkoholikern gesteckt haben#kratz Als zweites Angebot stand ein stationärer Entzug in einem Krankenhaus zur Auswahl! #schock Dabei weiss doch quasi jedermann, das dies keine körperliche Abhängigkeit ist sondern eine seelische, verbunden mit der Gewohnheit und Verlustängsten. Dann ist er zum Arzt gegangen, der konnte ihm auch nicht weiterhelfen. Nach langem hin und her ist er zu einer Psychologin, die gleichzeitig auch Heilpraktikerin ist und diese hat ihm Akupunktur gemacht. Geholfen hats nichts, hat wohl für 1,5 Stunden 90 Euro gekostet#schock Also es kann doch nicht sein, das man niergendwoher Hilfe bekommt, die dann auch wirklich was bringt!! Habt ihr eine Ahnung was man noch tun könnte oder wohin man noch gehen könnte, denn alleine oder nur mit meiner Hilfe klappt es einfach nicht. Ich hab mir auch am Anfang gedacht, das kann doch nicht sein, wenn man was will dann zieht man das durch. Ich war mal ähnlich drauf und bei mir hat es dann sofort geklappt weil ich den Willen hatte. Er ist da anders (leicht beeinflussbar) und deshalb geht es immer wieder in die Hose. Er hält nicht mal einen Tag aus. Wäre dankbar für ein paar Tipps oder Erfahrungen.
Euch noch einen schönen Abend und #danke fürs Lesen
LG

Beitrag von weintraube75 17.02.06 - 23:04 Uhr

hallo,
ich würde schlichtweg sagen, er will nicht damit aufhören. sonst könnte es tatsächlich nicht so schwer sein, da wie du ja schon sagtest, so gut wie keine körperliche abhängigkeit eine rolle spielt.
hilfe von aussen? mh naja da wäre ich doch sehr vorsichtig. dieses thema wird ja immernoch sehr stiefmütterlich behandelt, daher glaube ich auch kaum, dass es auf diesem gebiet die experten gibt.
fest steht er ist psychisch abhängig. warum? was versucht er mit hasch zu unterdrücken? vielleicht solltet ihr so herangehen und die ursachen finden und lösen.
naja wirklich helfen konnte ich dir nicht.
mal noch ne frage, will er aufhören und warum?
lg weintraube

Beitrag von lumincat 17.02.06 - 23:22 Uhr

Hallo Weintraube,

er glaubt, das er es damals gebraucht hat um bestimmte Sachen zu verdrängen, aber das es sich mittlerweile so fest in sein Leben intergriert hat, das er Angst hat, wie das Leben ist, wenn er nicht kifft. Deshalb auch der Gang zur Psychologin. Er möchte aufhören, aus mehreren Gründen. Wir haben mittlerweile eine Familie und das ist dann wirklich ziemlich unangebracht. Ausserdem ist es auch die Lustlosigkeit und die hohen Kosten und die verlorene Zeit. Man muss dazu sagen, wir wohnen an der Grenze zu Holland und das ist dann für ihn doppelt verlockend. Seine Freunde haben sich grösstenteils von ihm abgewandt, weil mit ihm nichts mehr anzufangen ist. Er geht arbeiten, kommt nach Hause, kifft, sitzt vorm Computer, kifft usw.. Jeden Tag das gleiche...Die Kumpels die noch übriggeblieben sind, sind eher Bekannte, die ebenfalls kiffen. Allerdings sind die weder verheiratet, noch haben sie Familie. Weiss einfach nicht, wie wir das noch hinkriegen sollen. Sonst ist soweit alles in Ordnung bei uns bis auf die üblichen Streitigkeiten, die es überall gibt...Danke für dein Posting. Lg Lumincat#katze

Beitrag von weintraube75 17.02.06 - 23:57 Uhr

o.k. wenn das zeug seinen tagesablauf doch so sehr bestimmt, dann wird es zeit, diese kette zu unterbrechen. ich kenne das so nicht. in meinem umfeld kifft fast jeder, manche mehr manche weniger, aber bei keinem hat dies solche auswirkungen, wie lustlosigkeit. nun ja jeder körper geht anders damit um.
die denkweise von deinem mann kann ich nachvollziehen. aber was hat er zu verlieren, diese kette zu durchbrechen? du stehst doch hinter ihm. soll er es einfach versuchen. was soll schon passieren, außer dass er seiner gesundheit was gutes tut? er soll sich einfach vor augen halten, dass er ja rauchen könnte wenn er wollte. so setzt er sich selbst nicht so unter druck. und wie gesagt, vielleicht sollten die auslöser, insofern es welche gab, erst einmal verarbeitet werden.
wenn in eurer familie sonst alles stimmt, dann hat er doch alles was man braucht. ja er muss halt selbst auf den trichter kommen, dass er aufhören will.
kommentare von außen würde ich mich völlig entziehen, dies ist eine sache, die geht niemanden was an. also sprich, wenn er nur deswegen aufhören will, wird der erfolg auf sich warten lassen. wegen deinem unangebracht. ja nun gut, ich würde das nicht soooo formulieren. es kommt immer auf die personen an und wie sie damit umgehen. aber bei euch, beeinflußt es ja wohl doch das familienleben.
versucht es doch mal mit dem belohnungsprinzip. er hat doch sicher irgendeinen wunsch.
wenn das alles nicht hilft, dann vielleicht wirklich zu einer psychologin. aber wie gesagt, ich wäre sowas von vorsichtig, denn leider scheint alk recht normal zu sein, aber kiff huahua.
ach so falls die frage aufkommt, nein ich kiffe nicht und alk nicht mal ein tröpfchen.
ich wünsche dir, dass er bald den richtigen willen entwickelt und ihr das gemeinsam auf die reihe bekommt.
lg weintraube

Beitrag von woogie 17.02.06 - 23:14 Uhr

Hi Lumincat!

Wieso sollte eine Gruppe der AA falsch sein?

Fakt ist, er ist abhängig. Wovon ist egal, denn der Weg zur "Freiheit" ist bei jedem Suchmittel der selbe. Einzig der Schwierigkeitsgrad ist bei den jeweiligen Drogen anders.

Ich wünsche Euch viel Erfolg!

Steffi

Beitrag von mariella70 18.02.06 - 14:03 Uhr

Hallo,
guck mal auf diese Seite, da sind einige links zusammengestellt. Möglicherweise kommt für deinen Partner ja das Angebot des betreuten oder stationären Entzug in den Rheinischen Lankliniken in Essen in Frage.
http://www.wdr5.de/service/service_gesundheit/675671.phtml
Viel Erfolg!
Mariella