OPA?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von petunia72 19.02.06 - 22:31 Uhr

Hallo,

anscheinend liegt meinem Vater nichts an seiner Enkeltochter.

Meine Mutter ist ganz vernarrt in meine sechs Monate alte Tochter und nach anfänglichen Unsicherheiten kümmert sie sich jetzt ganz lieb um sie. Da ich ab April wieder arbeite ist angedacht, dass es einen Großelterntag in der Woche gibt, an dem sie bei meinen Eltern ist oder diese bei uns sind. Heute war der erste Tag an dem meine Süße ein paar Stunden alleine bei meinen Eltern war und meine Mutter hat es sehr genossen. Nur mein Vater sagte auf meine Nachfragen, wie der Tag mit seiner Enkelin war:"nervig!". Sonst nichts. Das hat mich wirklich ziemlich verletzt. Er meinte, dass meine Mutter den ganzen Tag nur mit der Kleinen geredet hat. Ich finde es einfach lächerlich, eifersüchtig auf ein Baby zu sein.

Ich muss aber dazu erklären, dass mein Vater recht krank ist, seit über zehn Jahren immer wieder Herzprobleme hat, sämtliche typischen Erkrankungen hat, die man bekommt nach 40 Jahren Rauchen, regelmäßig Bierchen trinken, Übergewicht und Bewegungsmangel.
Eine zeitlang ging es ihm psychisch sehr schlecht, damals haben meine Mutter und ich uns sehr intensiv 24 Stunden am Tag um ihn gekümmert.
Leider lebt er überhaupt nicht so, wie es sein Gesundheitszustand erfordern würde. Raucht und trinkt weiterhin. Jetzt geht es ihm körperlich wieder schlechter und anscheinend sind die Depressionen zurück gekehrt.
Er redet kaum mit meiner Mutter, kommt mich nie besuchen und redet auch am Telefon nicht mit mir. Heute habe ich ihn halt gesehen und er hat auf viele Fragen einfach nicht geantwortet (einfache Fragen, ob er ein Stück Kuchen will z:B.). Meine Mutter hat mir erzählt, dass sie teilweise 2 Wochen lang nur "Guten Morgen" und "Gute Nacht" sagen. Ich weiss, dass er krank ist. Ich habe mich auch daran gewöhnt, dass ich ihm egal bin.
Aber heute habe ich gemerkt, wie negativ er meiner Tochter gegenüber steht und war erschrocken über seine Ablehnung. Und ehrlich gesagt, will ich nicht, dass meine Tochter das mitbekommt. Sie tut mir echt leid. Da ist keine bisschen Großvaterstolz geschweige denn Liebe.

Am leibsten würde ich ihn aus meinem Leben streichen.

Vielen Dank fürs Jammern dürfen
Tina

Beitrag von kathrin2607 19.02.06 - 23:11 Uhr

hallo Tina,

dieses "nicht Lieben" kenn ich. meine Schwiegermutter also Endrik´s (14Mon.) Oma wohnt nur 20 Kilometer weg und war seit seiner Geburt erst 2 mal hier. sie sagt immer sie ist nach der Arbeit so erschöpft das sie dann immer keine Lust mehr hat, dazu muß ich aber auch noch sagen sie hat 3 enkel der eine wohnt nur 8 kilometer weit weg den sieht sie genauso wenig wie meinen Sohn und der andere der 100 kilometer weit weg ist besucht sie regelmäßig alle 4 Wochen. was soll man davon halten. an mir kann es nicht liegen denn eigentlich verstehen wir uns gut. und als sie das 2 mal hier war (das 1.mal war an seinem 1.Geb.) sagt sie das es ziemlich anstrengend war und das man das nicht aushalten konnte. das er nur siviel geweint hat weil er Mittelohrentzündung mit hohem Fieber hatte hat sie gar nicht interessiert. aber ich würde sagen bevor wir uns darüber ärgern lieber Augen zu und durch auch wenn es zum :-% ist.
gruß kathrin

Beitrag von kabama44 20.02.06 - 08:45 Uhr

Hallo Tina

es ist zwar schade , daß sich der Opa nicht um das Enkelkind kümmert , ich würde mir an deiner Stelle da keinen schweren Kopf machen . Mit ganz kleinen Kindern wissen alte Männer nicht umzugehen . Wenigstens weiß ich das aus eigener Erfahrung . Mein Vater , war der "beste" Opa der Welt , (laut meiner Tochter) doch als mein Sohn zur Welt kam , war er auch schon sehr krank und hat sich kaum um ihn gekümmert. Ihn nicht mal auf den Arm genommen, für meinen Papa war mein Sohn nur ein Störfaktor . Auch mein Mann , konnte mit seinen Enkeln , als sie Babys waren nicht umgehen , hat diese fast nie auf den Arm genommen . Heute sieht das ganz anders aus, da kann er stundenlang mit ihnen spielen . Allerdings ist mein Mann auch nicht krank .
Ich denke für kranke Menschen sind kleine Kinder eher eine Belastung . Da sollte man nicht überreagieren .
Versuche mit deiner Mama eine Regelung herbei zu führen , und laß Papa da heraus, ohne Groll . Denke dir immer , es geht vielen Menschen gerade so wie dir.

lieben Gruß
Kabama44

Beitrag von sunnyt 20.02.06 - 09:39 Uhr

Hallo Tina!

Mach dir nichts daraus auch wenn es weh tut akzeptiere das Verhalten deines Vaters einfach! Sei froh, dass deine Mutter sich so über Ihr Enkelchen freut!

Bei uns geht es noch besser zu in Punkto Großeltern:
Die Eltern meines Mannes und sämtliche Ihrer Bekannten kennen Ihren Enkel - unseren Sohn nur, wenn mein Mann dabei ist... Dann ist der Kleine auch das "Goldstück" der Famile... Bin ich aber mit ihm alleine unterwegs (was ziemlich oft der Fall ist) dann sind wir wildfremde für sie... Sie grüßen Ihren Enkel nichtmal!

Ich denke auch Kinder können mit offener Ablehnung umgehen lernen aber mit diesem hin und her?!... Gerade Kinder haben ein Gespür wer sie mag und nicht!

Meine Eltern nehmen ihn wenn wir mal weg gehen oder wenn ich etwas erledigen muss, aber meine Eltern haben auch noch einen Sohn von 8 Jahren, meine Mutter arbeitet und mein Vater ist schon älter... Die andere Oma hat Zeit (ist arbeitslos) und könnte soviel schöne Stunden mit ihm haben aber meine Familie ist ja leider nicht standesgemäß und ich erfülle ihre Anforderungen bei weitem nicht - leider leben unsere Familien in einem Ort und so habe ich noch keine Ahnung wie ich meinem Kind mal beibringe dass er mehr "wert" ist wenn sein Papa bei ihm ist?!

Omas und Opas kann man nicht ändern - sei glücklich und froh dass wenigstens die Oma das Kind liebt!

LG sunnyT