KV kann sich nicht mit der Situation abfinden

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von awk1329 20.02.06 - 15:24 Uhr

Hallo,

in der Schwangerschaft habe ich mich vom KV getrennt, weil er das Kind absolut nicht wollte und mich das spüren lies.

Nach der Geburt (12/05) habe ich ihm 2 Besuchsnachmittage von 3 Stunden pro Woche angeboten, wie konnten uns auch auf bestimmte Wochentage einigen.
Obwohl ihm das auch schon sehr schwer fiel - er wollte sich nicht auf feste Termine einlassen.

Letztlich war ich dann diejenige, die ihm angeboten hat, er könnte, wenn er denn wollte jeden Tag kommen um dem Kind ein Vater zu sein.
Ich war zu dem Zeitpunkt sehr unglücklich darüber, dem Kind "nur" eine Einelternfamilie bieten zu können und hoffte, so mehr Vater für ihn haben zu können.

Meinem Ex sagte ich klar, dass er als Vater zu uns kommt, wir nicht über unsere Beziehung, die Schwangerschaft und die Geburt sprechen.

Leider ist es so, dass er keine Ruhe geben kann und jetzt schön des öfteren einen Besuchsabend dazu nutzte, mich in Diskussionen zu verwickeln.

Hauptsächlich gehts dann darum, dass er keine Entscheidungsgewalt hat. Ich habe keine gemeinsame Sorgerechtserklärung unterschrieben.

Was hauptsäsächlich daran liegt, dass mein Ex "ein Herr der alten Schule" ist - sprich Mann entscheidet, Frau nicht.
Dies hat in unserer Beziehung schon immer zu Problemen geführt, daher jetzt kein gemeinsames Sorgerecht.

Gestern abend habe ich ihn dann aus meiner Wohnung geschmissen.
Aktuelles Streitthema ist die Taufe.
Ich habe ihm gesagt, dass er alleine zur Kirche kommen kann.
Seine Familie und seine Freunde nicht, da sie sich auch sehr niederträchtig mir gegenüber verhalten haben.

Er eröffnete also gestern das verbale Feuer.
Bestand darauf, seine Eltern mit zur Taufe zu bringen. Was ich erneut ablehnte.

Dann gings wieder los:
Ich würde seit einem Jahr alles entscheiden usw.

Highlight:
er drohte mir wieder, sich nicht mehr um das Kind zu kümmern und ich müsste das dann dem Kind später erklären.

Zu sowas fällt mir nichts mehr ein!!!!! :-(

Und dann frag ich mich auch, wie stark seine Gefühle dem Kind gegenüber überhaupt sind, wenn er seine Beziehung zu ihm so einfach abbrechen könnte/würde? :-(

Wenn er bei uns ist, und das Baby #schrei, versucht er immer, seine "Beruhigungsmethode" durchzuführen. Auch wenn er sieht, dass es nicht klappt. Nur um sein Ding zu machen. Ergebnis: #schrei#schrei#schrei#schrei

Beim vorletzten Besuch habe ich dann das Kind in den Arm genommen und es beruhigte sich relativ schnell. Dass hat meinem Ex überhaupt nicht gepasst.

Ich redete dann beruhigt auf #baby ein: mein Schatz, so schimpfen muss man aber nicht
Mein Ex im gleichen Atemzug: man darf auch mal schimpfen
#kratz
Ich meinte, dass es kontraproduktiv wäre, wenn er etwas anderes sagt wie ich.
Noch hat das keinerlei Bedeutung - später jedoch schon.

Ich versteh einfach nicht, warum er jetzt keine Ruhe geben kann.
Er hat alles, was in der Situation möglich ist , kann sein Kind sehen, so oft wie er möchte.
Ich biete ihm an, mit zum Babyschwimmen zu kommen - will er nicht.
Dann sagt er mir, er kann ja gar nicht jeden Tag kommen, er geht arbeiten und sein Privatleben müsste schließlich auch weiterlaufen #kratz #augen
Im übrigen müsste er ja jetzt auch nebenbei arbeiten, damit ich mir ein schönes Leben machen kann :-[

Alleinerziehend sein ist ja wirklich auch sooo schön.

Die Situation spitzt sich immer mehr zu für mich. Nach der Geburt habe ich alles, was er mir angetan hat beiseite geschoben und nur an mein Kind gedacht, dessen Vater er ja nun mal ist.

Was macht er? Kommt mir ständig mit Vorwürfen und verletzt mich schon wieder. Und droht, dem Kind kein Vater mehr zu sein.

Das alles macht es für mich immer schwieriger, mit ihm umzugehen wenn er da ist. Am liebsten würde ich ihn zur Hölle fahren lassen.

Ich weiß nicht mehr weiter und verstehe nicht, warum er immer wieder unruhe rein bringt.
Wir sind nun mal keine Familie. Er ist nun mal Vater eines Kindes von einer Frau, mit der er nicht mehr zusammen ist.
Dass zieht nun mal Konsequenzen nach sich und daraus entstehen nun mal Situationen, wie es bei getrennten Paaren mit Kind eben ist.

Warum kann er das nicht akzeptieren??

Viele Grüße
awk

Sorry, etwas länger geworden#liebdrueck

Beitrag von maeuschen06 20.02.06 - 15:42 Uhr

Hallo,

da hat sich ja einiges aufgestaut. Nach deinem Bericht (mehr kenne ich ja nicht) habe ich das Gefühl, dass ihr beide eure Beziehungsprobleme auf dem Rücken des Kindes austragt.

Zum Umgang: es ist toll, dass er das Kind so oft sehen kann. Wichtig wäre aber, dass er das Kind alleine hat, also ohne deine Aufsicht. Ja, nur Mütter wissen, können ... aber warum? weil sie mehr Erfahrung haben. Die muß er erst machen und das geht nur, wenn du nicht dabei bist. Und wenn er etwas anders macht, dann ist das ok, er ist der Vater. Und ein Kind kann das differenzieren (jedenfalls später).

Zur Taufe: Egal warum ihr streitet, ich finde es von dir unmöglich ihm zu verbieten, seine Eltern mitzunehmen. Die Taufe des Enkels ist doch ein wichtiger Anlaß, warum sollen sie denn nicht mit. Nur weil du auf ihn sauer bist? Ihr seid nun mal beide die Eltern, also können auch beide mit ihren Familien da sein.

Versucht Beziehung und Kind zu trennen. Das ist wahnsinnig schwer, aber ihr müßt das noch Jahre hinbekommen, zum Wohle eures Kindes. Wie wäre es denn, wenn ihr euch Hilfe sucht z.B. vom Jugendamt. Ein Vermittler hilft oft sehr, denn er ist neutral und jeder kann von ihm besser etwas annehmen. Es beruhigt nach meiner Erfahrung einfach die Gemüter und hilft damit allen.

lg

Beitrag von awk1329 20.02.06 - 18:44 Uhr

:-[ hilfreiche Antwort, danke auch

Beitrag von isa_baby 20.02.06 - 19:31 Uhr

Hallo erstmal,
ich kann Deine Wut verstehen, und jede Mutter, die menschlich ist, kann Deine Wut und Deinen Zorn verstehen.

Du musstest alleine durch die Schwangerschafft, durch die Geburt und die ersten Wochen mit Deinem kleinen Schatz alleine durchstehen. Ich fand gerade die erste Zeit so Anstrengend.

Und wenn der Herr Vater sich dann mal herbeqeumt (da sie ja soviel Stress haben, ein schönes Privatleben zu führen, man, man, man!!), dann gibts wieder Stress.

Du hast recht, jetzt kann euer Baby noch nicht verstehen, wenn ihr unterschiedliche Dinge sagt, aber irgendwann kann es das.

Trotzdem solltest Du seine Eltern zur Taufe Einladen. Du kannst ihm ja anbieten, dass er seine Eltern und Geschwister (falls er welche hat) einladen kann, mehr nicht! Seine Freunde müssen ja nicht kommen.

Vielleicht solltest Du mal ein ruhiges Gespräch ohne euer Kind mit ihm suchen. Sag ihm ganz klar, dass Du jetzt entscheidest, was euer Kind betrifft. Und sag ihm auch, dass es so bleiben wird, wenn er nicht aufhört zu drohen.

Im übrigen brauchst Du Deinem Kind gar nichts zu erklären wenn ER den Kontakt zu euch abricht.

Er weiß anscheind gar nicht, was ein Kind alles bedeutet.

Ich wünsche Dir viel Glück und Kraft für die Zukunft!!!!

LG Isa

Beitrag von arienne41 20.02.06 - 20:52 Uhr

Hallo!
Ich muß Mäuschen recht geben und sehe es genauso.
Er will doch Vater sein und sich kümmern.
Nur wenn er etwas anders macht als du muß es doch nicht falsch sein.
Ihr seit getrennt und er muß doch nicht jeden Tag bei dir sein denn auch sein Leben geht weiter und er muß es neu einrichten ohne euch.
Warum sollen seine Eltern nicht zur Taufe kommen?
Auch seine Eltern sind die Großeltern eures Kindes.
Ich denke er ist ein stolzer Vater (innerlich) sonst würde er seine Freunde nicht dabeihaben wollen sondern es wäre ihm egal.
Die Freune können doch ruhig zur Kirche kommen müssen ja nicht an der Tauffeier teilnehmen. Das wäre doch ein Kompromis.
Bei dir habe ich leider das Gefühl das du einfach deinen Willen durchsetzen willst und die Macht ausnutzt das du das Sorgerecht hast.
Auch wenn nur du das Sorgerecht hast kannst du dir doch seine Meinung anhören.

Ich habe extra in deine VK geschaut wie alt du bist hatte gedacht so 20 Jahre und noch etwas unreif.

Sorry aber alles hat 2 Seiten .

Arienne

Beitrag von sannisu 20.02.06 - 21:24 Uhr

hallo,

finde es ziemlich kontraproduktiv dem Vater das Kind wegzunehmen, wenn es nicht aufhört zu schreien! Im Grunde hast Du das getan was Du nicht von ihm möchtest! Muss Mäuschen und Arienne recht geben, du musst ihm auch seine Erfahrungen machen lassen, er wirds eh nie so machen wie Du, was aber nicht schlechter heisst, sondern eben anders.

Gruß
Sannisu

Beitrag von coppeliaa 20.02.06 - 23:03 Uhr

hm, da hat sich ja wirklich ordentlich was aufgestaut.

was die taufe betrifft: es läßt sich von 'außen' jetzt mal nicht sagen, wie schlimm die streitereien waren, aber ich würde mir schon überlegen seine eltern unter der auflage 'keine konflikte aufwärmen' dabei sein zu lassen (sind ja immerhin die großeltern), weiter familie oder freunde aber nicht.

> er drohte mir wieder, sich nicht mehr um das Kind zu kümmern und ich müsste das dann dem Kind später erklären.

tja, dann mußt du es dem kind mal später halt erklären, was solls, würde mich von der drohung an deiner stelle nicht weiter beeindrucken lassen.

> Das alles macht es für mich immer schwieriger, mit ihm umzugehen wenn er da ist.

kann jemand anderer statt dir bei den treffen dabei sein? du kannst ja in unmittelbarer nähe (nebenzimmer) bleiben, aber ihr scheint euch schon ordentlich gegenseitig an die gurgel zu gehen. vielleicht wäre es auch hilfreich die mögliche besuchstage einzuschränken, so a la "wenn er mag kann er mo, mi, fr oder sa kommen, aber bitte nicht die und do". eventuell auch ans jugendamt wenden.

> Warum kann er das nicht akzeptieren??

wenn er ein problem damit hat, dass auch frau entscheidet kannst du gegen dieses machogehabe kaum an.

versuch allen konflikten aus dem weg zu gehen, hilft ja nix das über das kind auszutragen. ignorier seine versuche in die richtung möglichst. starte auch selbst nix in die richtung, auch wenn du ihn manchmal zur hölle wünschst.

alles gute!

Beitrag von mandy030 20.02.06 - 23:04 Uhr

Hallo,

Ich bin der Meinung Du solltest ruhig seine Eltern zur Taufe kommen lassen, sind schließlich Oma und Opa.
Was hast Du schon zu verlieren ?
Und dann ist da noch was, so wie ich Deinen Bericht gelesen habe, bin ich der Meinung das Du Deinen Ex noch liebst und Du Dir tief im Innern eine Familie wünschst.

Alles Gute sagt Mandy030

Beitrag von manavgat 21.02.06 - 08:05 Uhr

Ein Vater dieser Güte ist für Dein Kind keine wirkliche Bereicherung.

Brich diesen Kontakt zumindest in Deiner Wohnung ab und bitte das Jugendamt darum für eine vernünftige Regelung mit festen Zeiten zu sorgen.

Wenn er sich dann nicht um sein Kind kümmert, dann weißt Du ja woran Du bist.

Gruß

Manavgat

Beitrag von alteglucke 21.02.06 - 11:17 Uhr

Ich habe dir vor ein paar Wochen schon einmal geantwortet. Und ich kann es nur noch einmal zusammenfassen: Setz dich mit ihm zusammen, trefft eine klare Vereinbarung über den Umgang, gib´ ihm das Kind an seinen Umgangstagen mit, misch dich nicht darin ein, wie er mit eurem Kind umgeht und lass dich auf keine weitere Diskussion ein.
Was das gemeinsame Sorgerecht angeht, kann ich nur meine Strategie empfehlen: Sag ihm, dass du in zwei Jahren die Sorgerechtserklärung unterschreibst, wenn er bis dahin ein verantwortungsbewusster Vater ist. Und dass gemeinsames Sorgerecht keinen Sinn macht, wenn ihr noch nicht einmal eine vernünftige Umgangsregelung hinbekommt.

Noch einmal ganz kurz: eine verbindliche, von euch beiden gemeinsam getroffene Vereinbarung, Umgang ohne dich, keine Diskussionen, gemeinsames Sorgerecht nur dann, wenn´s auch Sinn macht.

Und was seine Eltern angeht: Ich finde, sie gehören zu der Taufe. Bei der geht es nämlich nicht um dich, sondern um dein Kind. Und auch da musst du dir klar: Sie sind nicht deine Schwiegereltern, sondern die Großeltern deines Kindes. Und genauso wie dein Kind ein Recht auf zwei Eltern hat, hat es auch ein Recht auf zwei Großelternpaare.

Andrea

Beitrag von awk1329 21.02.06 - 11:25 Uhr

Hallo,

nachdem ich gestern die ersten Antworten hier gelesen habe, war ich schon ein wenig frustriert.

Jetzt bin ich aber doch erleichtert als ich jetzt die späteren Antworten gesehen habe #sonne

Es wird für mich in der Tat immer schwieriger, mit ihm in meiner Wohnung zu sein.
Nach der Geburt habe ich mich für das Kind gefühlsmäßig versucht zu "neutralisieren".

Aber der Auftritt Sonntag abend war leider nicht der erste in der Form.
Was meine negativen Gefühle für ihn wieder ziemlich intensiviert.

Gestern abend war ich bei meiner Freundin. Mein Baby fing bei ihr im Arm an zu weinen. Lies sich auch nicht beruhigen.
Für meine Freundin war es selbstverständlich, dass ich mein Kind in den Arm nahm. Bei mir beruhigte es sich dann auch sofort.

Ich bin nun mal die Mutter, und die Mutter ist die stärkste Bezugsperson für Babys, weil sie halt den ganzen Tag mit ihm zusammen ist.
Es ist ja auch überhaupt nicht böse gemeint, wenn ich dem KV das Kind dann "aus dem Arm nehme".
Ich höre ja auch vorher an, wie er weint. Wenn er quengelig weint, lass ich ihn machen. Bei mir würde er genauso quengeln.

Aber dieses unglückliche "Mama-Weinen", was mittlerweile deutlich heraus zu hören ist - da bin dann halt nun mal ich gefordert.

Gestern habe ich ein kurzes Fax ans Jugendamt geschickt über den Vorfall.
Damit klar ist, dass ich ihn nur für den Abend aus meiner Wohnung verwiesen, ihm aber nicht dem Umgang untersagt habe.
Damit keine Missverständnisse aufkommen können.

Viele Grüße
awk

Beitrag von alteglucke 21.02.06 - 11:36 Uhr

"Ich bin nun mal die Mutter" und er ist nun mal der Vater – auch wenn dir das nicht passt, musst du dich damit abfinden und um deines Kindes willen das beste daraus machen. Aber bis dahin hast du offenbar noch einen langen Weg vor dir.

Beitrag von donravello 21.02.06 - 14:53 Uhr

hi
awk,

zitat:
"Ich bin nun mal die Mutter, und die Mutter ist die stärkste Bezugsperson für Babys, weil sie halt den ganzen Tag mit ihm zusammen ist."

was soll das denn nun heißen?

wenn eine KM mit dem kind den ganzen tag zusammen ist, heißt das noch lange nicht, daß sie auch ein gute mutter und bezugsperson ist.

mir kommt es eher vor, da du die probs mit dem KV hast, hast du auch probs mit dem umgang.

alteglucke hat sehr wiese geantwortet.;-)

Beitrag von isa_baby 21.02.06 - 19:36 Uhr

Also mal ehrlich, wenn ein Kind das "Mamaweinen" gerade drauf hat, sollte jeder Mutter ihr Kind auf den Arm nehmen und es trösten. Alles andere ist vielleicht toll für den Vater, aber nicht fürs Kind!!!

Nicht nur der Vater hat rechte, auch das Baby, und wenns zu Mama will, dann soll es da auch hin!!!

Kleine Tipp am Rande, manche hier interpretieren hier ganz schön viel rein, von wegen, awk liebt den Vater noch.

Hier sind doch eigentlich viele Alleinerziehende, habt ihr euch nie geärgert oder in Wut die eine oder andere Fehlentscheidung getroffen? Das eine oder andere böse Wort verloren? Scheint mir nicht so, ihr tut alle so Perfekt!!! Statt die arme Frau runter zu machen, wärs doch Sinnvoller sie ein wenig zu Unterstützen.

Mir kommt es hier manchmal mehr vor wie ein Forum für "arme, mit ganz viel Zeit zum Privatleben brauchende" Väter!!
Gehts noch??

Isa#wolke

Beitrag von awk1329 22.02.06 - 13:33 Uhr

#danke

Beitrag von yagharek 22.02.06 - 21:58 Uhr

ich wundere mich, über was Du Dich wunderst.

DU hast ihn VERLASSEN, weil DU es nicht gut fandest, daß er das Kind nicht wollte.
"Meinem Ex sagte ich klar, dass er als Vater zu uns kommt, wir nicht über unsere Beziehung, die Schwangerschaft und die Geburt sprechen."
Er soll also als Vater zu Dir kommen, der er eigentlich nicht sein wollte. Du wolltest aber Mutter sein - und zack, jetzt bistes.
Seine Vaterpflichten (Umgang, Zahlungen) soll er wahrscheinlich erfüllen, Rechte (Sorgerecht oder seine Eltern zur Taufe mitzubringen) verwehrst Du ihm.

Und da wunderst Du Dich, wenn er die aktuelle Situation nicht akzeptieren kann?
Auch ohne näheres über Eure damalige Beziehungsform und die Länge derselben zu wissen: mich wundert das ganz und garnicht.

Yag

Beitrag von awk1329 23.02.06 - 11:54 Uhr

Hallo,

zum Thema gemeinsames Sorgerecht:

pro familia
die Rechtsberatung von pro familia
Jugendamt

haben mir davon abgeraten.

Eben weil die Situation ist, wie sie ist. Und ich habe keinesfalls irgendwas falsch dargestellt! Oder ihn schlecht gemacht! Das geschehene spricht halt leider für sich.

Seine Eltern:
haben sich ebenfalls sehr verletztend mir gegenüber verhalten und bisher noch nicht mal eine Glückwunschkarte geschickt.

Die Taufe ist eine sehr persönliche und festliche Angelegenheit.
Daher möchte ich, dass dieses Fest ein schönes Fest wird.
Unruhe, egal von wem sie ausgehen würde, wäre hier wohl fehl am platze.

Seine Vaterschaft:
ER möchte ja jetzt Vater sein.
Und ich habe alles dafür getan, damit er dass auch sein kann. Ich hätte das alles auch ganz anders handhaben können.
Dass wir nicht zusammenleben und auch kein Paar mehr sind, bringt nun mal Situationen mit sich, die daraus resultieren.
Da kann ich nichts für und ich habe das auch nicht gewollt!!!!

Hätte ich damals mein Kind abtreiben sollen nur weil er es zum damaligen Zeitpunkt nicht wollte?

Viele Grüße
awk

Beitrag von isa_baby 23.02.06 - 21:45 Uhr

Ehrlich, wie naiv ist das denn??? Er wollte nicht Vater werden? Da kenne ich mal einen ganz tollen Trick, einfach eine Tüte übern lümmel. Wollt ihr immer den bösen, bösen Frauen die Schuld in die Schuhe schieben?? Um ein Kind zu zeugen gehören 2 Menschen dazu. Meinst Du, sie ist von alleine Schwanger geworden? Und wenn sie Abgetrieben hätte und in tiefe Depresionen verfallen wäre (aufgrund der Abtreibung), dass wäre OK??? Sehr einfach!!!!

Wer kein Kind will, sich nicht der Gefahr ausetzen mag, eine Frau zu Schwängern, der sollte seine Hose lieber zu lassen. So ist es doch!!!! Und nicht immer böse, böse Frau!!!! Ehrlich, Spaß haben können alle, aber den A**** in der Hose haben und für sein Handeln die Verantwortung UND die Konsiqeunzen zu tragen, nein, dass muss der arme unschuldige Mann wohl nicht.

Eine mir Unverständliche Sichtweise. Männer lasst die Hose an oder stellt euch euren Handeln!!!!:-[

Isa

Beitrag von yagharek 23.02.06 - 22:31 Uhr

Meiner Erfahrung nach sind die Einwilligung zum Geschlechtsverkehr und die Einwilligung sich fortzupflanzen ganz verschiedene Paar Schuhe.
Kondome sind definitiv bäh.
Das ist wie Bonbonlutschen mit Papier.
Für die Verhütung sind beide zuständig!

Außerdem müßte bei der "Schuldfrage" auch die mangelnde Zurechnungsfähigkeit des Mannes in einer solchen Situation mit bedacht werden: ein Kerl im Hormonrausch ist alles mögliche, aber nicht mehr Herr seiner Sinne.
Wenn man jemanden im Alkoholrausch verhaut, dann wirkt das strafmildernd - wenn Mann im Hormonrausch zeugt, muß er trotzdem voll zahlen. Frau HAT immerhin nachher die Möglichkeit, zu sagen: nee, will ich nicht.
Aber das steht auf einem anderen Blatt und gehört nicht 100% hier her.

Was glaubst Du, warum immer weniger Ehen geschlossen werden und immer weniger Kinder gezeugt? Weil die Männer, wenn die Ehe nicht hält (und das ist sehr wahrscheinlich) die Gearschten sind und teilweise ein Leben lang zahlen dürfen, oder im Fall der Kinder oft genug vollkommen rechtlos dastehen (aber selbstverständlich zahlen dürfen).

Die Geschichte mit dem "Wer kein Kind will, sich nicht der Gefahr ausetzen mag, eine Frau zu Schwängern, der sollte seine Hose lieber zu lassen. So ist es doch!!!!", die erzähl den Frauen im Liebeslebenforum, deren Kerle nicht mehr ranwollen. Vergeß Deinen Helm nicht.

Provokante These zum Schluß: wenn Frau meint, das mit dem AEsein und dem Expartner und dem Umgang und so weiter, das ist alles zu stressig, dann soll sie das Kind doch dem Vater geben, ihm Unterhalt zahlen und gut ist.
Wenn, wie Du schreibst, 2 Menschen zum zeugen gehören, dann verstehe ich nicht, warum im unehelichen (und meist auch ehelichen) Fall das Kind am Ende einer Beziehung nur einem "gehört", nämlich der Frau.

Yag

Beitrag von isa_baby 25.02.06 - 12:33 Uhr

Mir kommen gleich die Tränen, die Männer sind nicht mehr zurechnungsfähig, wenn sie einen stehen haben??? LÄCHERLICH!!! Mensch, das ist doch affig, wenn er kein Kind will, dann tut er eine Gummi drauf und fertig. Mach ich übrings auch immer. Und wenns dem Herrn nicht passt, ICH bekomme das Kind, ICH muss mich darum kümmern. Bleib realistisch, die meisten Männer wollen was anderes als Hausmann spielen. Ich verbiete meinen Ex gar nichts, er kann sein Tochter regelmäßig einmal die Woche sehen.

Wer im Alkoholrausch verhaut..... Bla, bla, wenn Du im Suff jemand tötest, wirst Du es auch Dein Lebenlang spüren, Du kriegst kein Job mehr etc. Und die Schuldgefühle erstmal. Wenn man sich nicht unter Kontrolle hat, sollte man auf Drogen verzichten!!!

Außerdem hat awk die Verhütungsfrage Aufgeklärt, ich hatte übrings vollkommen recht!!! Ha!!!!

Ich habe keine Angst jemand zur Verhütungsfrage meine Meinung zu sagen!!! Bist wohl ein Mann, das bei Gummi streikst!! Viel spaß mit den netten Krankheiten....

Isa

Beitrag von awk1329 24.02.06 - 11:30 Uhr

@ Isa #liebdrueck

Ein Auszug aus der Verhütung meines Ex:
er passt auf. mag sein, dass das bei anderen nicht funktioniert, bei ihm schon. Er hat sich unter kontrolle. Ein "Sehnsuchtstropfen" hat er nicht, dass weiß er.


Ich habe mit ihm über Verhütung gesprochen ( wir hatten uns gemeinsam für Person entschieden, weil ich keine Hormone nehmen wollte) und die Tatsache, was ist, wenn ich schwanger werde: er: dann ist es eben so

Darauf habe ich vertraut. Dass er mit einer Schwangerschaft keine Probleme hätte.

awk

Beitrag von awk1329 24.02.06 - 11:31 Uhr

das sollte >Pesona< heißen

Beitrag von awk1329 24.02.06 - 11:32 Uhr

jesses #augen


>PERSONA<


:-p