Zur Beerdigung in der 30ssw????

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von oertschine 20.02.06 - 09:56 Uhr

Hallo zusammen,

am Donnerstag abend ist meine geliebte Oma verstorben, am 03.03.06 ist die Beisetzung.
Da ich schwanger bin und schon leichte Wehen hatte, hat mir mein Arzt davon abgeraten zur Beisetzung zugehen zumindest zu der Trauerstunde, weil er nicht garantieren kann das alles gut geht..durch die grosse psychische Belastung könnten zum Beispiel Wehen ausgelöst werden..etc.
Ich kann es auf eine Art verstehen aber ich weiss nicht wie ich damit klarkommen soll wenn ich mich nicht so richtig verabschieden kann...ich bin jetzt schon mit meinen Nerven am Ende und weiss nicht mehr wo mir der Kopf steht..

Hat jemand solche Situation schon erlebt und kann mir Tips geben..`???

Beitrag von mama.yvonne 20.02.06 - 10:07 Uhr

hallo,

herzliches beileid zum tod deiner oma #kerze
.

ich kann dich verstehen und dennoch solltest du auf deinen arzt hören.

im oktober verstarb meine mama. mir wurde sowohl von der langen fahrt (wir wohnen einige hundert km entfernt) als auch von der beerdigung abgeraten, da ich ein hämatom an der fruchtblase hatte. wäre ich hingefahren, hätte ich meinen kleinen engel verloren.

ich musste also notgedrungen hier zu hause bleiben und konnte mich bis heute noch nicht von meiner mutter verabschieden. statt dessen gibt es vorwürfe seitens meiner familie (ich sei egoistisch etc.) und ich habe sehr viele albträume bzgl. meiner mama.

und dennoch muss ich sagen: die entscheidung war richtig. wäre ich zur beerdigung gefahren, hätte ich mein baby verloren. meine mama hätte mir aber dennoch niemand zurück bringen können.

um das ganze wenigstens halbwegs verarbeiten zu können, werde ich sicherlich noch monate brauchen.
aber wie gesagt: meine entscheidung war dennoch richtig, so schwer es mir noch heute fällt, das ganze so zu sehen.

meine meinung: verzichte auf die beerdigung, wenn du nach der geburt die möglichkeit hast, dich am grab zu verabschieden (mir fehlt diese möglichkeit wegen der entfernung).

lass dich #liebdrueck

Beitrag von steffni0 20.02.06 - 10:16 Uhr

#liebdrueck

Deine Mama weiß auch so, dass Du sie sehr liebst und ist sicherlich stolz auf Dich, dass Du so vernünftig warst, nicht zu fahren und Deinen Engel vor Deine eigenen Interessen zu stellen!

Das zeigt doch, dass Du eine gute Mutter sein wirst und ganz bestimmt ist Deine Mutter sehr stolz auf Dich und auf Deine Entscheidung!

Das Verhalten Deiner Familie finde ich nicht richtig. Deine Mutter hätte Dir sicherlich auch zum Fernbleiben geraten.

Sie weiß, dass Du sie liebst und die Entscheidung nicht aus Fauhleit sondern aus Liebe getroffen hast!

Alles Liebe

Steffie

Beitrag von lady_chainsaw 20.02.06 - 10:03 Uhr

Hallöchen,

erstmal herzliches Beileid #liebdrueck

Es ist schwer zu entscheiden, was denn nun das "Richtige" ist.#gruebel

Stellt sich die Frage: Was wäre schlimmer, zu Hause zu bleiben oder zur Beerdigung zu gehen? Ich meine, zu Hause könnte es doch vlt. sogar noch extremer werden, da Du ja gerne Abschied nehmen möchtest von Deiner Oma, oder?#liebdrueck

Eine Idee wäre ja noch, ich weiß ja nicht, wie die Bestattungsfeier ablaufen wird - evlt. "nur" zur Feier zu gehen, aber nicht zur Beisetzung oder umgekehrt.

Ich denke, es ist für Dich schon wichtig, dabei zu sein - und zu Hause könntest Du Dir evlt. Vorwürfe machen, nicht dabei gewesen zu sein.

Nur Du kannst wissen, was Du wirklich möchtest. Gut tut bestimmt beides nicht - aber welche Variante ist die bessere?

Ich war damals in der 34. SSW als mein Vater verstarb und beigesetzt wurde - allerdings hatte ich zum Glück keine weiteren Probleme hinsichtlich der Schwangerschaft (im Gegensatz zu Dir).

Gruß und alles Gute

Karen

Beitrag von steffni0 20.02.06 - 10:12 Uhr

Du Arme! #liebdrueck

Meinst Du, Deine Oma würde wollen, dass Du die Gesundheit ihres Ur-Enkelkindes und Deine eigene für sie aufs Spiel setzt?

Ich glaube nicht! Wenn Du Deine Oma so geliebt hast, dann hat sie Dich sicherlich auch sehr geliebt. Und ganz bestimmt weiß sie, wie sehr Du sie liebst und es bedarf nicht Deiner Anwesenheit auf Ihrer Trauerfeier oder Ihrer Beisetzung. Schon gar nicht, wenn Du damit Dein Baby gefährdest! Das würde Deine Oma sicherlich nicht wollen.

Und bestimmt will sie auch nicht, dass Du so leidest und Dir solche Sorgen machst. Du denkst auch so an Deine Oma und Du wirst auch so von ihr Abschied nehmen können.

Ich würde nicht gehen. Deine Oma weiß, dass Du sie liebst!

Alles Liebe und viel Kraft #liebdrueck

Steffie