Schweigepflicht Hebamme

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von missy04 18.02.06 - 14:13 Uhr

Hallo!
Weiß jemand hier, wie es mit der Schweigepflicht einer Hebamme aussieht? Folgendes Problem: Ich habe meiner Hebamme meine Beziehungsprobleme anvertraut, mein Freund trinkt in Konfliktsituationen und wir streiten dann auch. Sie meinte, darunter würden die Kinder leiden, obwohl das nicht stimmt. Jetzt will sie , dass ich nächste Woche hier ausziehe, sonst würde sie das Jugendamt einschalten. Ich habe aber erst am Diestag ein Kind bekommen, bin Wöchnerin. Kann die mich so erpressen? Das ist ja wohl das Letzte. Ich soll mit dem Zug mit 3 Kindern, davon ist eins schulpflichtig, 4 1/2 Stunden mit 2 mal umsteigen in meine alte Heimatstadt fahren und mir dort eine Wohnung suchen.
Weiß jemand Rat, wie ich mich jetzt verhalten soll?
Jetzt soll ich dem Vater auch noch seine Kinder entziehen. Die tickt doch nicht ganz richtig.
Danke für Antworten!

Beitrag von doppelherz 18.02.06 - 14:24 Uhr

Hallo missy,

soweit ich weiß, unterliegen Hebammen keiner Schweigepflicht und wenn es Probleme gibt, die sie bemerkt, steht es ihr frei, sich dazu zu äußern. Sie meint es ja nur gut! Einen trinkenden Vater, der in Konfliktsituationen laut wird ist ja auch nicht gerade förderlich für eine gesunde Familie, meinst du nicht? Und auch wenn du anderer Meinung bist - Kinder bekommen mit, wenn die Eltern sich zoffen! DAS bleibt nie ein Geheimnis.
Und eine Frechheit finde ich ihr Verhalten nicht. Nur sehr umsichtig. Viel zu viele Kinder stecken in giftigen Familien fest, ohne das jemand etwas sagt. Wenn bei euch das nicht so ist, dann besprich dich mit deinem Partner und redet zusammen mit der Hebamme. Überlege doch einmal in Ruhe, ob ihre "Vorwürfe" tatsächlich so unberechtigt sind. Ein Aussenstehender sieht die Situation oft anders und manchmal auch eindeutiger als man selbst.

LG von Simone

Beitrag von Macho 18.02.06 - 14:28 Uhr

ja du bist ja klasse.
erst heulst du dich bei jemandem aus.
der erteilt dir einen guten Ratschlag und anschließend
tickt der jenige nicht richtig. klasse!!

ja die wahrheit tut manchmal weh!!
und undank ist der welten lohn.

natürlich leiden deine Kinder darunter wenn dein Partner
trinkt und ihr euch streitet.

wie kommst du darauf das sie es nicht tun?

Beitrag von sternenzauber24 18.02.06 - 14:33 Uhr


Hallo Missy,

Also erstmal vorweg,wieviel trinkt er denn?
Eigentlich ist es ja schon nicht normal wenn man bei jedem Konflikt direkt zur Flasche greift,wo das endet weißt du ja.

Zum anderen,ob die Hebamme das nun darf weiß ich nicht.Aber erpressen kann sie dich auf gar keinen Fall,und das solltest du dir auch nicht gefallen lassen.

Grundsätzlich muß ich Dir aber sagen,das ich es gut finde,wenn wirklich das Kindeswohl(was ich bei euch so per Urbia nicht beurteilen kann) auf dem Spiel steht,das die Leute dann nicht wegsehen.

Aber ich denke mal,du weißt schon was richtig für deine Kinder ist,und was nicht.

Wie gesagt spreche mal mit deinem Freund wegen des trinkens,es scheint dich ja zu bedrücken,wenn du es der Hebamme anvertraut hast.Das solltet ihr schon ändern.

Lasse dich nicht erpressen,vorzuschreiben hat sie dir nichts.

Ob sie dann letztendlich das Amt einschaltet wirst du abwarten müßen,denke ich.Aber wenn du nichts zu verbergen hast?!

Vielleicht droht sie auch nur,bin mal gespannt ob andere hier noch Tips haben,richtig helfen kann ich dir nicht.

Aber lass dich nicht erpressen,dazu hat niemand das recht.

Alles gute für euch,
Sternenzauber#stern

Beitrag von missy04 18.02.06 - 14:46 Uhr

Danke Sternenzauber für Deine Antwort!
Auf die anderen inkompetenten kann ich gut und gern verzichten. Jedem Vater, dem seine Kinder entzogen werden, da wird ein Aufstand gemacht, Rabenmütter usw. Aber wenn ein Vater mal einen trinkt und sich mit der Mutter streitet, was ja auch ohne Alkohol passiert, da ist es ok einfach die Kinder zu nehmen und sie dem Vater wegzunehmen. Tolle Einstellung hier. Naja, alles Gefrustete hier. Sowas braucht kein Mensch.

Beitrag von doppelherz 18.02.06 - 14:54 Uhr

Bitte?????? Wir sind also inkompetent? Die Menschen, die dir nicht nach dem Mund reden und so wie deine Hebamme Zweifel haben sind also Menschen, die keine Ahnung haben??? Dann wundert es mich ECHT nicht, wenn so viele Kinder Schäden davontragen, weil niemand es wagt, den Mund aufzumachen. Traurige Welt ... :-(

Beitrag von missy04 18.02.06 - 15:04 Uhr

@ doppelherz:
Hat ja keiner gesagt, dass DU solche Antworten geben sollst! Kindern den Vater wegnehmen, klar, solch eine Rabenmutter scheinst Du auch zu sein.Brauche von so einer wie Dir keine Antwort

Beitrag von Ähm... 18.02.06 - 15:13 Uhr

... es geht nicht darum, Kindern den Vater wegzunehmen, sondern sie ggfs. aus einem bedenklichen und für sie schädlichen Umfeld herauszuholen.
Daß der Vater dann nicht mehr da ist, ist ja nur die KONSEQUENZ daraus, daß er ihnen u.u. geschadet hat. Und zwar z.B. durch Alkoholmissbrauch (kann aber auch Gewalt, sexueller Missbrauch o.a. sein).
In Konfliktsituationen zu trinken ist ganz klar ein MISSBRAUCH von Alkohol. Ohne Wenn und Aber.

Beitrag von sternenzauber24 18.02.06 - 15:02 Uhr

Ja,finde ich auch nicht so toll was hier wieder abgeht.

Ich finde euch ist nicht geholfen indem man "die Kinder wegnimmt", oder "dich erpresst"!

Gut wäre doch,ihr würdet es in den Griff bekommen,deshalb rede mit deinem Freund.Sage ihm das es dich sehr bedrückt,sei dir aber auch bewußt ob du so weiterleben magst.

Aus eigenen stücken überlege dir,was ihr ändern könntet.Wenn es wirklich richtig schlimm ist sollte er eine Therapie machen.Wenn er sich wirklich garnicht ändert,und du selber sehr unglücklich bist,sowie natürlich auch die Kinder,würde ich mich trennen.

Aber nicht,weil mich eine Hebamme erpresst,sondern aus eigenen Stücken.

Und auch ich finde,man kann hier über Urbia nicht beurteilen ob bei euch alles "richtig" verläuft,oder nicht.

Solange ich das doch nicht weiß,versuche ich doch trotzdem mit rat zur Seite zu stehen,alles andere steht mir garnicht zu.

Lass dich nicht so niedermachen,aber versuche mal in dich hinein zu hören,wenn es doch sehr belastend ist dann versuche deine Meinung dazu durchzusetzen.

Man kann ja nicht immer trinken,wenn man gerade einen Konflikt hat.Und ich denke auch,das dich das schon bedrückt.

Alles gute...

Sternenzauber#stern

Beitrag von babette35 18.02.06 - 14:44 Uhr

Ich glaube kaum, daß die Hebamme "so ein Faß aufmachen würde", wenn Dein Mann hin und wieder mal ein Bier trinkt.

Es sieht mir eher nach massiven Problemen aus, die Du ihr geschildert hast, von denen Du aber jetzt nichts mehr wissen willst - obwohl sie nach wie vor existent sind.

Tja, was kannst Du machen? Wenn alles prima läuft zu Hause und ein Auszug deshalb nicht in Frage kommt für Dich, wird das JA das sicherlich auch feststellen.
Denn die Hebamme davon abhalten, diesen Schritt zu gehen, wirst Du sicher nicht können.

Beitrag von missy04 18.02.06 - 14:48 Uhr

Bei uns gibt es nichts zu beanstanden. Ich bin geschieden und wegen der Frage des ABR war das JA bereits 2mal im Jahr 2004 hier, unangemeldet. Sie hatten nichts zu beanstanden und außerdem, die Hebamme hat ja keinerlei Beweise, nur vom Hörensagen weiß sie das und das von mir.

Beitrag von nick71 18.02.06 - 15:24 Uhr

"Bei uns gibt es nichts zu beanstanden."

Wenn das so ist, weiss ich ehrlich gesagt nicht, wo genau nun Dein Problem liegt!??

Lass das JA doch kommen, der "Konfrontation" kannst Du gelassen entgegensehen, wenn bei Euch alles im grünen Bereich ist.

Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, warum du Dir so einen Kopf darum machst.

Beitrag von sopherl2211 18.02.06 - 15:17 Uhr

Eigentlich ist es positiv das jemand die Augen nicht zu macht sondern lösungen vorschlägt. Wie oft schaut man weg. Ich würde das mit ihr aber auf jeden Fall alles besprechen und Deinen Mann einbeziehen, da ihr eine Menge verantwortung mit Eueren Kindern habt.
L G Claudia

Beitrag von missy04 18.02.06 - 15:54 Uhr

Das ist ja auch alles ok, ich wär die letzte, die wegschauen würde. Würde er den Kindern was antun, dann wär ich schon längst weg. Er ist ihr Vater ud besonders die große Tochter hängt sehr an ihm. Ich finde es wichtiger, durch eine Konfliktberatung die Probleme zu lösen. Was ich auch vorhatte. Es geht mir nur um die Art und Weise dieser Frau.

Beitrag von _babooshka_ 18.02.06 - 17:53 Uhr

Ich schätze, all Hebamme unterliegt sie genauso der Schweigepflicht wie jeder Arzt, jede Krankenschwester und jede Arzthelferin, eben wie in jedem medizinischen Beruf.



Beitrag von missy04 18.02.06 - 18:05 Uhr

Ja, das denke ich auch. Sie begeht damit einen großen Vertrauensbruch. Dann würde ja niemand mehr seiner Hebamme vertrauen können, sie dürfte dann ja sämtliche Details einer Geburt ausplaudern. Und außerdem, nur weil Madam meint, da könnte mal irgendwann vielleicht was passieren, wenn das jeder so machen würde, dann würden alle Leute nur noch angeschwärzt werden. Tolle Gesellschaft. In wie vielen Familien wird gestritten, auch ohne Alkohol und wieviele Männer bringen ihre Kinder um ohne Alkoholeinfluss? Also jeden Mann jetzt zu verurteilen, nur weils einige Verrückte gibt, die Kinder umbringen? Das ist ja wohl unfair. Und dann noch die eigenen Väter.

Beitrag von Macho 18.02.06 - 18:49 Uhr

was wissen wir hier was du der Hebamme alles
erzählt hast?
uns erzählst du vielleicht nur die hälfte

Beitrag von missy04 18.02.06 - 18:54 Uhr

@ Macho: Halt doch die Klappe, Blödmann!

Beitrag von Julia 18.02.06 - 19:29 Uhr

Natürlich! Die wird wohl kaum zum Jugendamt gehen, wenn sie sich nicht ernsthaft Sorgen um das Wohl der Kinder macht. Da fehlt mit Sicherheit mindestens die Hälfte.

Beitrag von schadoo 18.02.06 - 19:25 Uhr

Also ich weiss das eine Hebamme der Schweigepflicht unterliegt sowieso Ärzte usw.

Mein Hebamme durfte mir nicht mala sagen was mit meiner Tante ist... weil sie Schweigepf. hat!!

Ic finde das vollkommen richtig!! Und wenn deine Hebamme dir droht.. droh ihr doch zurück... sag du bist nicht dumm!! Du weisst das sie Zweigepl. hat!!! Die spinnt doch!!

Und zu diesem Macho... wir Frauen haben nun mal das bedürfniss über unsere Problems zu reden!!! Denn nicht alle männer hören da gerne zu!! Du bist ya das beste Beispiel das Männer nur einsichtig denken können!!

Beitrag von sternenzauber24 18.02.06 - 19:49 Uhr

Ebend!

Und wieder mal sind es die Schwarzschreiber,die die Klappe am weitesten aufreißen.

*kopfschüttel*

Beitrag von missy04 18.02.06 - 21:35 Uhr

soweit ich informiert bin, zählt Hörensagen nicht. Und ich muss auch nichts verschweigen. Wenns so schlimm wäre, hätte ich ja wohl nichts erzählt, das is ja wohl mal klar. Ich hatte nur um Rat gebeten, sonst nichts.

Beitrag von sexymichi 19.02.06 - 11:46 Uhr

Hallo

ich hoffe du liest das noch. Ich weis das es so ist wenn die Hebamme meintdasetwas nicht stimmt dann ist sie verpflichtet das Jugendamt zu iformieren.Das heist aber nichtdas sie dir sofort die Kinder entziehen, Es wäre eher sehr wahrscheinlich das jemand ohne vorherige ankündigung vom Jugendamt vorbeikommt und mit dir redet sich ein Bild von der situation macht. Das ist nicht weiter schlimm Und dann wird eventuell wenn du hilfe benötigst eine angeboten. Zunächst ist es auf jeden fall so das das Jugendamt verpflichtet istzuerst hilfe anzubieten bevor man dir die Kinder wegnimmt. Lass dirkeine Angst machen wenn bei euch alles io. ist ists halb so wild! Gruß michi

Beitrag von tmc21986 20.02.06 - 09:40 Uhr

Eigentlich wollte ich zuerst etwas anderes schreiben. Als ich aber Deine weiteren Antworten lesen konnte musste ich meine Ansicht totol ändern.

Ich hoffe die Hebamme unterliegt NICHT der Schweigepflicht und informiert das Jugendamt. Ich hoffe sehr, dass das Jugendamt vorbei kommt und sich die Sache genauer anschaut. Und ich hoffe sehr, dass das Jugendamt Hilfe leisten kann, nicht in Form von Wegnehmen usw. sondern in Form von Unterstützung.
Bei Deinen Antworten die Du von Dir gibst, lässt leider kein anderer Schluss zu. ZUM SCHUTZE DEINER KINDER!!

Gruss Yvonne

Beitrag von missy04 20.02.06 - 10:12 Uhr

Du kannst mich mal! Vorher gefriert die Hölle

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