...und das nächste Problem mit meiner Mutter...

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von lauserle67 18.02.06 - 22:02 Uhr

Hallo liebe Urbianer,

der nächste Konflikt mit meiner Mutter droht. Nachdem ich vor kurzem hier gepostet habe, weil es Streit ums Heizöl gibt, hier das nächste Problem.
Obwohl notariell niedergeschrieben ist, dass meine Mutter die Verbrauchskosten selbst bezahlen muss, zahlt sie mir weder Strom noch die Müllgebühren.

Wir sind Mitte Dezember aus dem Elternhaus, welches mir gehört, ausgezogen, ich habe am 31.12.05 den Strom abgelesen, habe die Jahresabrechnung beglichen und habe meiner Mutter den Bescheid mit dem Abschlag für dieses Jahr (für einen 1-Personen-Haushalt) zukommen lassen, genaus so den Bescheid für die Müllgebühren. Den Strom hab ich zwar per März gekündigt, doch die ersten 3 Monat muss ich zahlen und die Müllgebühren werden grundsätzlich dem Hauseigentümer abgezogen, und der bin ich.
Nur, sie zahlt mir einfach nichts.
Die Situation ist umso schwerer für meine Familie und ich, da wir das ewige Piesacken satt haben. Ausserdem ist die finanzielle Situation nicht so einfach für uns, weil wir uns mit dem neuen Haus eine Zukunft aufbauen, welche nicht so einfach zu meistern ist, da ich mein gesamtes Vermögen in die Renovierung meines Elternhauses gesteckt habe. Das heisst, ich kann von daher schon nicht die Nebenkosten meiner Mutter finanzieren - und will es auch überhaupt nicht, nach alldem was sie meiner Familie angetan hat.
Wie geht es jetzt weiter ? Läuft das jetzt unumgänglich auf einen Rechtsstreit hinaus ? Ich denke schon, das ich im Recht bin, weil dies ja notariell niedergeschrieben ist.
Nur, ist der nächste Schritt der Gang zum Anwalt ? Den muss ich doch selbst bezahlen, oder ? Ich habe keine Rechtsschutzversicherung.
Wir sind zwar jetzt weg, aber meine Mutter ist so voller Hass, sie wird wohl nie Ruhe geben. Wie soll ich mich verhalten, um an mein Geld, welches wir sehr dringend brauchen für uns (meiner Mutter geht es finanziell sehr viel besser) zu kommen ?

Bitte dringend um Info

Viele Grüsse

Klaus

Beitrag von kessy16 19.02.06 - 10:40 Uhr

Hallo,

himmel Herrgott, verfolge ja nun etwas länger euer Spielchen und ganz ehrlich versteh ich da absolut null.

Als erstes würde ich mal alles kündigen und Strom und Wasser abmelden, so einfach ist das.

Hat sie einen Vertrag daß sie da auf Lebenszeit wohnen darf, nein, gut, dann schmeiß sie endlich raus.

Sag ihr ein letztes Mal, entweder zahlt sie den ganzen Mist und zwar natürlich auch sämtliche Rückstände, oder es wird abgedreht und sie soll ihre Koffer packen.

Mutter hin, Mutter her, aber so gehts ja wohl kaum.

VG

Kerstin

Beitrag von lauserle67 19.02.06 - 15:10 Uhr

Hallo Kerstin,

ja, sie hat lebenslanges Wohnrecht.
Ich hab bereits alles gekündigt, nur die Müllgebühren kann ich nicht kündigen, die laufen auf den Hausbesitzer, und der bin ich. Ausser meine Mutter unterschreibt, dass sie der alleinige Müllverursacher im Haus ist. Und das macht sie nie, dann könnte sie uns ja nicht mehr piesacken.
Mir ist klar geworden, dass ich unbedingt rechtlichen Beistand einholen muss. Das werde ich demnächst tun.

Vielen Dank

Klaus

Beitrag von hannifant 19.02.06 - 12:10 Uhr

Hallo Klaus,

Du kommst nicht drum rum, Dich rechtlich beraten zu lassen. Nachdem Du nicht im Rechtschutz bist, würde ich vorschlagen einem Haus- und Grundbesitzerverein beizutreten. Habe Dir mal einen Link rausgesucht, für den Münchner Raum, dort ist beschrieben, was der Verein so macht:

http://www.haus-und-grund-muenchen.de/

Für einen geringen Jahresbeitrag, bekommst Du dort die rechtliche Unterstützung. Ich habe Dir schon mal geantwortet, dass Dein Unterfangen ohne Unterstützung hoffnungslos ist. Deine Mutter ist scheinbar bestens informiert, wie sie Dich austricksen kann.

Das Problem bei den Mietrechtsauseinandersetzungen ist, dass man als Vermieter sehr viele Fehler machen kann, wenn man versucht die Dinge ohne rechtlichen Beistand zu machen. Das ist dann ein gefundenes Fressen für den gegnerischen Anwalt. Und in unserem Rechtssystem haben die Mieter die besseren Karten.

(Ich muß dazu sagen, bei uns war es umgekehrt: Die böse Schwiegermutter war der Vermieter und wollte uns raushaben. Daher kennen wir nun einige Tricks, wie man als Mieter durchhält....)

Zu den Nebenkosten: Ich gehe davon aus, dass außer Deiner Mutter keiner mehr im Haus wohnt. Deine frühere Wohnung hat getrennte Zähler für Wasser und Strom. Dann melde doch einfach die Zähler für Deine Mutter ab und sag den Versorgern, dass sie der neue Kunde ist. Die treten dann mit ihr in Verbindung und sie muß direkt an die Versorger zahlen. Was sie Dir noch schuldig ist, kannst Du anmahnen. Wenn nix kommt Mahnbescheid und pfänden...

Aber wie gesagt, wenn Deine Mutter sich einen Anwalt nimmt, bist Du erledigt...

Viel Erfolg wünscht Hanni

Beitrag von lauserle67 19.02.06 - 18:54 Uhr

Hallo Hanni,

vielen Dank für Deine Antwort.

Ich werde mich umgehend um rechtliche Beratung bemühen.

Ich verstehe eines nicht. Meine Mutter hat sich bei der Hausübergabe beim Notar schriftlich dazu verpflichtet, sämtliche Verbrauchskosten (die namentlich genannt sind) selber zu tragen. In diesem Notarvertrag hat sie selber unterschrieben. Ist dieser Notarvertrag nicht mehr "wert" als ein normaler Mietvertrag ?
Was hab ich jetzt davon, wenn sie sich einfach weigert, zu bezahlen, wofür sie vor dem Notar unterschrieben hat ? Und mit einem guten Anwalt kommt sie damit noch durch ? Ich kann das einfach nicht glauben, habe aber zugleich ein ungutes Gefühl bei der Sache, weil ich den Eindruck habe, sie weiss genau, was sie tut. Mein werter Bruder hat schon genügend Erfahrung mit Anzeigen und Gerichten, er wird sie entsprechend "beraten".

Viele Grüsse

Klaus

Beitrag von hannifant 19.02.06 - 19:41 Uhr

Hallo Klaus,

ich habe nicht gemeint, dass Deine Mutter mit einem Anwalt die notarielle Regelung umgehen kann.

Sie kann Dir aber erstmal Formfehler bei der Berechnung der Nebenkosten unterstellen. Dann kann sie z.B. bemängeln, dass der Verbrauch nicht richtig berechnet wird. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Dich als Vermieter in die Verantwortung zu nehmen.

Z.B könnte sie sagen, dass nicht richtig isoliert ist, es zieht, die Fenster sind undicht, das Heißwasser braucht zulange bis es aus der Leitung kommt, es gibt Schimmel im Bad, der Hund vom Nachbarn bellt zu laut etc.....
Dann hast Du jedesmal eine Menge Ärger & Kosten am Hals und ärgerst Dich wahrscheinlich schwarz....

Wenn Du die Beiträge zum Mietrecht (insbesondere von Urbia-Userin "bigfish") hier verfolgst, dann tun sich für den Vermieter Abgründe auf.

Natürlich kannst Du die Nebenkosten einklagen. Ich rate Dir laß Dich erstmal von dem Grundbesitzerverein beraten. Das ist erstmal kostengünstiger. Einen Anwalt kannst Du dann immer noch einschalten.

Dies sind die legalen Möglichkeiten, die Du ausschöpfen kannst;-)

Viel Erfolg wünscht Hanni

Beitrag von hannifant 19.02.06 - 19:49 Uhr

Habe noch was vergessen.

Warst Du mal auf der Seite von recht.de

http://www.recht.de/phpbb/

Dort gibt es eine Rubrik für Mietrecht. Dort gibt es zu den Fragen Rat von Anwälten. Wäre doch mal einen Versuch wert.

Beitrag von lauserle67 20.02.06 - 07:57 Uhr

Hallo Hanni,

hast mir wirklich weitergeholfen.

Vielen Dank und viele Grüsse

Klaus