kind ein halbes jahr beim vater lassen

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von juliane27 18.02.06 - 13:07 Uhr

hallo bitter erschlagt mich ned gleich wenn ihr das lest.
meine situation ist zur zeit nicht leicht. mein mann und ich haben uns getrennt. meine familie sprich eltern können das überhaupt nicht akzeptieren ich bin seelisch schon total kaputt. meinen mann macht das nichts aus er schaut da drüber. ich werde 60 km von zuhause wegziehen hab zwar schon ne wohnung aber noch keinen job. ich hab ne tochter mit 7 jahren . mein ex mann und ich sind jetzt am überlegen , ob ich meine tochter nicht bei ihm lasse, bis ich wieder mein leben im griff habe. ich finde diese idee nicht schlecht weil ich sie nicht gleich aus der schule rausreissen muss und ich hier alles regeln kann. und 60km sind schnell gefahren wenn ich sie sehen will.

wer von euch hat sowas auch schon hintersich da ich mir vorkomme wie eine rabenmutter. aber ich denke das ihr da viel verschont bleibt bis ich hier alles geregelt hab.
will sie ja dann bis zu den sommerferien dann zu mir holen das sie dann in die neue schule kommt







Beitrag von tweety74 18.02.06 - 13:23 Uhr

Ich weiß nicht.... ich könnte das nicht. Was will deine Tochter denn? Mit 7 kann sie ja ihre Meinung schon äußern.
Manchmal ist es besser wenn man ALLES gleich regeln muß und nicht noch eine Art "Schonzeit" bekommt.
Vielleicht kann sie zu Anfang ja noch jedes WE zum Papa wenn du Zeit für dich brauchst.
Aber erschlagen würde ich dich jetzt deswegen nicht.

LG tweety

Beitrag von sylke1980 18.02.06 - 13:32 Uhr

Erschlagen wird niemand!:)

Denke ähnlich wie meine Vorrednerin, Deine Tochter ist groß. Besprecht es mit ihr zusammen. Lasst sie mitendscheiden, dann wird ihr auch die Trennung zum Vater nicht so schwerfallen. Mein Sohn ist fünf, und wir leben auch vom Vater getrennt. Er fühlt sich immer ganz groß, wenn er merkt, das viele Entscheidnungen auf seinem Mist gewachsen sind.
Halte Euch die Daumen!:)

Alles Liebe
Sylke

Beitrag von juliane27 18.02.06 - 13:55 Uhr

ja wir haben schon mit ihr geredet sie hat gesagt das sie beim ´papa bleiben will bis ich das alles geregelt hab. glaubt mir mir fällt das sehr schwer aber bei uns hat sich familiär so ein chaos ergeben das ich ned anders kann wie fort gehen und ein komplettes neues leben anfange. ich hol ja meine tochter so schnell wie mölglich zu mir bis alles geregelt ist. es ist halt das gefühl das man denkt eine rabenmutter zu sein. aber ich denke das es für ihr schlimmer ist wenn ich sie jetzt da mir ins chaos reinzieh als sie in ihrer gewohnten umgebung zu lassen und sie dann wenn alles wieder geregelter läuft sie zu holen

Beitrag von sylke1980 18.02.06 - 13:59 Uhr

Naja, immerhin beziehst Du Deine Tochter mit ein, und was kann daran schlecht sein, ihre Meinung zu akzeptieren?! Ich denke die neue Situation kann Euch allen drei ne Menge geben. Versucht es.:)
Glaub an Euch!

Lieben Gruß Sylke

Beitrag von juliane27 18.02.06 - 14:05 Uhr

meine kleine wird immer mit einbezogen. ich denke das es der richtige weg ist da sie weis das ich sie ned hängen lass. ich will ja das es ihr gut geht

Beitrag von sylke1980 18.02.06 - 14:15 Uhr

Und das ist genau das was wichtig ist, egal ob sie nun bei Dir ist, oder ob Du versuchst Fuß zu fassen, damit es dann für sie umso schöner wird! Ich glaube Du tust das Richtige!
#liebdrück

Beitrag von manavgat 18.02.06 - 18:44 Uhr

Es kann Dir passieren, dass Du sie nicht wiederbekommst!

Wenn Deine Tochter mindestens 6 Monate bei ihm lebt, dann hat sie dort ihren Lebensmittelpunkt. Ergo: auch wenn ihr beide gleich gut geeigenet seid, wirst Du sie nicht zurückbekommen.

Lass Dich vor so einer Entscheidung ausführlich von einer Anwältin beraten. Es gibt Beratungskostenhilfe.

Gruß

Manavgat

Beitrag von juliane27 18.02.06 - 19:45 Uhr

hallo manavagt ´ich schau ja das ich das so schnell wie möglich hinbring dort einen job zu finden das was ich auch schaff. ich hole meine tochter jedes wochenende zu mir und unter der woche fahr ich bei ihr auch vorbei weil mein arbeitsweg genau dort vorbeigeht. ich denke nicht das ich meine tochter je verlieren werde weil unsere bindung viel zu stark ist. mir tut es sehr weh das ich sie alleine hier lasse. aber ich weiss das es für ihr das beste ist sie ist ein sehr starkes kind. solange sie weiss das ich sie nie hängen lass denke ich das es klappt. ich geh ja weil ich mit meinen eigenen eltern nicht mehr zurecht komme und sie mir in dieser lebenslage keinen halt geben können im gegenteil sie rammen mir noch ein messer in den rücken und das hat mich sehr sehr fertig gemacht

Beitrag von gh1954 19.02.06 - 19:58 Uhr

So ganz verstehe ich nicht, warum du 60 km weit weg ziehen und dir einen Job suchen musst, wenn du hier schreibst, dass der Weg zu deiner Arbeit nah bei deiner Tochter vorbeigeht.
Wozu dann das Ganze?
Oder habe ich irgendetws überlesen?

Gruß
geha

Beitrag von coolhh_ist_wieder_da 20.02.06 - 09:21 Uhr

Einspruch!

Es geht nicht darum, ob sie die Kinder "wiederbekommt".

Es geht darum, dass hier eine Frau den Mut hat sich selbst einzugestehen, dass sie ihren Kindern nicht das bieten kann, was sie brauchen. Und dass sie Angst hat vor der Gesellschaft (vor allem vor anderen Frauen!) als Rabenmutter dazustehen.

Ich ziehe den Hut vor diesem Mut und wünsche mir auch andere Menschen hätten die Kraft, sich die eigenen Schwächen einzugestehen.

Dass du jetzt nur den Gedanken hast, ob sie die Kinder "wiederbekommt", zeigt mir nur, dass auch DU eine von denen bist, die die Kinder nur bei der Mutter als richtig aufgehoben ansehen.

Dabei geht es garnicht darum: Es geht um das Wohl des Kindes, wenn die Entscheidung getroffen werden soll, bei welchem Elternteil das Kind leben soll!

Außerdem hört sich "wiederbekommen" an, als ob das Kind zuvor weggenommen wurde.

Wird dann nicht auch jedem Vater das Kind weggenommen, wenn es bei der Mutter bleibt?

Nein! Das Kind wird ihr nicht weggenommen und sie wird es auch nicht "wiederbekommen", es lebt nur nicht bei ihr und wenn sie sich gut benimmt, kann sie es sicher jederzeit sehen ;-)

Beitrag von donravello 20.02.06 - 10:52 Uhr

bravo cool,
das ist eine antwort die mein #liebe vor freude höher schlagen lässt.#freu

musste mich auch schweren herzen daran gewöhenen, daß manavgat nur solche antworten schreiben kann,
fällte mir allerdings sehr schwer
sie hat wohl keinen größeren wortschatz als nur:
"wende dich an eine versierte anwältin!":-(
dabei hatte ich gehofft, daß es nach ihrer kur besser werden würde.;-)

grüßle
wolf

Beitrag von manavgat 20.02.06 - 12:23 Uhr

Darum ging es gar nicht.

Ich habe lediglich darauf aufmerksam gemacht, wie die Rechtslage ist.

Ich kenne getrennte Familien, bei denen die Kinder beim Vater besser aufgehoben sind.

Allerdings habe ich das hier in keinster Weise bewertet.

Wenn Du hier etwas reinliest, was nicht hier (in meinem Beitrag) steht, dann musst Du Dich mal fragen, was in Dir! diese Interpretation auslöst.

Gruß

Manavgat

Beitrag von donravello 20.02.06 - 12:56 Uhr

hi manvgat,
du schreibst von rechtlage?

wenn beide sich einig sind, daß das kind solange beim KV bleibt bis die KM "ihr" leben wieder im griff hat, die KM den kontakt aufrechter hält, wo ist da das problem?
so wie du geschrieben hast, ist das zumindest für mich reine panikmache.

grüßle
wolf

Beitrag von manavgat 20.02.06 - 14:36 Uhr

mein lieber Wolf,

ich begrüße es ausdrücklich, dass Du wieder Zugang ins Forum hast, aber:

ich würde Dich dringend bitten, dass wir auf der Ebene bleiben, die wir uns vor einiger Zeit hart! erarbeitet haben, Du wie auch ich.

Sachlich!

Es ist nicht notwendig, dass du jeden meiner Beiträge drehst und wendest, nur um mir dann irgendetwas zu unterstellen.

LG

Manavgat

Beitrag von donravello 20.02.06 - 15:04 Uhr

hi manavgat,

nennst du es sachlich in jeder antwort eine versierte anwätin zu empfehlen?
einen vater z. b. als miststück zu beschimpfen? weil dieser es deiner meinung nach verdient hat?
kennst du die wahren hintergründe?
in dieser diskusion hat die KM den mut aufgebracht sich ihrer persönlichen situation zu stellen, das eher lobenswert ist und nicht dafür gedacht, ihr auch noch panik zu machen.
deine rechtliche sicht kann durchaus stimmen, doch kommt nicht zuerst das menschliche vor dem recht?
ich kann es nachvollziehen, wenn mütter von ihren männern misshandelt werden, daß man diese mit einem sinvollen ratschlag unterstützt.
doch wird dabei oft nicht vergessen, daß hier nur eine seite zu lesen ist?

du bist doch viel intelligenter als/wie ich, daher verstehe ich oft deine schreibweise nicht.

grüßle
wolf

Beitrag von nick71 20.02.06 - 17:19 Uhr

Ich finde den Einwurf von Manavgat nicht verkehrt...das war das Erste, was auch mir beim lesen des Threads durch den Kopf geschossen ist.

Viele Menschen sind mal psychisch ausgebrannt und wissen nicht, wie sie das alles schaffen sollen...aber es gibt auch andere Lösungen, als das Kind über einen längeren Zeitraum zum Vater zu geben.

Und wenn der Vater ein Arsch ist, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass es nach den sechs Monaten zum Tauziehen um das Kind kommt...und wenns nur deswegen ist, dass er der Mutter eins reinwürgen oder ihr das Leben schwermachen will. Wäre nicht der erste Fall, der so endet.

Beitrag von donravello 20.02.06 - 19:30 Uhr

weshalb gehen so viele vom negativen aus?
aus eigener erfahrung?
wenn ja, ist es dann nicht eher verallgemeinert?
vater/mutter ein arsch immer ein arsch?
wieviele mütter versuchen denn dem vater eines reinzuwürgen?

grüßle
wolf

Beitrag von madoxine 18.02.06 - 19:44 Uhr

hallo juliane, auch ich würde die Tochter nicht beim Vater
lassen. Wenn du schon eine Wohnung hast, dann kön-
ntest du mit ihr doch auch schon mal die Schule zeigen
und hättest einen triftigen Grund, dir die geeignete
Arbeit zu suchen.Es gibt leider viele" trennungswillige"
Ehepartner, die solche Entscheidungsphasen aus-
nutzen, wie es dir schon vermittelt wurde. Du hast noch nicht die Erfahrung, wie Kinder unterschwellig
manipuliert werden, deswegen würde ich erst gar nicht
die Situation aufkommen lassen, dass die Tochter der
Belastung ausgesetzt wird, Entscheidungen zu treffen, die heute für sie gut sind und später dann doch vielleicht
zu einer Zerreißprobe führen könnten. Du kannst nicht vorraus sehen, wie sich die Trennung zwischen deinem
Mann und dir noch entwickelt.

Beitrag von nine26 18.02.06 - 20:13 Uhr

Hallöchen :-)

Ich habe meine Tochter (damals 1 Jahr) auch zu Ihrem Vater gegeben,weil ich mein Leben wieder in den Griff kriegen wollte/musste,sprich neue Wohnung,neue Arbeit,u.a.

Ich gebe zu,ich war auch sehr überfordert mit der Situation.
Meine Kleine war sehr anstrengend und da fiel es mir nicht schwer Ja zu sagen,als mir mein Ex anbot die Kleine zu sich zu nehmen.

Es sollte ja nur für eine Zeitlang sein.
Genau wie Du dachte ich,ein halbes Jahr würde es höchstens dauern.
War ja auch so.

Jedenfalls,als ich meine Tochter wieder zu mir nehmen wollte,wollte Ihr Vater sie nicht wieder her geben.
Auch das Jugendamt meinte,dass es nicht gut sei die Kleine aus ihrer Umgebung raus zu reißen,obwohl es zu der Zeit meiner Tochter bei ihrem Vater überhaupt nicht gut ging.
Es hat über 2 Jahre gedauert bis ich meine Tochter wieder bekam.
Es gab viele unschöne Geschichten und viele Tränen.

Natürlich muss es nicht so bei Dir ablaufen.
Wenn Dein Mann vernünftig/verantwortungsvoll ist und Ihr es nochmal gemeinsam mit Eurer Tochter besprecht,sollte das kein Problem sein.
Ich würde es aber an Deiner Stelle nicht machen,
wenn es Eure Tochter nicht will,aber ich glaube das versteht sich von selbst.

Es ist leicht schlecht zu reden,wenn man nicht in der Situation ist.#augen
Lass Dich nicht von dem Gerede anderer fertig machen.
Wenn die anderen Personen,von mir aus auch die Familie,es soooo schlimm finden,warum helfen die Dir dann nicht !?
Können oder wollen sie nicht !? #gruebel

Du brauchst Dich dessen nicht zu schämen.
Du bist keine schlechte Mutter,sondern einfach auch nur ein Mensch dem es gerade einfach mal nicht gut geht.

Ich hoffe das es Dir bald besser geht.#liebdrueck
Lass den Kopf nicht hängen,es wird wieder werden.#klee

Liebe Grüße aus dem Norden,
Nine #sonne

#stern Julian (8), Sarah (5), Emilia Marie (7 Monate) #stern

Beitrag von juliane27 18.02.06 - 20:30 Uhr

mein mann und ich haben uns mit unserer tochter zusammen gesetzt und mit ihr darüber geredet und ihr es erklärt . wieso ich geh und warum aber natürlich auf kindlicher art. da sie ihren geraden weg braucht um im gleichgewicht zu bleiben denke ich das es der richtige weg ist. sie hat sich ja auch selber dafür entschieden das es nicht leicht wird ist mir klar. hab mit meinen mann schon nen rosenkrieg hinteruns gebracht aber das hat ned viel gebracht ich weiss auch das ich mit sicherheit meine tochter wieder zu mir hole und mein mann das bestimmt nicht verhindern wird. ich denke das es gut ist wenn ein kind merkt das trotz trennung der eltern , sie sich auf alle beide verlassen kann . und ich denke das es mein mann sehr gut hinkriegt.

Beitrag von nine26 19.02.06 - 00:06 Uhr

Na siehste... :-)

Dann drücke ich Dir mal ganz feste die Daumen das Dir alles so gelingt,wie Du es Dir vorgenommen hast.#pro #pro

Es ist schön zu wissen das es auch noch Eltern gibt die sich trotz eines vergangenen Rosenkrieges wieder gemeinsam für das Wohl des Kindes sorgen können. :-)
Sollte mehr davon geben... :-D

Du machst das schon. #pro
Und mach Dir bitte selbst nicht so ein schlechtes Gewissen.
Du tust es ja nicht einfach so,sondern für Euch... ;-)

Alles Gute,
Nine #sonne

Beitrag von kleinkili 22.02.06 - 13:27 Uhr

??????????
Ich finde Du solltest genau überlegen!
Aber es ist schön zu hören, dass Dein Nochmann seine Tochter zu sich nemmen, will. Mein noch Nochmann intressiert sich leider aufrichtig für unseren Sohn.
Es fand seit der Trennung kaum Umgang statt.
Ich möchte Dir jetzt nicht zu Nahe tretten oder Dich irgendwie verärgern, aber wäre es eventuell nicht sogar, besser wenn Deine Tochter für immer bei Deinen Nochmann bleibt?
Dann könnte Sie in Ihrer gewohnten Umgebung bleiben (Freundeskreis, Schule, Familie)
Anscheinend besteht doch zwischen Vater und Tochter eine gute Bindung.
Ihr könntet, dann versuchen eine optimale Umgangsreglung zu finden.
#liebdrueck
Ich glaube nicht, das Du eine Rabenmutter bist!

Beitrag von juliane27 23.02.06 - 17:36 Uhr

wow ich muss sagen mit sovielen antworten hätte ich ned gerechnet.
ich werde meine tochter bei ihrem vater lassen bis ich das álles in den griff krieg ob usw.. ich weiss das es schwer wird ´für meinen noch mann das alles in griff zu kriegen. aber die beiden werden es schaffen. mir fällt das sehr schwer vorallem weil ich seh wie es die letzten 3 tage abgelaufen ist:) aber es kann nur noch aufwärts gehen. ich seh es halt so, das es für mich und meiner tochter schwerer wäre einfach mit sack und paack wegzuziehen keinen zu kennen und dort oben noch keinen job zuhaben. ich werde meine tochter jedes wochenende zu mir holen und sie wird sich auch immer mehr dann einleben und darauf freue ich mich.
ich weiss das ich keine rabenmutter bin weil ich meine kleine liebe über alles und deswegen geh ich diesen schritt.