Mamis mit Psychosen hier?

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von alphafrau 20.02.06 - 09:58 Uhr

Hallo liebe Mamis,

Ich war mal in einem Prodromalstadium einer Psychose und habe deswegen Medikamente genommen.

Wollte mal hören wie bei euch die Geburt verlaufen ist und wie es euren kleinen so geht.


Liebe Grüße alpha

Beitrag von tonni 21.02.06 - 16:33 Uhr

hallo alpha,

ich hatte im Jahre 2003 psychotisches Erleben im Rahmen eines BorderlineSyndroms, mit akustischen und visuellen Halluzinationen.
Habe damals verschiedene Medikamente genommen, Antidepressiva, Sedativa, Neuroleptika, Medikamente gegen die Nebenwirkungen . Kurz bevor ich schwanger wurde, hatte ich die Medikamente nach längerer Zeit der Besserung abgesetzt.
Zunächst war ich natürlich etwas in Sorge ums Baby- ob es noch etwas von den Medis mitbekommen hat (Die Ss war nicht so recht geplant zu dem Zeitpunkt...). Diese Sorge nahm mir de FÄ schnell - wenn dem so sein sollte und etwas Schlimmes mit dem Kind sei, wäre die Ss - so hart es klingen mag - wohl kaum über die 12. woche hinausgegangen.
Aber dem Kind gings prima.

Entbunden habe ich meine Tochter im März 2005 - in einem wunderschönen Ereignis, in einem Geburtshaus.
Ich hatte schon in der SS Begleitung durch meine Hebamme, die mich auch auf die Möglcihkeit der natürlichen postnatalen Depressionsprophylaxe aufmerksam machte, was aufgrund meiner Krankheitsgeschichte eben eine Überlegung wert sei. (es geht da um die Zufuhr von körpereigegen Hormonen nach der Entbindung; wie vielleciht nur bei näherem Interesse - ist etwas befremdlich *g*).

Mir war einfach wichtig, wen bei der Entbiundung dabei zu haben, der um meine Krankeiten wusste - meinen Mann und meineHebamme, der wir das vorher erzählten. Und es war wichtig, zu wissen, diesen Leuten vertraue ich.
Angst hatte ich unter der Geburt überhaupt keine, genauso wenig wie irgendwelche Anzeichen von "ungesunden" Situationen und Empfindungen meinen seelischen Zustand betreffend.
Kurz und gut - lange Entbindung aber eine ECHT runde Sache.

Unserer Kleinen gehts prima, ein ganz "normales" Kind mit einer auch ganz "normalen" Mutter - soferns "normal" gibt *ggg*.

Mir gehts psychisch prima, auch wenn es da noch einige Überbleibsel gibt von meiner Krankheitsphase. Und wenn die mal schwierig werden - red ich drüber, mit ner Freundin oder meiner Therapeutin, mit der es regelmässigen Kontakt gibt.

Psychische Erkrankung und Kind? Ja, wenn man weitesgehend von sich weiss, stabil zu sein. Mehr oder weniger, halt auf jeden Fall alltagstauglich und emotional stabil. Und mal ehrlich - JEDEM von uns kann eine Psychose oder eine andere psychische Problematik den Weg kreuzen.
Ein Handicap? Ja. aber ein zu bewältigendes.

Sooooooooooo, das war lang ;-)
Lieben gruss, tonni

Beitrag von beatleguise 29.05.06 - 22:41 Uhr

Hallo Alpha!
Ich bin neu hier und habe deine Anfrage gelesen.
Ich nehem seit 18 Wochen keine Medikamente mehr und habe mich mit meinem Mann entschlossen eine Schwangerschaft zu wagen.
Ich suche Gleichgesinnte und dein Beitrag war ja im Feb. Allso meine Frage, wie gehts dir Heute???

Liebe Grüße beatle

Beitrag von alphafrau 30.05.06 - 14:30 Uhr

Hallo beatlejquise,

ja herzlichen Glückwunsch, dass du die Medikamente absetzen konntest.

Ich habe am 27.05.2006 meine kleine Tochter Shayenne zur Welt gebracht#freu

Ist ein echter Wonneproppen, 48 cm, 3.270 g schwer. Während der Schwangerschaft und auch der Geburt hat sich bisher außer 4 Tage vor der Geburt eine vorgeburtliche Depression nichts pschotisches oder Depressives gezeigt. Naja noch muß ich die nächsten 4 Wochen abwarten, ob sich da nicht doch noch was tut.

Liebe Grüße Carina