Schnuller ? Stillen ?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von janklu 18.02.06 - 17:38 Uhr

Hallo,
würde gerne mal Eure Meinung hören - bin jetzt in der 32.SSW und die folgenden Themen sind für mich persönlich noch nicht ganz geklärt worden. #flasche
Zum einen das Stillen: Bin mir unschlüssig ob ich stillen möchte bzw komplett. Klar, für das Kind ist das gut, aber ich bin auch ohne aufgewachsen und es ging mir nicht schlecht. Nachteile sind ja schon evtl Entzündungen der Brust, mächtige Oberweite - im Anschluß womöglich dann doch eine Nr. kleiner als bisher, Abstillen funktioniert auch nicht immer so einfach - wie gesagt, bin hin und hergerissen. Man könnte natürlich auch Stillen und parallel manchmal Babynahrung zufüttern. Fragen über Fragen.....
Das gleiche gilt für das Thema Schnuller: ja/nein ?? #baby
Besser für den Kiefer als der Daumen und auch einfacher abzugewöhnen, aber nachts ständig aufstehen weil der Schnuller nicht gefunden wird, außerdem erzählte mir eine Hebamme dass ein Schnuller das Stillen erschwären könnte.
Wie seht Ihr das ganze denn so?
LG Janine

Beitrag von pathologin34 18.02.06 - 17:45 Uhr

Hallo ,

also ich kann nur von mir reden und muß sagen , ich ahbe 6 monate voll und nochmals 2 monate teil gestillt (wegen arbeit) und muß sagen , hatte vorher 75 c und danach auch wieder .
Muß auch sagen das ich mich wieder freue stillen zu dürfen , es bindet unheimlich finde ich . Und praktischer ist es ausserdem . meine kleine lehnte den schnuller ab . Brustentzündung hatte ich aber nur an den brustwarzen , weil madame sehr viel rumlutschte statt zu saugen :-) aber auch das bekommt man in den Griff , dafür gibt es heut zu tage schon viele mittelchen , ich bekam von meiner hebi damals johanniskrautöl und salbe . stillhütchen gibt es aber davon halt ich nichts . die brustentzündung die du meinst , ist evtl. die die verursacht wird durch milchstau . da kann man entgegen wirken . man bemerkt diese fix und es bekommt nicht jede frau sowas .

also ich würde stillen . weniger streß !!!

Beitrag von kuschelmuschel 18.02.06 - 17:54 Uhr

hi janine!

für mich war immer klar, dass ich stille - es ist einfach das beste und wichtigste, was man einen kleinen baby am anfang geben kann. natürlich ist die babynahrung, die heutzutage produziert wird nicht schlecht und jedes kind wird damit gut aufwachsen. dennoch ist die muttermilch mit nichts vergleichbar. sie enthält so viele wichtige nährstoffe, antikörper... die für das wachsende kind einfach das beste sind!
ich habe bei meiner ersten tochter 1/2 jahr voll und dann bis zu 1 jahr teilweise gestillt. es war am anfang ziemlich schwer, weil sie nicht ordentlich trinken wollte, aber ab dem 4ten monat habe ich es echt genossen und habe das stillen sogar ein wenig vermisst, als es vorbei war. es ist auch unglaublich praktisch, weil man nichts mitnehmen muss und die milch praktisch immer parat hat!
ich hatte auch glück, weil ich mit brustentzündungen und dgl. keine probleme hatte.
ausserdem hilft das stillen, dass man nach der geburt meist besser abnimmt und sich die gebärmutter besser zurückbildet.

es gibt sehr viele vorteile des stillens und m.E. keine wirklichen nachteile. erkundige dich noch ein wenig mehr. aber fühle dich nicht dazu gedrängt, wenn du es nicht willst! dein kind braucht am allermeisten deine liebe, egal ob du stillst oder nicht!

schnuller ist auch ein schwieriges thema. mein mann und ich wollten eigentlich auch ohne schnuller auskommen, aber lauras saugbedürfnis war einfach zu gross und so hat sie einen schnuller bekommen. sehr bald aber haben wir den schnuller auf das schlafen beschränkt und leben recht gut damit.

lg claudia

Beitrag von pialogo 18.02.06 - 18:07 Uhr

hallo janine,
ich wollte damals mit eddie unbedingt stillen, er hat dann aber 6 wochen lang nur geweint, bis mein mann und ich mit den nerven voellig am ende waren und ich zugefuettert habe. ich habe dann beides getan: gestillt und flasche gegeben 6 monate lang. und auch wenn er dann spaeter mehr nahrung von der flasche bekam, habe ich ihn trotzdem vor dem schlafen sehr gerne gestillt.
zuerst waren wir gegen den schnuller; als eddie dann da war und soviel weinte haben wir ihm doch dann mal einen gegeben, aber er hatte nicht wirkliches interesse daran.
mein tipp ist: nimm's wie's kommt und entscheide sowas erst aus dem bauch heraus, wenn das baby da ist. eine freundin von mir konnte sich nie stillen vorstellen und jetzt stillt sie und es klappt super. und wenn nicht, dann fuetterst du halt zu oder was auch immer. aber ich glaube, das kannst du am besten entscheiden, wenn es soweit ist. vielleicht geniesst du es ja, auch wenn nur fuer kurze zeit? wer weiss!
also lass es einfach auf dich zukommen, ich hatte vorher echt keine ahnung, was ein baby haben bedeutet!
liebe gruesse von pia, eddie #baby (11 1/2 monate) und #ei (15.woche)

Beitrag von samina2277 18.02.06 - 18:10 Uhr

Hallo Janine,

ich bekomme in Mai mein erstes Kind und durfte bisher die Erfahrungen meiner Schwester miterleben.

Sie hat ca. 2,5Monate gestillt und ist danach umgestiegen auf Fläschen und meinte dazu das das abstillen sehr schnell ging, da die Milch ziemlich schnell "versiegt". Ihre Oberweite ist nicht größer geworden, obwohl sie auch vorher ziemlich viel hatte.

Das mit dem Schnuller sie erst eingeführt, als der Kleine anfing seinen Daumen zu nutzen, allerdings war ein auch im Winter den halben Tag draußen im KiWa und da ist ein nasser kalter Daumen nicht so gut. Und abends im Bett nimmt er was da ist, allso Daumen oder Schnuller.

Ich selber möchte stillen, aber auch nicht zu lange, da ja auch über die Muttermilch nach längerem stillen Schadstoffe in den Kreislauf des Säuglings geraten. Ich plane so ca.3Monate stillen und dann halt lieber geprüfte Babynahrung zu verwenden.

Lg
Sandra (27.SSW)

Beitrag von kleine_kampfmaus 18.02.06 - 18:17 Uhr

Hi Janine,

Stillen: Ich bin absolut dafür! Die angeblichen Nachteile die du aufgeführt hast, sind in meinen Augen keine. Es ist das Beste für Mutter und Kind und KEINE Ersatznahrung kommt mit der MuMi mit! Ist natürlich jedem selbst überlassen, ich würd nur bei einer Füttermethode bleiben - entweder MuMi o. Ersatznahrung, nicht mischen. Im Grunde hast du natürlich recht, dass auch Flaschenbaby's gut groß werden, aber wollen wir nicht alle das Beste für unser Kind?

Schnuller: Wollt ich anfangs gar nicht, hab's mir dann aber anders überlegt. Bevor sich der Kleine an den Daumen gewöhnt, kriegt er lieber einen Schnuller. Den werd ich aber nur bei Bedarf einsetzen und auch erst dann anbieten. Also nicht von Anfang an wenn er den Mund aufmacht den Schnuller reinschieben sondern erstmal anders zu beruhigen versuchen. Das Argument mit dem nachts aufstehen find ich ebenfalls ein bisschen übertrieben. Da gibts erstens Schnullerketten und zweitens hat doch ein Elternteil für ebensowas Elternzeit. Das gehört genauso zum Baby wie Wickeln, Füttern, Spielen etc. Darüber sollte sich eigentlich jeder vor der Zeugung klar sein, dass es halt ein bisschen unbequemer wird mit Baby! ;-) Das ein Schnuller das Stillen erschwert hab ich noch nicht gehört.

LG
Kleine Kampfmaus + Minimatz (33. SSW)

Beitrag von 9877 18.02.06 - 19:30 Uhr

Hallo Janine,
die ersten paar Tage würde ich auf den Schnuller verzichten, da das Schnuller-Saugen Probleme beim Stillen machen kann.
Es gibt Kinder die wollen gar keinen Schnuller. Aber ich denke, das wirst du dann schon merken. Auf jeden Fall würde ich ihn aber ums erste bis zweite Lebensjahr wieder abgewöhnen wegen der Zähne. Auf die können sich nämlich der Schnuller und auch die schnullerähnlichen Aufsätze von Falschen negativ auswirken.

Beim Stillen kommte es darauf an, ob du genug Milch hast. Bisher sind mir auch nur positive Auswirkungen auf das Kind bekannt. Angebelich wäre auch erwiesen, dass Kinder die gestillt wurden weniger Allergien haben. Müssten aber dein FA oder deine Hebamme mehr dazu wissen.

LG Nicole + #ei

Beitrag von sumatrabarbin 18.02.06 - 20:20 Uhr

Hallo Janine,

ich stille voll und finde es ganz schön. Die Oberweite ist mir bereits in der SS gewachsen (von 80 B auch 85 C) und ist jetzt auch nicht mehr. Entzündungen hatte ich bisher noch keine. Zufüttern soll man nicht, habe ich gehört, weil das sonst mit der Milchmenge (Angebot und Nachfrage) nicht mehr klappt, aber da habe ich keine praktische Erfahrung.

Mein Kleiner nimmt auch ab- und zu den Schnuller, er kann trotzdem an der Brust richtig saugen. Den Schnuller braucht er aber nur unbedingt, wenn er Bauchschmerzen hat, einschlafen tut er ohne.

Viele Grüße,
Simone

Beitrag von hen71 19.02.06 - 10:59 Uhr

Hallo Janine,

ich kann Dir nur einen Rat geben: Hör auf das, was DU für richtig hältst, sobald Du das Kleine im Arm hältst.
Je weniger Du Dir vorher vornimmst ("Ich MUSS stillen, ich darf AUF KEINEN FALL Schnuller geben etc."), desto besser für Dich und das Kind.
Ich weiß, dass ich mit meiner Meinung meist auf etwas verlorenem Posten stehe, bzw. mich in einer fröhlichen Minderheit befinde, aber ich denke, inzwischen ist, besonders in Deutschland, Kinderkriegen und -haben extrem dogmatisch.
Vergiss nicht, dass alle Geburts- und Erziehungsmethoden Moden und Trends unterworfen sind: Vor 30 Jahren- zur Zeit unsrer Mütter- war z.B. Stillen absolut verpönt- der Technikglaube (in Form fortschrittlicher Muttermilchprodukte) ungebremst; heute ist das Gegenteil der Fall. Wer weiß, wie's in 30 Jahren ist- vielleicht haben Wissenschaftler dann schädliche Substanzen isoliert, welche man neben allem Guten auch über die Muttermilch weitergibt?
Ich möcht damit sagen: Lass es auf Dich zukommen! Und lass Dir von niemandem ein schlechtes Gewissen machen, falls Du stillst- oder nur teilweise oder gar nicht.
Ebenso beim Schnuller: Wenn Dein Kleines nicht gern und auch nicht mit Nachhilfe seine eigenen Fingerchen oder ein Nuckeltuch zum Beruhigen in den Mund nimmt- dann gib ihm/ihr ruhig den Schnuller. Irgendetwas brauchen die Kleinen zum Beruhigen und das funktioniert nunmal im ersten Lebensjahr hauptsächlich oral. (Und Ihr habt auch was von wiedereinkehrender Ruhe#freu). Und Daumenlutschen zieht nicht selten (bei mir wars so) lange kieferorthopädische Behandlung nach sich.

Aus eigener Erfahrung: Mein erstes Kind hab ich dem von mir als solchen erlebten "Stillterror" unterworfen- meine Hebamme hämmerte mir förmlich ein: "ICH will, dass DEIN Kind mit Muttermilch großwird." Mein Kleiner und ich haben uns 10 Wochen durchgequält- die ersten Wochen gingen noch ganz gut, dann war's nur noch ein K(r)ampf. Bis ich den Mut (!) fand, mich gegen Hebamme und herrschende Meinung ducrhzusetzen und abzustillen und das erste Lächeln nach einer ganz sättigenden Mahlzeit auf den Lippen meines Sohnes zu sehen.
(Schnuller hatten wir schon als geradezu geniale Erfindung 'eingesetzt' und später völlig problemlos um den ersten Geburtstag herum, eine Erkältung des Kleinen nutzend, wieder abgewöhnt).

Unser zweites Kind habe ich dann von vorneherein nicht gestillt, weil ich mir den Druck nicht mehr machen wollte und die Vorteile der Flaschenmilch für mich überwogen: Größere Abstände zwischen den Mahlzeiten, inklusive früheren und besseren Durchschlafens in der Nacht, Papa und andere liebe Leute können auch füttern, mehr Freiheit für die Mutter, kein Stress beim Brustentwöhnen etc.- Es ist inzwischen ein kerngesundes, fröhliches 14-Monate altes Kerlchen mit einer ebensolchen Mutter, die gerade die nächste Schwangerschaft wagt...

Jetzt, beim dritten Kind, schau ich, wie's läuft; der "Ich-muss-stillen-sonst-bin-ich-eine-schlechte-Mutter"-Schock und Zwang ist verblasst. Ich werd's versuchen, aber sobald es ein K(r)ampf wird, es mir und/oder dem Kleinen oder der restlichen Familie schlecht damit geht, werde ich auf Flaschenmilch umsteigen-ohne schlechtes Gewissen.


Entschuldige, Janine, dass meine Antwort so lange ausgefallen ist- ich wollte Dir nur Mut machen, Deine eigenen Entscheidungen zu treffen- wie immer sie auch ausfallen mögen.

Alles Gute für die restliche SS und die Geburt und die Zeit danach vor allem...,
liebe Grüße,
Caroline

Beitrag von freedolphin1 19.02.06 - 10:46 Uhr

hallo Janine,

für mich steht fest, daß ich auf jeden Fall stillen möchte. Ich habe auch eine Hebamme, die mich dabei voll unterstützen wird.

Zum Thema Schnuller schau mal hier
http://www.sprechzimmer.ch/sprechzimmer/Frauen/Schnuller_gegen_den_ploetzlichen_Kindstod.php

Ich hatte auch erst überlegt, keinen Schnuller zu geben, habe aber jetzt doch welche gekauft.

Gruß, Manu