Karies mit 19 Monaten? Was macht ihr?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von karuna2 17.02.06 - 23:10 Uhr

Hallo,

mein Sohn, 19 Monate, hat an den Schneidezähnen
hellbräunliche und an einem kürzlich gewachsenen
Backenzahn dunkelbraune "Verfärbungen".
Könnte das Karies sein?
Was kann ich tun, damit es nicht schlimmer wird?
Ich meine, ich kann den Kleinen doch nicht zum
Zahnarzt bringen... da würde er "die Krise kriegen".
Ich putze ihm jeden Tag zwei Mal täglich die Zähne.
Mittlerweile funktioniert das, vorher hat er nur gebrüllt
und ich hab's dann gelassen.
Allerdings muss ich dazu noch sagen, dass er noch
gern aus der Flasche trinkt, ich ihm aber tagsüber
den Becher anbiete, er aber dann zum Einschlafen einen
Saft (mit ganz viel Wasser gemischt) und nachts noch
einmal ein Milchfläschen verlangt.
Hier nun meine erste Frage: Habt Ihr Erfahrung,
wie man den Kleinen von der Flasche bekommt?
Zweite Frage: Wie kann ich Karies wirklich bei ihm
feststellen lassen, und von zu Hause prophilaktisch
arbeiten?
Im voraus liebe Grüße für Eure Antworten
Karuna

Beitrag von dolfan96 17.02.06 - 23:19 Uhr

Hallo Karuna,

meine Kleine ist 22 Monate und wir haben ihr das Fläschen nachts damit abgewöhnt, dass wir immer weniger Pulver hineingetan haben und zum Schluß haben wir ihr nur noch Wasser angeboten.

Mit Karies ist nicht zu spassen. Such dir einen erfahrenen Kinderzahnarzt und mach einen Termin. Saft auch mit Wasser gemischt, greift durch Säure natürlich auch immer den Zahnschmelz an, eine Verfärbung kann auch daher kommen, aber klär das ab.

Der Neffe meiner Freundin war schon 3 x in der Zahnklinik wegen Karies und Zahnfäule und der ist erst jetzt 6 Jahre und hat schon so gut wie keinen Milchzahn mehr, weil fast alle gezogen werden mussten. Er hat aber auch kaum die Zähne geputzt bekommen und anchts ne Flasche zum Nuckeln im Bett gehabt.

gruß,
Dolfan96

Beitrag von larili 17.02.06 - 23:50 Uhr

Hallo Karuna,
unser Zahnarzt hat uns gesagt, das man den kleinen ab dem ersten Jahr bist zum zweiten Jahr nur einmal putzen soll. Und ab dem zweiten dann zwei mal. Er meinte das der Zahnschmelz noch nicht so augehärtet währ (für mich schon einleuchtend, die Zähnchen sind ja gerade erst rausgekommen.)
Ansonsten kann ich mich auch nur meiner Vorschreiberrin anschließen.
Lg Larili & Lea 14 monate#blume

Beitrag von annarblau 18.02.06 - 07:12 Uhr

Hallo Karuna,

meine Schwägerin ist ganz "frisch" ;-) Zahnärztin und die meinte, dass es nicht nur darauf ankommt, was die Kleinen trinken sondern woraus... Also die Flasche sollte ab dem 1. Lebensjahr ein TABU sein. Aus diesem Grund sind wir fleissig am Üben #augen mit unserem kleinen Mann.

Geh lieber recht bald mit Deinem Sohn zum Zahnarzt und der wird Dir neben der Behandlung auch sagen, was das Beste zur Kariesvorbeugung ist.

Wir drücken die Daumen, dass es nicht allzu schlimm ist!

VLG annarblau und Ole (04.02.2005)

Beitrag von bernadette2 18.02.06 - 10:14 Uhr

Hallo!
Erzähl Dir kurz von meinem Neffen:
Auch er hatte in diesem Alter schon Karies,obwohl meine Schwester beteuert,dass sie regelmäßig die Zähne mit ihm geputzt hat!Er bekam furchtbare Zähnschmerzen und sie ging mit ihm zu Zahnarzt.Ihm mußten dann im Krankenhaus die Schneidezähne gezogen werden und bei allen anderen Zähnen wurde der Karies entfernt!Klar,dass war natürlich für den Jungen,aber auch für die Mutter sehr schlimm,aber absolut notwendig!Die Karieszähne hätten ihn nicht nur weiterhin Schmerzen bereitet,sondern den Rest der Zähne anstecken können und auch für die späteren festen Zähne eine Gefahr gewesen!!!Übrigens,sie mußte das Fläschen geben sofort einstellen.Auch Saft war seither verboten!Prophilaktisch kannst Du nichts mehr von zu Hause her tun,falls es tatsächlich Karies ist!!!Das ist zu spät und hätte vorher passieren müssen!Deinem Kind zuliebe würde ich sofort einen Zahnarzttermin machen,denn Du tust ihm keinen Gefallen,wenn Du das Karies sich weiter ausbreiten läßt!!!Vielleicht habt ihr ja Glück und es sind "nur"Verfärbungen (gibt es auch!).
Wünsche Euch ganz viel #klee und alles Gute!!!

LG
Bernadette mit 3 Kids

Beitrag von kiki290976 18.02.06 - 11:52 Uhr

Hallo,

ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen und zusätzlich geb ich Dir den Tipp: Egal, wie sehr Dein Sohn schreit, wenn es um das Zähneputzen geht, IMMER putzen!! Es wird immer wieder Phasen geben, wo er es nicht möchte, das kenn ich von Mika auch, manchmal will er einfach nicht die Zähne putzen, aber da kenne ich KEINE Ausnahme. Es werden die Zähne geputzt, ich erkläre es ihm, dass die Zähne sonst kaputt gehen und das sehr weh tut. Entweder er lenkt dann ein oder ich muss auch mal mit festhalten und Geschrei putzen. Aber da nehm ich eher das Geschrei als Karies in Kauf.

Viele Grüße und ich hoffe, es ist nicht allzu schlimm!

Kerstin mit Mika (27,5 Mo) und Colin (10 Mo)

Beitrag von naddl310 18.02.06 - 13:52 Uhr

Hallo!
Das gleiche haben wir mit unserem Sohn auch. (23 Mon)
Zähne putzen war erst ganz toll, dann war plötzlich nur noch Theater!!
Jedes Mal ein Kampf!!!#schrei
Wir haben damals einen Fehler gemacht. Er hatte mit 10 Mon. eine schwere MD Grippe und der Arzt meinte, immer viel zu Trinken geben. Als er dann abends brüllte, dachten wir, er hätte vielleicht Durst. Also gaben wir ihm seine Pulle. (Auch Saft mit Wasser)
Er schlief dann ein. Am nächsten Abend das Gleiche. Wir also wieder Pulle gegeben.
Davon kamen wir dann nicht mehr los.
Er musste zwar nicht ins KH, weil er deswegen nicht ausgetrocknet war, aber nun hatten wir das Problem mit der Pulle.
Erst haben wir ihm dann die Pullen mit den Sauger abgewohnt und jetzt bekommt er nur noch Milch oder Kakao.
Das will er natürlich nicht, aber was anderes gibt es nicht mehr.
Gott sei Dank sind seine 4 oberen Frontzähne nur leicht verfärbt, sonst sind alle ok.
Zähne putzen klappt mittlerweile "einigermaßen".
Ihm die Pulle ganz abzugewöhnen, das stehe ich nervlich nicht durch!#augen
Ich denke, dass es bei deinem Kind Karies ist.
Das Kind jetzt schon behandeln zu lassen, davon rate ich ab.
Ich werde mit meinem Sohn bald mal zum ZA gehen. Er soll aber erstmal nur den ZA kennen lernen und keine Angst vor ihm haben.
Alles Gute.#klee
Gruß Naddl310#huepf#huepf#huepf

Beitrag von zaubertroll1972 18.02.06 - 20:06 Uhr

Hallo Naddl,

daß Du Deinem Sohn trotz Zahnverfärbung ( wobei man ja als Laie gar nicht weiß was das genau ist ) nch die Flasche gibst kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Auch nicht daß Du zudem noch Kakao aus der Flasche gibst. Bei uns -beispielsweise-gibt es Kakao nur morgend und / oder zum Abendbrot und das aus der Tasse. Wenn mein Sohn mag mit Strohhalm ( ist gerade ein Tick von ihm ). Als Getränk zum Durstlöschen gibt es Wasser oder auch Schorle aus dem Glas.
Ist jetzt nicht als Angriff gemeint, nicht daß Du mich falsch verstehst aber vielleicht nochmal als Anregung oder Tip. Mit 2 Jahren sollte ein Kind auch den Zahnarzt schon gesehen haben. Mein Sohn kommt zu jeder Zahnbehandlung mit und kann zusehen. Wie lange willst Du noch warten um ihn mal dem Zahnarzt vorzustellen? Das Kennenlernen hätte schon längst erfolgen können. Je eher der Zahnarzt feststellt was das für Verfärbungen sind desto besser für Euch.

LG und viel Glück daß es kein Karies ist und wird....Z.

Beitrag von flocke123 18.02.06 - 14:13 Uhr

Hallo,

um den Zahnarztbesuch wirst Du nicht herumkommen. Ich wäre schon längst gegangen, wenn ich solche Verfärbungen festgestellt hätte.

Schau Dich mal nach einem Kinderzahnarzt um, der ist vielleicht besser auf so kleine Patienten eingestellt. Zumindest sollte sich das mal jemand anschauen, damit Du weißt, was es ist. Wenn es Karies ist, muß es behandelt werden, weil die anderen Zähne ansonsten auch noch befallen werden.

Die Flasche würde ich lassen, sondern ihm zumindest zu Hause immer mal was aus dem Becher anbieten. Es gibt doch auch sehr schöne mit integriertem Strohhalm, vielleicht gefällt ihm so was besser als ein normaler Becher.

Die Milch nachts würde ich weglassen (wenn Du danach nicht immer noch mal Zähneputzen willst), denn auch sie enthält Milchzucker und ihm, wenn er wirklich Durst hat, nur noch Wasser geben.

VG
Susi

Beitrag von naddl310 19.02.06 - 22:18 Uhr

Hallo.
Sorry, aber davon habe ich ja noch nie etwas gehört!
Seid wann enthält Milch Zucker?
Schon in der 2-3 Klasse lernt man im Unterricht, dass Milch gesund und nicht schädlich für die Zähne ist.
Habe meinen Chef (ZA) wegen der Pulle nachts gefragt und er hat gemeint, dass Milch ok ist.
Gruß Naddl310

Beitrag von zaubertroll1972 19.02.06 - 23:15 Uhr

Hallo Naddl,

wenn Dein Chef Zahnarzt ist, bist Du sicherlich Zahnarzthelferin. Für diesen Fall bist Du aber schlecht informiert finde ich.

LG Z.

Beitrag von flocke123 20.02.06 - 09:08 Uhr

Sorry,

dann hast Du offenbar den Wissenstand einer 8-jährigen und wohl später in der Schule nicht mehr so richtig aufgepaßt, sonst wüßtest Du, daß Milch (neben den "gesunden" Bestandteilen, wie z.B. Kalzium) eben auch Milchzucker enthält.

Auch Dein Chef scheint nicht auf aktuellem Wissensstand zu sein (wie alt ist der denn?). Jeder andere Zahnarzt, den Du fragst, wird Dir zum einen von Flaschen bei Kindern, die alt genug sind, aus Bechern zu trinken, dringend abraten, weil das ständige Nuckeln die Zähne angreift, selbst wenn es nur Wasser ist, weil der Zahnschmelz dabei ständig umspült und dadurch angegriffen wird; und bei Milch kommt eben noch der Zucker dazu, wenn Du danach nicht mal die Zähne putzt.

VG
Susi

Beitrag von naddl310 20.02.06 - 22:41 Uhr

Hallo "Zaubertroll1972" und "Flocke123"!#freu
Vielen Dank für eure Meinung.#freu
Aber ich muss sagen, dass ich heute erst davon gehört habe.#schwitz
Ich würde nicht sagen, dass ich den Stand einer 8jährigen habe.
Ich möchte mich jetzt gern rechtfertigen:
1. Ich habe während meiner Lehrzeit nie davon gehört. (Hat der Fachkundelehrer wohl vergessen zu erwähnen.;-)) War immer gut in der Schule und das hätte ich mir sicherlich gemerkt.
2. Mein Chef ist zwar etwas älter, kennt sich aber sehr gut aus.
Habe ihn heute nochmal gefragt, weil mir das nicht mehr aus den Kopf ging.
Er erklärte es so: Ein Liter Milch hat einen ganz kleinen Bruchteil an Kohlenhydrate. Diese werden im Körper zu Milchzucker umgewandelt. (Stimmt also doch - #schwitz) Umgerechnet wären das ca. ein zwanzigstel an Milchzucker. Dieser kleine Anteil wäre so gering, dass es keinen Schaden anrichten könnte. Und in der Flasche sind grad mal 150ml.
Am besten wäre natürlich keine Flasche nachts, aber auf keinen Fall Säfte, wegen der Säure und hohem Zuckergehalt! (Weiß ich ja!)
So, ist mir furchtbar peinlich, aber ich gebe meinen Fehler zu! Milch hat Milchzucker, aber trotzdem hat es bei der geringen Menge keinen Einfluss auf die Zähne!
Hab es wirklich nicht gewusst!
Gruß Naddl310#huepf#huepf#huepf

Beitrag von flocke123 21.02.06 - 09:37 Uhr

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