Thema : Aufräumen im Kinderzimmer

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von kleinmaxi1 18.02.06 - 11:03 Uhr

Guten morgen.

Meine Kinder ( 4 und 5) zerren mir zur Zeit echt an den Nerven. Gerade wenn es um das Thema aufräumen geht stehen mir die Haare zu Berge. da kann ich mir den Mund fusslig reden, sie räumen einfach nicht auf. Das Zimmer steht ja nicht vor Dreck aber man kann vor Spielsachen gar nicht mehr treten. Alles wird ausgeräumt aber nichts landet wieder da wo es hingehört.

Egal ob ich sie lieb drum bitte doch mal aufzuräumen oder ob es schon in gemecker übergeht. Sie machen nichts sondern spielen weiter.

Wenn ich mich mit ins Zimmer setze und mithelfe fangen sie so langsam mal an aber das ist doch nicht Sinn und Zweck an der ganzen Sache das ich ihnen den Kram hinterherräume.

Ich verlange ja nicht das sie 3x täglich aufräumen aber wenigstens das sie wenn sie mit einem Spielzeug fertig sind es wegräumen bevor sie mit etwas anderem spielen.

Vielleicht habt ihr ein paar Tips für mich wie ich besser an die Sache rangehen kann.

LG kleinmaxi

Beitrag von salem511 18.02.06 - 12:35 Uhr

Meiner räumt manchmal auch nicht auf. Ich besteche ihn dann einfach ein bißchen. Soll heißen, wenn er aufräumt, können wir ein Spiel spielen oder was auch immer. Funktioniert.

Lass Deine beiden doch mal um die Wette aufräumen. Wer als erstes fertig ist, darf sich was wünschen.
Es gibt natürlich auch die etwas gemeinere Art: Was nicht aufgeräumt wird, kommt weg. Würd ich aber nicht unbedingt machen. Weil zum einen Spielsachen nicht immer billig sind und zum anderen würd ich persönlich so auch nicht aufräumen.

Kannst es aber auch so sehen: Deine Kinder sind schlau. Denn nur ein Genie beherrscht das Chaos... ;-)

LG
Salem

Beitrag von nic2606 18.02.06 - 13:18 Uhr

hey,
ich hatte auch das problem bis ich mir ein belohnungssystem ausgedacht habe..
besorge dir ein hübsches band, ca, 30cm lang und hänge es an den türrahmen. für jedes mal, wo deine kinder aufräumen, klebst du einen stern, eine wäscheklammer oder einen sticker an das band.
haben sie 3 oder 5 oder wieviele auch immer erreicht, gibts belohnung..etwas süsses, ein kleines pixi buch...einen kinobesuch, je nach budget...
hat funktioniert
LG

Beitrag von hummelinchen 18.02.06 - 14:58 Uhr

Hallo, #blume
wenn du dich dazusetzt, wenn aufgeräumt wird, hat das einen anderen Aspekt als den von dir beschriebenen. Kinder müssen lernen sich zu organisieren und Aufräumen fällt in diese Kategorie.
Es ist deine Aufgabe als Mutter ihnen Organisation beizubringen. #cool
So etwas können Kinder nicht von alleine!!!
Und manchmal überfordert es diese kleinen Menschen auch, weil sooo viel wegzuräumen wäre, dass sie gar nicht wissen wo sie anfangen sollen#schwitz. Da ist deine Hilfe unausweichlich.
Du kannst:
- das Spielzeug deziemieren, damit die Kids die Übersicht gekommen
- feste Aufräumzeiten einführen -> z.B. die D-Tage (Di+Do) aber mit dir zusammen
- das Belohnungsprinzip, wie im vorigen beschrieben, aber mit deiner Hilfe
- macht Spiele draus aber mit dir zusammen
- das sie dir mal im Haushalt helfen, damit sie sehen, dass auch andere Aufräumen müssen

Du solltest zuerst immer dabei sein. Irgendwann ziehst du dich dann immer ein bisschen mehr raus - wenn du merkst, es klappt. Wenn du gute Arbeit leistest, brauchen sie dich nur noch selten. #huepf
Nun sind deine Kinder auch noch jung, das bekommst du schon hin.
Wichtig ist, das Aufräumen als unausweichlich darzustellen. Geh nicht über die Negativschiene, dann wird Aufräumen zu etwas verhasstem und das wäre ja nicht in deinem Sinne, nech?!
Zuletzt bitte ich dich, schau dir die Zimmer der Kinder mal genau an, mit wieviel spielen sie gerade, wieviel kann mal in den Keller? Und in einem 1/2 Jahr mal wieder ausgewechselt werden??
Denn Aufräumen hat auch etwas mit Wertschätzung zu tun...
Nun hört sich das alles sehr sachlich an aber ich spreche da aus Erfahrung, meine Tochter ist 15, die ist sehr gut Organisiert, besser als ich #kratz. Doch meine kleine Stieftochter (11) ist so unorganisiert, da sitze ich immer mit und räume mit ihr zusammen auf, und das unorganisierte zeigt sich leider auch in anderen Situationen, wie Schule. :-(
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen, auch wenn es sich sehr sachlich anhört..
Ich wünsche dir viel Spass beim Aufräumen lernen...
lg Tanja

Beitrag von katzeleonie 18.02.06 - 16:00 Uhr

Hallo,

es ist ja immer gut zu wissen, daß dasd nicht nur bei einem selbst zu ist, hilft aber leider auch wenig.

Wir haben das gleiche Problem, die Kleine ist 7, und läßt alles egal wo liegen. Das haben wir nicht nur im Kizi sondern eigentlich in allen Räumen. Es wird gespielt, wenn ich sage bitte aufräumen, dann heißt es "kann ich das später machen", und da würde es 3 Wochen später noch liegen.
Wir haben schon alles ausprobiert. Vom mithelfen, was dann so aussieht, daß ich aufräume und sie vergißt daß sie aufräumen soll, und wieder damit spielt, über die nette Tour mit Belohnung, dann die konsequente Tour mit Verboten, nichts hilft.
Es sieht dann so aus, wenn Besuch kommt, daß ich wie ein wild gewordener Handfeger, die gröbsten Dinge alleine wegräume, damit es wenigstens ein bissel ordentlich ist, und das macht mich auch fertig und ich ärgere mich sehr, denn ich finde ich habe genug im Haushalt zu tun.
Aber....der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, mein Mann hat es bis heute nicht intus, er handhabt es auch so, und ich bin der Idiot von beiden.
Viel Erfolg daß es bei Euch doch noch klappt.#augen
katzeleonie

Beitrag von luise.kenning 18.02.06 - 18:07 Uhr

Hallo kleinemaxi,

mach doch folgendes: Schraube hohe REgalbretter in die Wand, wo sie nicht rankönnen. Da kommt dsas ganze spielzeug in kisten drauf, geordnet nach gruppen (lego, playmobil, bauklötze, oderähnliches)

wenn die jungs was spielen wollen, dann gibst du ihnen die entsprechende kiste. bevor eine neue kiste angefordert wird, muss zunächst die alte kiste wieder eingeräumt werden.


irgendwann funktioniert das auch, wenn die kisten wieder in den normalen regalen/schränken sind.

Luise

Beitrag von didoka 18.02.06 - 18:44 Uhr

Hallo

ich hab zu meinem Sohn folgendes gesagt:

"Ich werde ab jetzt jeden Tag dein Zimmer fegen, mit dem Besen und alles was ich an Spielzeug aufkehre, landet gnadenlos im Muelleimer".

Er hat es nicht gewagt noch ein einziges Mal sein Spielzeug auf dem Boden rumliegen zu lassen. Er raeumt schoen brav jeden Tag vor dem Abendessen sein Zimmer auf. *lach*....ich bin echt ein Glueckspilz.

lg
Diana

Beitrag von coko20 18.02.06 - 18:58 Uhr

am besten jeden abend vorm schalfen aufräumen, dann wirds nicht zu viel. in dem alter deiner jungs musst du schon noch dabei sein und vielleicht tipps geben, z.b. erstmal alle autos in die autokiste, dann das lego weg usw. die kleinen wissen einfach noch gar nicht, wo sie am besten anfangen, wenn sie vor so nem heilosen durcheinander stehen. du musst nicht mit aufräumen, du musst nur dabei sein und an leiten und du wirst sehen, bald können sie das selber organisieren. man sollte auch nicht pauschal sagen räumt euer zimmer auf, sondern wirklich konkret, wie oben schon gesagt räumt die autos in die kiste usw. und wettbewerbe sind auch immer gut. der eine räumt die roten und gelben legos weg, der andere die grünen und blauen, wer ist schneller. so macht aufräumen spass und sie lernen dabei sogar nochwas und räumen ganz nebenbei auf.

lg corina
mit nina (28.10.02) sara (21.03.04) und mika (23.06.05)

Beitrag von yasemin27 18.02.06 - 22:06 Uhr

huhu,

ja kenn ich *gg meine sind auch 4 und 5 und ne 2 jährige hoppst noch mit dabei rum.

ich räum aber auch mit auf denn ich finde in diesem alter müssen sie es noch lernen und wenn sie dir dann helfen und du siehst und sie sehen wie du es machst lernen sie es und irgnedwann wenn sie 8 sind machen sie es alleine *gg

alles liebe yasemin mit krümmelchen inside 31 ssw

Beitrag von max_guevera 18.02.06 - 23:23 Uhr

Sie wissen wahrscheinlich gar nicht wo sie anfangen sollen. Da ich von meinen Kindern immer verlangt habe, dass sie mir helfen, habe ich ihnen auch geholfen. Zu sagen: Räumt jetzt das Zimmer auf!
Verstehen sie zwar, können es aber, je nach Menge, in dem Alter noch gar nicht umsetzen.
Du musst ihnen helfen. Setz dich dabei und sag ihnen wo sie anfangen sollen, und was wohin kommt. Hat den schönen Nebeneffekt, dass man es GEMEINSAM macht und deine Kinder lernen, dass es zusammen schneller geht.
Gruß
Max

Beitrag von gigglepea 18.02.06 - 23:38 Uhr

Hallo,
also in dem Alter habe ich meiner Tochter immer noch geholfen beim Aufräumen. Am besten ist, wenn das Spielzeug nur in Kisten sortiert werden muß. V.a. solltest du die Kinder loben, wenn sie helfen und nichts sagen also nicht meckern, wenn sie nicht helfen.(Auch wenns schwer fällt).
Seit sie 7 ist, muß sie ihr Zimmer einmal die Woche tip top alleine aufräumen. (Schmutzwäsche muß jeden Tag weggeräumt werden) Bevor das nicht erledigt ist, fängt der schöne Abend (fernsehen oder vorlesen) nicht an. Funktioniert prima.
LG gigglepea#freu

Beitrag von bine3002 19.02.06 - 02:14 Uhr

"man kann vor Spielsachen gar nicht mehr treten"

Das ist der Punkt. Aus Sicht deiner Kinder ist das eine einzige bunten Masse. Sie haben noch nicht gelernt sich zu organisieren und sie sehen darin auch nicht so richtig einen Sinn. Es ist deine Aufgabe, ihnen das beizubringen, das ist etwas anderes als ihnen ihr Zeug hinterher zu räumen, sie sind 4 und 5!!!

Also:
1. Spielzeug regelmäßig aussortieren, was nicht mehr genutzt wird, fliegt raus
2. Ordnungssystem einführen, z. B. Kisten mit Bildern bekleben oder bemalen, die den Inhalt zeigen.
3. Aus dem Aufräumen ein Spiel machen (wer findet am Schnellsten alle gelben Teile etc.), dabei lernen sie auch noch was
4. Täglich aufräumen oder immer wieder dazu anhalten, benutztes Spielzeug sofort wegzuräumen, bevor etwas Neues genommen wird. Evtl. auch dazu zwingen, indem nur ein Teil des Spielzeugs in Reichweite steht. So überfordert es dir Kinder nicht

Beitrag von 20girli 19.02.06 - 08:17 Uhr

Hi,

erst einmal, unsere Kids von heute haben viel zu viel Spielzeug. Kein Wunder, das alles herrausgerissen und eigentlich auch nicht wirklich beachtet wird.

Ich habe folgendes bei meinen Kids gemacht.

Ich habe mit Ihnen das Zimmer aufgeräumt. Wir haben gemeinsam für jedes Teil mehr oder weniger auch seinen eigenen Platz gesucht.
Meine Kinder durften sagen, wo etwas hin soll. So wurde das Zimmer sauber und...nun wissen die Kids wohin sie ihr Spielzeug wieder legen müssen, wenn sie es nicht mehr brauchen.

Dann habe ich Ihnen erklärt, das ich Abends einen rundgang machen werde, mit einem Karton in der Hand.

Und alles was auf dem Boden liegt im Kinderzimmer, oder im Flur oder in einem der anderen Räume....das kommt in den Karton.

Und diesen Karton bekommen sie erst in einer Woche wieder. Ich habe Sonntags Angefangen und Sonntags Abend haben sie die Sachen wieder bekommen.

Ihr glaubt gar nicht wie groß der Karton war....riesig...Karton voll und Kinderzimmer leer.

1 Woche später haben die Freudenschreie meiner Kinder die halbe Nachbarschafft geweckt...;-)
"oh, das hab ich schon soooo lange gesucht..."
"da ist ja meine Barbie, endlich"

In der nächsten Woche war der Karton um ein 3/4 kleiner und danach hat sich es nicht mehr gelohnt.


Seitdem räumen meine Kids die Zimmer ganz von alleine auf.
Pflicht ist, mitten in der Wochen so das sie Hausaufgaben machen können, und das man ohne Slalom laufen durch Zimmer kommt...und am WE mit Staubwischen und auch in den Ecken saugen.

Vielleicht hilfts ja auch bei dir...bestimmt

Lg Kerstin

Beitrag von kleinmaxi1 19.02.06 - 14:03 Uhr

Vielen lieben Dank für Eure super Tips,

wir haben heute mit unseren Kindern das Spielzeug minimiert. Also zusammen ausgesucht was im Zimmer bleibt und den Rest auf den Dachboden gebracht. Sie hatten sichtlich Freude daran#huepf

Zum anderen haben wir auch zusammen beschlossen vorerst gemeinsam aufzuräumen.

Und wenn sie mal von ganz alleine aufräumen gibt es eine Belohnung.

Ich bin mal gespannt ob das alles so funktioniert wie wir es uns vorstellen.

Vielen lieben Dank nochmal an alle#blume

LG kleinmaxi

Beitrag von charljoshi 20.02.06 - 21:15 Uhr

Hallo kleinmaxi,
Dieses Problem haben viele. Dazu gehöre auch ich#schmoll.Ich hatte es auch immer satt den Putzteufel#putz zu miemen für eine unordnung für die ich nun gar nichts kann.Meine Kidis 6+2 1/2 sind ganz und gar unordentlich. jeder von ihnen hat ein riesen #huepf zimmer mit mega viel spielsachen(die hauptsächlich von meinem mann stammen).das chaos ist somit vorprogrammiert.so, ich habe nun die sachen ausrangiert mit denen sie am wenigsten oder gar nicht spielen,das verstaubt jetzt im keller oder wird auf dem flohmarkt wieder verkauft. im übrigen ein sehr guter neben verdienst.zurück zum thema.seit weniger spielsachen im zimmer sind haben sie
1. mehr lust am spielen(auch alleine)#freu
2.mehr spass beim ein/aufräumen#freu
3.noch mehr platz zum spielen.#freu
Auserdem verbinden wir das aufräumen mit einem kleinen spiel.Die kleine räumt die Legosteine auf ,der große die dinos. und wenn zuviel kleinmist auf dem boden liegt einfach den kidis feger und die schippe in die hand #putzgeben und sie sind zufrieden.

sei nicht so hart mit dir und Kindern es funktioniert nicht von heut auf morgen. aber irgendwann klappt alles.;-)
Alles gute und viel Glück#klee