Das Verhalten mancher Mütter ........

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lea2001 20.02.06 - 10:21 Uhr

Guten Morgen,
ich habe jetzt kein "richtiges" Problem, aber ich muss mich manchmal über das Verhalten mancher Mütter wundern. Nur das für sich und für die eigenen Kinder Interesse und der Rest läuft so an einem vorbei. Ein Beispiel: Meine Tochter macht beim Zwergentanzen einer Tanzschule mit. Entgegengesetzt zu den sonstigen Vereinen, können die Mamas währendessen da bleiben und an Bistrotischen Kaffee trinken. Ich bleibe auch immer da, weil wir nicht gerade aus dem Nachbarort kommen und eine Wegfahrt sich kaum lohnen würde. Nun ja, es bleiben alle Mamas da! Dies führt natürlich auch zu Unruhe, da einige Mamas sich nicht leise unterhalten können. Kind macht da mit , also wird von Anfang bis Ende gequatscht. Wenn zwischendrin mal die Musik aus ist und die Kinder sich unterhalten, egal , wir reden in der gleichen Lautstärke weiter, weiter , weiter und weiter, weil wir es gar nicht registrieren. Dazu kommen dann noch die Geschwisterkinder ( alle Jünger ) die schreien, auf die Tanzfläche krabbeln oder zwischen den Kindern rumlaufen. Nun ja, das eine Mädchen ( etwa 15 Monate ) würde halt dann auch schon mal umgerannt.
Ein Mädchen aus dem Kurs braucht ständig die Aufmerksamkeit der Kursleiterin, d.h. setzt sich ständig auf ihren Schoss, hängt sich auf ihren Rücken usw usw.
Die anderen Kinder schauen dann immer zu, wie die Leiterin versucht, auf nette Art, die Kleine wieder loszuwerden. Eben dieses Mädchen blieb wie wir, nach unserem Kurs, noch ein wenig zum zu schauen bei den älteren Kindern. Die Mama , mit kleinem Baby auf dem Arm, sass quatschender Weise mit einer anderen Mama am Tisch. Ihre Tochter lief in diesem Kurs ständig zu Leiterin hin, die versucht Tanzschritte mit den älteren einzustudieren. Sie schickte sie zwar immer wieder weg, aber die hilfesuchenden Blicke zur Mutter, blieben ohne Reaktion. Da standen dann die älteren Kinder dumm da und mussten jedesmal warten. Sehe ich das so falsch, wenn ich denke, das mein Kind da auch mal lernen muss , nicht im Mittelpunkt zu stehen? Wieso hat die Mutter die Einstellung: Das ist eine Tanzschule auch für Kinder, also machen die, was sie wollen. Letztes Mal wurde sorgar für 10 Minuten die Stunde unterbrochen, weil dieses Mädchen ihre Babyborn dabei hatte. Ein anderes Mädchen gab der Puppe einen Kuss und daraufhin war die Hölle los und alle kümmerten sich um das Mädchen was brüllender Weise die ganze Stunde aufhielt. Von der Mama, keine Reaktion. Die ist ja mit Baby und Quatschen beschäftigt.
Es muss nicht immer alles nach Plan laufen und ich finde es auch ok, wenn man sich um die Bedürfnisse der verschiedenen Kinder kümmert. Deswegen dürfen die Kinder auch mal was trinken. Aber eben diese Ausnahmen, funktioren nur dann, wenn man sie nicht ausnutzt. Einige Kinder rennen in den 45 Minten 20x zum trinken. Dem o.g. Mädchen, musste in der letzten Stunde 5x gesagt werden, sie soll erst leer kauen, bevor sie weitertanzt. Ein Drittel der Zeit geht für solchen Kram drauf und das finde ich den anderen Kindern, die immer da stehen und warten müssen, ungerecht gegenüber. Kann ich da als Mutter nicht mal eingreifen. Und wenn das Geschwisterkind gerade am laufen lernen ist und nicht sitzen bleiben will, warum kann ich dann nicht eine dreiviertel STD mal spazieren gehen. Nein, ist doch normal wenn die Kleine dann immer da rumwuselt und die Kinder aufpassen müssen sie nicht umzurennen.
Ich finde es sehr schade, da die Tanzstunde wirklich sehr schön ist.
Lea

Beitrag von maggelan 20.02.06 - 11:10 Uhr

Mensch das ist doch alles vieeel zu anstrengend:-[

Ich kann deinen Frust sehr gut nachvollziehen. Mir sind solche gleichgültigen Mütter auch ein Greul. Egal ob in der Krabbelgruppe, auf Festen, auf dem Spielplatz etc. es gibt unmengen an Beispielen. Ganz oft gibt es dort diese gleichgültigkeit. Schlimm wenn es die Mütter ganz kleiner Knirpse betrifft. Die vergessen zu oft, dass die etwas größeren Kinder schon viel intensiver spielen, rennen und dabei die kleinen übersehen.

Es ist ja nix dagegen zu sagen, wenn das nun mal eine einmalige Situation ist. Man kann sich immer mal mit jmd. festquatschen und dabei nicht alles mitbekommen was die Tochter so anstellt. Aber hier ist es doch eher so, dass die Mutter die Aufgabe an die Tanzlehrerin abwälzt. Diese sollte aber mal couragiert genug sein und die Rollenverteilung Mutter/Tanzlehrerin wieder geraderücken.
Oder du weist die Dame ganz behutsam mal auf ihre Fürsorgepflicht hin. Wenn die Tanzstunde vorbei ist, hat Mutter für die Kleine zu sorgen und die Tanzlehrerin muss ihrer Arbeit nachgehen!

Beitrag von lea2001 20.02.06 - 14:09 Uhr

Hallo,
vielen dank für deinen Beitrag. Ja, ich habe mir schon überlegt, die Tanzlehrerin anzusprechen. Denn gerade mit dem einem Mädchen ist fast jede Woche etwas.
Was mich wundert, es scheint, als wäre ich die Einzige , der so etwas missfällt.
LG Lea

Beitrag von sanny23 20.02.06 - 13:54 Uhr

Ohhhh jaaaaa....

Habe ich erst letzte Woche wieder erfahren müssen.

Wir waren da in einem Spielcenter,mit vielen Klettermöglichkeiten.Unter anderem sind da ganz viele Bäume die mit so Strickleitern verbunden sind.
Ich mit meinem Sohn da hoch (Höhe ca. 3-4 m).
Ober angekommen sah ich ein völlig verstörtes und verheultes kleines Mädchen(ich schätze sie mal auf 3,5-4,5).
Alle,aber wirklich alle sind an ihr vorbei gegangen.
Ich fragte sie dann,ob sie sich verletzt hat,oder was passiert sei,weil sie so schrecklich weint.
Sie konnte mir nicht antworten.Ich fragte sie,ob sie nicht mehr runterkäme und sie nickte.
Ich nahm sie dann an die Hand und so kletterte ich mit 2 kleinen Kindern in den Bäumen rum.Als wir wieder unten ankamen,fragte ich die kleine wo ihre Mutter sei,aber sie konnte es mir nicht sagen,weil sie es nicht wußte.
Ich übergab sie dann einer Betreuerin des Spielcenters.Da ich sie weiter beobachtete,konnte ich nun endlich auch sehen,wo ihre Mutter war.Die Betreuerin fand sie gemütlich an einem Tisch sitzend,den Kaffee in der Hand und mit noch 2 weiteren Frauen tratschend.
Ich dachte mir auch,na prima...

Tja,solche Mütter wird es immer geben.

LG Sanny#katze

Beitrag von lea2001 20.02.06 - 14:06 Uhr

Hallo Sanny,
ja diese Situationen kenne ich auch zu genüge. Aber in letzter Zeit habe ich das Gefühl, nur auf solche Mamas zu treffen. Egal ob auf den Spielplätzen, im Tanzen, auf Festen, wir treffen immer auf öfter auf Mütter , die nur ihr eigenes Wohl, oder das ihrer Kinder im Blick haben. Wenn ihr Kind, andere stört oder sonstiges macht wird das ignoriert. Meine Tochter ist fast 5 Jahre und mittlerweile läuft sie im Indoor-Spielplatz auch mal alleine rum. Ich versuche aber immer zu schauen wo sie ist. Wenn ich sie mal einige Minuten nicht gesehen habe, gehe ich automatisch los.
Vielen Dank für Deine Antwort, und ich hoffe, dass wenn meine Tochter mal in so einer Notlage ist, eine Mama wie du es bist, ihr auch weiterhilft.
LG Lea

Beitrag von sanny23 20.02.06 - 23:06 Uhr

Danke!!!

Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit.Wenigstens kann man ja mal nachfragen.Sie saß ja mitten im Weg und die anderen sind drübergestiegen.
Mein großer ist auch bald 5 Jahre.Ich kann mich auf ihn verlassen,doch trotzdem schau ich immer mal nach.

LG Sanny#katze

Beitrag von susasummer 20.02.06 - 15:05 Uhr

Ich lasse meinen Sohn auch alleine im Hallenspielplatz rum laufen,da er gut zurecht kommt.
Ab und zu schaue ich natürlich nach ihm,aber nicht im 5 minuten takt.
Aber er ist auch sehr selbsständig,sonst würde das nicht so ablaufen.

Beitrag von sanny23 20.02.06 - 23:03 Uhr

Klar,mach ich auch.
Aber so wie die kleine aussah,saß sie schon eine ganze Weile dort oben.Sie hatte richtig gezittert.

Beitrag von susasummer 21.02.06 - 10:07 Uhr

Das sollte natürlich nicht so sein!!

Obwohl es mir beim ersten mal im Hallenspielplatz auch passiert ist,das mein Sohn oben auf der hohen Rutsche stand und nicht runter kam.
Zum Glück war meine Freundin dabei,die ihn geholt hat.Ich habe nämlich Höhenangst.

Beitrag von wetwo11 20.02.06 - 17:47 Uhr

Hallo Lea,

ich kann dich sehr gut verstehen. Meine Tochter ist zum Ballett in eine Tanzschule gegangen. Die Lehrerin war sehr nett und hat den Unterricht sehr schön gestalltet keine Frage aber auch ich kenne die Probleme die du angeschnitten hast...die Lehrerin hat am Anfang des Kurses ausdrücklich gesagt das die Eltern bitte draussen warten sollen damit die Kinder nicht abgelenkt werden und sich aufs Tanzen konzentrieren können...aber weit gefehlt...manchmal sitzen 8 Eltern Teile plus die dazugehörigen Geschwister Kinder im Kurs Raum und Quatschen und Lachen und die Kids streiten und brüllen und heulen und schreien und und und...da kann doch keiner etwas lernen oder? Auch die komischen angewohnheiten im Unterricht sind mir ein Dorn im Auge gewesen...ständiges Trinken und Essen sowie Klo Besuche Tür auf Tür zu hin her hin her...sorry aber ein Kind im alter von 5 Jahren und älter kann auch mal 45 Min. warten und dann zum Klo gehen oder aber man bittet sie vor dem Unterricht noch kurz auf die Toilette zu gehen, wenn das bei meinem Kind klappt dann doch wohl auch bei anderen oder???
Najedenfalls habe ich jetzt eine andere Ballette Schule gefunden und da sind klare Regeln....beim erstenmal dürfen die Eltern zuschauen....habe ich 10 min. meine kleine hat aber so schön mitgemacht und wir sind dann raus gegangen...schließlich muß ich ja auch nicht jeden Schritt meines Kindes verfolgen...habe dann lieber draussen durch die Scheibe gelugt und heimlich zugeschaut ohne das mich jemand gesehen hat. Man sollte doch auch ein bisschen Rücksicht auf die Kinder nehmen. Ein anderes Thema ist da noch der liebe Beitrag...ehrlich gesagt sehe ich nicht ein 27€ im Monat zu zahlen für max. 2 Std. intensives Ballette...sorry aber wenn die Kinder sich austoben wollen dann ist eher ein Turnverein paßend oder??? das kostet dann auch nur 26€ im Jahr. Aber auch da sind sicher die Meinungen geteilt, die einen müssen eisam Sparen um ihrem Kind einen solchen Kurs zu ermöglichen und die anderen haben das Geld locker und denen scheint es egal zu sein ich habs gesehen und fand es unpassend. Wie schon gesagt ein bisschen Rücksicht wäre da am meisten angebracht aber wer nimmt heute noch Rücksicht??? Jeder will im Mittelpunkt stehen...leider
In diesem Sinne würde ich doch mal ein nettes aber bestimmtes Wort an die Leitung des Kurses richten.

Liebe grüße
wetwo11

Beitrag von lea2001 21.02.06 - 07:51 Uhr

Hallo,
du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Im Turnen läuft das bei uns auch anders. Die Kinder gehen alleine, getrunken wird vorher und Toilette, in Ausnahmefällen.
Nun ja, es ist halt ein erheblicher Preisunterschied zwischen Turnen und dem Tanzen und vielleicht gestattet die Kursleiterin deshalb alles. Ich finde es ja nicht schlecht, dass man dabei bleiben darf, aber wieso kann ich mich als Mutter nicht leise verhalten und wenn es die Geschwisterkinder nicht können, dann geht man halt spazieren. Manchmal bin ich echt sauer, da ich das Gefühl habe einen haufen Geld zu zahlen, für die Extravaganzen der kleinen Madame. Ich merke auch, das meine Maus manchmal die Nähe zu der Kursleiterin sucht und neben ihr sitzen will. Aber sie ist zurückhaltend , schaut aber immer doof, wenn sich 2 Mädels um den Platz auf dem Schoss kloppen.
Leider sind wir erst seit einem halben Jahr dabei und ich kann die Zufriedenheit so mancher anderen Mutter noch nicht richtig einschätzen. Lange dauert es aber nicht mehr, bis ich mich an die Leiterin wende.
IdS
LG Lea